Logo   Newsletter April 2019
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

nachdem die Pflegeausbildung reformiert wurde, steht nun die Modernisierung der Psychotherapeutenausbildung an. Künftig soll die Approbation als Psychotherapeutin oder als Psychotherapeut nach einem fünfjährigen Universitätsstudium erteilt werden. Danach schließt sich eine Weiterbildung an, die die Psychotherapeuten berechtigt, sich um eine Zulassung für die Versorgung im System der gesetzlichen Krankenversicherung zu bewerben.



 

Nun hat der Bundesrat zu den Plänen der Bundesregierung Stellung genommen und sieht noch Änderungsbedarf zu verschiedenen Punkten des Gesetzentwurfes. Lesen Sie dazu den Hintergrund-Beitrag von Sven C. Preusker.
Im März fanden gleich zwei Großveranstaltungen für die Pflege statt: der Deutsche Pflegetag in Berlin und die Altenpflegemesse in Nürnberg. Bei beiden Veranstaltungen waren wir als Verlag mit Stand und Veranstaltungen vor Ort. Unser Hauptstadtkorrespondent Hans-Bernhard Henkel-Hoving nutzte die Gelegenheit für einige Video-Interviews, u. a. mit Detlef Friedrich von contec über die neue Studie „Unternehmerisches Wagnis in der ambulanten Pflege“, Prof. Dr. Gerhard Igl über den Praxiskommentar zum Pflegeberufegesetz, Ingeborg Germann über das Projekt "PflegeWert" und Sophie Rosentreter zu ihren neuen Filmen „Promiente lesen Märchen – Ein Film für Menschen mit Demenz“.

Wir wünschen Ihnen sonnige und entspannte Ostertage.

Herzliche Grüße
Julia Rondot

 
   
 
   
 

 
   
 
 
 
 
 

Aktuelles aus dem Verlag, Demenz
Märchen und Demenz – erleben Sie die Magie von damals



Das Interview mit Ilses-weite-Welt-Gründerin Sophie Rosentreter finden Sie hier.

 
 
 
 
 
 

Aktuelles aus dem Verlag, Veranstaltungen, Management, Digital Health
Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2019 – medhochzwei ist wieder dabei
 

 
 
   
 
Weitere Nachrichten finden Sie hier.
 
   
 
   
 


Sterben in Verbundenheit

 

Die Debatte über ein selbstbestimmtes Sterben hat regelmäßig Konjunktur. Jüngst hat der Bundesgerichtshof entschieden: (Weiterzu-)leben ist kein Schaden. Angehörige hatten Schadensersatz verlangt, weil ihr Angehöriger womöglich gegen seine Präferenzen am Leben gehalten wurde. Der Wunsch nach einer gezielten Verkürzung des Lebens oder den Verzicht auf Weiterbehandlung: Er ist nur ein Aspekt dessen, was Menschen in Bezug auf ihr Sterben wichtig ist.

Die Debatte um Selbstbestimmung ist in Gefahr, das zu verstellen, was den meisten Menschen mit Blick auf ihren eigenen Tod besonders bedeutsam ist: dort sterben zu können, wo sie sich geachtet, gut begleitet und „zuhause“ fühlen. Fachlich gut begleitet zu werden, in ihren Präferenzen geachtet und bitte nicht unnötig institutionalisiert zu werden. Das Sterben im Krankenhaus, immer noch die dominante Erfahrung für Sterbende und ihre Angehörigen, sollte wohl nicht unabweisbar vermieden werden. Das sind unter anderem Erträge aktueller Studien zum Sterben in Deutschland, die in Christine Brukers und meinem Buch „Sterben in Verbundenheit“ zusammengetragen wurden. Das Besondere an dem Buch: Es verbindet sehr unterschiedliche empirische Perspektiven auf das Thema Sterben: Bevölkerungsbefragungen, qualitative Interviews, die Auswertung von Krankenkassendaten, Erfahrungsberichte, soziologische und fachpflegerische Kommentare. Auch die hausärztliche Praxis wird in ihren Restriktionen durch das aktuelle Krankenkassenrecht behandelt. Das an eine breite interessierte Fachöffentlichkeit, aber auch die gesamte Hospizbewegung adressierte Buch versteht sich als ein Beitrag zu einer differenzierten Debatte um notwendige Schritte zur Humanisierung des Sterbens in Deutschland.


Sind Sie interessiert? Dann sehen Sie sich auch das Video-Interview mit Prof. Dr. Klie zum Thema "Sterben in Verbundenheit" an.

