Logo   Newsletter März 2019
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,
 

ein spannendes Film-Projekt haben wir gemeinsam mit Sophie Rosentreter umgesetzt: „Prominente lesen Märchen für Menschen mit Demenz“. Annette & Caroline Frier, Björn Harras, Hilly Martinek, Jana Raile, Jochen Schropp, Bettina Tietjen, Christine Westermann und Anna Wilken – sie alle haben voll Begeisterung einige der schönsten und bekanntesten Märchen vorgelesen. Zwei tolle Filme sind daraus entstanden (lieferbar Anfang April), die Menschen mit Demenz und ihren Familien schöne gemeinsame Momente schenken.



 


Private Equity-Gesellschaften haben den Gesundheitsmarkt als lukrative Zielbranche entdeckt. Seit 2013 wurden rund 130 Unternehmen – vor allem Pflegeheime, Pflegedienste, aber auch Medizinische Versorgungszenten – von privaten Investoren übernommen. 60 Prozent dieser Übernahmen fanden dabei in den letzten zwei Jahren statt. Was bedeutet das für unsere Gesundheitsversorgung und sind negative Folgen für Patienten und Beschäftigte zu befürchten? Die wissenschaftliche Studie des IAT, zusammengefasst im Hintergrundbeitrag von Sven C. Preusker, liefert aktuelle Erkenntnisse.

Morgen startet der Deutsche Pflegetag in Berlin und in der kommenden Woche findet vom 21.–24.März die Leipziger Buchmesse statt. Auf beiden Veranstaltungen ist medhochzwei mit einem Stand vertreten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Herzliche Grüße und spannende Lektüre

Julia Rondot

 
   
 
   
 

 
   
 
 

Veranstaltungen, Aktuelles aus dem Verlag, Pflege
Deutscher Pflegetag 2019 – wir sind dabei!

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Case Management, Aktuelles aus dem Verlag

Case Management Ausgabe 01/2019 erschienen

 
 
   
 
Weitere Nachrichten finden Sie hier.
 
   
 
   
 


Patientensicherheit – mit dem Patienten als Partner
 

Das Weißbuch Patientensicherheit vom August 2018 legt eine unverändert ernüchternde Bilanz vor: So treten bei jährlich 400.000-800.000 Krankenhaus-Patienten vermeidbare unerwünschte Ereignisse auf, etwa 20.000 davon mit Todesfolge. Rund 80 % dieser unerwünschten Ereignisse entstehen durch mangelhafte Kommunikation. Alle Beteiligten im Gesundheitswesen sind deshalb zu verstärktem Handeln aufgerufen. Dabei wurden Patienten in ihrer Rolle als mögliche Akteure bislang nur am Rande betrachtet.

Dieses Potenzial muss durch eine systematische Einbeziehung von Patienten auf der Grundlage von Information, Befähigung und einem förderlichen kommunikativen Umfeld künftig stärker erschlossen werden – der Patient selbst stellt dabei als Schlüsselressource ein unschätzbares Potenzial dar. Auch die Verfolgung des vielen Patienten so wichtigen Ziels einer partizipativen Entscheidungsfindung kann die Sicherheitsprobleme bereits deutlich reduzieren. Die Patientensicherheit muss bei alldem im Vordergrund stehen und weiter erhöht werden: im Sinne einer gefühlten Sicherheit für den Patienten sowie einer klar messbaren Ergebnisqualität.

Dr. Lutz Hager

Prof. Dr. Jörg Loth

Hierzu ist auch der Einsatz von quantitativ ausreichendem und insbesondere gut qualifiziertem Personal unerlässlich. Denn bei allen zu nutzenden Chancen der Automatisierung und hin auf dem Weg zu einer digitalen Gesundheitskompetenz bleibt die Kommunikation zwischen dem Behandler und Patienten ein integraler Bestandteil einer sicheren und nachhaltig erfolgreichen Therapie und Gesundheitsversorgung.

Dr. Lutz Hager ist Geschäftsführer der IKK Südwest und verantwortet u. a. den Bereich Verträge und Versorgung. Er ist Initiator der Themenkampagne Patientensicherheit der IKK Südwest im Jahr 2017

Prof. Dr. Jörg Loth ist Vorstand der IKK Südwest und hat eine Professur für Ökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken übernommen. Er ist Autor zahlreicher gesundheitsökonomischer Publikationen und wissenschaftlicher Beiträge im deutschen Gesundheitswesen.

