Logo   Newsletter September 2020
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

der Name soll Programm sein – mit dem Versorgungsverbesserungsgesetz, kurz GPVG,  soll die Gesundheitsversorgung und Pflege verbessert werden. Der aktuelle Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministerium will verschiedene Sachverhalte regeln: zum einen geht es um verschiedene pandemiebedingte Sonderregelungen, zum anderen sollen aber auch die integrierte Versorgung vorangetrieben und zusätzliche Hebammenstellen gefördert werden.



Was DKG,  Bundesärztekammer, der Deutsche Hebammenverband und die AOK zu dem Entwurf sagen, erfahren Sie im Hintergrundbeitrag von KMi-Chefredakteur Sven C. Preusker.

Am 21.September ist der diesjährige Weltalzheimertag. Normalerweise ein Tag mit zahlreichen Veranstaltungen, Kongresse und Aktionen, die zum Großteil in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Umso wichtiger ist es, den Weltalzheimertag zum Anlass zu nehmen, darüber nachzudenken, wie wir die Versorgungsituation und die Lebensqualität für Menschen mit Demenz verbessern können. Gerade Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen waren und sind jetzt noch durch die pandemiebedingten Einschränkungen und restriktive Besuchsregeln stark belastet. Erich Schützendorf beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit der Frage, wie man Menschen mit Demenz gelassen, entspannt und liebevoll begegnen kann, und gibt im heutigen Autorenkommentar einen kleinen Denkanstoß für uns alle.

Herzliche Grüße
Julia Rondot

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
 

Veranstaltungen, Coronavirus, Versorgungskonzepte, Politik & Wirtschaft
Europäischer Gesundheitskongress München – 26. und 27. Oktober 2020


 
 
 
 
 
 
 
 
 

Veranstaltungen, Versorgungskonzepte, Digital Health
Kostenfreier Online-Kongress eHealth.NRW am 29. September

 
 
 

Aktuelles aus dem Verlag, Krankenversicherung
AMNOG-Report 2020: 10 Jahre AMNOG – Rückblick und Ausblick

Der sechste Report legt aktuelle Daten zu den von G-BA und IQWiG abgeschlossenen Nutzenbewertungsverfahren vor und untersucht anhand von Versorgungsdaten der DAK-Gesundheit die Effekte der Nutzenbewertung auf das Versorgungsgeschehen.
Daraus resultiert ein umfassendes Fazit: Was sind die großen Stärken des AMNOG? Wo gibt es noch Verbesserungsbedarf? Und was werden die großen Herausforderungen für die kommenden zehn Jahre sein?

 
 
 
 
 
 

Demenz, Politik & Wirtschaft, Pflege, Veranstaltungen
Foto-Aktion zum Welt-Alzheimertag 2020

 
 
 

Aktuelles aus dem Verlag, Demenz, Pflege
Neue Folge Demenz-Podcast: Mit Demenz im Krankenhaus

 
 
   
 

 
   
 
   
 



Reden wir über Demenz
 

Eine Nachbarin saugt mit dem Staubsauger die Herbstblätter vor der Haustür auf. Der Mann einer Bekannten macht im Unterschied zu früher anzügliche Bemerkungen. Wir können das auffällige Verhalten weder übersehen noch überhören und müssen darüber reden. Das tun wir bei Freunden und Bekannten. Gegenüber den betroffenen Angehörigen halten sich die meisten von uns zurück. Warum?
Weil wir die Scham der Angehörigen ahnen, weil wir sie schonen wollen, weil wir nicht einschätzen können, ob sie die Veränderungen beim Namen nennen oder lieber vertuschen wollen. Unbehagen stellt sich bei uns, den Beobachtern, ein. Aber das hilft keinem weiter.


Viele Angehörige bleiben mit ihrer Sorge, ihrer Enttäuschung, ihrer Wut, ihren Zweifeln, ihrer Rat- und Hilflosigkeit alleine. Irgendwann sind sie nicht mehr in der Lage, die Situation, von der jeder weiß, dass sie nicht einfach ist, zu meistern. Hilfsangebote von Vereinen, Kommunen und Wohlfahrtsverbänden werden nicht genutzt oder kommen zu spät.

Aus Erfahrung weiß ich, dass Angehörige eine Nachfrage zu schätzen wissen. Ein Anruf oder eine Erkundigung auf der Straße reichen aus. „Ihre Frau ist irgendwie anders geworden.“ – „Wie meinen Sie das?“ – „Nun ja, ich sah, wie sie mit dem Staubsauger die Blätter auf dem Gehsteig saugte.“ Der erste und entscheidende Schritt ist getan. Danach bestimmt der Angesprochene den weiteren Verlauf des Gesprächs. Er fasst sich kurz, gibt sachliche Informationen oder er schüttet sein Herz aus. Dann gilt es zuzuhören und wohlgemeinte Ratschläge zu vermeiden. Das reicht, denn der Angehörige hat nun einen Verbündeten.

