Logo   Newsletter November 2020
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

der Fachkräftemangel in der Pflege ist kein neues Problem: Er wird innerhalb der Gesundheitsbranche schon seit Jahren diskutiert und mühsam wird um Lösungen gerungen. Nun hat die aktuelle Situation mit steigenden Intensivfällen durch Corona auch zu einer Debatte in Politik und Medien über das Thema geführt.


Geld allein wird das Problem des Fachkräftemangels aber nicht lösen – es ist vielmehr erforderlich, über Kompetenzen und Aufgaben der Pflege zu diskutieren und darüber nachzudenken, wie der Beruf attraktiver gestaltet werden kann. Uwe Bettig, Professor an der Alice Salomon Hochschule Berlin, hat aktuell das Buch „Kompetenzmanagement für die erfolgreiche Personalarbeit in der Pflege“ herausgebracht und gemeinsam mit einigen Fachexperten mögliche Lösungswege aufgezeigt. Im Newsletter ist Uwe Bettig mit einem aktuellen Kommentar zum Thema vertreten.

Auch Hedwig François-Kettner und Prof. Dr. Jürgen Zerth diskutieren im Video-Interview mit KMi-Chefredakteur Sven C. Preusker mögliche Perspektiven für eine „gute“ Pflege. Es lohnt sich, dieses Interview anzusehen.

Nachdem die ersten DiGAs zugelassen wurden, befasst sich unser Stichwort des Monats mit der „Digitale-Gesundheitsanwendungen-Verordnung – DiGAV“.

Wir wünschen Ihnen anregende Lektüre und falls Sie in diesem trostlosen November etwas zum Schmunzeln benötigen, kann ich Ihnen unsere Cartoon-Kalender mit Peter Gaymann und Oli Hilbring ans Herz legen.

Herzliche Grüße
Julia Rondot

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 

Versorgungskonzepte, Politik & Wirtschaft, Veranstaltungen
Integrierte Versorgung als nachhaltige Regelversorgung auf regionaler Ebene


 
 
 
 
 
 

Psychotherapie, Coronavirus, Politik & Wirtschaft
Spitzenverband ZNS: Warnung vor „Corona-Generation“

 
 
 
 
 
 

Aktuelles aus dem Verlag, Demenz
Folge 20 des Demenz-Podcasts ist online!

 
 
 

Aktuelles aus dem Verlag, Krankenversicherung
Digitalisierung und Homeoffice: DAK-Gesundheitsreport 2020 erschienen

 
 
 

Gesunde Mediennutzung, Psychotherapie
BPtK veröffentlicht „Elternratgeber Internet“

 
 
 

Aktuelles aus dem Verlag, Gesunde Mediennutzung
Entspannt durchs Jahr mit dem Daily Lama

 
 
   
 

 
   
 
   
 



Kompetenzmanagement für die erfolgreiche Personalarbeit in der Pflege
 

Die Corona-Pandemie hat offengelegt, welche Defizite im System Pflege bestehen. Dies wird zu Beginn der „Zweiten Welle“ noch einmal verstärkt deutlich.

Wenn sich die Zahl der Neuinfektionen weiter in solch besorgniserregender Weise entwickelt, kommt auf das Gesundheitswesen eine kaum zu bewältigende Aufgabe zu.
So wurden zwar viele Intensivbetten und Beatmungsplätze in Krankenhäusern errichtet, es fehlt jedoch am Pflegepersonal, das die Versorgung der Patientinnen und Patienten auf hohem Niveau sicherstellen kann.

© David von Becker

Eine kurzfristige Lösung dieses Problems ist unrealistisch – schon viel zu lange wird der Fachkräftemangel lediglich verwaltet, es wurde sträflich versäumt, attraktivere Arbeitsbedingungen in der Pflege zu schaffen.

Doch ein Umdenken scheint in Sicht. Die Herauslösung der Pflege aus dem DRG-System („Pflexit“) ist ein wichtiger Schritt, mehr Personal in Krankenhäusern einsetzen zu können – nachdem über viele Jahre Personal bei steigenden Fallzahlen abgebaut wurde. Dies geschieht jedoch häufig zulasten von Pflegeeinrichtungen, in denen die Fachkräftegewinnung ohnehin schwierig ist.

Aber nicht nur der Gesetzgeber, sondern auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen aktiv werden, um im Wettbewerb um Fachkräfte und vor allem dem Nachwuchs zu bestehen. Ein Instrument hierzu kann das in anderen Branchen längst etablierte Kompetenzmanagement sein. Das Buch „Kompetenzmanagement für die erfolgreiche Personalarbeit in der Pflege“ beschreibt die wesentlichen Inhalte und Stärken des Instrumentes und beinhaltet einen konkreten Leitfaden zur Implementierung. Auch der Einsatz in der Praxis wird aufgezeigt. Dabei wird deutlich, dass es auch in der stationären sowie ambulanten Pflege möglich ist, die Personalentwicklung zu stärken, die Mitarbeiter-Bindung zu erhöhen und die Personalrekrutierung nachhaltig zu verbessern.

