Logo   Newsletter August 2020
 
 
 
   
 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

längst nicht jeder ist ein „Silver Surfer“: Millionen, die 65 Jahre und älter sind, haben keinen Zugang zum Internet, das zeigt der achte Altersbericht. Wie Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey dies ändern will und was Seniorenorganisationen fordern, lesen Sie in dieser Newsletter-Ausgabe. Und Sie erfahren im Interview, welchen ganz anderen Ansatz die Macher von Silberdraht haben: Inhalte aus dem Internet für Senioren – ohne Internet-Anschluss!
 

Wissenschaftler untersuchen derzeit, ob man ein Gefühl für eine entstehende Demenz entwickeln kann und klingen zuversichtlich. Wenn sich ihre These bewahrheitet, könnten Früherkennung und Therapieentwicklung davon profitieren. Dies würde  vor allem die 37 Prozent der Angehörigen entlasten, die Menschen mit Demenz pflegen und sich dadurch hoch belastet fühlen. Wir stellen Ihnen einen neuen Online-Coach vor, der auch unabhängig vom Thema Demenz allen pflegenden Angehörige helfen soll.

Dass Prominente etwas bewirken können, wenn sie sich in den Dienst einer guten Sache stellen, zeigt das Beispiel Hannelore Hoger (78). Die berühmte Schauspielerin („Bella Block“) setzt sich seit Jahrzehnten für ältere Menschen ein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Wofür sich Hoger engagiert und welchen Preis sie dafür bekommen hat, lesen Sie ebenfalls hier.

Auf diese und weitere Themen können Sie sich im heutigen Newsletter freuen. Wir wünschen Ihnen anregende Lektüre!

Ihr René Adler
Autor für diverse Medien beim medhochzwei Verlag

 
   
 
   
 



Zum Schwerpunktthema: Wie Corona überholte Wohnsettings und soziale Spaltunge sichtbar macht
 

Die Corona-Krise macht das für den Diskurs über Gelingen und Scheitern der bundesdeutschen Alter(n)spolitik alte Problem in gesteigerter Form deutlich: Defizitäre Altersbilder: Überholt und unter der Corona-Krise wieder dominant? Wohnen im Heim: Der alte Mensch als Verschlusssache? Sozialräume: „Corona-fest“ entwickelt? Gesamtgesellschaftliche Konsequenzen?
 


Die nächste Ausgabe von ProAlter fokussiert die Situation alter Menschen im Pflegeheim in Corona-Zeiten, ambivalent zwischen Schutz und Freiheit, zwischen Institution und Quartier aufgespannt, beleuchtet mögliche Menschenrechtsverletzungen, fordert Solidarität zwischen den Generationen und Solidarität mit Pflege- und Carearbeiter*innen, die über Lippenbekenntnisse hinausgeht, zieht gesundheits- und sozialpolitische Lehren und schaut auf das Verhältnis von Person und Wohnumwelt aus einer ökogerontologischen Perspektive.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 


Kann man ein Gefühl für Demenz entwickeln? Früherkennung und Therapie-Entwicklung könnten profitieren

Die persönliche Wahrnehmung kann ein wichtiges Indiz sein, um eine demenzielle Veränderung frühzeitig zu bemerken. Zu diesem Schluss kommt ein Forschungsteam unter Federführung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn. Im Zusammenhang mit einer im Medizinjournal der Amerikanischen Akademie für Neurologie erschienenen Studie mit 449 älteren Erwachsenen berichten die Wissenschaftler, dass Personen mit subjektiv empfundenen Gedächtnisstörungen im Durchschnitt tatsächlich mehr messbare, kognitive Defizite aufwiesen. Dies hänge auch mit dem Nervenwasser zusammen. Früherkennung und Therapie könnten von dieser Erkenntnis profitieren.



Experten sprechen von „subjektiven kognitiven Beeinträchtigungen“ oder „subjective cognitive decline“ (SCD), wenn das Gedächtnis nach eigenem Empfinden nachlässt, die geistige Leistungsfähigkeit nach objektiven Kriterien jedoch noch im Normbereich liegt. „Menschen mit SCD haben ein erhöhtes Risiko, langfristig eine Demenz zu entwickeln. Allerdings weiß man noch wenig über die Mechanismen, die subjektiven Gedächtnisstörungen zugrunde liegen“, erklärte Prof. Michael Wagner, Arbeitsgruppenleiter am DZNE und Leitender Psychologe der Gedächtnisambulanz des Universitätsklinikums Bonn.
 
Hier weiterlesen.

