Logo   Newsletter Juni 2019
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

wie jedes Jahr waren wir auch dieses Jahr auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im Mai vertreten.

„In der Pflege die Nase vorn – was Deutschland vom Ausland lernen kann“ – zu diesem Thema diskutierten am medhochzwei- Stand namhafte Experten. Lesen Sie in der Rubrik Hintergrund die Zusammenfassung der spannenden Diskussion.



 

Zudem haben wir vor Ort mit einigen unserer Autoren und Experten aus dem Gesundheitswesen Video-Interviews aufgezeichnet – Prof. Dr. Boris Augurzky, Dr. Gerald Gaß, Dr. Christian Lüdke, Prof. Dr. Jörg Loth und Dr. Lutz Hager sprechen hier zu aktuellen Themen.

Ist der Mensch das größte Risiko beim Thema Cybersicherheit im Gesundheitswesen? Sven C. Preusker befasst sich mit demThema in unserer Rubrik Digital Health.

Und nicht zuletzt beschäftigt sich Christine Schön im Autorenkommentar mit nicht schlagzeilenträchtigen Meldungen und betont die Relevanz der Unterstützung im menschlichen Bereich – seien Sie gespannt.

Herzliche Grüße und spannende Lektüre

Annette Xandry

 
   
 
   
 

 
   
 
 

Aktuelles aus dem Verlag, Case Management
Case Management 02/2019 – Betreuung und Beistand


 
 
 
 
 
   
 
Weitere Nachrichten finden Sie hier.
 
   
 
   
 


Keine Impfung, dafür Unterstützung für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz
 

„Impfung gegen Demenz!“, „Cholesterinsenker bekämpft Alzheimer!“ Diese Aufmacher garantieren hohe Auflagen oder viele Klicks. Die Realität wird aber von nicht schlagzeilenträchtigen Meldungen bestimmt: „Alzheimer-Wirkstoff Aducanumab ist gescheitert“ oder „Pfizer zieht sich komplett aus der Alzheimer-Forschung zurück“.
Der große Durchbruch bei der medikamentösen Behandlung von Demenz ist noch lange nicht in Sicht. Und so werden Menschen mit Demenz weiterhin vor allem auf menschliche Unterstützung angewiesen sein, damit sie mit der Erkrankung ein gutes Leben führen können.


Der größte Teil der Care-Arbeit wird zu Hause von pflegenden Angehörigen geleistet. Diese müssen nicht nur damit klarkommen, dass der vertraute Mensch sich verändert, sie stehen oftmals auch vor einem Bürokratie-Dschungel: Woher bekomme ich die notwendigen Informationen, was sollte ich nach der Diagnose als erstes angehen, wie bewältige ich den notwendigen Papierkrieg? Aber auch: Wie bleibe ich selbst gesund und glücklich, um mich weiterhin gut um meinen Angehörigen kümmern zu können?
Um pflegende Angehörige bei ihrer Aufgabe zu unterstützen und den Dschungel zu lichten, bieten wir seit April den kostenlosen Demenz-Podcast an (www.demenz-podcast.de). Jede Folge beschäftigt sich in etwa einer halben Stunde mit jeweils einem Thema: Wie wird eine Demenz festgestellt, was kann ich in der Kommunikation oder Alltagsgestaltung mit Menschen mit Demenz beachten, wie kann ich mich so entlasten, dass ich gesund bleibe, wie gehe ich mit rechtlichen und organisatorischen Dingen um usw.
Podcasts zeichnen sich dadurch aus, dass man sie ganz unkompliziert nutzen kann – man kann sie herunterladen oder online hören beim Duschen, bei der Gartenarbeit, beim Kochen, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Warten in der Arztpraxis. Und Podcasts bieten die Möglichkeit zur vertieften journalistischen Arbeit jenseits von schnellen Schlagzeilen. Der Bedarf ist da, denn was mich riesig freut: Die bisherigen Zahlen zeigen, dass man auch so richtig viele Klicks bekommt.


Christine Schön arbeitet seit 20 Jahren als Hörfunkautorin (u. a. für Deutschlandradio Kultur, WDR, SWR). Sie ist Initiatorin von Hörzeit – Radio wie früher, einer Reihe von Radiosendungen für Menschen mit Demenz auf CD. Ihr neuestes Projekt bei medhochzwei ist der Demenz-Podcast, der sich an alle Menschen wendet die sich mit dem Thema befassen.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 
Prof. Boris Augurzky über den Krankenhaus Rating Report 2019
Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs Gesundheit am RWI Essen, spricht im Interview...
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Dr. Gerald Gaß über Perspektiven der Krankenhauslandschaft
Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, spricht mit Rolf Stuppardt, Herausg...
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Prof. Jörg Loth und Dr. Lutz Hager über "Patient und Sicherheit"
Prof. Dr. Jörg Loth und Dr. Lutz Hager von der IKK Südwest sprechen im Interview mit Rolf Stuppardt,...
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Dr. Christian Lüdke über die Neuauflage des Buchs "Wenn die Seele brennt"
Der Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut Dr. Christian Lüdke spricht im Interview mit Pauline Sc...
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Cybersicherheit im Gesundheitswesen – der Mensch ist das größte Risiko