Prof. Dr. Uwe Bettig ist seit 2007 Professor für „Betriebswirtschaft und Management gesundheitlicher und sozialer Einrichtungen“ an der Alice Salomon Hochschule Berlin und seit 2010 Leiter des Studiengangs „Gesundheits- und Pflegemanagement“. Schwerpunkte der Tätigkeit sind die Bereiche „(Qualitäts-)Controlling“, „Medizinische Versorgungszentren“ sowie „Existenzgründungen im Gesundheitswesen“. Von 2014–2018 war er Rektor der Alice Salomon Hochschule. Zuvor war er in einem Schwerpunktkrankenhaus in Sachsen-Anhalt tätig. Er ist Herausgeber des genannten Buchs „Kompetenzmanagement für die erfolgreiche Personalarbeit in der Pflege“, das kürzlich im medhochzwei Verlag erschienen ist.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
 
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22. Plattform Gesundheit: Chancen der ePA nutzen

Die elektronische Patientenakte (ePA) und eine verstärkte Digitalisierung kann zu einem Paradigmenwechsel in Richtung einer transparenteren, schnelleren und medizinisch umfassenderen Gesundheitsversorgung in Deutschland führen. Dies ist das Resümee der Diskussionsteilnehmer der 22. Plattform Gesundheit des IKK e.V., die Anfang November stattfand. Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Gesundheitswirtschaft diskutierten unter der Überschrift „Boost or Burst: Welche Wirkung hat die Corona-Pandemie auf die elektronische Patientenakte und die Digitalisierung im Gesundheitswesen?“ Allerdings zeigte die Diskussion auch, dass auf allen Seiten noch viele Fragen offen und Informationsbedürfnisse ungeklärt sind.



„Die ePA wird einen großen Beitrag zum Patientenwohl leisten“, stellte Tino Sorge, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Berichterstatter für Digitalisierung und Gesundheitswirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zu Beginn fest. Auch wenn es den Anschein habe, dass sich mit Start der ePA am 1. Januar 2021 für die Versicherten noch nicht sehr viel ändere: „Wir haben die Rahmenbedingungen geschaffen, dass Ärzte die ePA befüllen und Kassen Mehrwertangebote kreieren können.“ Eine flächendeckende Vernetzung der Ärzte mit allen Leistungserbringern werde sukzessive folgen. „Man darf aber nicht immer alles zerreden, sondern sollte die Chancen sehen“, forderte Sorge. Dem schloss sich auch Christian Klose, Unterabteilungsleiter „Telematik, gematik und eHealth“ im Bundesministerium für Gesundheit, an: „Der ‚softe‘ Rollout Anfang Januar 2021 ist ein erster, aber sehr wichtiger Schritt.“

Auch seitens der Ärzteschaft scheint der Bedarf an einer ePA in der Praxis hoch zu sein. Dr. med. Irmgard Landgraf, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin und des Hausärzteverbandes Berlin und Brandenburg, erklärte: „Langfristig wird es ohne ein Tool wie die ePA gar nicht mehr gehen. Damit werden Doppeluntersuchungen vermieden, Informationen ausgetauscht, Befunde vergleichbar gemacht. Wir warten händeringend darauf!“

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Erscheint in Kürze:
Fellgiebel (Hrsg.)
(Schlecht) Hören bei Demenz

 
 
 



Erscheint 02/2021:
Jorzig/Matusievicz (Hrsg.)
Digitale Gesundheits-anwendungen (DiGA)
 

 
 
 



Gerade erschienen:
DAK Gesundheitsreport 2020
Stress in der modernen Arbeitswelt.

 
 
 
 
 
 



Gerade erschienen:
Heimer/Ratz/Steinröhder
Pandemie-Management für Pflegeeinrichtungen

auch als eBook verfügbar

 
 
 



Gerade erschienen:
Daily Lama Familienplaner

DIN A3, mit immerwährendem Kalendarium, 5 Spalten, Stickerbogen & Poster

 
 
   
 


Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung steigt deutlich – müssen die Krankenhäuser wieder Operationen verschieben?

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Patienten mit COVID-19 hat inzwischen den Höchststand aus dem April von 2.900 COVID-19-Intensivpatienten überschritten, der Tagesreport des DIVI-Intensivregisters vom 10. November weist 3.059 COVID-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung aus, 1.737 davon invasiv beatmet. Die Zahl der COVID-19-Intensivpatienten verdoppele sich aktuell innerhalb von zwei Wochen, hieß es von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Die Tendenz sei weiterhin stark steigend, sodass bis Ende November mit einer nochmaligen Verdoppelung auf dann 6.000 Patienten zu rechnen sei.



Dies zwinge die Kliniken, die Regelversorgung schrittweise zurückzufahren, so DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß. Anders als im Frühjahr wolle man aber einen bundesweiten und generellen Lockdown der Kliniken verhindern. Man werde alles daransetzen, in den Regionen an die jeweilige Situation angepasst zu reagieren. Die Kliniken hätten gezeigt, dass sie sehr verantwortungsvoll mit der Verschiebung weniger dringlicher Behandlungen umgegangen seien, dies würden auch Studien der Krankenkassen unterstreichen. Medizinisch dringliche Leistungen stünden nicht zur Disposition, jeder Einzelfall müsse sorgsam abgeklärt werden, so Gaß.

