Logo   Newsletter August 2019
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

Sommerzeit = Sommerpause in der Politik?
Davon kann keine Rede sein. Die Gesetzesentwürfe für die MDK-Reform, den Versandhandel und das Masernschutzgesetz wurden Mitte Juli vom Kabinett beschlossen und liegen auf dem Tisch. Verschickt hat Bundesgesundheitsminister Spahn auch den Arbeitsentwurf zur Reform der Notfallversorgung, der in intensiver Diskussion mit den Ländern weiterentwickelt werden soll.



 


Sommerpause bei medhochzwei?
Auch Fehlanzeige! Vier Neuerscheinungen in diesem Monat zeugen vom Gegenteil. Außerdem sind unsere drei Cartoonkalender für 2020 „Demensch“, „Cartoons von der Couch“ und „AusZeit... einfach mal abschalten!“ lieferbar und laden zum Schmunzeln ein. Apropos Abschalten: Das ist etwas, was Sie in der Sommerpause unbedingt einmal probieren sollten – vor allem digital. Lesen Sie dazu den Autorenkommentar „Digitaler Minimalismus – Medien gesund nutzen“ von Steffen Heil, Vorstand der Auerbach Stiftung.

Wir wünschen Ihnen spannende Lektüre.

Herzliche Grüße

Julia Rondot

 
   
 
   
 

 
   
 
 
 
 
 
 
 
   
 
Weitere Nachrichten finden Sie hier.
 
   
 
   
 


Digitaler Minimalismus – Medien gesund nutzen
 

Der Begriff der gesunden Mediennutzung besitzt ein breites Bedeutungsspektrum. Der digitale Wandel ist in vollem Gange und mit jedem technologischen Fortschritt stellt sich auch die Frage, welche Auswirkungen diese Neuerungen auf unser Leben haben. Der Fokus dieses Kommentars liegt auf der alltäglichen Nutzung von Smartphones. Die Einführung des iPhones vor 12 Jahren hat die private Nutzung digitaler Technik nachhaltig verändert. Messenger-Dienste und soziale Netzwerke machen seither die schnelle und unkomplizierte Kontaktaufnahme zu Menschen aus aller Welt möglich.


Vor allem das Smartphone hilft uns dabei, viele Dinge in Echtzeit zu erledigen. Aber welchen Mehrwert liefert uns das wirklich? Gewinnen wir dadurch Zeit? Im Schnitt schauen wir Erwachsenen circa alle 15 Minuten aufs Handy. Warum tun wir das? Und was macht das mit uns? Es unterbricht beispielsweise nachweislich unsere Konzentration. An einem normalen achtstündigen Arbeitstag schaut der Durchschnittsbürger 32 Mal auf das Smartphone.

Der Griff zum Handy erfolgt bei Kindern und Jugendlichen sogar noch häufiger als bei den Erwachsenen. Und wie einige Studien übereinstimmend zeigen: Die andauernde Nutzung wirkt sich negativ auf deren Gesundheit aus. So klagen Jugendliche beispielsweise darüber, dass sie sich regelmäßig vom Smartphone abgelenkt fühlen. Es fällt ihnen sehr schwer, das Handy auszuschalten oder zu ignorieren. Ärzte stellen signifikante Zusammenhänge zwischen der Smartphone-Nutzung und Bewegungsmangel oder Einschlafstörungen bei Jugendlichen fest. Was können wir also dagegen tun? Digitaler Minimalismus – also die freiwillige Nutzungseinschränkung – könnte ein sehr wirksamer Ansatz sein. Zugegeben, das ist nicht der einfachste Weg, aber unsere Erfahrung aus zahlreichen Workshops mit Schülerinnen und Schülern zeigt, dass dieser Ansatz durchaus Erfolg verspricht.

