Logo   Newsletter September 2018
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

es kommt Bewegung in die Digitalisierung! Vor kurzem ist die elektronische Gesundheitsakte „Vivy“ an den Start gegangen. Versicherte der DAK, IKK classic und IKK Südwest sowie mehrerer Betriebskrankenkassen und privater Krankenversicherungen können „Vivy“ nutzen. Die Techniker Krankenkasse setzt auf eine eigene Lösung. Thomas Ballast, stellv. Vorstandsvorsitzender der TK, spricht im Videointerview mir Rolf Stuppardt über die digitale Gesundheitsakte „TK Safe“. 

Auf dem Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg demonstrierte der Avatar KIM des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein sein Können und das Thema Digitalisierung zog sich wie ein roter Faden durch das Kongressprogramm.
Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Der Bundesverband der Krankenhaus-IT Leiterinnen und Leiter hat eine Erhebung durchgeführt mit dem Ergebnis, dass den Krankenhäusern in den nächsten fünf Jahren 11,6 Milliarden Euro für Investitionen in IT-Systeme und -Infrastruktur und rund 2.700 IT-Fachkräfte fehlen, um die gewollte Digitalisierung überhaupt umsetzen können.  
Um die Kehrseite des ungebremsten privaten Medienkonsums geht es im Kommentar von Professor Gerald Lembke.  Er gibt Impulse, unser eigenes Nutzungsverhalten kritisch zu hinterfragen.

Wir wünschen Ihnen einen ereignisreichen Herbst!
Julia Rondot

 
   
 
   
 

 
   
 
 
 
 
 

Psychotherapie, Politik & Wirtschaft

BPtK: Flexibler krankschreiben

 
 
 
 
 
 

Veranstaltungen, Pflege

Lohfert-Preis 2018 verliehen


 
 
 
 
 
 

Case Management, Politik & Wirtschaft
Dreiländertreffen Case und Care Management

 
 
 

Krankenversicherung, Digital Health, Politik & Wirtschaft
Live-Start für die elektronische Gesundheitsakte Vivy bei der IKK Südwest


 
 
 
 
 
   
 


 

Auf die Eltern kommt es an! Gesunde Mediennutzung in der Familie

Die digitale Mediennutzung in der Familie wird in den Massenmedien heftig diskutiert. Einerseits wird zurecht vor einem übermäßigen Bildschirmkonsum gemahnt (z. B. über eine Stunde täglich bei 12-15-Jährigen), andererseits sind Eltern euphorisiert, wenn ihr Kind acht Stunden täglich vor dem Bildschirm sitzt und als Youtuber die Welt mit infantilen Erkenntnissen bereichert (siehe Hart aber Fair vom 10.9.2018).

Ohne Frage empfinden wir Menschen die digitalen Zugangsmöglichkeiten zu Informationen und Kontakten als größte Chance seit Erfindung des Automobils. Beides bereichert unser Leben. Doch neben der subjektiv erfahrenen Bereicherung gibt es langfristig betrachtet objektive Risiken, auf die bezüglich der Digitalnutzung in wissenschaftlichen Studien regelmäßig hingewiesen werden. Im Fokus: die Rolle als Eltern, Erzieher oder Pädagogen.
In einer publizierten Studie an 300 Familien mit 450 Kindern im Alter von 2 bis 12 Jahren wurde zum Beispiel beobachtet, dass digitale Medien der Entwicklung von Kindern nicht nur schaden können, wenn diese sie selbst nutzen (bestätigt durch die BLIKK-Studie), sondern auch, wenn ihre Eltern sie nutzen, während sie ihren Aufgaben als Eltern nachkommen. Das geschieht, wenn der Studie zufolge 40 % der Kinder und 70 % der Erwachsenen digitale Endgeräte (Smartphones, Tablets) zum Beispiel während der gemeinsamen Mahlzeit verwenden.1
Eine weitere Studie an 183 Paaren mit Kindern zeigt, dass dieser Mediengebrauch der Eltern später (in einem Jahr) zu mehr Verhaltensproblemen bei ihren Kindern führt. Die Studienautoren ziehen ein bedenkliches Fazit: Bestimmte Eigenschaften der digitalen Technologie, einschließlich ihres verführerischen Designs (eine lange Nutzungszeit hat eine belohnende Wirkung), spricht besonders solche Eltern an, die entweder ohnehin Schwierigkeiten mit der eigenen Selbstregulation haben, oder die mit ihrem Familienleben frustriert sind. Das eine oder das andere oder beides wiederum führt zu noch mehr Unterbrechungen in der familiären Kommunikation und des familiären Zusammenlebens durch digitale Technologien.2
Wir befinden uns in einem Teufelskreis, den es zu erkennen und aufzubrechen gilt! Es wird Zeit, zu Hause gewisse Regeln für den gesunden Umgang mit Handy & Co. zu vereinbaren und die eigene Haltung zu überdenken: „Das Digitale darf das Soziale nicht verdrängen!“, ist die Forderung in meinem Buch „Im digitalen Hamsterrad“. Das Buch fordert in süffisanter Weise einen gesunden Umgang mit Digital im Lebensalltag. Und ich habe Hoffnung. Kinder akzeptieren gesetzte Regeln für Handy & Co. eher, wenn sich auch die Eltern daran halten und einen bewussten Umgang mit Medien vorleben!
 


