Logo   Newsletter Juli 2019
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

wie kann eine zukunftsfähige Krankenhausversorgung aussehen? Über die aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung zu dieser Frage ist eine heftige Debatte entbrannt. Vor allem die These, dass eine Reduzierung der Krankenhäuser von derzeit 1400 auf unter 600 Krankenhäuser letztlich zu einer besseren Versorgung führen kann, wird von vielen Beteiligten im Gesundheitswesen kritisch gesehen.

Fakt ist aber, dass sich die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser weiter verschlechtert hat. 12 Prozent der Krankenhäuser lagen 2017 im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr und auch ihre Ertragslage hat sich verschlechtert.



 

Das ist eines der Ergebnisse des Krankenhaus Rating Reports 2019, der seine Analysen regelmäßig auf die Auswertung der Jahresabschlüsse der Krankenhäuser stützt. Im Video-Interview fasst Prof. Dr. Boris Augurzky die Ergebnisse des aktuellen Reports zusammen.

Es kommt Bewegung in die Digitalisierung: Das Bundeskabinett hat am 10. Juli den Entwurf für das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) beschlossen. Mehr dazu im Hintergrundbeitrag von Sven C. Preusker.

Ich wünsche Ihnen interessante Lektüre und einen entspannten Sommer!

Herzliche Grüße

Julia Rondot

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 
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Mehr Mitsprache für die Pflege
 

Anhand vieler Stellschrauben wird von den verschiedenen Akteuren versucht, die Attraktivität der Pflegeberufe zu erhöhen. Auf der einen Seite präsentiert die Konzertierte Aktion Pflege (KAP) erste Ergebnisse, um die Entlohnung in der Pflege zu verbessen – der Gesundheitsminister Jens Spahn fordert einen Mindestlohn von 14 Euro –, aber auch zur Gewinnung von Fachkräften (z. B. aus dem Kosovo) und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Auf der anderen Seite sehen wir (z. B. anhand einer Studie der Kaufmännischen Krankenkasse), dass psychische Erkrankungen bei Pflegekräften aufgrund von Überlastung zunehmen.


Die Umsetzung der Maßnahmen der KAP benötigt sicher Zeit, aber schon das Pflegeberufereformgesetz (PflBRefG) schafft neue Probleme. Die neu eingeführte Möglichkeit eines Pflegestudiums wird durch fehlende Regelungen zur Bezahlung der Praxiseinsätze geradezu konterkariert. Die generalistische Ausbildung existiert neben der Möglichkeit der Spezialisierung. Welches der „richtige Weg“ ist, wird ohne festgeschriebene wissenschaftliche Evaluation 2026 entschieden.
 

Anhand dieser Beispiele wird deutlich, dass der Mut zu tiefgreifenden Reformen nicht ausgeprägt genug ist. Eine echte Stärkung der Pflege auf politischer Ebene erscheint zudem nicht gewollt. Am Beispiel der Pflegekammer Niedersachsen zeigt sich, dass eine starke Organisation der Pflege und somit politisches Gewicht von vielen Akteuren nicht gewünscht wird. Ein Schritt zu einer höheren Attraktivität der Pflegeberufe ist es, der Pflege mehr Mitsprache zu verschaffen und Landespflegekammern und eine Bundespflegekammer zu ermöglichen und zu unterstützen. Am Beispiel der Ärzte zeigt sich, wie stark die Kammern Einfluss nehmen können – gewähren wir dies doch auch der Pflege!

 

Prof. Dr. Uwe Bettig ist Autor und Herausgeber beim Management Handbuch Pflege und beim in Kürze erscheinenden Werk Chancen des Pflegeberufegesetzes und Auswirkungen auf die Profession Pflege.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 
Prof. Boris Augurzky über den Krankenhaus Rating Report 2019
Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs Gesundheit am RWI Essen, spricht im Interview...
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Deutliches Bewusstsein für Cybersecurity in deutschen Krankenhäusern


Infoblox

Die Verordnung zu kritischen Infrastrukturen (KRITIS-Verordnung) ist für deutsche Krankenhäuser keine unüberwindbare Belastung. Dies zeigt der Report „Cybersecurity im Gesundheitswesen“ von Infoblox, international tätiger Anbieter im Bereich netzwerknaher Dienste. Krankenhäuser zählen in Deutschland zu den kritischen Infrastrukturen (KRITIS). Für diese wurde 2015 das Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme (IT-Sicherheitsgesetz) erlassen. Bis Ende Juli 2019 müssen Krankenhäuser mit über 30.000 stationären Fällen pro Jahr demnach bestimmte IT-Sicherheitsstandards erfüllen. Darüber hinaus müssen Betreiber dieser Häuser erhebliche IT-Vorfälle ans Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) melden.

