Logo   Newsletter Oktober 2020
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

das Thema „Corona“ lässt uns auch im Oktober nicht los – in unserem heutigen Newsletter aber losgelöst von der aktuellen Debatte über steigende Infektionszahlen.
Vielmehr richten wir unseren Blick darauf, wie die Einrichtungen des Gesundheitswesens die Krise managen können und wie unsere Versorgungstrukturen künftig aussehen können.


Mit dem Postionenpapier „Nach Corona: Jetzt stabile Krankenhausstrukturen schaffen“ haben Prof. Dr. Boris Augurzky und Prof. Dr. Christoph Schmidt vom RWI die Diskussion um die Weiterentwicklung der Krankenhausstrukturen neu angefacht. Die Autoren skizzieren sieben Punkte, die notwendig sind, damit in Zukunft eine konsequente Orientierung am Patientenwohl gemeinsam mit einer hohen Versorgungseffizienz und einer flächendeckenden Versorgung gewährleistet ist und die robuste Versorgung im Krisenfall sichergestellt werden kann. Der VKD Verband reagierte bereits auf die Veröffentlichung und fordert die Neugestaltung des Finanzierungssystems für die Krankenhäuser.

Ganz praxisnah befasst sich der Autorenkommentar von Endris Björn Heimer mit den Herausforderungen von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, ihren Betrieb den ständig wechselnden Anforderungen der Pandemie anzupassen. Ende Oktober erscheint das Buch „Pandemiemanagement für Pflegeeinrichtungen“ mit zahlreichen Handlungsanweisungen und Checklisten zum Umgang mit dem Coronavirus.

Wir wünschen Ihnen spannende Lektüre mit unseren aktuellen News, Digital Health-Meldungen und Verlagsneuheiten.

Herzliche Grüße
Julia Rondot

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 
 
 
 

Veranstaltungen, Pflege, Politik & Wirtschaft, Coronavirus
4. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung – Februar 2021

 
 
 

Aktuelles aus dem Verlag, Case Management, Demenz, Management, Krankenversicherung, Pflege, Politik & Wirtschaft, Psychotherapie, Recht
Die medhochzwei Online-Bibliothek bietet maßgeschneidertes Wissen

 
 
 

Case Management, Politik & Wirtschaft
Schlaganfall-Nachsorge-Konzept gewinnt MSD Gesundheitspreis

 
 
 

Aktuelles aus dem Verlag, Coronavirus, Politik & Wirtschaft
Finanzrisiken in und aus der Krise steuern – was Krankenhausmanager jetzt wissen müssen

Nachbericht zum Online-Seminar – jetzt on demand verfügbar in der medhochzwei Online-Akademie!

 
 
 

Aktuelles aus dem Verlag, Politik & Wirtschaft
Bessere Versorgung durch präzisere Medizin?

 
 
   
 

 
   
 
   
 



Pandemie-Management für Pflegeeinrichtungen
 

Anfang des Jahres 2020 überrollte die Corona-Pandemie unser Land, stellte Pflege- und Gesundheitseinrichtungen vor große Herausforderungen und „legte den Finger in die Wunde“ lückenhafter, fehlender oder nicht erprobter Pandemie-Management-Systeme.

Die aktuell ansteigenden Fallzahlen sind besorgniserregend, es droht eine zweite Infektionswelle. Bundes- und Länderregierungen wollen Besuchsverbote, eine erneute Isolation von alten, kranken und pflegebedürftigen Menschen und einen zweiten Lockdown vermeiden.
 

Damit stehen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen erneut vor der Mammutaufgabe, den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten, Klienten und Bewohner individuell zu versorgen und eine Ausbreitung des Virus, auch beim Personal, zu vermeiden.

Aber auch künftige Qualitätsprüfungen werden das Thema „Corona und Pandemie-Management“ berücksichtigen. Die neuen Qualitätsprüfrichtlinien für die ambulante Pflege, die ab Januar 2021 in Kraft treten, weisen explizit Fragen zu diesen Themen auf.

Wie kann sich der Betrieb den ständig wechselnden Anforderungen der Pandemie anpassen? Wie kann die Ausbreitung des Virus in der Einrichtung verhindert werden und wie gelingen eine individuelle Versorgung und die konsequente Beratung von Klienten, Bewohnern und Angehörigen?

Diese und andere wichtige Fragen werden im Fachbuch Pandemie-Management für Pflegeeinrichtungen beantwortet. Die im Buch enthaltene Konzeption lässt sich, genauso wie die Handlungsanweisungen und Checklisten, in wenigen Schritten an die individuellen Strukturen ambulanter, teil- und vollstationärer Pflegeeinrichtungen anpassen. Der strukturierte Aufbau der Konzeption ermöglicht die zügige und konsistente Implementierung und Evaluierung eines individuellen und trägerübergreifenden Pandemie-Managementsystems in Pflegeeinrichtungen. Pflegeeinrichtungen ist es so möglich, ein funktionierendes internes Pandemie-Management zu entwickeln, das auch präventiv wirkt und anpassungsfähig ist.