Gesundheitseinrichtungen aller Art, also neben Krankenhäusern, Apotheken etc. auch Arzt- und Zahnarztpraxen, sind nicht ausreichend gegen digitale Angriffe geschützt. Das wird von einer aktuellen Untersuchung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bestätigt. Bereits im Januar (siehe auch Newsletter 01/2019) hatte eine Untersuchung der Beratungsgesellschaft PwC gezeigt, dass die Bundesbürger fürchten, Gesundheitseinrichtungen seien schlecht auf Angriffe aus dem Netz vorbereitet. Das größte Risiko, so zeigt es die GDV-Analyse, ist und bleibt der Mensch: Angriffe werden durch Nachlässigkeit bei der Passwortwahl und dem Umgang mit Email-Anhängen erleichtert, die Sicherheit von Patientendaten durch fehlende Sorgfalt bei Backups gefährdet. Anders sieht die Selbsteinschätzung in Sachen Cybersicherheit aus: 81 Prozent der Ärzte glauben, ihre Computersysteme seien umfassend geschützt.



Großes Problem: unsichere Passwörter

Laut der GDV-Analyse verwenden neun von zehn Ärzten leicht zu erratende Passwörter wie „Behandlung“, „Praxis“ oder den Namen des Arztes. Zudem finden sich von jeder zehnten Arztpraxis (neun Prozent) und sogar von 60 Prozent der Kliniken E-Mail- und Passwort-Kombinationen im Darknet.

In einem bundesweiten Test der GDV in 25 Arztpraxen zeigten sich erhebliche Schwächen bei der organisatorischen Sicherheit. „Von außen sind die untersuchten Praxen in der Regel gut abgesichert, doch bei Passwörtern schludern fast alle Ärzte“, erklärte Computersicherheits-Experte Michael Wiesner, der die Praxis-IT im Auftrag des GDV testete. Auch bei Phishing-Attacken wären viele Praxen leichte Beute: In jeder zweiten Praxis öffneten Mitarbeiter eine potenziell schadhafte Mail, 20 Prozent klickten sogar auf einen Link oder öffneten einen Anhang, der eine Schadsoftware enthalten haben könnte.

Mehr.

 
   
 
   
 

 
   
 
 


Gerade erschienen:

Augurzky/Krolop/ Mensen/Pilny/Schmidt/ Wuckel
Krankenhaus Rating Report 2019

 
 
 


Gerade erschienen:

Augurzky/Krolop/ Mensen/Pilny/Schmidt/ Wuckel
Krankenhaus Rating Report 2019 (Foliensatz) – mit allen Karten, Schaubildern und Tabellen

 
 
 


Gerade erschienen:
Greiner/Witte/
Gensorowsky
AMNOG-Report 2019

 
 
 
 
 
 



Gerade erschienen:
Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)
ProAlter 02/2019

 
 
 



Gerade erschienen:
Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG)
Alzheimer Info 02/2019

 
 
   
 


Warum es im Ausland besser läuft
Hürdenlauf hin zu mehr Kompetenzen für die Pflege


„In der Pflege die Nase vorn – was Deutschland vom Ausland lernen kann“ war ein spannendes Thema am Stand des medhochzwei Verlags, über das beim Hauptstadtkongress drei Experten diskutierten. Sie waren sich darüber einig, dass hierzulande Pflegekräften mehr Verantwortung und Kompetenzen übertragen werden müssten. Moderiert wurde der Talk von Ingeborg Germann. Sie ist Leiterin Kommunikation des Kuratoriums Deutsche Altershilfe und wirkt aktuell in einer Arbeitsgruppe der Konzertierten Aktion Pflege mit.



Dr. Yvonne Lehmann lieferte die Steilvorlage. Die Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist Mit-Autorin des Buches „Pflege in anderen Ländern – vom Ausland lernen“, für das sie mit Kollegen die Situation von Pflegekräften in Schweden, Großbritannien, Kanada und den Niederlanden genau untersucht hat.

„Ja, man kann vom Ausland lernen“, sagte sie und nannte die ihrer Meinung nach wichtigsten drei Erkenntnisse der Studie. Allem voran solle man der Pflege mehr Selbstorganisation und Professionalität zutrauen. „Sie kann dies ausfüllen, sie kann es lernen, dies auszufüllen und dadurch Pflege zukunftsorientiert mitgestalten“, erklärte Lehmann.

Wichtigste Ergebnisse der Studie

Zum zweiten könne man Pflegeausbildung und die Zusammenarbeit der Professionen untereinander anders denken. „Wir bräuchten eine andere Form der Pflegebildung – nicht nur beim Pflegefachpersonal, sondern auf allen Qualifikationsstufen“. Verbunden damit müsse ein anderes Denken von Kompetenzprofilen sein. „Wir müssen Kompetenzen modernisieren und differenzieren“, so Lehmann.  