Prof. Dr. habil. Thomas Klie lehrt öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft an der Evangelischen Hochschule Freiburg und Gerontologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/IFF Wien. Er war Mitglied der 7. Altenberichtskommission und Vorsitzender der 2. Engagementberichtskommission der Bundesregierung. Klie leitet das AGP Sozialforschung und arbeitet nebenberuflich als Rechtsanwalt in Freiburg und Berlin.

 
   
 
   
 

Unser aktuelles Gesamtverzeichnis ist da – im neuen Gewand!

 

Entdecken Sie viele neue, spannende Titel aus dem Gesundheitswesen.

Das Gesamtverzeichnis können Sie sich jederzeit hier herunterladen.

Wenn sie ein gedrucktes Exemplar bevorzugen, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an info@medhochzwei-verlag.de.

 
   
 
   
 

 
   
 
 
Ingeborg Germann über "PflegeWert"
Ingeborg Germann, Leiterin Kommunikation des Kuratoriums Deutsche Altershilfe, spricht im Interview ...
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Sophie Rosentreter über ihre Filme für Menschen mit Demenz
Sophie Rosentreter spricht im Interview mit Hans-Bernhard Henkel-Hoving auf dem Pflegetag 2019 in Be...
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Prof. Thomas Klie zum Buch "Sterben in Verbundenheit"
Thomas Klie, Professor für öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft an der Evangelischen Hochs...
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Prof. Dr. Gerhard Igl über den Praxiskommentar zum Pflegeberufegesetz
Prof. Dr. Gerhard Igl spricht im Interview mit medhochzwei-Hauptstadtkorrespondent Hans-Bernhard Hen...
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Deloitte-Report: Digitalisierung birgt große Herausforderungen

Der Alltag der Menschen wird immer stärker von der Digitalisierung durchdrungen. Das wirkt sich ebenfalls auf Bereiche aus, die eher von traditionellen Strukturen und Mechanismen geprägt sind – wie etwa das Gesundheitswesen. Der digitale Wandel bietet hier eine große Chance, bringt aber auch Herausforderungen für alle Akteure mit sich. Der Deloitte-Report „Digitalisierung des Gesundheitsmarkts“, der im Auftrag des GKV-Spitzenverbands entstanden ist, untersucht die daraus entstehenden Implikationen.

Abb.: Übersicht digitaler Gesundheitsangebote in Deutschland (basierend auf Stichprobe)

 

Der Report nimmt an, dass, wer in nahezu allen Belangen des Lebens zum Smartphone greift, das auch tut, wenn es um seine Gesundheit geht. Dabei würden die Grenzen zwischen Fitness und medizinischer Indikation immer mehr verschwimmen. Am Ende seien es die Verbraucher und Patienten, die den digitalen Wandel im Gesundheitswesen beschleunigen würden. 
 

„Knapp elf Millionen digitale Endgeräte gibt es in Deutschland inzwischen allein im Medizin- und Gesundheitsbereich. Was heute noch als Wearable am Arm sitzt, kann schon bald als implantierter Sensor für Insights sorgen. Sie lassen Verbesserung der Versorgungsqualität und Effizienz erwarten ebenso wie Vorteile etwa in Hinblick auf Prävention, Diagnostik und Therapie samt Monitoring“, erklärt Dr. Gregor-Konstantin Elbel, Partner Life Sciences & Health Care bei Deloitte.
 

Um die wachsende Nachfrage nach digitalen Lösungen zu bedienen und  Wertschöpfungspotenziale zu erschließen, erscheinen neue Anbieter auf dem Markt – zunächst auf dem zweiten Gesundheitsmarkt, aber mittelfristig auch auf dem ersten. Dabei handelt es sich um große Technologieunternehmen, aber auch um Start-ups. Die Mittel für Investitionen in neuartige Angebote sind sowohl bei Technologieunternehmen als auch bei in der Risiko-Kapitalbranche ausreichend vorhanden. In Verbindung mit der bestehenden Nachfrage haben sie das Potenzial, das Gesundheitswesen zu verändern. An diese Veränderungen müssen sich auch die Akteure anpassen.
 

Digitale Gesundheitsangebote lassen sich entweder dem Geschäftskunden- (B2B) oder dem Konsumentenbereich, der Gesunde (B2C) wie Erkrankte (B2P) umfasst, zuordnen. In Deutschland liegt der Fokus stark auf dem B2B-Segment – hier existieren mit Abstand die meisten Angebote. Diese machen insgesamt über die Hälfte aller Lösungen im digitalen Gesundheitsmarkt aus und adressieren Leistungserbringer, private Anbieter sowie Kostenträger.

Mehr.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 


Gerade erschienen:

Klie/Bruker (Hrsg.)
Sterben in Verbundenheit

 
 
 


Gerade erschienen:
Schön
Frühling, Sommer, Herbst und Winter (CD)

 
 
 
 
 
 


Gerade erschienen:
Auerbach Stiftung
Paula & Max Bd. 3 – Papa, wann schläft dein Handy?