1 Kellershohn J., Walley K., West B., Vriesekoop, F.: Young consumers in fast food restaurants: technology, toys and family time. Young
Consumers 2018; 19: 105–118.
2 McDaniel B. T., Radesky, J. S.: Technoference: Parent distraction with technology and associations with child behavior problems. Child Dev 2018; 89: 100–109.


Gerald Lembke ist Professor für Digitale Medien und Medienmanagement an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Als Projektmanager von digitalen Welten und einer der kritischsten Beobachter in Deutschland gestaltet er die digitale Welt seit mehr als 25 Jahren. Er zählt zu den digitalen Pionieren und ist "wichtige Anlaufstelle in allen Fragen der Digitalität" (Wirtschaftswoche). Sein Buch "Im digitalen Hamsterrad" oder auch der Cartoonkalender "AusZeit… einfach mal abschalten!" setzen sich mit dieser Thematik auseinader und tragen zu einem kritisch-konstruktiven Diskurs der Gestaltung einer digitalen Zukunft bei.

 

 
   
 
   
 

 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 


Krankenhaus-IT-Abteilungen fehlen in den kommenden fünf Jahren 11,6 Milliarden Euro

© Gorodenkoff, shutterstock.com

Laut einer jetzt vom Bundesverband der Krankenhaus-IT Leiterinnen und Leiter (KH-IT) durchgeführten Erhebung fehlten im Bezugsjahr 2017 in Krankenhäusern insgesamt 1,6 Milliarden Euro für Investitionen in IT-Systeme und -Infrastruktur (davon 1,1 Milliarden Euro nicht genehmigte Investitionsbedarfe für Endgeräte, klinische Systeme, Server, Netzwerk und ähnliches). Neben Geld für Investitionen fehlten auch finanzielle Ressourcen für den IT-Betrieb im Krankenhaus sowie die Einstellung von IT-Fachkräften, so die Autoren. Die IT-Leitungen sehen einen Bedarf von 2.688 zusätzlichen Fachkräften auf Vollzeitbasis, um die gewollte Digitalisierung überhaupt umsetzen zu können – wobei die Herausforderung sei, diese Kräfte zu finden und sie zu bewegen, sich mit dem Tarifgefüge der Krankenhäuser zufrieden zu geben, so die Experten.

Hochgerechnet auf die kommenden fünf Jahre ergebe sich so ein Finanzierungsdefizit in der Krankenhaus-IT von 11,6 Milliarden Euro.  Dabei wurde in der Erhebung lediglich nach der Finanzierungslücke zwischen genehmigtem und aus IT-Leitungssicht notwendigem IT-Budget gefragt. Die Erhebungsergebnisse bilden demnach tendenziell den Fehlbetrag für die IT-Mindestausstattung in deutschen Krankenhäusern ab. Das Finanzierungsdefizit würde mit Sicherheit um ein Vielfaches höher ausfallen, würde man den eigentlich wünschenswerten, möglichst hohen IT-Reifegrad (gemessen an optimal unterstützten klinischen Versorgungsprozessen) mit in die Berechnung einbeziehen, so die Autoren der Untersuchung. Nicht einbezogen wurden ebenso zukünftige Kosten der digitalen Transformation im Krankenhaus (Body Electronics, Artificial Intelligence, Robotik etc.).