Erich Schützendorf (Jahrgang 1949) studierte Pädagogik, Psychologie und Soziologie und war bis zu seiner Pensionierung VHS-Direktor und Fachbereichsleiter für Fragen des Älterwerdens an der Volkshochschule des Kreises Viersen, Lehrbeauftragter für Soziale Gerontologie an der Hochschule Niederrhein und Dozent an Fachseminaren für Altenpflege. In der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie engagiert er sich in der Arbeitsgemeinschaft Geragogik. Kürzlich ist sein neues Buch Kommunikation mit Menschen mit Demenz erschienen.
 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
 
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Online-Seminar zu "Abrechnung nach EBM für Psychotherapeuten - Gültig ab dem 01.04.2020" (Trailer)
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Befragung: Expertenmangel bremst Wachstum in der Medizintechnik

Die vom Deutschen Industrieverband Spectaris und der Unternehmensberatung Kienbaum Consultants International im August veröffentlichte Studie „Digitale Jobs@Medizintechnik“ zeigt laut des Verbands, dass die deutsche Medizintechnik-Industriean einem Scheideweg stehe. Ob Wachstumspotentiale erschlossen würden oder der Fachkräftemangel die Branche ausbremse, entscheide sich am Umgang mit der Digitalisierung. Die Befragung von mehr als 80 Teilnehmern zumeist aus der Geschäftsführung und der Abteilung Human Resources lasse schon heute ein Wachstumshemmnis der Unternehmen aufgrund des Mangels an „digitalen Experten“ erkennen: Die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass ihr Unternehmen um bis zu zehn Prozent wachsen könnte, wenn sich der Bedarf an „digitalen Experten“ ausreichend decken ließe. Lege man den Gesamtumsatz von rund 33,4 Milliarden Euro der Medizintechnik aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 zugrunde, dann hätte dieser den Schätzungen zufolge um knapp drei Milliarden Euro höher ausfallen können.



Der Bedarf an Fach- und Führungskräften, die durch ihre Qualifikation die Digitalisierung im Unternehmen voranbringen, steigt laut der Untersuchung zunehmend und könne derzeit bei einem Drittel der befragten Unternehmen nicht vom Arbeitsmarkt gedeckt werden. Die Studie zeige auf, dass der Unternehmenserfolg nachhaltig negativ beeinflusst werde, wenn es nicht gelinge, sich besser auf die bestehenden Herausforderungen mit sich verändernden Berufsbildern und neuen Anforderungen an Fachkräfte einzustellen. Alexander Mischner, Practice Head MedTech/Life Sciences bei Kienbaum, betonte: „Die Unternehmen müssen dringend eingetretene Pfade verlassen, wenn sie ihren Bedarf an digitalen Fachkräften heute und in Zukunft decken wollen. Zum Beispiel wird die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter in Punkto digitale Kompetenzen künftig viel stärker in den Fokus rücken müssen, wenn externe Jobmärkte 'leergefischt' sind.“

Hier weiterlesen.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Gerade erschienen:
Greiner/Witte/Gensorowsky/Pauge
AMNOG-Report 2020
10 Jahre AMNOG – Rückblick und Ausblick

 
 
 



Gerade erschienen:

Reggentin/Dettbarn-Reggentin
Zahnpflege für Menschen mit Pflegebedarf oder Demenz

auch als eBook

 
 
 



Gerade erschienen:
Schützendorf
Kommunikation mit Menschen mit Demenz

auch als eBook

 
 
 
 
 
 



Erscheint in Kürze:
Stoebel/Rebscher/Hofmann
Digitalisierungsprozesse, Prozessdigitalisierung

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Müller/Schabbeck/Brück-Hansen/Bergsträßer
Internationale Pflegekräfte finden und erfolgreich integrieren

 
 
   
 


Versorgungsverbesserungsgesetz: Kinder- und Jugendmedizin soll in pauschale Förderung für ländliche Krankenhäuser einbezogen werden

Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege (Versorgungsverbesserungsgesetz – GPVG), welches in einem Referentenentwurf vorliegt, will das Bundesgesundheitsministerium Sachverhalte aus verschiedenen Bereichen der Gesundheitsversorgung regeln. Unter anderem geht es um die Abrechnung gewährter Liquiditätshilfen für Zahnärzte während der Pandemie. Auch die Möglichkeiten von Selektivverträgen sollen erweitert werden. Durch die Förderung zusätzlicher Hebammenstellen soll die Versorgung Schwangerer verbesset werden. Außerdem sieht der Referentenentwurf vor, die Kinder- und Jugendmedizin in die pauschale Förderung für ländliche Krankenhäuser einzubeziehen. Auch die Personalausstattung in vollstationären Pflegeeinrichtungen soll besser werden. Zusätzlich geht es um pandemiebedingte Sonderregelungen im SGB XI und im Pflegezeitgesetz.




