Logo   Newsletter Juni 2020
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,
 

die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind noch nicht endgültig abschätzbar, die neue Konjunkturprognose der OECD ist jedoch noch pessimistischer als bisherige Vorhersagen. Das Bruttoinlandsprodukt vieler Länder sinkt laut OECD um bis zu 30 Prozent infolge des Corona-Shutdowns.

Auch die finanziellen und sonstigen Folgen für das Gesundheitssystem sind immens. Sven C. Preusker setzt sich im Newsletter von heute mit der 4. Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina auseinander.

Bewegung hat einen großen Einfluss auf die individuelle Lebensqualität und auf Chancen der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Unsere Herausgeberinnen Prof. Heidi Höppner, Petra Kühnast und Prof. Claudia Winkelmann betonen in ihrem Autorenkommentar die Systemrelevanz der Physiotherapie.

Diese und viele weitere interessante und aktuelle Themen haben wir im Newsletter von heute für Sie zusammengefasst. Und noch ein Hinweis: Unser medhochzwei-Gesamtverzeichnis liegt druckfrisch auf dem Tisch: Wir wünschen eine interessante Lektüre!

Herzliche Grüße
Annette Xandry

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 

Psychotherapie, Politik & Wirtschaft, Coronavirus
Praxis-Info Coronavirus der BPtK aktualisiert

 
 
 
 
 
 

Veranstaltungen, Politik & Wirtschaft, Versorgungskonzepte
Der neue Krankenhaus Rating Report 2020 – digitale Podiumsdiskussion

 
 
 
 
 
 

Pflege, Coronavirus, Politik & Wirtschaft
Neue psychotherapeutische Telefonberatung für die Pflegeberufe

 
 
 
 
 
   
 
Weitere Nachrichten finden Sie hier.
 
   
 
   
 



Potenziale der Physiotherapie erkennen und nutzen
 

Physiotherapie trägt wesentlich dazu bei, Mobilität zu erhalten und zu ermöglichen. Bewegung hat einen großen Einfluss auf die individuelle Lebensqualität und auf Chancen der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Physiotherapeutinnen und -therapeuten kommt für diese Förderung eine bedeutende „systemrelevante“ Rolle zu. Für die Betroffenen niedrigschwellig zu erreichen, sind sie ein wertvoller Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung – der Prävention, Kuration, Rehabilitation und Palliation.


Vielfältige Theorie- und evidenzgestützte Maßnahmen stehen zur Verfügung. Allerdings ist der Einsatz von Physiotherapie seitens der Versorgungsforschung noch stärker herauszustellen: Vermeidbare Krankenhausaufenthalte, ein Aufschub von Pflegebedürftigkeit durch Erhalt von Selbstständigkeit sind Beispiele dafür, welchen gesellschaftlichen Stellenwert eine adäquate und ressourcenorientierte Physiotherapie in Zeiten eines demografischen Wandels haben kann.

Um den wachsenden und komplexen Anforderungen der Patientinnen- und Patientenversorgung weiterhin gerecht zu werden, sind Physiotherapeutinnen und -therapeuten gefordert, ihre Kompetenzen ständig zu erweitern.

Prof. Dr. rer. pol. Heidi Höppner, Dipl. Med. Päd. Petra Kühnast und Prof. Dr. rer. med. Claudia Winkelmann sind die Herausgeberinnen des kürzlich im medhochzwei Verlags erschienenen Buchs „Potenziale der Physiotherapie erkennen und nutzen“. Das Anliegen der AutorInnen ist es, für die soziale Systemressource „Physiotherapie“ zu sensibilisieren und den Leserinnen und Lesern exemplarisch die Handlungsfelder von Physiotherapeutinnen und -therapeuten in ihrer Vielfalt näherzubringen.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 
Online-Seminar zu "Abrechnung nach EBM für Psychotherapeuten - Gültig ab dem 01.04.2020" (Trailer)
Die Abrechnung psychotherapeutischer Leistungen nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) ist k...
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Interdisziplinäre Ringvorlesung: #Corona –Krankenhausfinanzierung in der Pandemie (Trailer)
Interdisziplinäre Ringvorlesung: #Corona – Facetten, Implikationen und Auswirkungen einer Pandemie W...
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Auch Corona verhilft Online-Sprechstunde nicht zum Durchbruch