Beide sind Herausgeber des in Kürze bei medhochzwei erscheinenden Titels Patient und Sicherheit.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 
Silver Mikk zur Digitalisierung in Estland auf dem 2. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung 2019
Silver Mikk, Product Manager des estnischen Unternehmens dermtest, spricht im Interview auf dem Heid...
Mehr erfahren »
 
 
 
Ilses weite Welt: Prominente lesen Märchen (Trailer)
Märchen versetzen uns in unsere Kindheit zurück – damals haben wir mitgefiebert, als Hänschen und Gr...
Mehr erfahren »
 
 
   
 


Digitale Versorgungsangebote: Verbände fordern schnelleren Zugang für Patienten



Acht Verbände aus vier Branchen der digitalen Gesundheitswirtschaft, namentlich Bio Deutschland, bitkom, bvitg, BVMed, Spectaris, VDGH, vfa und zvei, fordern in einem gemeinsamen Diskussionspapier unter dem Titel „Zugang zur Regelversorgung digitaler Versorgungsangebote“ einen schnelleren Zugang zu digitalen Versorgungsangeboten für Patienten. Neben den telemedizinischen Einsatzmöglichkeiten biete die Digitalisierung den besonders bei chronischen und seltenen Erkrankungen zahlreiche Möglichkeiten zum
Selbstmanagement. Derzeit seien digitale Versorgungsangebote in Deutschland aber nur unzureichend in den Vergütungssystemen abgebildet, obwohl durch sie Behandlungsprozesse effizienter gestaltet und damit die Patientenversorgung verbessert werden könnten. In dem branchenübergreifenden Diskussionspapier unterbreiten die Verbände Vorschläge, wie digitale Angebote schneller in die Versorgung gebracht und dadurch allen Versicherten den gleichen Zugang zu digitalen Innovationen ermöglicht werden kann. So sollten unter anderem adäquate Bewertungsverfahren für digitale Versorgungsangebote entwickelt und Beratungsangebote vorangebracht werden, um Anbieter digitaler Versorgungsangebote verbindlich über Zugangsoptionen in das Erstattungssystem zu informieren. Erforderlich sei außerdem eine Vergütungssystematik, innerhalb derer sich digitale Versorgungsangebote auch sektorenübergreifend sachgerecht abbilden lassen. Weiterhin sollten rechtliche Vorschriften für die Nutzung digitaler Versorgungsangebote bundesweit einheitlich an die Versorgungsrealität angepasst werden.

Angesichts unklarer und ungeeigneter Regelungen für den Zugang digitaler Versorgungsangebote in die Regelversorgung gehen Kostenträger laut des Papiers dazu über, ihren Versicherten selektiv Zugang zu diesen Angeboten zu ermöglichen, etwa als Satzungsleistung (§ 11 Absatz 6 SGB V) oder über den Abschluss von Selektivverträgen (§ 140a SGB V). Problematisch sei, dass die in Selektivverträgen geregelten Versorgungsangebote, die sich bewährt haben und dementsprechend begleitende Evaluationen vorweisen, trotzdem nicht in die Regelversorgung gelangen. Um allen Versicherten den gleichen Zugang zu digitalen Innovationen und Versorgungsangeboten zu ermöglichen, bedürfe es hierzu klarer Regelungen.

Mehr.

 
   
 
   
 

 
   
 
 


Gerade erschienen:
Kremer-Preiß/Mehnert/Klemm
Betreutes Seniorenwohnen

 
 
 
 
 
 

 

Gerade erschienen:
Hager/Loth
Patient & Sicherheit

 
 
 


Erscheint in Kürze:
Sophie Rosentreter
Prominente lesen Märchen – 1 (DVD)

 
 
 


Erscheint in Kürze:
Sophie Rosentreter
Prominente lesen Märchen – 2 (DVD

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Christine Schön
Frühling, Sommer, Herbst und Winter (CD

 
 
   
 


Gesundheitsmarkt: Private Equity immer stärker vertreten



Private Finanzinvestoren haben seit 2013 rund 130 Unternehmen im Gesundheitssektor übernommen – 60 Prozent dieser Übernahmen haben dabei in den letzten zwei Jahren stattgefunden. Das geht aus einer wissenschaftlichen Studie des Instituts Arbeit und Technik (IAT/ Westfälische Hochschule) zu diesem Thema hervor. Das Geschäftsmodell dieser Private Equity-Gesellschaften beruhe, so die Studienautoren, vornehmlich darauf, Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeheime und -dienste zu kaufen, diese zu restrukturieren und wieder zu verkaufen.