Maßvoller Medienkonsum fängt übrigens nicht bei den Kindern an. Wir Erwachsenen sollten dabei mit gutem Beispiel vorangehen. Unsere Arbeit setzt genau da an und versucht sowohl Kindern und Jugendlichen als auch Erwachsenen aufzuzeigen, wie sie gemeinsam einen gesunden Umgang mit Medien finden.

Steffen Heil ist Vorstand der Auerbach Stiftung, die im medhochzwei Verlag die „Paula & Max"-Reihe zur gesunden Mediennutzung und das Handybett herausgibt. Aktuell ist Band 4 „Mama, wann bekomme ich ein Handy?“ erschienen.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 
Dr. Christian Lüdke über die Kinderbuchreihe "Stella & Tom"
Der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Dr. Christian Lüdke spricht im Interview mit Katharina D...
Mehr erfahren »
 
 
 
Prof. Dr. Bernd Halbe zum Thema Medizinische Versorgungszentren
Prof. Dr. Bernd Halbe, Fachanwalt für Medizinrecht und Honorarprofessor an der Universität Köln, spr...
Mehr erfahren »
 
 
 
Dr. Gerald Gaß über Perspektiven der Krankenhauslandschaft
Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, spricht mit Rolf Stuppardt, Herausg...
Mehr erfahren »
 
 
 
Prof. Dr. Gerhard Igl über den Praxiskommentar zum Pflegeberufegesetz
Prof. Dr. Gerhard Igl spricht im Interview mit medhochzwei-Hauptstadtkorrespondent Hans-Bernhard Hen...
Mehr erfahren »
 
 
   
 


„Virtuelles Krankenhaus“ für NRW geplant

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat jetzt gemeinsam mit den ersten Mitgliedern des Gründungsausschusses seine Pläne zur Errichtung eines „Virtuellen Krankenhauses“ in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine digitale Plattform, die künftig die fachärztliche Expertise landesweit bündeln und besser zugänglich machen soll. Die medizinische Versorgung in Nordrhein-Westfalen solle damit deutlich verbessert werden, heißt es in einer Mitteilung.



Ziel sei zum Beispiel die Schaffung zukunftsfähiger digitaler Versorgungsstrukturen wie der elektronische Austausch behandlungsrelevanter Patientendaten oder Videosprechstunden, die für die Patientinnen und Patienten eine bedarfsgerechte, ortsnahe und qualitätsorientierte Behandlung bieten. Die Pilotphase des Virtuellen Krankenhauses soll im Frühjahr 2020 starten.

Vorbild für das nun in NRW geplante Projekt ist das von 2016-2018 in Finnland durchgeführte Projekt „Virtuaalisairaala 2.0 (Virtuelles Krankenhaus 2.0)“, welches das Ziel verfolgte, nutzerorientierte digitale Gesundheitsdienste leicht zugänglich anzubieten. Das Projekt war eine Kooperation zwischen den fünf finnischen Universitätskliniken unter der Federführung des Universitätsklinikums Helsinki. Das Projekt wurde mit insgesamt sechs Millionen Euro durch das finnische Gesundheitsministerium gefördert. Weitere sechs Millionen Euro wurden von den Bezirken beigesteuert, in denen die beteiligten Kliniken ansässig sind.

Unter dem Namen „Health Village“ wird jetzt eine aus dem Projekt hervorgegangene Plattform angeboten, die die analogen Behandlungsstrukturen um digitale Behandlungspfade ergänzt. Vorrangiges Ziel war es, die Patienten im Umgang mit ihrer eigenen Erkrankung zu stärken. Das Health Village bietet elektronische Dienste in drei Bereichen an – einem öffentlichen Teil, einem „My Path“ genannten Teil, der digitale Behandlungspfade für Patienten abbildet, und dem „HealthvillagePRO“ für Gesundheitsfachkräfte.