Das Social Distancing hat allem Anschein nach der Online-Sprechstunde nicht zum (von manchen) erwarteten Durchbruch verholfen. Das ist eines der Ergebnisse des kürzlich vorgestellten EPatient Survey von Dr. Alexander Schachinger. Die Online-Befragung zum Thema digitaler Patient mache deutlich, dass sich analoge Gewohnheiten auch durch die digitale Disruption nicht einfach überwinden ließen.



Die gute Nachricht sei, dass sich die Nutzung von Online-Sprechstunden von 0,7 auf zwei Prozent verdreifacht habe. Die schlechte: „Wenn aktuell auch durch Corona lediglich zwei Prozent der Befragten Online-Sprechstunden nutzen, ist das ein für mich ernüchterndes Ergebnis,“ kommentierte Schachinger. Auf eine mangelnde Internetaffinität der Deutschen zu verweisen sei falsch. 90 Prozent der Deutschen seien im Netz. Über 50 Prozent nutzten beispielsweise Online-Banking. Die Deutschen seien also nicht internetmüde, auch wenn Datenschutz für sie wichtig und das Netz teilweise schlecht sei. Banking sei neben der Gesundheit das Thema, das mit Datensicherheit verbunden werde. Dass es gehe, würden die Nachbarn zeigen. Jeder dritte Däne nutze seine Gesundheitsakte per Internet im Schnitt einmal pro Monat.

Die Inanspruchnahme von Online-Sprechstunden differiert laut der Untersuchung regional und soziostrukturell stark. Demnach werden Online-Sprechstunden in strukturstarken Regionen bis zu fünfmal häufiger genutzt als in strukturschwachen Regionen. Die Nutzer der Videosprechstunde sind überwiegend jünger als 40 Jahre und doppelt so oft Akademiker als aus anderen Bildungsschichten.

Die Ursache für die regionale Spreizung liege auf der Hand, so Schachinger: Das schwache digitale Netz. Jeder fünfte Nutzer der Online-Sprechstunde habe angegeben, dass es Übertragungsschwierigkeiten gab. Fehlendes Breitband „bis zur Milchkanne“ verhindere die Online-Arztsprechstunde, um Versorgungslücken zu schließen. Der breitbandstarke Süden profitiere, die eher breitbandarmen neuen Bundesländer nicht. Der Plan der Politik, mit dem digitalen Arzt Versorgungslücken zu schließen, platze aufgrund des seit Jahren stagnierenden Breitbandausbaus, resümiert Schachinger.

Hoch war dagegen die Zufriedenheit derer, die ihren Arzt online konsultiert haben: Vier von fünf Nutzern würden es gerne wieder tun. Und auch das Potential für Videosprechstunden sei weiter vorhanden. Gefragt, ob Videosprechstunden denn eine Alternative dazu wären, drei Monate auf einen Arzttermin zu warten, sagten 66 Prozent ja, 19 Prozent waren unschlüssig und nur 17 Prozent würden lieber auf einen Arzttermin warten.

Hier weiterlesen.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Gerade erschienen:
Höppner/Kühnast/
Winkelmann (Hrsg.)
Potenziale der Physiotherapie erkennen und nutzen

auch als eBook verfügbar

 
 
 



Gerade erschienen:
Igl
Gesetz über das Studium und den Beruf von Hebammen
(Hebammengesetz – HebG) Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen (HebStPrV)

auch als eBook verfügbar

 
 
 



Gerade erschienen:
Gaymann/Rondot/
Steinhilber
Der Daily Lama
Wie Sam den Spuren der Inka folgte – Von bunten Ponchos, Lamaspucke & großen Abenteuern

 
 
 



Gerade erschienen:
ProAlter 2/20

Primär- und Langzeitversorgung im Alter

 
 
 