Endris Björn Heimer ist examinierter Krankenpfleger, Pflegedienstleitung, Qualitätsbeauftragter und Fachwirt in der Alten- und Krankenpflege. Er verfügt über jahrelange, praktische Erfahrung in allen Unternehmensbereichen der ambulanten, teil- und vollstationären Pflege sowie der Interessenvertretung ambulanter Pflegeeinrichtungen bei Gesetzesvorhaben und deren Umsetzung auf Bundesebene. Endris Björn Heimer ist als Dozent für pflegerische Qualitätssicherung, Dokumentation und Qualitätsmanagement an verschiedenen Akademien tätig. Er ist geschulter Multiplikator (EinSTEP® Projektbüro) zur Implementierung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 
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Wer kann Jugendlichen wohl besser das Thema Demenz näherbringen als ein Jugendlicher selbst? In uns...
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Erste Apps auf Rezept ins DiGA-Verzeichnis aufgenommen

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Anfang Oktober die ersten „Apps auf Rezept“ in das neue Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) aufgenommen – das Verzeichnis ist unter diga.bfarm.de zu finden. Im DiGA-Verzeichnis werden digitale Gesundheitsanwendungen gelistet, also zum Beispiel Apps oder browserbasierte Anwendungen, die als Medizinprodukt mit niedrigem Risiko CE-zertifiziert sind, zusätzlich vom BfArM geprüft wurden und damit vom Arzt verschrieben oder bei entsprechender Diagnose direkt von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet werden können. Die „App auf Rezept“ wurde mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) in die Gesundheitsversorgung eingeführt.



Als erste Anwendungen hat das BfArM die App kalmeda und die Webanwendung velibra ins DiGA-Verzeichnis aufgenommen. Die App kalmeda des Herstellers mynoise GmbH bietet Patienten mit chronischer Tinnitusbelastung (ICD-10: H93.1 Tinnitus) eine leitlinienbasierte, verhaltenstherapeutische Therapie. Die Webanwendung velibra des Herstellers GAIA AG dient der Unterstützung von Patienten mit Symptomen von bestimmten Angststörungen (konkret die ICD-10-Klassifikationen F40.01, Agoraphobie mit Panikstörung; F40.1 Soziale Phobien; F41.0 Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst); F41.1 Generalisierte Angststörung).

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte zur Aufnahme der ersten Anwendungen in das Register: „Dieses Verzeichnis soll für Ärztinnen und Ärzte zum Digital-Lexikon werden. Hier finden sie, welche Apps und digitalen Anwendungen verordnet werden können. Die Wirkung dieser digitalen Hilfsmittel wird genau überprüft. Deswegen wächst diese Liste nur langsam auf. Trotzdem ist das DiGA-Verzeichnis eine Weltneuheit: Deutschland ist das erste Land, in dem es Apps auf Rezept gibt.“

Allerdings sind andere Länder auch dabei, die Verordnung digitaler Therapeutika (DTx) zu ermöglichen. In Belgien läuft seit Juli eine klinische Studie mit dem Produkt moveUP, welches dafür temporär verordnungsfähig ist. Es soll Patienten nach einer Hüft- oder Knietotalendoprothese mit personalisierten Sportübungen helfen. Auch in den Niederlanden wird an einem Rahmen für die Verordnung von DTx gearbeitet.

Hier weiterlesen.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Gerade erschienen:
Stoebel/Rebscher/
Hofmann (Hrsg.)
Digitalisierungspro-zesse, Prozessdigitalisierung

auch als eBook verfügbar

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Engehausen/Scholz (Hrsg.) 
Innovationsfonds – Transfer in die Regelversorgung
 

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Müller/Schabbeck/
Brück-Hansen/
Bergsträßer
Internationale Pflegekräfte finden und erfolgreich integrieren

 
 
 
 
 
 



Erscheint in Kürze:
Heimer/Ratz/Steinröhder
Pandemie-Management für Pflegeeinrichtungen

 
 
 



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Daily Lama Familienplaner

DIN A3, mit immerwährendem Kalendarium, 5 Spalten, Stickerbogen & Poster

 
 
   
 


RWI-Papier zu Krankenhausstrukturen nach Corona: der große Umbau kommt bestimmt

Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat jetzt in seiner „Positionen“-Reihe ein Papier unter dem Titel „Nach Corona: Jetzt stabile Krankenhausstrukturen schaffen“ veröffentlicht. Autoren sind Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs „Gesundheit“ am RWI, und RWI-Präsident Prof. Dr. Christoph M. Schmidt.