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) forderte derweil, den Regelbetrieb in den Krankenhäusern, vor allem in Ballungsgebieten, weitgehend einzustellen. Die Zahlen der COVID-19-Patienten in den Kliniken und deren Intensivstationen würden weiterhin sprunghaft ansteigen, hieß es in einer Mitteilung. Die ersten Einrichtungen würden ihre Belastungsgrenzen erreichen – vor allem in den Großstädten und Ballungsgebieten. Dabei würden die Intensivmediziner erst in den nächsten vier bis sechs Wochen den Höhepunkt der Patientenzahlen auf den Intensivstationen erwarten. „Die Krankenhäuser mit einem hohen Aufkommen an COVID-19-Patienten müssen jetzt, umgehend, aus dem Regelbetrieb herausgenommen und auf Notbetrieb umgestellt werden!“ so DIVI-Präsident Prof. Uwe Janssens – die Politik dürfe jetzt nicht länger auf Zeit spielen.

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Lüdke
 

Wer hat Stella & Tom die Angst gemopst?
Geschichten, die Kinder stark machen
 

Nicht ADHS und Depressionen sind das größte psychische Problem bei Kindern, sondern Angst und Angststörungen. Ängste sind aber fester Bestandteil jeder kindlichen Entwicklungsphase und Kinder sollten lernen, wie sie am besten mit diesen umgehen können.


Der Autor – der erfahrene Kinder- und Jugendlichentherapeut Christian Lüdke – bietet Kindern, Eltern und Erziehern eine Möglichkeit, diesen Weg gemeinsam zu beschreiten.

Dabei sind manche der Ängste ganz typisch für jede Kindheit – Angst vor dem Dunkeln, Eifersucht gegenüber Geschwistern, Angst vor Krankheit. Viele Ängste sind aber „neu“ für Kinder und auch Eltern und deswegen besonders herausfordernd, wie die Angst vor Terroranschlägen oder vor Cyber-Mobbing

Der Autor tritt behutsam und geschickt an die Bewältigung dieser Ängste heran: Er erzählt lebhafte Geschichten von Stella und Tom – zwei Freunden, die durch dick und dünn gehen – und dem Mops Mampfred, der sie bei ihren Abenteuern begleitet und zusammen mit ihnen Ängste bewältigt. So können die Eltern ganz leicht mit ihren Kindern ins Gespräch kommen, weil sich Eltern und Kinder in den tiefgründigen und lebensnahen Geschichten wiedererkennen und angeregt werden, sich mitzuteilen. Außerdem gibt der Autor einfach umzusetzende Tipps und Hilfestellungen, wie Eltern die Vorstellungskraft ihres Kindes zur Selbststärkung nutzen können.

Die Geschichten eignen sich für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren.


Weitere Informationen.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 

De Meo wird wieder Helios-CEO


Foto: Helios Kliniken

 
 
 

Morell wird DKG-Präsident


Foto: kkvd/Jens Jeske

 
 
   
 

Digitale-Gesundheitsanwendungen-Verordnung

Aus dem „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“, herausgegeben von Dr. Uwe K. Preusker.

Mit der am 8. April 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten „Verordnung über das Verfahren und die Anforderungen der Prüfung der Erstattungsfähigkeit digitaler Gesundheitsanwendungen in der gesetzlichen Krankenversicherung“ (Digitale-Gesundheitsanwendungen-Verordnung – DiGAV) sind weitere Regelungen für die „App auf Rezept“ geschaffen worden, nachdem mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz die Grundlage für den Leistungsanspruch der Versicherten auf Versorgung mit digitalen Gesundheitsanwendungen geschaffen wurde.


Die Digitale Gesundheitsanwendungen-Verordnung umfasst unter anderem

  • eine klare Definition der an digitale Gesundheitsanwendungen zu stellenden Anforderungen insbesondere hinsichtlich Sicherheit, Qualität, Datenschutz und Datensicherheit,

  • verlässliche Vorgaben für Methoden und Verfahren zum Nachweis positiver Versorgungseffekte,

  • die Voraussetzungen der Einrichtung eines funktionalen, nutzerfreundlichen und transparenten Verzeichnisses für digitale Gesundheitsanwendungen sowie

  • ein unabhängiges, strukturiertes und verlässliches Prüfverfahrens, das die Einhaltung der Anforderungen an digitale Gesundheitsanwendungen zu jederzeit gewährleistet.


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24. Symposium zum Gesundheits-management
19. November 2020

Digitale Veranstaltung

Weitere Informationen

 
 
 


Digital Health: NOW!
23. November 2020

Kostenfreier
Online-Kongress

Weitere Informationen

 
 
 



4. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung
Gesundheit und Pflege nachhaltig neu gestalten
25. Februar 2021, Heidelberg

Hybridveranstaltung

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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