 
   
 
   
 

 
   
 
 
 
 
 
 
 
 


Gerade erschienen:
Gaymann/Klie
Demensch. Postkartenkalender 2021

 
 
   
 


Neuer Online-Coach für pflegende Angehörige
 

Pflegende Angehörige werden häufig selbst krank – vor allem psychisch, weil sie sich in ihrer schwierigen Situation alleine gelassen fühlen. Aktuelle Ergebnisse einer repräsentativen Befragung für den „Pflege-Report 2020“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt, dass jede vierte Person, die einen Angehörigen pflegt, dadurch „hoch belastet“ ist. Bei Angehörigen von Menschen mit Demenz sind es sogar 37 Prozent. Angesichts des hohen Bedarfs hat die Krankenkasse ein neues Online-Angebot für pflegende Angehörige gestartet.
 


Es steht allen Interessierten kostenlos und anonym unter pflege.aok.de zur Verfügung. Der „Familiencoach Pflege” vermittelt mit anschaulichen und praxisnahen Informationen, interaktiven Übungen, Videos und Audiodateien, wie Angehörige besser mit seelischen Belastungen umgehen können. Ein Fokus liegt auf schwierigen Pflegesituationen, wie der Betreuung von Menschen mit Demenz oder der Begleitung von Sterbenden.

Hier weiterlesen.

 
   
 
   
 


Giffey will digitale Kluft in der älteren Generation verringern

Wenn Sie als Abonnent*in unseres Newsletters 65 Jahre oder älter sind, gehören Sie zu den „Silver Surfern" – Senioren, die regelmäßig im Internet unterwegs sind. In wenigen Jahrzehnten werden dies nahezu Alle sein, da sie schon als Kind mit dem Netz in Berührung gekommen sind – die „Digital Natives“. Dass es so weit noch nicht ist, zeigt der achte Altersbericht, den Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey (SPD) vorgestellt hat.




„Die Digitalisierung birgt gerade auch für ältere Menschen ein riesiges Potenzial, das wir noch viel stärker ausschöpfen müssen“, sagte die Politikerin. Es gehe nicht nur um das Skypen mit den Enkelkindern oder Einkaufen übers Internet. „Entscheidend dafür ist, dass wir die digitalen Angebote stärker an den Bedürfnissen ausrichten und die älteren Menschen dabei unterstützen, mit der Entwicklung Schritt zu halten“, so Giffey.

Hier weiterlesen.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
   
   
 
   
 


... Susanne Steigler

„Silberdraht“ schließt für SeniorInnen die Informationslücke zwischen analoger und digitaler Welt

Mehr als jede*r fünfte Deutsche ist 65 Jahre und älter, Tendenz steigend. Zwar steigt auch die Zahl der sogenannten „Silver Surfer“, aber viele Millionen SeniorInnen haben keinen Internet-Zugang. Vier junge Menschen haben bei einem Ideenwettbewerb der Bundesregierung einen Telefondienst entwickelt, der den Zugriff auf digitale Inhalte ohne Internetverbindung erlaubt. Mit „Silberdraht“ sollen die Informationslücke zwischen der analogen und digitalen Welt geschlossen und ein unkomplizierter Zugang zu Informationen ermöglichen werden. Die Fragen haben wir der Projektleiterin Susanne Steigler gestellt.


Sie sind ein junges Team und zumindest Festnetz-Telefon ziemlich old school. Warum dennoch Silberdraht?

Unsere Motivation aus dem Hackathon der Bundesregierung war, dass wir den Status Quo in Frage stellen wollten: Wir sehen, dass es viele Menschen, v. a. in der Generation 65+ gibt, die keinen Zugang zum Internet haben. Und wir glauben, dass Demokratie mit Gleichberechtigung beim Zugang zu Informationen beginnt und dass die Befähigung aller Gruppen und Generationen, sich zu informieren und zu bilden, zu einem besseren Gemeinschaftsgefühl im Allgemeinen führt. Die Entwicklung einer analogen Brücke, die Inhalte aus dem Internet für Menschen ohne Zugang zum Internet möglich macht, ist für uns ein Schritt in die richtige Richtung.
 
Wie nutzt der etwas andere Silver Surfer das Angebot und was erwartet ihn bzw. sie?

Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 1070008 hört der/die Anrufende ein Menü mit den folgenden Optionen: (1) Inhalte und Unterhaltung, (2) Regionale Nachrichten, (3) Informationen zu aktuellen Corona-Infektionen, (4) Regionaler Wetterbericht und Informationen zu (5) Datenschutz und Datennutzung. Die abhörbaren Inhalte sind somit informativ und unterhaltsam. Neben aktuellen nationalen Nachrichten (z. B. Tagesschau in 100 Sekunden, ZDF heute journal) bieten wir themenspezifische Inhalte (z. B. das Corona-Update mit Prof. Drosten), Kultur (klassische und zeitgenössische Musik) sowie regionale Nachrichten und Wetterberichte an. Als neueste Produkterweiterung bieten wir nun die Möglichkeit, die aktuellen Corona-Infektionszahlen auf Landkreisebene abzurufen.