Drittens müsse – nicht nur für den Bereich der Pflege – die personenzentrierte Versorgung in den Mittelpunkt rücken. Man müsse Praxisorientierung und Technik sowie Digitalisierung ernst nehmen und auch integrieren. Das Konzept meine aber auch: „Wie kann ich meine Pflegekräfte stärken, damit sie bessere Leistungen erbringen?“ Moderatorin Germann nannte diesen Ansatz „innovativ“ und „bemerkenswert“.

„Es gibt Professionen, die der Pflege keinen eigenen Versorgungsauftrag und keinen eigenen Stellenwert geben möchten“, bemängelte Nadine-Michèle Szepan, die seit 2010 Abteilungsleiterin Pflege des AOK-Bundesverbandes ist. Arbeitgeber müssten sich fragen, was sie im Personalmanagement anders machen könnten, um der Pflege einen anderen Stellenwert bei der täglichen Arbeit innerhalb eines Betriebes zu geben.

Mehr.

 
   
 
   
 

 

Stiftung Münch (Hrsg.)


Robotik in der Gesundheitswirtschaft
Einsatzfelder und Potenziale


Die demografischen Veränderungen und der daraus resultierende Fachkräftemangel gehören zu den bedeutendsten gesellschaftlichen Herausforderungen. Es sind Lösungen gefragt, die das Personal sowohl in stationären als auch ambulanten Versorgungsstrukturen entlasten, um so eine weiterhin hohe Qualität in der Gesundheitsversorgung und Pflege zu ermöglichen.


Doch auch hilfe- und pflegebedürftige Menschen benötigen Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.

Robotik-Technologien bieten hierfür vielfältige Potenziale. Die Studie "Robotik in der Gesundheitswirtschaft: Einsatzfelder und Potenziale" lotet die aktuellen und perspektivischen Einsatzmöglichkeiten aus. Welche Szenarien sind in den kommenden Jahren realistisch und von der Branche gewünscht? Welche Hürden stehen dem Einsatz von Robotik im Gesundheitswesen entgegen und welche Voraussetzungen müssen dementsprechend geschaffen werden? Auf diese Fragen zeigt die Studie mögliche Antworten auf.

Mehr Infos.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 


 

Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals

 

Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

Das Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals - Abkürzung: Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) - ist vom Deutschen Bundestag am 9. November 2018 beschlossen worden und am 1. Januar 2019 in Kraft getreten.

Es beinhaltet vor allem die folgenden zentralen Regelungen:

●  Um die Personalausstattung in der Krankenhaus-Pflege schnell zu verbessern, wird als Übergangsregelung 2019 jede zusätzliche oder aufgestockte Pflegestelle am Bett zur unmittelbaren Patientenversorgung nach § 4 Abs. 8 Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) vollständig refinanziert. Voraussetzung für die Finanzierung durch die Krankenkassen ist eine Aufstockung der durchschnittlichen Anzahl an Vollkräften bzw. der bestehenden Teilzeitstellen gegenüber dem Vorjahr.
●  Rückwirkend ab 2018 werden die anstelle der bisherigen hälftigen Refinanzierung die linearen und strukturellen Tarifsteigerungen für die Pflegekräfte im Krankenhaus vollständig von den Kostenträgern refinanziert. Die zusätzlichen Finanzmittel sind zur Finanzierung von Tariferhöhungen einzusetzen. Das ist von den Krankenhäusern jeweils durch einen Nachweis zu belegen.
●  Ab dem Jahr 2020 wird die Krankenhausvergütung auf eine Kombination von Fallpauschalen und einer Pflegepersonalkostenvergütung umgestellt. Damit erfolgt die Finanzierung der Kosten des einzelnen Krankenhauses für die Pflege am Bett ab dann dann nicht mehr im Rahmen der DRG-Finanzierung, sondern durch ein eigenes Pflegebudget finanziert.
●  Dazu werden die Selbstverwaltungspartner für das DRG-System (Deutsche Krankenhausgesellschaft, Spitzenverband Bund der Krankenkassen, Verband der Privaten Krankenversicherung) gesetzlich beauftragt, die DRG-Vergütung ohne die Pflegekostenanteile in der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen auszuweisen. Die Krankenhäuser und Kostenträger vor Ort vereinbaren die krankenhausindividuelle Pflegepersonalausstattung in der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen auf der Grundlage der von den Krankenhäusern geplanten und nachgewiesenen Pflegepersonalausstattung und der entsprechenden Kosten (krankenhausindividuelle Kostenerstattung). Die zweckentsprechende Mittelverwendung ist nachzuweisen. Nicht zweckentsprechend verwendete Mittel sind zurückzuzahlen.

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26. Deutscher Krankenhaus Controller-Tag "Agiles Controlling"
27.–28.06.2019, Köln

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Kongress RehaForum
19.–20.09.2019, Düsseldorf

Weitere Informationen

 
 
 


Handelsblatt Health – The Digital Leaders
05.–06.11.2019, Berlin

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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