Mehr.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Gerade erschienen:
Rebscher/Stoebel (Hrsg.)
Medizinprodukte: Ökonomie der Regulatorik

 
 
 



Gerade erschienen:
Bettig/Frommelt/Maucher/
Schmidt/Thiele (Hrsg.)
Chancen des Pflegeberufegesetzes und Auswirkungen auf die Profession Pflege

 
 
 



Gerade erschienen:
Ehlers/Lehmann (Hrsg.)
Implementierung und Entwicklung von Case Management

 
 
 



Gerade erschienen:
Lembke/Lüdke/Pfohlmann
AusZeit… einfach mal abschalten! Cartoonkalender 2020

 
 
 



Gerade erschienen:
Gaymann/Klie
Demensch. Postkartenkalender 2020

 
 
 
 
 
 



Gerade erschienen:
Auerbach Stiftung
Paula & Max Bd. 4 – Mama, wann bekomme ich ein Handy?

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Lüdke
Bei Stella & Tom fliegen die Fetzen

 
 
 


Erscheint in Kürze:
Gaymann/Rondot/
Steinhilber
Der Daily Lama

 
 
   
 


DPR, ver.di und DKG wollen BMG Vorschlag für Pflegepersonalbemessungsinstrument vorlegen

Der Deutsche Pflegerat (DPR), die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) haben jetzt Eckpunkte für die Entwicklung eines Instrumentes zur verbindlichen Bemessung des notwendigen Pflegepersonalbedarfs und der Pflegepersonalausstattung vorgelegt. Ziel sei es, dauerhaft ein Instrument zur Bemessung des notwendigen Pflegepersonalbedarfs in Krankenhäusern zu entwickeln, das unterschiedliche Patientengruppen und Leistungsfelder hinsichtlich ihres Bedarfes an Pflegepersonal einschätze, so die drei Partner in einer Pressemitteilung.



Es solle sich an den Standards der qualitativ hochwertigen Patientenversorgung orientieren und hohe Patientensicherheit gewährleisten. Das Instrument ermittele den Pflegepersonalbedarf eines Krankenhauses für die unmittelbare Patientenversorgung auf allen bettenführenden Stationen und definiere die notwendige Pflegepersonalausstattung für die Stationen des gesamten Krankenhauses. Bis zum 31. Dezember 2019 wollen die Partner einen Vorschlag für ein Pflegepersonalbemessungsverfahren vorstellen und dieses dem Bundesministerium für Gesundheit präsentieren. Man erwarte, dass das Ministerium den Vorschlag aufnehmen und diesen in einer Regierungskommission unter Beteiligung von DPR, DKG und ver.di beraten werde.

„Die Beteiligten sind sich einig, dass das Personalbemessungsinstrument künftig die Grundlage für die Verhandlung der Pflegebudgets ist. Mit dessen Hilfe lässt sich der realistische Bedarf zur Aufrechterhaltung hoher Pflegequalität ermitteln“, erklärte DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß. Mit dem Personalbemessungsinstrument würden sich zudem die gesetzlichen Pflegepersonaluntergrenzen und ihre Ausweitung erübrigen, da ein weitaus realistischeres und wirksameres Mittel zur Sicherung der Pflegequalität zur Verfügung stünde. „Wir benötigen die Orientierung am Bedarf, nicht an einem beliebig festgelegten Grenzwert für Gefährdung. Um aber eine langfristige Sicherung des Personals zu haben, brauchen wir die finanziellen Mittel. Die finanziellen Mittel für das Personal und für die Arbeitsplatzausgestaltung müssen bereitgestellt werden. Deshalb gilt auch unsere Forderung an die Länder, ihrer Verpflichtung bei den Investitionsmitteln endlich gerecht zu werden.“

Mehr.

 
   
 
   
 

 

Halbe/Schirmer (Hrsg.)


Handbuch Kooperationen im Gesundheitswesen
Rechtsformen und Gestaltungsmöglichkeiten


Kooperationen im Gesundheitswesen sind geeignete Mittel, um den aktuellen Herausforderungen des Gesundheitssystems zu begegnen. Sie dienen der organisatorischen und wirtschaftlichen Optimierung mit dem Ziel einer besseren Patientenversorgung.