Das IAT-Forschungsteam mit Dr. Christoph Scheuplein, Michaela Evans und Dr. Sebastian Merkel untersuchte die Aktivitäten von Private Equity-Gesellschaften im Bereich der Patientenversorgung. Dabei zeigte sich, dass der Gesundheitssektor bereits im Jahr 2017 zur wichtigsten Zielbranche dieser Finanzinvestoren geworden ist. „Die Dynamik hat insbesondere in den letzten Jahren zugenommen. Wichtig ist es daher, die weitere Entwicklung zu beobachten und potenzielle Auswirkungen zu analysieren.“ kommentierte Merkel.

Die Studie identifiziert zwei Trends: Pflegeheime bzw. Pflegedienste sind mit rund 37.000 und damit mehr als der Hälfte aller Beschäftigten in den übernommenen Unternehmen der wirtschaftlich wichtigste Bereich der Übernahmen gewesen. Hier würden bereits relevante Marktanteile auf die Private Equity-geführten Unternehmen entfallen, so die Autoren. Dabei seien für die Beschäftigten der Wechsel des Eigentümers und die möglichen Folgen häufig nicht transparent. Gerade in der Altenpflege sei es problematisch, wenn Spielräume der Lohngestaltung und des Personalbesatzes genutzt würden und die ohnehin knappen Ressourcen als Renditen ins Ausland abfließen würden, so die Arbeitsforscherin Evans. Weiterhin ist ein Trend zur Übernahme von Facharztsparten vor allem bei Zahnmedizin, Radiologie und Augenheilkunde erkennbar. Bislang wurden laut der Studienautoren erst etwas mehr als 30 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) durch Private Equity-Gesellschaften übernommen. Allerdings entfielen 80 Prozent dieser Fälle auf 2017 und das erste Halbjahr 2018.

Mehr.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 

Obermann/Müller/Müller/Glazinski (Eds.)


The German Health Care System

With a total volume of around EUR 320 billion, Germany is a large and attractive health care market. Like most other mature systems, the financing and provision of health is complicated, ever-changing and massively influenced by special-interest groups.

The duality of social and private health insurance, the importance of data protection, the governing function of the Ministry of Health, the inherently private for-profit nature of most providers and the importance of corporate co-operatives managing the self-administration are some of the key elements in this system.

This book is intended for the international reader wanting to get a swift yet comprehensive introduction into how health care is delivered, financed and governed in Germany. It will assist in preparing for working in Germany, devising a market access strategy and identifying potential pitfalls and misunderstandings when dealing with German counterparts.

The editors are uniquely qualified in presenting this introduction as they all have more than 20 years’ experience, come from different professional backgrounds and have worked in different functions across the system.


Mehr Infos.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 


 

Private Equity

 

Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

Synonym für „privates Beteiligungskapital“ (engl.).

Private Equity ist von Privatanlegern beschafftes Beteiligungskapital, Geldgeber sind institutionelle Investoren wie zum Beispiel Pensionskassen, Banken, Versicherungen oder auch Privatleute.

Meist wird das Geld über so genannte Private Equity Fonds in nicht börsennotierte Unternehmen investiert, um diese dann umzustrukturieren und gewinnbringend weiterzuverkaufen. Einen bedeutenden Anteil des Private-Equity-Markts macht das Venture-Capital oder Risikokapital aus, also privates Beteiligungskapital, das vor allem in junge, nicht börsennotierte Technologieunternehmen investiert wird.

Private Equity ist eine sehr risikoreiche Investitionsform, die im Erfolgsfall allerdings auch ungewöhnlich hohe Renditen von jährlich 15 bis 40 Prozent verspricht.

Auch auf dem deutschen Gesundheits- und Krankenhausmarkt sind Private-Equity-Unternehmen inzwischen aktiv, es werden bisher vor allem Pflegeeinrichtungen, Labore und Facharztpraxen bzw. Medizinische Versorgungszentren gekauft, aber auch im Bereich der Rehabilitationskliniken sind Private Equity Gesellschaften aktiv. Auch auf dem europäischen Krankenhausmarkt gibt es eine Reihe von Beispielen für solche Aktivitäten.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



11. Österreichischer Gesundheitswirtschafts-kongress
03.03.2019, Wien

Weitere Informationen

 
 
 


 

medhochzwei auf der Leipziger Buchmesse
21. - 24.03.2019, Leipzig


Weitere Informationen

 
 
 


Gesundheitskongress des Westens
26. - 27.03 2019, Köln


Weitere Informationen

 
 
 

14. Kongress für Gesundheitsnetzwerker

02. - 03.04.2019, Berlin


Weitere Informationen

 

 
 
 



Gesundheitskongress Salut! DaSein gestalten
10. - 12.04.2019, Saarbrücken

Weitere Informationen

 
 
 



Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2019
21. - 23.05.2019, Berlin

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

Abmelden