Logo   Ausgabe 14 – 07/2022
 
 
 
   
 


 

Liebe Leserinnen und Leser,

im Koalitionspapier der Ampel ist die flächendeckende Einführung des Berufsbildes der Community Health Nurse in Deutschland als Ziel festgeschrieben. Im Ausland, beispielsweise in Kanada, Finnland, dem Vereinigten Königreich oder Slowenien ist ihr Einsatz schon lange üblich. Qualifizierte Pflegefachpersonen wirken dabei als Community Health Nurses in der primären Gesundheitsversorgung, der Gesundheitsförderung und der Prävention mit, die sie steuern, koordinieren, beraten, überwachen und leiten.

 

Der Deutsche Pflegerat e.V. hat zu dem Thema für alle seine Mitgliedsverbände einen Runden Tisch eingerichtet und ein gemeinsames Positionspapier zum Thema veröffentlicht. Dazu gab es gleich postwendend Kritik vonseiten der Ärzteschaft in Form des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung. Sven C. Preusker hat das Positionspapier des Pflegerates und die Reaktion des Zi für Sie zusammengefasst.
 

Was ist notwendig, um in unserer Gesundheitsversorgung einen Schritt Richtung Ambulantisierung zu gehen? Möglich wäre dies aufgrund des medizinischen Fortschritts schon länger, aber die Umsetzung geht nur langsam voran. Grund dafür können vor allem die fehlenden Anreize für Kliniken sein, Leistungen ambulant zu erbringen, erklärt Prof. Dr. Andreas Beivers. Er fordert im Video-Interview mit Klinik Markt inside-Chefredakteur Sven Preusker: "Wir müssen einfach die ambulante Leistungserbringung eben auch für die stationären Einrichtungen, sprich für Krankenhäuser so attraktiv machen, dass sie von sich aus auch einen Anreiz sehen, Patientinnen und Patienten ambulant zu behandeln [...]."


Bei alle dem sollte laut Beivers aber auch die Perspektive der Patientinnen und Patienten nicht vergessen werden: Hier komme es auf ein gutes Case- und Entlassmanagement mit ausreichender Nachsorgemöglichkeit an, die Etablierung der ePA, Anpassungen in der Infrastruktur und vieles mehr.

Viel Spaß bei der Lektüre und kommen Sie gut durch diesen heißen Sommer!

Herzliche Grüße
Julia Rondot

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 

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Runder Tisch soll Initiativen und Vorarbeiten zum Community Health Nursing bündeln

Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) hat für alle seine Mitgliedsverbände einen Runden Tisch zum „Community Health Nursing“ (CHN) eingerichtet und ein gemeinsames Positionspapier zum Thema veröffentlicht. Aufgabe des Runden Tischs sei es, bestehende Initiativen und Vorarbeiten zum Community Health Nursing zu bündeln und dieses Projekt konstruktiv und erfolgreich bei der Umsetzung zu begleiten, so Christine Vogler, Präsidentin des DPR.

Das Positionspapier enthält Standpunkte zur Qualifikation, zum Tätigkeitsprofil und zu den Voraussetzungen zur Einführung des Berufsbildes der Community Health Nurse in Deutschland. Damit werde die politische Intention aus dem Koalitionsvertrag der Ampel unterstützt, das Berufsbild der Community Health Nurse in Deutschland flächendeckend einzuführen. Im Ausland, beispielsweise in Kanada, Finnland, dem Vereinigten Königreich oder Slowenien ist ihr Einsatz schon lange üblich. Qualifizierte Pflegefachpersonen wirken dabei als Community Health Nurses in der primären Gesundheitsversorgung, der Gesundheitsförderung und der Prävention mit, die sie steuern, koordinieren, beraten, überwachen und leiten. Ihre Aufgaben würden dabei, so der DPR, weit über den in Deutschland üblichen Arztbesuch hinausgehen. Es gebe Angebote in der gesundheitlichen Bewältigung des Alltags für Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige, demenziell Erkrankte, chronisch oder mehrfach Erkrankte zu Selbsthilfegruppen für werdende Eltern, Familien, Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Mobilitätseingeschränkte. Community Health Nurses könnten so direkt bei den Menschen vor Ort in deren Häuslichkeit erste Ansprechpartnerinnen und -partner bei chronischen oder Mehrfacherkrankungen, bei einer Behinderung oder bei einem Pflegebedarf sein, schreibt der DPR. Damit könnten sie eine Schlüsselposition in der Gesundheitsversorgung einnehmen, an der es in Deutschland bisher dringend fehle.

 

„Community Health Nurses sind ein wichtiger Brückenpfeiler. Mit ihrer Hilfe kann die medizinische und pflegerische Versorgung in Deutschland stabilisiert, entlastet und ausgebaut werden. Denn die Community Health Nurses erkennen frühzeitig den Bedarf notwendiger medizinischer und pflegerischer Leistungen und reagieren darauf. Das kann dazu führen, dass schwerere Fälle in der Gesundheitsversorgung erst gar nicht entstehen“, betonte DPR-Präsidentin Vogler.
 

CHN sind in Deutschland allerdings noch nicht bzw. nur zum Teil gegeben. Um das volle Potenzial der Community Health Nurses auszuschöpfen, brauche es eine Ausweitung der Kompetenzbereiche der Pflegefachpersonen und Möglichkeiten für deren eigenverantwortliches Handeln, so der DPR. Den Community Health Nurses müssten heilkundliche Aufgaben übertragen werden. 


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