Logo   Newsletter September 2019
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

die seit Jahren diskutierte Notfallversorgung soll nach dem vorliegenden Gesetzentwurf des BMG neu gestaltet werden. Doch nicht alle Vorschläge von Gesundheitsminister Spahn stoßen auf Gegenliebe bei den Leistungserbringern und Kostenträgern. Die Positionen der Beteiligten – DKG, Bundesärztekammer, Kassenärztliche Vereinigungen und GKV-Spitzenverband – zum Reformvorschlag fasst KMi-Chefredakteur Sven C. Preusker im Hintergrundbeitrag zur Notfallversorgung zusammen.



 

Die Kongresssaison hat begonnen: Den Anfang macht der Gesundheitswirtschaftskongress, der aktuell in Hamburg stattfindet. Am ersten Tag waren Digitalisierung, Robotik und Künstliche Intelligenz und der damit zu erwartende Change Prozess die bestimmenden Themen.
 

Auch wenn es noch weit hin ist – ein Veranstaltungshinweis in eigener Sache: Am 14. Februar 2020 findet unser 3. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung statt. Seien Sie dabei, wenn Rolf Stuppardt und Dr. Anette Mehler mit zahlreichen namhaften Experten zum Thema „Gesundheit und Pflege im Spiegel der Reformen“ diskutieren.
 

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre


Herzliche Grüße

Julia Rondot

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 
Weitere Nachrichten finden Sie hier.
 
   
 
   
 


Umsetzung von Case Management auf der Organisationsebene
 

Das Handlungskonzept Case Management verfügt über eine umfassende theoretische Basis mit Einflüssen aus unterschiedlichen Disziplinen und Bereichen. Die einzelnen Methoden gilt es individuell an das jeweilige Handlungsfeld, die Einrichtung und deren Ziele sowie an die Bedarfe der KlientInnen anzupassen.


Prof. Dr. Corinna Ehlers (links)
und Denise Lehmann

 

Gerade diese Flexibilität macht es so schwer, sich auf einheitliche Grundprinzipien zu verständigen und es besteht dadurch die Gefahr der Verwässerung des Handlungskonzeptes oder einer plakativen Verwendung des Begriffs zu Werbezwecken ohne qualitätsvolle Anwendung.

Für viele „PraktikerInnen“ entsteht dadurch die Schwierigkeit, Case Management in der Praxis zu gestalten. Denn es existiert zwar ein Überblick über die Zutaten, jedoch gibt es kein allgemeingültiges Rezept, wie Case Management zum Einsatz kommt.


Angeregt von TeilnehmerInnen unserer Weiterbildungskurse zu DGCC-zertifizierten CaseManagerInnen entstand die Idee, Schilderungen zur Entwicklung und Implementierung zusammenzutragen, um immer wiederkehrende Fragestellungen zu beantworten. Zu diesen Fragen zählen beispielsweise:

  • Was ist für eine adäquate und erfolgreiche Anwendung von Case Management, nach den inhaltlichen und ethischen Richtlinien und Leitlinien der DGCC, erforderlich?

  • Welche Hindernisse ergeben sich bei den mit der Implementierung beauftragten MitarbeiterInnen?

  • Wie können Hindernisse erfolgreich überwunden werden?

  • Was sollte bei Implementierungsprozessen in Organisationen beachtet werden?


Mit unserem Buch möchten wir PraktikerInnen eine allgemeine Einführung für die Umsetzung von Case Management bieten. Die unterschiedlichen Texte berücksichtigen vor allem die Aspekte, die für die Umsetzung von Case Management auf der Organisationsebene wichtig sind. Die unterschiedlichen Beispiele sollen als Anregungen und Hilfestellungen für eine umfassende Implementierung von Case Management in Humandiensten dienen.