 
 
 

 

Erscheint in Kürze:

Augurzky/Krolop/ Mensen/Pilny/Schmidt/ Wuckel
Krankenhaus Rating Report 2019

 
 
 
 
 
   
 


Bundesrat sieht Änderungsbedarf am Studiengang Psychotherapie

Der Bundesrat hat am 12. April ausführlich zu den Plänen der Bundesregierung Stellung genommen, an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen mit dem Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz einen neuen Studiengang Psychotherapie einzurichten.



Für nicht ausreichend hält der Bundesrat die im neuen Studiengang vorgesehenen Praxisanteile: Sie fallen im Vergleich zur bisherigen Ausbildung zum Psychotherapeuten deutlich geringer aus. Er spricht sich deshalb dafür aus, in Anlehnung an die ärztliche Approbation im weiteren Gesetzgebungsverfahren zu prüfen, ob der Praxisanteil durch ein Praktisches Jahr oder Praktisches Semester gestärkt werden kann.

Außerdem fordern die Länder eine Übergangsregelung für diejenigen Psychotherapeuten, die ihre Ausbildung noch nach den alten Regelungen aufgenommen haben (PiA) und die deshalb weder eine Vergütung erhalten noch sozialrechtlich versichert sind. Für bestehende Angebote wollen die Länder zehn Jahre Bestandsschutz.

Angesichts der deutlichen Zunahme psychischer Erkrankungen fordert der Bundesrat, dass Psychotherapeuten das Recht haben sollen, Krankmeldungen auszustellen.

Ausdrücklich wenden sich die Länder gegen die geplante Ermächtigung des Gemeinsamen Bundesausschusses, den Zugang zur Psychotherapie neu zu steuern. Der Erstkontakt zwischen Patient und Psychotherapeut sei erst im Jahr 2017 neu geregelt worden. Seitdem hätten sich die Wartezeiten auf ein Erstgespräch erheblich verkürzt. Bevor weitere Anpassungen vorgenommen würden, sollte die Evaluation dieser Neuregelung abgewartet werden. Eine Regelung zum Zugang zur Psychotherapie war ursprünglich im Terminservice- und Versorgungsgesetz vorgesehen, nach Protesten dann aber dort gestrichen worden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine ähnliche Regelung zum Zugang zur psychotherapeutischen Versorgung nun ins Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz aufgenommen.

Mehr.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 

Rebscher/Kaufmann (Hrsg.)


Präventionsmanagement in Gesundheitssystemen

Gesundheitsförderung, Vorsorge, Früherkennung: das medizinische und ökonomische Spannungsfeld von Evidenz, Nutzen und Risiken

Die Deutsch-Schweizerische Gesellschaft für Gesundheitspolitik legt mit Band 8 ihrer Schriftenreihe eine systematische Übersicht über ein zielführendes Präventionsmanagement in Gesundheitssystemen vor.
 

Das Werk beinhaltet die Vorträge der 12. Konsultation der Gesellschaft, ergänzt um wissenschaftliche und versorgungspolitisch relevante Beiträge namhafter Autoren aus beiden Ländern. Im Mittelpunkt der Argumentation steht die permanente Suche nach evidenzbasierten Angeboten in den wesentlichen Präventionsbereichen: der Gesundheitsförderung/Primärprävention, der Gesundheitsvorsorge und der Früherkennung. Konzepte eines besser risikostratifizierten Präventionsmanagements werden vorgestellt und diskutiert.


Mehr Infos.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 


 

Psychotherapeut

 

Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

Berufsbezeichnung für die Ausübung der seit Anfang 1999 in Deutschland als Heilberuf anerkannten Psychotherapie. Dies ist nach § 1 Abs. 3 Psychotherapeutengesetz vom 16. Juni 1998 „jede mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist.“
 

Für die Ausübung der heilkundlichen Psychotherapie unter der Berufsbezeichnung „Psychologische Psychotherapeutin“ oder „Psychologischer Psychotherapeut“ oder der heilkundlichen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie unter der Berufsbezeichnung „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin“ oder „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut“ ist die Approbation als Psychologischer Psychotherapeut oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut erforderlich.

 
   
 
   
 

 
   
 
 

Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2019
21. - 23.05.2019, Berlin


Weitere Informationen

 
 
 



WOKwissen-Fachkonferenz: Zentrale Notaufnahme/
Notfallversorgung

28.05.2019, Berlin

Weitere Informationen

 
 
 



WOKwissen: Abrechnung im Krankenhaus –
Strukturprüfungen im Fokus

04.06.2019, Berlin

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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