Logo   Newsletter Oktober 2019
 
 
 
   
 


Liebe Leserinnen und Leser,

25 Jahre sind seit Einführung der Pflegeversicherung vergangen. Klar ist, dass es einer grundlegenden Reform der Pflegeversicherung bedarf, da viele Betroffene schon jetzt ihren Eigenanteil zur Pflege nicht mehr zahlen können. Die DAK-Gesundheit stellt heute in Berlin ihren neuen Pflegereport 2019 vor und legt erstmals ein konkretes Finanzierungsmodell für eine Reform vor. Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, erläutert in seinem Kommentar die vorgelegten Vorschläge.

Auf dem Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg konnte unser KMi-Chefredakteur Sven Preusker einige Referenten für ein Video-Interview vor die Kamera holen. Gesundheitsunternehmer und Kongresspräsident Prof. Heinz Lohmann durfte dabei natürlich nicht fehlen. Er spricht im Interview über die politischen Entwicklungen der Gesundheitsbranche, über gemachte Fortschritte und notwendige Initiativen für eine funktionierende Gesundheitswirtschaft. Weitere Interviewpartner waren Dr. Bernadette Klapper, Leiterin des Bereichs Gesundheit der Robert Bosch Stiftung, Sabine Wolf über ein Projekt zur Pflegedokumentation am AKW Wien und Prof. Dr. Herbert Rebscher über sein aktuelles Buch „Medizinprodukte: Ökonomie der Regulatorik. Qualität – Sicherheit – Wirtschaftlichkeit als Herausforderung für Akteure" – Auftakt einer neuen Buchreihe „Gesundheitsökonomie für die Versorgungspraxis – Gesundheit und Pflege", die Prof. Rebscher gemeinsam mit Dr. Jasmina Stoebel und Prof. Jürgen Zerth herausgibt.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre

Herzliche Grüße

Julia Rondot

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Aktuelles aus dem Verlag, Krankenversicherung
3. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung: Gesundheit und Pflege im Spiegel der Reformen – alles auf einem guten Weg?



Enorme Reformbewegungen wirken aktuell und darüber hinaus auf Strukturen, Prozesse und Ergebnisse in Gesundheit und Pflege. Was macht das mit PatientInnen, mit Leistungs- und Kostenverantwortlichen? Schnelligkeit ist gefragt, insbesondere was Entscheidungen, Digitalisierung und Zugänge anbelangt. Zugleich ist Nachhaltigkeit bezogen auf gute, kooperative und durchlässige Versorgung und Pflege im Interesse vor allem chronisch Kranker und Pflegebedürftiger mehr als nur wünschenswert. Und nicht zuletzt wird Qualität und Sicherheit gefordert und gefragt sein, was die Versorgungsergebnisse und deren Transparenz anbelangt.

Das 3. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung greift all das in der Absicht auf, im Austausch der unterschiedlich Beteiligten eine Zwischenbilanz „im Spiegel der Reformen“ zu ziehen und zu hinterfragen, ob die Weichen richtig gestellt sind. Maßgebliche Repräsentanten und Akteure aus dem Gesundheitswesen, der Politik und der Wissenschaft haben wir gebeten, ihre Erfahrungen, Erkenntnisse, Perspektiven und Optionen mit uns hoch über den Dächern Heidelbergs zu diskutieren.

Das Programm ist online:
www.heidelberger-forum-gesundheitsversorgung.de

 
   
 
 

Aktuelles aus dem Verlag, Demenz, Pflege
Sechste Folge des Demenz-Podcasts

 
 
 
 
 
   
 
Weitere Nachrichten finden Sie hier.
 
   
 
   
 


25 Jahre Pflegeversicherung: Reformen sind nötig
 

25 Jahre nach Einführung der Pflegeversicherung wird deutlich: Pflegebedürftige müssen finanziell entlastet werden. Schon jetzt sind die Eigenanteile für die Pflege im Heim für viele nicht mehr finanzierbar. Ohne eine Reform der Pflegeversicherung könnten sich die Beträge, die Pflegebedürftige und deren Familien aufbringen müssen, bis zum Jahr 2045 verdreifachen. So wird der Gründungsgedanke der Pflegeversicherung verfehlt, die Abhängigkeit Pflegebedürftiger von Sozialhilfe zu verringern.