Prof. Dr. Corinna Ehlers und Denise Lehmann sind Herausgeberinnen des Buches "Implementierung und Entwicklung von Case Management", das im medhochzwei Verlag erschienen ist.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 
Buchvorstellung: Der Daily Lama
Eines Tages steht vor Sams Haustür plötzlich ein Lama, das einen bunten Poncho trägt und das Sam bei...
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Prof. Jörg Loth und Dr. Lutz Hager über "Patient und Sicherheit"
Prof. Dr. Jörg Loth und Dr. Lutz Hager von der IKK Südwest sprechen im Interview mit Rolf Stuppardt,...
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Künstliche Intelligenz und Roboter in der Gesundheitsversorgung: Patienten fürchten sich vor Hackerangriffen



Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen weckt bei vielen Menschen Ängste. So sind zum Beispiel drei von vier Deutschen der Ansicht, dass KI gewisse Risiken für Patienten erhöht – etwa durch Hacker-Angriffe. Diese Sorge zeigt sich in allen Altersklassen: Etwa 70 Prozent der unter 30- und über 60-Jährigen stimmen dieser Aussage zu. Besonders beunruhigt sind mit 79 Prozent die 40-Jährigen. Dies sind einige der Ergebnisse einer repräsentativen Studie, für die im Auftrag der pronova BKK 1.000 Personen befragt wurden.

Auch die Continentale Krankenversicherung hat in einer Studie Meinungen zur Digitalisierung in der Medizin untersucht – und festgestellt, dass die Bevölkerung bei Video-Sprechstunde, Diagnose-Stellung durch Künstliche Intelligenz oder Roboter als Ersatz für Pflegepersonal zwar auch Chancen sehen, aber deutlich häufiger Risiken.

Obwohl die negativen Einschätzungen zum KI-Einsatz im Gesundheitswesen überwiegen, können die Menschen der neuen Technik auch Positives abgewinnen, so die Ergebnisse der pronova-Befragung. Rund jeder zweite Befragte verbindet mit künstlicher Intelligenz die Hoffnung auf schnellere Diagnosen (55 Prozent). Fast ebenso viele meinen, dass ihr Einsatz dort sinnvoll ist, wo Fachkräfte fehlen – zum Beispiel im ländlichen Raum (54 Prozent). Vier von zehn Bundesbürgerinnen und -bürgern begrüßen künstliche Intelligenz, wenn es um sensible Themen geht, die sie nicht unbedingt mit einem Arzt besprechen möchten (41 Prozent). Das trifft besonders auf junge Menschen zu: Rund jeder Zweite der unter 30-Jährigen möchte zum Beispiel über intime Angelegenheiten lieber mit einem Avatar als mit einem menschlichen Arzt sprechen. Bei den 50-Jährigen und der Generation 60 plus ist es lediglich jeder Dritte.

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Erscheint in Kürze:
Frankenstein
DRG kodieren Schritt für Schrit

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Lüdke
Bei Stella & Tom fliegen die Fetzen

 
 
 


Erscheint in Kürze:
Gaymann/Rondot/
Steinhilber
Der Daily Lama

 
 
   
 


Notfallversorgung: Leistungserbringer und Kostenträger wollen keinen „dritten Sektor“



Gemeinsame, unter 112 oder 116 117 erreichbare Notfallleitstellen, integrierte Notfallzentren (INZ) an bestimmten Krankenhäusern und der Rettungsdienst als eigenständiger medizinischer Leistungsbereich – unter anderem mit diesen Kernpunkten soll nach einem Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) die seit Jahren heftig diskutierte Notfallversorgung in Deutschland neu gestaltet werden. Man wolle die Notfallversorgung neu organisieren, insbesondere mit gemeinsamen Notfallleitstellen der Länder, der Kommunen und der Kassenärztlichen Vereinigungen sowie mit Integrierten Notfallzentren an Krankenhäusern, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Um die Versorgung zu verbessern, sollen die Rettungsdienste der Länder mit den ärztlichen Bereitschaftsdiensten und den Notfallambulanzen der Krankenhäuser demnächst eng zusammenarbeiten. Gemeinsamen Notfallleitstellen (GNL) sollen die Verteilung der Patienten – auch in medizinischen Notsituationen – in die individuell richtige Versorgungsebene übernehmen. Ambulante, stationäre und rettungsdienstliche Notfallversorgung sollen in einem System der integrierten Notfallversorgung zusammengeführt werden.

In den Notfallleitstellen sollen Patienten telefonisch auf der Grundlage einer qualifizierten Ersteinschätzung (Triage) in die richtige Versorgungsebene vermittelt werden. Dabei kann es sich um den Rettungsdienst, ein Integriertes Notfallzentrum oder – während der Sprechstundenzeiten – eine vertragsärztliche Praxis handeln. Bestimmte Krankenhäuser und die Kassenärztlichen Vereinigungen sollen den Auftrag erhalten, gemeinsam Integrierte Notfallzentren einzurichten und zu betreiben. Welche Kliniken solche INZ erhalten, sollen die Länder über ihre Notfallversorgungsplanung festlegen.