Gerade erschienen:
Augurzky/Berbuir/Halbe/
Preusker/Rebscher (Hrsg.)
MDK-Reform und Krankenhausabrech-nung – Auswirkungen auf die Praxis

 
 
 



Gerade erschienen:
Karch/Neuhäuser (Hrsg.)
Steuern in der psychotherapeutischen Praxis

auch als eBook verfügbar

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Mein Hausaufgabenheft Plus

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Wolff-Menzler/
Godemann
Kodierleitfaden für die Psychiatrie und Psychosomatik 2020

 
 
 


Erscheint in Kürze:
Augurzky/Krolop/
Pilny/Schmidt/Wuckel
Krankenhaus Rating Report 2020

 
 
   
 


Corona-Krise: Leopoldina legt vierte Ad-hoc-Stellungnahme vor

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat jetzt eine vierte Ad-hoc-Stellungnahme zur Coronavirus-Pandemie veröffentlicht. Sie widmet sich dem Thema „Medizinische Versorgung und patientennahe Forschung in einem adaptiven Gesundheitssystem“. Das Papier konzentriert sich auf kurz- und mittelfristige Aspekte der medizinischen und pflegerischen Versorgung unter den Bedingungen einer anhaltenden Pandemie und zeigt mögliche langfristige Maßnahmen für ein resilienteres und anpassungsfähigeres Gesundheitssystem auf.

Die Autorinnen und Autoren empfehlen ein bedarfs- und nicht primär gewinnorientiertes System, das sich am Patientenwohl orientiert und qualitätsgesichert arbeitet. Es müsse alle Mitarbeitenden wertschätzen sowie Innovationen und digitale Lösungen integrieren. Ziel sei ein adaptives Gesundheitssystem, in dem Öffentlicher Gesundheitsdienst, ambulanter sowie stationärer Sektor gut zusammenarbeiten und eine schnelle Translation von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis erfolgen könne.

Die Konfrontation mit einer neuen Viruserkrankung habe gezeigt, so die Stellungnahme, wie wichtig eine am Patientenwohl orientierte und zugleich forschungsnahe Krankenversorgung sei. Schutzvorkehrungen gegen eine Infektion mit SARS-CoV-2 sowie die Umstellung der medizinischen Versorgung auf die potenziell hohe Zahl von schwerstkranken COVID-19-Patientinnen und -Patienten hätten gleichzeitig dazu geführt, dass die ambulante und stationäre Versorgung von Menschen mit anderen Erkrankungen in den Hintergrund gerückt seien. Auch wichtige Präventionsmaßnahmen und Forschungsaktivitäten seien unterbrochen worden. Ziel müsse jetzt sein, die bedarfsgerechte Prävention, Diagnostik und Behandlung aller Patientinnen und Patienten zeitnah und vollumfänglich wiederaufzunehmen.
 

Damit die Versorgung aller Patientinnen und Patienten während der anhaltenden Pandemie erfolgen kann, halten die Autorinnen und Autoren kurz- und mittelfristig folgende Rahmenbedingungen für notwendig:
 

  • Vorhaltung ambulanter, stationärer und poststationärer Kapazitäten sowie personeller, räumlicher und technischer Reserven zur Versorgung von COVID-19-Erkrankten

  • Aufbau eines regionalen und krankenhausinternen Frühwarnsystems für SARS-CoV-2-Infektionen

  • Umsetzung wissenschaftlich unterlegter, zielgerichteter Teststrategien

  • Stärkung des Vertrauens der Öffentlichkeit in eine am Patientenwohl orientierte und sichere Behandlung

  • qualitativ hochwertige Versorgung aller Patientinnen und Patienten durch schnelle Integration von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis


Hier weiterlesen.

 
   
 
   
 

 

Stiftung Münch (Hrsg.)
 

Pflege in anderen Ländern: Vom Ausland lernen?

Das Thema Pflege gewinnt in Deutschland zunehmend an Brisanz. Die Gründe dafür sind vielfältig und komplex. Unstrittig ist, dass die Arbeitsbedingungen für die Pflege verbessert werden müssen. Auch die Qualifizierung und Kompetenzprofile sind zu modernisieren.