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Gerade erschienen:

Gaymann/Klie:
Demensch
Postkartenkalender 2019 

 
 
 



Gerade erschienen:

Schön:
Hörzeit: Traumhochzeiten (CD) 

 
 
 



Gerade erschienen:

Lembke/Lüdke:
AusZeit...einfach mal abschalten!
Cartoonkalender 2019

 
 
 



Gerade erschienen: 
Hildebrandt:
Demenz verstehen in Farbe

 
 
 



Gerade erschienen:
Müller/Schabbeck:
Praxishandbuch Pflegerecht

 
 
 


Erscheint in Kürze:
Schmid/Schmidt:
Modernes Beschaffungs-management im Gesundheitswesen

 
 
   
 


Terminservice- und Versorgungsgesetz: Gute Ansätze, aber...

© Shutterstock/Sopotnicki

 

Der Referentenentwurf für das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) hat viele Reaktionen ausgelöst – nicht zuletzt in der Verbändeanhörung Mitte August. So sieht die Die Bundesärztekammer (BÄK) im Referentenentwurf viele gute Ansätze, aber auch einige „No-Gos“. Die BÄK hebt in ihrer Stellungnahme unter anderem positiv hervor, dass die bisherigen Terminservicestellen zu einer neuen Servicestelle mit erweiterten Aufgaben weiterentwickelt werden sollen. So sollen die Stellen vom 1. April 2019 an rund um die Uhr erreichbar sein. Sie sollen dann auf Grundlage einer „Priorisierung“ auch während der Sprechstundenzeiten unmittelbar ärztliche Versorgung im Notfall vermitteln – entweder in eine offene Arztpraxis, eine Portal- bzw. Bereitschaftsdienstpraxis oder in eine Notaufnahme. Bei lebensbedrohlichen Notfällen soll der Anrufer an die Notrufnummer 112 weitergeleitet werden.

Aus Sicht der Bundesärztekammer ist dies ein wichtiger ersten Schritt zur Umsetzung eines sektorenübergreifenden Konzepts der Notfall- und Akutversorgung sowie zur Verbesserung der haus- und fachärztlichen Versorgung der Bevölkerung. Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung des Konzepts ist nach Überzeugung der BÄK ein „standardisiertes, validiertes Ersteinschätzungsinstrument, das insbesondere zur Identifikation potentiell lebensbedrohlicher Situationen geeignet ist, sodass keine Patientengefährdungen entstehen“. Notwendig sei auch eine umfassende und nachhaltige Information der Bürgerinnen und Bürger zu dem neuen Konzept.
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Lembke:

Im digitalen Hamsterrad
Ein Plädoyer für den gesunden Umgang mit Smartphone & Co.

 

Ein Buch voller Augenzwinkern und versteckter Spiegel, die das persönliche Digitalnutzungsverhalten auf den Punkt bringen. Das perfekte Geschenk für alle, die das digitale Hamsterrad nervt und wieder freier und glücklicher werden möchten.
Das Digitale hat längst das Soziale verdrängt. Wir glauben, mit unserer digitalen Mobilität freier und autonomer geworden zu sein. Stattdessen schlittern wir unaufhörlich in eine

Gesellschaft mit andauernden digitalen Ablenkungen und mobilem Entertainment. Das Analoge ist dem Virtuellen längst untergeordnet. Unaufmerksamkeit entwickelt sich zum neuen Wert. Egoisten und Narzissten dominieren unsere Wahrnehmung, sobald wir im Internet sind. Alle sind betroffen. Denn diese Entwicklungen bergen erkennbare Gefahren – für Wohlbefinden und Gesundheit. Gesunde Selbsterhaltung braucht sofort und ab jetzt einen verantwortungsvollen Umgang mit Smartphone & Co. sowie die Entwicklung einer digitalen Resilienz (Widerstandsfähigkeit).
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Terminservicestellen

 

Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

 

Im durch das Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VSG) neu in das SGB V aufgenommenen § 75 Abs. 1a wurde den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) vorgeschrieben, innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes Terminservicestellen einzurichten, gegebenenfalls auch in Kooperation mit den Landesverbänden der Krankenkasse und den Ersatzkassen.