Genau die Hälfte der Befragten, die unter die KRITIS-Regularien fallen, meinten, sie seien nicht überfordert mit der Umsetzung dieser Vorgaben. 1/3 allerdings fühlt sich, vor allem durch fehlendes IT-Fachpersonal (66 Prozent) und zu wenig finanzielle Mittel (52 Prozent), überlastet. Insgesamt bezeichnen 66 Prozent der deutschen Studien-Teilnehmer KRITIS als einen Schritt in die richtige Richtung. Bei 60 Prozent von ihnen hat seit Inkrafttreten der Verordnung ein Umdenken stattgefunden.

„Mit Erlass der BSI-KRITIS-Verordnung waren besonders große Krankenhäuser gezwungen ihre IT-Sicherheitsstandards zu überarbeiten. Das hat auch Folgen für kleinere Häuser, die nicht unter die Verordnung fallen“, sagte Frank Ruge, Director Sales Central Europe bei Infoblox. „Heute sehen wir in Deutschlands Krankenhäusern ein deutliches Bewusstsein für Cybersecurity. Gerade im Vergleich zu den in der Studie ebenfalls untersuchten Ländern UK, USA und den Benelux-Staaten, sehen wir hier Deutschland klar in einer Vorreiterrolle. Denn hierzulande legt das IT-Personal mehr Wert auf die Pflege seiner Systeme, wirkt strategischer im Umgang mit Bedrohungen und auch das Thema Schulung der Mitarbeiter hat einen enormen Stellenwert.“

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Gerade erschienen:

Case Management Ausgabe 2|2019

 
 
 


Gerade erschienen:

Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) (Hrsg.)
PflegeWert

 
 
 


Erscheint in Kürze:
Rebscher/Stoebel (Hrsg.)
Medizinprodukte: Ökonomie der Regulatorik

 
 
 



Erscheint in Kürze:

Bettig/Frommelt/Maucher/
Schmidt/Thiele (Hrsg.)
Chancen des Pflegeberufegesetzes und Auswirkungen auf die Profession Pflege

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Ehlers/Lehmann
Implementierung und Entwicklung von Case Management

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Lembke/Lüdke/Pfohlmann
AusZeit… einfach mal abschalten! Cartoonkalender 2020

 
 
   
 


DVG beschlossen – Regelungen zur ePA verschoben



Das Bundeskabinett hat am 10. Juli den Entwurf für das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) beschlossen – allerdings ohne die Bestimmungen zur elektronischen Patientenakte, die im ersten Referentenentwurf des Gesetzes noch enthalten waren. Das Bundesjustizministerium hatte vorher Bedenken bezüglich des Datenschutzes geäußert.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte dazu: „Da es sich bei Gesundheitsdaten um sehr sensible Daten handelt, haben wir uns entschieden, ein eigenes Datenschutzgesetz für die elektronische Patientenakte vorzulegen.“ Bis zum Herbst soll laut Spahn eine Regelung vorliegen.

Ab 2020 sollen Apps auf Rezept Teil der Regelversorgung werden. Patienten sollen sich, so das Bundesgesundheitsministerium (BMG), darauf verlassen können, dass digitale Anwendungen und sinnvolle Apps schnell und sicher in die Versorgung kommen. Ärzte können künftig digitale Anwendungen, wie Tagebücher für Diabetiker oder Apps für Menschen mit Bluthochdruck, verschreiben. Damit Patienten Apps schnell nutzen können, wird für die Hersteller ein zügiger Zulassungsweg geschaffen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) prüft in einer ersten Stufe Sicherheit, Funktion, Qualität, Datenschutz und Datensicherheit der Produkte. Sie werden dann ein Jahr lang von der Krankenkasse erstattet. In dieser Zeit muss der Hersteller nachweisen, dass die App die Versorgung verbessert.

Apotheken müssen sich bis Ende September 2020 und Krankenhäuser bis Januar 2021 an die Telematikinfrastruktur (TI) anschließen lassen. Für Ärzte, die sich weiterhin nicht anschließen, wird der Honorarabzug von bislang einem Prozent ab dem 1. März 2020 auf 2,5 Prozent erhöht. Hebammen und Physiotherapeuten sowie Pflegeeinrichtungen können sich freiwillig an die TI anschließen. Die Kosten hierfür sollen erstattet werden.