Schon vor der Corona-Krise sei die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser kontinuierlich schlechter geworden, konstatieren die Autoren. Nun verschärfe die gegenwärtige Pandemie-Situation die Schwierigkeiten weiter. Damit auch in Zukunft eine konsequente Orientierung am Patientenwohl gemeinsam mit einer hohen Versorgungseffizienz und einer flächendeckenden Versorgung gewährleistet und die Versorgung im Krisenfall robust sichergestellt werden könne, müssten jetzt die Weichen richtig gestellt werden. Das Papier skizziert sieben dazu notwendige Maßnahmen, im Mittelpunkt stehen dabei eine stärkere Zentralisierung der Krankenhausstrukturen, unterstützt durch neue, sektorenübergreifende Versorgungsmodelle, ein vereinfachter rechtlicher Ordnungsrahmen sowie ein größerer Fokus auf Digitalisierung und Transparenz. Laut der Autoren ist die Ausfallwahrscheinlichkeit der Krankenhäuser auf den höchsten Wert seit über zehn Jahren geklettert. Laut der Autoren sei spätestens 2022 mit massiven finanziellen Belastungen der Krankenhäuser zu rechnen, die viele nicht mehr auffangen könnten – mehr dazu auch im beim medhochzwei Verlag erschienenen Krankenhaus Rating Report 2020, dessen Mitautor Augurzky ist.

VKD: DRG-System muss auf den Prüfstand!

Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) nutzte die RWI-Veröffentlichung, um seine Forderung nach einer Neugestaltung des Finanzierungssystems für die Krankenhäuser nachdrücklich zu wiederholen. Aus Sicht des Verbandes sei der von Bundespolitik und Krankenkassen aktiv sowie von den Ländern passiv beschrittene Weg einer kalten Strukturbereinigung eine Sackgasse. Diese führe am Ende zu einer Verschlechterung der Versorgungsqualität für die Bürger, da die entstehenden Kollateralschäden keiner Planungslogik folgten. Notwendig sei ein Neustart des Finanzierungssystems der Krankenhäuser, der nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden dürfe.

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Lüdke/Lüdke
 

Wenn die Seele brennt
Überraschende Perspektiven im Umgang mit Krisen


Krisen gehören zum Leben: Stress am Arbeitsplatz, in der Beziehung oder Freundschaften, Schwierigkeiten bei der Selbstfindung, Glaubens- und Sinnkrisen – wir alle kennen solche Situationen. Doch muss man an Krisen nicht zwangsläufig zerbrechen.


Schaffen wir es, trotz der Krise positiv zu denken und aus der jeweiligen Situation das Beste zu machen, können wir unsere Befindlichkeit und Gesundheit maßgeblich steuern.

Der Psychotherapeut und Traumaexperte Dr. Christian Lüdke zeigt in der Neuauflage seines Buches "Wenn die Seele brennt", wie man belastende Situationen überlegt angeht und meistert. Er unterstreicht dafür die Dinge, auf die wir Einfluss nehmen können: Unser Denken und unsere Haltung zur Welt. Das Buch hilft dabei, die eigenen Gedanken so zu wandeln, dass sie zum Heilmittel werden.

Das Motto ist: Was wir uns vorstellen können, können wir erreichen. Wenn wir das Leben in allen seinen Höhen und Tiefen annehmen, können wir nur dazu gewinnen. Dazu gehört auch, auf seine eigenen Gefühle zu hören und Vertrauen zu sich selbst aufzubauen. So geht man am Ende gestärkt aus Krisen hervor und begreift, wie diese uns tatsächlich in unserem Leben weiterbringen und sogar ganz wichtig für unsere persönliche Entwicklung sind.


Weitere Informationen.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
 

Muth und Kuhn an Universität Bielefeld berufen


Foto: Universität Bielefeld/S. Jonek

 
 
 

Schneider wird Pflegedirektorin am Klinikum Karlsruhe


Foto: Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH

 
 
   
 
 
   
 
   
 

 

Ambulantisierungspotential

Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

Auch „ambulantes Potential“. Begriff, der solche stationären Leistungen meint, die ambulant behandelt oder operiert werden könnten. Das Ambulantisierungspotential spielt in der Diskussion um die Krankenhausdichte und die hohe Zahl der Krankenhausfälle in Deutschland im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Ländern eine wichtige Rolle.


So kommen Berechnungen von Sundmacher et. al. (Sundmacher, L./Schüttig, W./Faisst, C. (2015): Ein konsentierter deutscher Katalog ambulant-sensitiver Diagnosen. Versorgungsatlas.de. Bericht Nr. 15/18.) in ihrem Ansatz der „ambulant-sensitiven Krankenhausfälle“ (ASK) für das Jahr 2016 zu dem Ergebnis, dass in den 14 fallzahlstärksten Hauptdiagnosen der Anteil der vermeidbaren Fälle (ASK) einen Umfang von knapp 38 Prozent hat.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 



Risikomanagement vor und nach der Krise – Lessons Learned für das Krankenhaus-management
14. Oktober 2020, online

Weitere Informationen

 
 
 




Interoperabilitätstag
26.–27. Oktober 2020,
online & kostenlos

Weitere Informationen

 
 
 



4. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung
25. Februar 2021, Heidelberg

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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