Es liegen verschiedene Reformvorschläge auf dem Tisch. Der DAK-Pflegereport 2019 soll die Debatte voranbringen, indem er die wichtigsten Ansätze anhand von Modellrechnungen tiefer analysiert. Darunter ist auch ein Reformmodell, das auf breiter Basis auf Zustimmung stößt: der sogenannte Sockel-Spitze-Tausch. Die Eigenanteile der Betroffenen werden dabei gedeckelt, alle darüberhinausgehenden Pflegeleistungen übernimmt die Pflegeversicherung. Bisher ist es umgekehrt, was zu einem unkalkulierbaren finanziellen Risiko der Betroffenen führt. Finanziert werden kann dieses Modell mit einem Steuerzuschuss, zu dem die DAK-Gesundheit als erste gesetzliche Krankenkasse eigene Vorschläge vorlegt. Dafür hat der Bremer Gesundheitsökonom Professor Heinz Rothgang die mögliche Finanzentwicklung der Pflegeversicherung bis zum Jahr 2045 errechnet.
Übrigens zeigt der Pflegereport auch, dass die Bevölkerung mit dem Thema Pflege finanzielle Ängste verknüpft und eine Neuordnung der Pflegefinanzierung verlangt. 78 Prozent der Befragten fürchten, durch die Pflege im Heim ihre gesamten Ersparnisse zu verlieren. 74 Prozent befürworten Reformen, bei denen die Eigenanteile begrenzt werden. Nur vier Prozent sagen, alles solle so bleiben wie es ist – es ist also höchste Zeit, die Finanzierung der Pflegeversicherung zu reformieren.

 


Andreas Storm ist Vorsitzender des Vorstands der DAK-Gesundheit. Die Krankenkasse hat den Pflegereport 2019 mit dem Titel „25 Jahre Pflegeversicherung: Kosten der Pflege – Bilanz und Reformbedarf“ veröffentlicht. Der Report ist an der Hochschule Freiburg in der Verantwortung von Professor Thomas Klie entstanden.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 
 
   
 
 
Prof. Heinz Lohmann über den Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg
Prof. Heinz Lohmann, Gesundheitsunternehmer und Kongresspräsident des Gesundheitswirtschaftskongress...
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Sabine Wolf über ein Projekt zur stationären Pflegedokumentation am AKH Wien
Sabine Wolf, akademische Pflegemanagerin und Direktorin des Pflegedienstes am Allgemeinen Krankenhau...
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Prof. Herbert Rebscher über "Medizinprodukte: Ökonomie der Regulatorik"
Prof. Herbert Rebscher, gemeinsam mit Dr. Jasmina Stoebel und Prof. Jürgen Zerth Herausgeber der neu...
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Dr. Bernadette Klapper über Stiftungen im Gesundheitswesen
Dr. Bernadette Klapper, Leiterin des Bereichs Gesundheit bei der Robert Bosch Stiftung, spricht im I...
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Norddeutsches KI-Kompetenzzentrum erhält Förderung vom Bund

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat sich für die Förderung eines norddeutschen Kompetenzzentrums für Künstliche Intelligenz (KI) in der Medizin ausgesprochen. Vorbehaltlich des parlamentarischen Beschlusses über den Bundeshaushalt fließen rund zehn Millionen Euro in das Projekt „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-SIGS).



Ziel des Projekts ist es, im Verbund von Hochschulen, Kliniken und Unternehmen Kompetenzen im Bereich KI/intelligente Gesundheitssysteme zu bündeln und auszubauen – und so zu einem modernen Ausbau des norddeutschen Gesundheitssystems beizutragen. Die Förderung des Projekts ist auf drei Jahre angelegt. Initiiert wurde KI-SIGS von den Universitäten Hamburg, Lübeck, Kiel und Bremen sowie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Die jeweiligen Landesregierungen unterstützen das Projekt. 