Darüber, wie diesem Reformbedarf erfolgreich begegnet werden kann, wird derzeit intensiv diskutiert, unter anderem im Rahmen der ressortübergreifenden "konzertierten Aktion Pflege" der Bundesregierung.

Bei der Suche nach Lösungswegen könnte womöglich ein Blick in andere Länder helfen: Wie ist die Pflege in anderen Ländern organisiert und wie wird dort auf den steigenden Bedarf an pflegerischen Versorgungsleistungen reagiert? Wie sind Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen den verschiedenen Gesundheitsberufen verteilt und welche Aus- und Weiterbildungswege gibt es? Welche innovativen Konzepte zur Berufstätigkeit in der Pflege und zur Sicherung der pflegerischen Versorgung in den verschiedenen Settings sind erkennbar? Werden moderne Technologien, Digitalisierung und Robotik genutzt, um Pflege zu unterstützen?

Diesen und ähnlichen Fragen geht eine Untersuchung der Stiftung Münch nach, die am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Charité – Universitätsmedizin Berlin durchgeführt wurde. Sie analysiert die Situation in Großbritannien, Schweden, den Niederlanden und Kanada und leitet daraus Handlungsempfehlungen für Deutschland ab.

Mehr Infos.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
   
 


 

Geriatrie


Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

Lehre von den Alterskrankheiten. Fachgebiet der Medizin.

Die Geriatrie befasst sich mit den Alterungsprozessen und den diagnostischen, therapeutischen, präventiven und rehabilitativen Besonderheiten der Erkrankungen von Menschen im biologisch fortgeschrittenen Lebensalter.

Bisher gibt es in Deutschland noch kein eigenständiges ärztliches Fachgebiet Geriatrie, sondern eine 18-monatige Zusatz-Weiterbildung nach einer abgeschlossenen Weiterbildung in den Fachgebieten Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Neurologie, Physikalische und Rehabilitative Medizin oder Psychiatrie und Psychotherapie.

Die Definition in der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer zur Zusatz-Weiterbildung Geriatrie lautet: „Die Zusatz-Weiterbildung Geriatrie umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Vorbeugung, Erkennung, konservative und interventionelle Behandlung unter Einbezug von Palliation und Rehabilitation körperlicher und seelischer Erkrankungen im biologisch fortgeschrittenen Lebensalter mit dem Ziel der Erhaltung und Wiederherstellung größtmöglicher Selbstständigkeit und Lebensqualität.“

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Vom Virus hin zu SARS-CoV-2

(Digitale Ringvorlesung: Teil 7)
Referent:
PD Dr. med. habil. Philipp Christoph Warnke

Live-Webinar #Corona – Facetten, Implikationen und Auswirkungen einer Pandemie

10.06.2020,
15:30–16:30 Uhr, oder
on demand verfügbar

Weitere Informationen

 
 
 



Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf Konjunktur und Wachstum
(Digitale Ringvorlesung: Teil 8)
Referent:
Prof. Dr. Roland Döhrn

Live-Webinar #Corona – Facetten, Implikationen und Auswirkungen einer Pandemie

17.06.2020,
15:30–16:30 Uhr, oder
on demand verfügbar

Weitere Informationen

 
 
 


Hauptstadtkongress
Digital


17.–19.06.2020, Berlin

Weitere Informationen

 
 
 



Der neue Krankenhaus Rating Report 2020 – digitale Podiumsdiskussion

18.06.2020,
11–12:30 Uhr

Weitere Informationen

 
 
 



Live-Webinar: Abrechnung nach
EBM für Psychotherapeuten, gültig ab dem 1.4.2020


22.06.2020,
17–20:00 Uhr, oder
on demand verfügbar

Weitere Informationen

 
 
 



Digitaler Live-KMi-Talk: Welche Krankenhaus-Reform kommt nach Corona – Mehr Spezialisierung, mehr Qualität, mehr Vorhaltung, mehr intersektoral?

30.06.2020,
15:30–16:30 Uhr

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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