Bei der Vielzahl von unterschiedlichen Kooperationsmöglichkeiten ist insbesondere die Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen von erheblicher Bedeutung, da ansonsten bei der Umsetzung in die Praxis große Probleme auftauchen können, die nicht selten zum Scheitern des ganzen Projektes führen.

Das Handbuch Kooperationen im Gesundheitswesen dient als praktische und umfassende Arbeitshilfe für Juristen, Mediziner und Führungskräfte in Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie für alle, die mit rechtlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Fragestellungen einer Kooperation im Gesundheitswesen beschäftigt sind.

Das Werk ist auch online verfügbar.



Mehr Infos.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 


 

Krankenhaus

 

Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

Nach der Definition des Sozialgesetzbuches (vgl. SGB V § 107 Abs. 1) Einrichtungen, die der Krankenhausbehandlung oder Geburtshilfe dienen, fachlich-medizinisch unter ständiger ärztlicher Leitung stehen, über ausreichende, ihrem Versorgungsauftrag entsprechende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten verfügen und nach wissenschaftlich anerkannten Methoden arbeiten,

mit Hilfe von jederzeit verfügbarem ärztlichem, Pflege-, Funktions- und medizinisch-technischem Personal darauf eingerichtet sind, vorwiegend durch ärztliche und pflegerische Hilfeleistung Krankheiten der Patienten zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten, Krankheitsbeschwerden zu lindern oder Geburtshilfe zu leisten, und in denen die Patienten untergebracht und verpflegt werden können.

Dabei werden Akutkrankenhäuser und Rehabilitationskliniken unterschieden. Akutkrankenhäuser sind dabei stationäre Einrichtungen unter ständiger ärztlicher Leitung zur Akutversorgung bzw. zur jederzeitigen Versorgung von Patienten mit akuten Zuständen (Krankheit oder Unfall) sowie für die Geburtshilfe. Häufig wird auch das Vorhandensein eines Operationssaales und der Möglichkeit der intensivmedizinischen Versorgung als Kennzeichen von Akutkrankenhäusern gesehen.
Rehabilitations- und Vorsorgeeinrichtungen werden im allgemeinen Sprachgebrauch ebenfalls als Krankenhäuser oder Kliniken (Rehabilitationskrankenhaus, Reha-Klinik; Vorsorge-Krankenhaus oder -Klinik) bezeichnet, dienen aber nicht der medizinisch-pflegerischen Versorgung von Patienten mit akuten Gesundheitsstörungen bzw. Unfallverletzungen. Solche Rehabilitationskliniken werden seit einigen Jahren von den Betreibern selbst zunehmend als Fachkliniken bezeichnet, um den Begriff der Rehabilitation zu vermeiden, weil dieser angeblich durch das negative Image der Kur belastet sei.

Dagegen abzugrenzen sind solche Fachkrankenhäuser, die sich auf ein Gebiet oder auf bestimmte Eingriffe spezialisiert haben. Diese sind durchaus als Akutkrankenhäuser zu verstehen, bieten aber nicht das gesamte Spektrum der akutmedizinischen Versorgung an, auch wenn sie in ihrem Spezialgebiet durchaus auch Notfallversorgung bereithalten.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Innolab 2019
10.–11.09.2019, Bochum

Weitere Informationen

 
 
 



Gesundheitswirtschafts-kongress

17.–18.09.2019, Hamburg

Weitere Informationen

 
 
 


Kongress RehaForum
19.–20.09.2019, Düsseldorf

Weitere Informationen

 
 
 

Betriebliches Gesundheits-management 2019
15.–16.10.2019, Bonn

Weitere Informationen

 
 
 



Fachkonferenz OP-Management im Fokus

29.10.2019, Köln

Weitere Informationen

 
 
 


Health 4.0
25.–26.11.2019, Köln

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

Abmelden