Die regionalen Terminservicestellen haben Anfang 2016 ihre Arbeit aufgenommen. Die Kontaktdaten aller Terminservicestellen sind auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit unter dem Link abrufbar.
Aufgabe dieser Terminservicestellen ist es, gesetzlich Versicherten, die sich an sie wenden, innerhalb einer Woche einen Behandlungstermin bei einem Facharzt zu vermitteln, wobei eine Wartezeit von vier Wochen nicht überschritten werden darf. Bei Augen- und Frauenärzten ist dabei keine Überweisung erforderlich; nach der Einführung einer psychotherapeutischen Akutsprechstunde müssen die Terminservicestellen auch Termine für die psychotherapeutische Versorgung vermitteln. Dies ist seit dem 1. April 2017 der Fall. Der Behandlungstermin ist vorrangig bei Vertragsärzten, zugelassenen medizinischen Versorgungszentren sowie zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung ermächtigten Ärzten oder Einrichtungen zu vermitteln. Die Entfernung zu dem vermittelten Leistungserbringer muss grundsätzlich zumutbar sein.
Kann die Terminservicestelle innerhalb der Vier-Wochen-Frist keinen Behandlungstermin bei einem an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Leistungserbringer vermitteln, muss sie dem Versicherten innerhalb von einer Woche einen abgestimmten ambulanten Behandlungstermin in einem Krankenhaus anbieten und gegebenenfalls vereinbaren; die Wartezeit auf diesen Termin darf ebenfalls vier Wochen nicht überschreiten, und das Krankenhaus muss in einer für die konkrete Behandlung angemessenen Entfernung liegen. Die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines Krankenhauses umfasst dabei auch notwendige Folgebehandlungen zur Sicherung und Festigung des Behandlungserfolges. Für die ambulante Behandlung im Krankenhaus gelten die Bestimmungen über die vertragsärztliche Versorgung. Die Verpflichtung der Terminservicestellen zur Vermittlung eines Termins zur ambulanten Behandlung in einem Krankenhaus gilt nicht bei verschiebbaren Routineuntersuchungen und in Fällen von Bagatellerkrankungen sowie bei weiteren vergleichbaren Fällen.
Im Bundesmantelvertrag waren die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für die Tätigkeit der Terminservicestellen (z. B. zumutbare Entfernung) zu regeln. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung muss die Auswirkungen der Tätigkeit der Terminservicestellen jährlich evaluieren – erstmals bis zum 30. Juni 2017. Dabei soll insbesondere Auskunft über den Anteil fristgerechter Vermittlungen, die Häufigkeit der Inanspruchnahme und die Vermittlungsquote gegeben werden.

 
   
 
   
 

 
   
 
 


Der REHACARE-Kongress „Wir fürs Quartier“

28.9.2018, Düsseldorf

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PEG Fachtagung 2018 -„Gesundheitswirtschaft im Wandel“
11.10.2018, München

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6.


MCC-Kongress Betriebliches GesundheitsManagement
16. - 17.10.2018, Bonn
 
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Gesundheitsversorgung ohne Ländergrenzen? Kongress der Gesundheitsplattform
17.10.2018, Mannheim

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10. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft:
„Demenz – Gemeinsam Zukunft gestalten“
18.-20.10.2018, Weimar

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23. Handelsblatt Jahrestagung Health 2018

22. - 23.10.2018, Berlin

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17. Europäischer Gesundheitskongress 2018
25. - 26.10.2018, München

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Forum Seltene Erkrankungen Infusion
6.11.2018, Berlin

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19. Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen
9.11.2018, Berlin

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medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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