Die Inhalte sind beliebig erweiterbar und wir erweitern unser Angebot ständig. Derzeit arbeiten wir mit Städten und Kommunen zusammen, die uns regionale Inhalte bereitstellen, damit wir noch flächendeckender informieren und relevante Inhalte anbieten können. Dadurch ergeben sich auch Möglichkeiten in der Zusammenarbeit mit Geschäftskunden zum Aufbau weiterer Telefonservices. Wir freuen uns daher über weitere Kooperationen und Partnerschaften.

Wer steht für das Projekt und wie finanziert es sich?

Unser Team besteht aus vier Expertinnen und Experten: Wir sind hauptberuflich Full-Stack-Entwickler – Allrounder, die in vielen Gebieten der Software-Entwicklung bewandert sind – und Marketingprofis. Als Projektleitung leite ich hauptberuflich ehrenamtlich die Initiative „Silberdraht“.

Wir sind aktuell eigenfinanziert und freuen uns über jede Unterstützung. Unser Service ist und bleibt gemeinnützig und wir arbeiten an dem Projekt in jeder freien Minute. Im Rahmen des „WirVsVirus Solution Enabler“-Programms arbeiten wir mit dem Vodafone Institut und Vodafone Deutschland zusammen, die uns die Telefonnummer stellen sowie Budgets von Softwareanbietern. Das funktioniert aber nur noch bis September. Wir sind daher auf Unterstützung von Partnern und Spenden angewiesen.

Unter folgendem Link können Sie „Silberdraht“ unterstützen:


Wir drücken Ihnen die Daumen, dass es weitergeht mit diesem Projekt. Schließlich möchten Sie DER Telefonservice und Zwischen-den-Welten-Vermittler für die Generation 65+ werden. Besten Dank, Frau Steigler.

 
   
 
   
 



Das KDA organisiert und moderiert seit Anfang 2019 die Sitzungen des neu berufenen Demografiebeirats Baden-Württemberg. In bisher fünf Sitzungen wurden Themen des generationengerechten Wohnens, der Potenziale der Digitalisierung und die Auswirkungen von Einsamkeit und damit verbundener Netzwerklosigkeit auf sehr alte Menschen diskutiert. Ein Themenquerschnitt ist in der neuen Broschüre zur Arbeit des Demografiebeauftragen des Landes Baden-Württemberg „Den demografischen Wandel gestalten“ enthalten. Eine barrierefreie, digitale Ausgabe finden Sie auf der Internetseite.

 
   
 
   
 

 

Folge 17: Sport und Bewegung

 

 

Sport und Bewegung sind wichtig für jeden von uns, also natürlich auch für Menschen mit Demenz. Die aktuelle Folge des Demenz-Podcasts greift dieses Thema auf.

In der aktuellen Folge 17 des Demenz-Podcasts geht es um Sport und Bewegung – ein wichtiges Thema für jeden Menschen, also natürlich auch für Menschen mit Demenz. Wir beschäftigen uns in dieser Sendung damit, ob man einer Demenz durch Sport vorbeugen kann, was Sport und Bewegung bei Menschen mit Demenz bewirken und ob es Sportarten gibt, die für Menschen mit Demenz besser geeignet sind als andere. Wir sprechen über das Tanzen und besuchen eine Bewegungsgruppe für Menschen mit Demenz. Im Bonusteil stellen wir Ihnen die Zeitschrift „Sonnweid. Das Heft.“ zum Thema Bewegen vor.


Jetzt reinhören.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 
Neue Serie im SWR-Fernsehen – „Der letzte Wille“

 

 

Ab dem 2. Oktober startet im SWR Fernsehen die neuen Serie "Der letzte Wille", in der es mit schrägem Humor um den Erhalt eines Altenheims geht.
In der neuen Serie, die vorab in der ARD Mediathek zu sehen ist, gerät ein Altenheim in Aufruhe.
Es ist ein Heim voll eigenwilliger alter Menschen, aufmüpfigem Personal und eine neue Leiterin, der dafür das Verständnis fehlt.


 

Autorin und Regisseurin Ulrike Grote schaut mit schwäbischem Wortwitz, skurrilem Humor und mit liebevollem und schonungslosem Blick auf die späten Jahre des Lebens.

Am 2., 3. und 4. Oktober wird die Serie in Doppelfolgen ausgestrahlt. Schon ab 25. September stehen alle sechs Folgen in der ARD Mediathek zur Verfügung.

Zum Trailer.

 
   
 
   
 

 

Neues Videoformat #wirlebenjetzt, der Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung
 

 

Die Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung initiiert gemeinsam mit der Denkfabrik fischimwasser das neue Videoformat #wirlebenjetzt.

In den einzelnen Episoden wird über persönliche Bewegungsroutinen und Alltagsstrategien diskutiert.
Unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bringt #wirlebenjetzt, Freude an Bewegung in die eigenen vier Wände, um die individuellen Ressourcen – gerade jetzt – optimal zu nutzen.

Die Folgen können hier angesehen werden.

 
   
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

Abmelden

  matomo