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: „Mit dem Kompetenzzentrum für künstliche Intelligenz in der Medizin wollen wir Norddeutschland als Standort der Gesundheitswirtschaft stärken. Durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen im Bereich des Gesundheitswesens kann die medizinische Versorgung in Hamburg weiter verbessert werden.“

Mehr.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Gerade erschienen:
Gaymann/Rondot/
Steinhilber
Der Daily Lama

 
 
 



Gerade erschienen:
Lüdke
Bei Stella & Tom fliegen die Fetzen

 
 
 



Gerade erschienen:
Ilses weite Welt
Unsere schönsten Märchen (Fotokarten)

 
 
 



Gerade erschienen
Klie/Storm (Hrsg.)
Pflegereport 2019

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Heger/Augurzky/
Kolodziej/Krolop/
Wuckel
Pflegeheim Rating Report 2020
(Auch als Foliensatz erhältlich.)
 

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Frankenstein
DRG kodieren Schritt für Schritt

 
 
   
 


MLP Gesundheitsreport 2019: Krankenhausärzte unter Druck

387 Milliarden Euro, wie bereits 2017 mehr als eine Milliarde Euro pro Tag – das ist die vom Statistischen Bundesamt für 2018 geschätzte Summe der Gesundheitsausgaben in Deutschland. Vor diesem Hintergrund nehmen Bevölkerung und Ärzte laut der Ergebnisse des MLP Gesundheitsreports 2019 die Gesundheitsversorgung in Deutschland immer noch als sehr leistungsfähig wahr. Vielfach bemängelt werden aber lange Wartezeiten beim Arzt und, laut Report, aus Kostengründen vorenthaltene Leistungen.

In den Krankenhäusern spitzt sich die Lage weiter zu: Hauptproblem hier ist Zeitmangel aufgrund der schwierigen Personalsituation und vieler „Nicht-Notfälle“ in der Notaufnahme. Der 2016 noch verbesserte Eindruck der Bürger von der Gesundheitspolitik hat sich inzwischen wieder gedreht; bei den Ärzten zeigt sich nun sogar eine Zwei-Drittel-Mehrheit unzufrieden. Dabei hat die Politik in den letzten Jahren zahlreiche Reformmaßnahmen auf den Weg gebracht – doch mit einer Reihe davon sind die Bürger und Ärzte nicht zufrieden. Verstärkt hat sich zudem der Ärztemangel – dieser wird für Ärzte und Bevölkerung insbesondere in Ostdeutschland immer sichtbarer. Weiterhin erwartet eine deutliche Ärztemehrheit eine Verschlechterung der Gesundheitsversorgung. Die Bevölkerung befürchtet für die Zukunft vor allem eine Zwei- Klassen-Medizin und steigende Beiträge. Zu diesen Kernergebnissen kommt der 10. MLP Gesundheitsreport. Die repräsentative Bevölkerungs- und Ärztebefragung im Auftrag des Finanzdienstleisters MLP hat das Institut für Demoskopie Allensbach erstellt.

Insgesamt beurteilen die meisten Bürger und Ärzte die Gesundheitsversorgung in Deutschland noch als gut oder sehr gut (77 Prozent bzw. 89 Prozent). 20 Prozent der Bürger geben an, in den vergangenen Jahren nochmals bessere Erfahrungen gemacht zu haben. Mit 62 Prozent sind in der Bevölkeung aber auch weiter gestiegene Klagen über lange Wartezeiten zu vernehmen (2012: 52 Prozent, 2016: 55 Prozent). Überproportional betroffen zeigen sich hier gesetzlich Krankenversicherte (65 Prozent). Außerdem hatte weiterhin rund ein Drittel der Bürger (34 Prozent) das Gefühl, dass ihm medizinische Leistungen aus Kostengründen vorenthalten wurden (2012: 31 Prozent, 2016: 40 Prozent). Fast jeder zweite Arzt (45 Prozent) bestätigt, dass dies bei ihm bereits vorgekommen sei (2016: 44 Prozent). Noch verbreiteter sind Verschiebungen von Behandlungen aus Kostengründen: 64 Prozent der Ärzte sahen sich dazu bereits gezwungen – vor drei Jahren geschah dies noch seltener (2016: 57 Prozent). Entsprechend fallen die Sorgen der Ärzte um ihre Therapiefreiheit mit 62 Prozent weiterhin hoch aus (2016: 61 Prozent), insbesondere bei Hausärzten (66 Prozent).