Durch die Neuregelungen mit dem GPVG sollen Krankenkassen künftig die Möglichkeit bekommen, Selektivverträge auch gemeinsam abzuschließen oder bestehenden Verträgen beizutreten. Auch sollen zukünftig nichtärztliche Leistungserbringer und deren Gemeinschaften als Vertragspartner der Selektivversorgung in Frage kommen. Regionalen und innovativen Versorgungsformen könne somit stärker Rechnung getragen werden, hieß es in einer Stellungnahme des AOK-Bundesverbands. Gleiches gelte für die Option, künftig nicht nur mit der Pflegeversicherung, sondern auch mit anderen Sozialversicherungsträgern Versorgungsverträge schließen zu können. Die vorgesehene Einbindung privater Kranken- und Pflegeversicherungen hält der AOK-Bundesverband allerdings für „nicht sachgerecht“. Ein gemeinsamer Vertragsschluss beschädige den „Wettbewerb der Systeme“ zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung. Die verpflichtende Umwandlung sogenannter Altverträge lehnt die AOK insbesondere wegen des bürokratischen Aufwands „ohne nennenswerten Mehrwert“ ab.

Hier weiterlesen.

 
   
 
   
 

Demensch – Texte und Zeichnungen
Für einen menschenfreundlichen Umgang mit Demenz

Demenz und Humor: passt das? Ein viel zu ernstes Thema!
Oder lebt ein menschenfreundlicher Umgang mit Menschen mit Demenz vom Humor? In der Demenz liegt vor allem eine kulturelle Herausforderung, davon sind der Sozialexperte und Gerontologe Prof. Dr. Thomas Klie und der Künstler und Cartoonist Peter Gaymann überzeugt.

Sie haben zahlreiche Prominente aus Politik und Kultur eingeladen, das Thema in die Mitte der Gesellschaft zu rücken: Malu Dreyer, Ulrich Frey, Michael Ganß, Holger Göpel, Reimer Gronemeyer, Michael Hagedorn, Urs Kalbermatten, Margot Käßmann, Andreas Kruse, Heike von Lützau-Hohlbein, Margrit Ott, Elisabeth Scharfenberg, Oliver Schultz, Bernd Schroeder, Manuela Schwesig, Barbara Steffens, Christa Stewens, Eckart von Hirschhausen, Verena Wetzstein, Peter Wißmann und Ron Zimmering sind dieser Einladung gefolgt und lassen den Leser an ihren Gedanken zum Thema teilhaben.

Thomas Klie lädt in seinem Essay dazu ein, den Blickwinkel zu ändern, anstatt z.B. die Symptome der Demenz zu kaschieren. Die Cartoons von Peter Gaymann illustrieren respekt- und humorvoll. Ein zutiefst lebensbejahendes Buch und ein Appell an uns alle für einen menschenfreundlichen Umgang mit Demenz.

Weitere Informationen.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
 

Weyres neuer Geschäftsführer der GKV-Auslandsvertretung

Am 1. September hat die Leitung in der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland (DVKA) im GKV-Spitzenverband gewechselt: Künftig führt Markus Weyres die DVKA als Geschäftsführer.

 
 
 

Schilling in den Vorstand der IKK Südwest berufen

Der Verwaltungsrat der IKK Südwest hat Anfang September Daniel Schilling in den Vorstand der Krankenkasse berufen. Schilling folgt auf Roland Engehausen, der die IKK Südwest auf eigenen Wunsch Ende September verlässt.

 
 
   
 

 
   
 
   
 


 

Selektivvertrag

Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

Auch Einzelvertrag oder Direktvertrag genannt. Im Gegensatz zum Kollektivvertrag bezeichnet der Selektivvertrag solche Verträge, die zwischen einzelnen Krankenkassenoder Gruppen von Krankenkassen mit einzelnen Leistungserbringern oder Gruppen bzw. Zusammenschlüssen von Leistungserbringern abgeschlossen werden. Für einen Selektivvertrag ist dementsprechend keine Vertragsabschluss „einheitlich und gemeinsam“ erforderlich wie beim im deutschen Gesundheitssystem immer noch vorherrschenden Kollektivvertrag.


Typische Einzel- oder Selektivverträge sind zum Beispiel die Verträge zur Integrierten Versorgung bzw. heute zur Besonderen Versorgung oder zur hausarztzentrierten Versorgung. Die Möglichkeit zum Abschluss von solchen Einzelverträgen wurde mit dem Anfang 2004 in Kraft getretenen GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) deutlich ausgeweitet. Die gesetzlichen Krankenkassen befürworten eine weitere Ausweitung von Selektivverträgen auch auf den stationären Bereich.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Digitale Transformation im Krankenhaus – Den Rückenwind der Corona-Pandemie für die Digitalisierung nutzen

21. September 2020, online

Weitere Informationen

 
 
 



Healthcare live! Impulse! – Transparenz erhöhen, Risiken minimieren
25. September 2020, online

Weitere Informationen

 
 
 



Finanzrisiken in und aus der Krise steuern – Was Krankenhausmanager jetzt wissen müssen!
29. September 2020, online

Weitere Informationen

 
 
 



Handelsblatt HEALTH – THE DIGITAL FUTURE
12.–13. November 2020, online

Weitere Informationen

 
 
 



Risikomanagement vor und nach der Krise – Lessons Learned für das Krankenhausmanagement
6. Oktober 2020, online

Weitere Informationen

 
 
 



2. Digitaler Live-KMi-Talk: Das digitale Krankenhaus – Von der Vision zur Strategie
13. Oktober 2020, online

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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