Mehr.

 
   
 
   
 

 

Drauschke/Drauschke/Albrecht


Changemanagement und Führung im Gesundheitswesen
Führung von Menschen und Management von Prozessen in der Veränderung


Es gibt schon reichlich Literatur zum Krankenhausmanagement. Doch wurden Changemanagement und Führen im Wandel bislang nicht unter den Gesichtspunkten von wirksamer Kommunikation und systemischen Interventionen betrachtet.

Gerade im Gesundheitswesen, in dem häufig genug noch ausgeprägtes berufsgruppenspezifisches Denken präsent ist, bekommen die Aspekte berufsgruppenübergreifender Führungskonzepte und eines umfassenden Changemanagements eine immer größere Bedeutung. Prozesse werden heute ohne Rücksicht auf Berufsgruppen übergreifend neu definiert und einzelne Disziplinen in Zentren interdisziplinär restrukturiert. Macht- sowie Marktverhältnisse formen sich neu, denn erfolgreiche Krankenhäuser unterziehen sich einem Wandlungsprozess unabhängig von der Art des Trägers.

Dieses Buch beschreibt auf der Basis praktisch erklärter Konzepte die Unterschiede zwischen dem Management von Prozessen und der Führung von Menschen in der Veränderung. Gleichzeitig zeigt es Handlungsmöglichkeiten für beides auf. Anhand von Praxisbeispielen erfolgreicher Veränderungsprozesse und wirksamer Führungsinterventionen werden Strategien und Methoden für den Leser nachvollziehbar dargestellt. Dabei legen die Autoren Wert darauf, mit einem gut erklärten Methodenmix die Motivations- und Wirkprinzipien aufzuzeigen und schließlich zusammenfassend 7 Thesen für erfolgreiche Veränderung mit episodenartigen Bezügen und Fallbeispielen aufzustellen. Dabei bleibt es nicht bei Theorien: Es werden plastische, lebendige und vorstellbare Handlungsideen für Ihren eigenen Change-Prozess anschaulich vermittelt und am Ende des Buches in Form eines kreativen und anschaulichen „Change-Posters" zusammenfassend dargestellt.

Mehr Infos.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 


 

Corporate Identity

 

Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

Unter Corporate Identity (CI) eines Unternehmens oder einer Organisation wird das gezielt herbeigeführte oder gestaltete einheitliche äußere Erscheinungsbild, der einheitliche Auftritt sowie das entsprechende Selbstverständnis der Mitarbeiter bzw. Mitglieder des Unternehmens bzw. der Organisation verstanden. Mit Hilfe von Corporate Identity wird versucht, das Image und damit die Innen- wie Außenwahrnehmung eines Unternehmens oder einer Organisation gezielt in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen und weiterzuentwickeln.

Das einheitliche äußere Erscheinungsbild wird dabei als Corporate Design (CD) bezeichnet und umfasst Symbol(e), Farben und Schriften. In größeren Unternehmen ist es üblich, dass die verbindlichen Vorschriften für das CD in einem CD-Handbuch zusammengefasst werden.
Teil der Bildung von Corporate Identity, also einer gemeinsamen Identität und eines gemeinsamen Selbstverständnisses, ist häufig auch die Erarbeitung und Verabschiedung eines Leitbildes. Dabei ist es besonders wichtig, dass möglichst viele Mitarbeiter des Unternehmens bzw. Mitglieder einer Organisation in den Erarbeitungsprozess aktiv einbezogen werden bzw. durch Rückkoppelungen aus eventuell eingerichteten Arbeitsgruppen über den Prozess der Leitbild-Erarbeitung informiert werden, um später einen möglichst hohen Grad der Identifizierung mit dem erarbeiteten Leitbild im Sinne von Corporate Identity zu erreichen.
Gerade im Krankenhaus-Bereich hat sich die Erarbeitung und Verabschiedung von Leitbildern als ein wichtiger Teil der Organisations- und Unternehmensentwicklung herauskristallisiert.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 



Gesundheitswirtschafts-kongress

17.–18.09.2019, Hamburg

Weitere Informationen

 
 
 


Kongress RehaForum
19.–20.09.2019, Düsseldorf

Weitere Informationen

 
 
 



Fachkonferenz OP-Management im Fokus

29.10.2019, Köln

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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