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Stemmer/Remme-Faßbender/Schmid/Wolke (Hrsg.)


Aufgabenverteilung und Versorgungsmanagement im Krankenhaus gestalten
von erfolgreicher Praxis lernen

Die Krankenhäuser befinden sich in einem massiven Umbruch. Neben den ökonomischen Herausforderungen nimmt der Behandlungs- und Pflegebedarf der PatientInnen stetig zu.

Kranke oder alte Menschen zu pflegen wird – nicht zuletzt bedingt durch die Folgen von Multimorbidität und neue technische Möglichkeiten bei Diagnostik und Therapie – zu einer immer komplexeren Aufgabe, für die immer weniger Zeit zur Verfügung steht. Wie können diese Aufgaben in Zeiten des Fachkräftemangels einerseits und beginnender Akademisierung klinischer Pflege andererseits erfolgreich angegangen werden? Um die kurze Zeitspanne des Krankenhausaufenthaltes gut zu nutzen, bedarf es des versierten Versorgungsmanagements. Wie kann dieses bestmöglich gestaltet werden? Das Herausgeberteam hat die Modellprojekte zur Aufgabenneuverteilung und zum Versorgungsmanagement in drei rheinland-pfälzischen Krankenhäusern wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Das Buch stellt neben den Projekten aus RLP vielversprechende und erprobte Praxisbeispiele vor, wie z. B. zur Integration akademisch ausgebildeter Pflegefachkräfte in Kliniken der Maximalversorgung, zu einem sektorenübergreifenden Case Management als Aufgabe für den Sozialdienst oder zu einem Übergang der sektorenübergreifenden Versorgung von Menschen mit Knochenmarktransplantation vom Modell zur Regelversorgung.

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Notfallstufensystem

 

Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

Mit dem Anfang 2016 in Kraft getretenen Gesetz zur Reform der Strukturen der Krankenhausversorgung (Krankenhausstrukturgesetz - KHSG) wurde der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragt, bis zum 31. Dezember 2016 ein gestuftes System der vorgehaltenen Notfallstrukturen (Notfallstufensystem) festzulegen, das strukturelle und personelle Unterschiede und Mindestvoraussetzungen bei der Notfallversorgung sowie den zeitlichen Umfang der Vorhaltung von Notfallleistungen in Krankenhäusern abbildet.

Dieses gestufte System der Notfallversorgung ist dann Grundlage für mit dem Gesetz ebenfalls eingeführten Zu- und Abschläge in der stationären Notfallversorgung. Auf der Grundlage des vom G-BA erarbeiteten Stufensystems haben die Vertragsparteien auf Bundesebene bis zum 30. Juni 2017 die Höhe von Zu- bzw. Abschlägen für die Teilnahme bzw. Nichtteilnahme an der Notfallversorgung zu vereinbaren.

Mit dem vom Bundestag am 10. November 2016 verabschiedeten „Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen“ (PsychVVG) wurde dem G-BA ergänzend vorgeschrieben, vor seinem Beschluss über ein gestuftes System von stationären Notfallstrukturen in Krankenhäusern eine belastbare Folgenabschätzung durchzuführen und deren Ergebnisse bei seiner Beschlussfassung zu berücksichtigen. Im Hinblick auf den dafür erforderlichen Zeitbedarf wurden oben genannten die Fristen für den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses und für die Vereinbarung der Höhe der Notfallzu- und -abschläge jeweils um ein Jahr verlängert.

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Xpomet© Medicinale 2019
10.–12.10.2019, Berlin

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Betriebliches Gesundheits-management 2019
15.–16.10.2019, Bonn

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Healthcare live
22.–23.10.2019, Kiel

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17. Osnabrücker Gesundheitsforum
25.10.2019, Osnabrück

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Fachkonferenz OP-Management im Fokus
29.10.2019, Köln

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Handelsblatt Health – The Digital Leaders
05.–06.11.2019, Berlin

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KAI – Kongress für außerklinische Intensivpflege 2019
21.–22.11.2019, Berlin

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Health 4.0
25.–26.11.2019, Köln

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20. Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen
29.11.2019, Berlin

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medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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