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Busse


OP-Management Grundlagen
(Buch inkl. Online-Schulung)


Der OP ist einer der wichtigsten Bereiche eines Krankenhauses. Dies liegt u. a. daran, dass er bis zu 45 Prozent zur Wertschöpfung eines Krankenhauses beiträgt. Im OP arbeiten unterschiedlichste Berufsgruppen auf engstem Raum unter hoher Anspannung zusammen.

Er ist sehr kapitalintensiv und Fehler haben meist eine sehr große Auswirkung auf das gesamte Krankenhaus. Umso wichtiger ist es, dass das OP-Management für einen reibungslosen Ablauf im OP sorgt.

Zahlreiche neue Anforderungen im Hinblick auf die Struktur der Aufbauorganisation, die Gestaltung des Workflows oder das Qualitäts- bzw. Personalmanagement stellen die Mitarbeiter im OP vor hohe Herausforderungen.

Das nun bereits in fünfter Auflage erscheinende Buch von Thomas Busse unterstützt bei der Bewältigung dieser anspruchsvollen Aufgabe. Das Buch ist klar gegliedert und ermöglicht dem Leser einen guten Überblick über die Aufgaben des OP-Managements, die komplexe Organisation des OP-Bereichs sowie das OP-Tagesmanagement.

Mehr Infos.

 
   
 
   
 

 
   
 
 
 
 
 
 
 
   
 


 

Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK)


Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist der sozialmedizinische Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Pflegeversicherung. Er stellt die Nachfolgeinstitution des Vertrauensärztlichen Dienstes in der gesetzlichen Krankenversicherung dar und wurde durch das Gesundheitsreformgesetz (GRG) vom 20.12.1988 mit verändertem Aufgabenspektrum neu errichtet.


Der MDK ist in jedem Bundesland als eigenständige Arbeitsgemeinschaft organisiert. Ausnahmen gibt es in Nordrhein-Westfalen, dort gibt es zwei Medizinische Dienste: den MDK Nordrhein und den MDK Westfalen-Lippe; Berlin und Brandenburg haben einen landesübergreifenden MDK; die Medizinischen Dienste in Hamburg und Schleswig-Holstein haben sich zum MDK Nord zusammengeschlossen.

Um eine qualitative, wissenschaftlich gesicherte, preiswerte und gleichwertige Versorgung garantieren zu können, wurde der MDK mit verschiedenen Aufgaben beauftragt, die in § 275 des Sozialgesetzbuches V (SGB V) beschrieben sind. Zu diesen gehört
   

  • die Beratung der Krankenkassen in allgemeinen Grundsatzfragen und die Durchführung von Einzelfallbegutachtungen, zum Beispiel die Beurteilung von Arbeitsunfähigkeit;

  • die Beratung der Krankenkassen in grundsätzlichen Fragen zur Qualitätssicherung, der Krankenhausplanung oder zu neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden;

  • die Begutachtung der Pflegebedürftigkeit im Auftrag der Pflegekassen, aber auch die Überprüfung von Krankenhaus-Abrechnungen. Hier lag früher der Schwerpunkt auf der Überprüfung der Verweildauer der Patienten; seit der Einführung der Fallpauschalen liegt der Schwerpunkt auf der Richtigkeit der Kodierung sowie der Überprüfung, ob ein Patient zu früh entlassen wurde.


Mehr.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 


Healthcare live
22.–23.10.2019, Kiel

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InFusion 2019
12.11.2019, Berlin

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Das Think Camp
15.–17.11.2019, Berlin

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KAI – Kongress für außerklinische Intensivpflege 2019
21.–22.11.2019, Berlin

Weitere Informationen

 
 
 



Health 4.0
25.–26.11.2019, Köln

Weitere Informationen

 
 
 



20. Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen
29.11.2019, Berlin

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BEST-PRACTICE-KONFERENZ
PflegeZukunft gestalten
03.12.2019, Berlin

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Gesundheitswirtschaft managen
22.–23.01.2020, Münster

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3. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung
14.02.2020, Heidelberg

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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