Logo   Newsletter November 2021
 
 
 
   
 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

der aktuelle Newsletter steht ganz unter dem Motto "Die Zukunft gestalten". Wir sprechen mit Christel Wasiek, die schon seit über 50 Jahren die Zukunft Lateinamerikas verändert, in dem sie Projekte für Ältere ins Leben ruft. Im Rahmen des 13. Deutschen Seniorentages lesen Sie über eine Veranstaltung, bei der Sie selbst aktiv die Zukunft Europas mitgestalten können und mit dem Report „Mehr Pflege und Betreuungspersonal für unsere alternde Welt“ werden Sie auf aktuelle Entwicklungen in der Pflege aufmerksam gemacht, die nicht nur national, sondern weltweit zu beobachten sind.

Außerdem wurde im Rahmen des deutschen Pflegetags ein zukunftsorientierter Preis verliehen: Der Korian Stiftung Award für Vielfalt und Respekt in der Pflege.

Christel Wasiek hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Situation von Seniorinnen und Senioren in Südamerika zu verbessern. Bei ihrem Entwicklungsdienst als Sozialarbeiterin in Uruguay kam sie das erste Mal in Berührung mit den Schwierigkeiten älterer Menschen dort. Lesen Sie im Interview den Weg zur Gründung ihrer Stiftung. Mich hat besonders die Begeisterung inspiriert, mit der Wasiek von ihren Projekten überzeugt ist. Lesen Sie in den „3 Fragen an Christel Wasiek“, unter Anderem wie Legehennen den Alltag von älteren Frauen in Peru deutlich verbessern können.

Wer von dem Interview mit Christel Wasiek inspiriert ist und sich selbst einbringen möchte, kann den 13. Deutschen Seniorentag in Hannover besuchen. Dort gibt es eine Mitmach-Aktion, bei der Jede und Jeder seine Visionen zur Gestaltung der Europäischen Union einbringen kann. Denn die ältere Generation hat den Aufbau des Friedensbündnisses teilweise noch aktiv miterlebt. Welche Erinnerungen gibt es an die Anfänge der EU? Was sind die Erfahrungen von Menschen, die die EU aktiv mit aufgebaut haben? Welche Ideen haben Sie selbst zur Zukunft der EU?

Informationen zum Mitreden bekommen Sie im „Global Workforce Report“, auf Deutsch erschienen unter dem Namen „Mehr Pflege und Betreuungspersonal für unsere alternde Welt“. Der Report greift wesentliche Entwicklungen auf, die für die Pflege entscheidend sind. Wie beispielsweise die Verkleinerung der Familien und die räumliche Entfernung zu Familienmitgliedern, die zu erhöhtem Bedarf an professioneller und guter Pflege führt. Die Erkenntnisse sind für Deutschland nicht neu, doch der Report zeigt vor allem: Entwicklungen in der Pflege sind keine nationale Angelegenheit, es gibt international große Schnittmengen und so auch internationale Ideen für Lösungen.

Eine Einrichtung, die schon im Sinne der Zukunft handelt, ist das „Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg“. Es ist Preisträger des erstmals vergebenen „Korian Stiftung Award für Vielfalt und Respekt in der Pflege“. Der Preis soll Einrichtungen motivieren, sich mehr mit dem Thema Diversität auseinander zu setzen. Und das nicht nur theoretisch, sondern praktisch. Lesen Sie, mit welchen Ideen und Umsetzungen das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg die Jury überzeugt hat und warum es sich lohnt, Diversität in Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren zum Thema zu machen.

Genießen Sie die Lektüre.

Sarah Rondot
und das Team des medhochzwei Verlages

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 



„Berufsstolz in der Pflege“ (aus ProAlter Heft 3/2021)
 

Der Begriff und die Frage nach dem Berufsstolz scheint wie aus der Zeit gefallen, ist aber gleichzeitig auch aktuell wie nie. Die ehemalige Krankenschwester und nun seit langer Zeit Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) Christine Sowinksi erzählt im Beitrag „Berufsstolz in der Pflege“ (ProAlter Heft 3/2021) von ihren ganz persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen.

Krankenschwester und Schreiner – die begehrtesten Berufe in den Siebzigerjahren: „Die Berufswahl ist abhängig von gesellschaftlichen Strömungen. Das Image des Berufes, die mediale Bewertung, die Rahmenbedingungen und vieles mehr, nehmen Einfluss auf die Attraktivität eines Berufes. Ich selbst bin Jahrgang 1957, also zehn Jahre vor der sogenannten „68er-Generation“ geboren.
Als ich in Siebzigerjahren einen Ausbildungsplatz in der Krankenpflege suchte, war das sehr schwierig. Man wollte etwas Sinnvolles, etwas Nützliches erlernen, am besten was mit den Händen. Pflege galt also als „In-Beruf“, denn in der Post-Hippie-Ära waren handwerkliche und soziale Tätigkeiten angesagt. Schreiner zu werden war ebenfalls sehr attraktiv. Dementsprechend groß war die Nachfrage nach den Ausbildungsplätzen.

Hier geht's zur Print-Ausgabe.

 
   
 
   
 


Mehr Pflege und Betreuungspersonal für unsere alternde Welt –
internationaler Report veröffentlicht



 

Der demographische Wandel ist kein nationales Phänomen, sondern ein weltweites.
Damit befasst sich der internationale „Global Workforce Report“, der im September 2021 auf Deutsch unter dem Titel „Mehr Pflege und Betreuungspersonal für unsere alternde Welt“ veröffentlicht wurde. Der Report wurde von der „Global Coalition on Aging“,  unterstützt von Home Instead International, verfasst. Der Bericht greift drei wesentliche Entwicklungen auf, die international zu beobachten sind:

1) Dadurch, dass die Gruppe der älteren und hochbetagten Menschen schnell wächst und diese Menschen ein hohes Gesundheitsrisiko haben, steigt die Gefahr von Abschottung und Isolation, wie die Corona-Pandemie gezeigt hat. Damit geht ein zunehmendes Risiko der Vereinsamung in der eigenen Wohnung einher.

2) Zentrale Entwicklungen in der Gesellschaft wirken sich direkt auf Familienstrukturen aus, die räumliche Entfernung der Familienmitglieder nimmt zu und Familien werden immer kleiner. Damit reduzieren sich die privaten Unterstützungsmöglichkeiten. Der Bedarf an ambulanten, professionellen und institutionellen Unterstützungsangeboten steigt.

3) Der Bedarf an professionellen Betreuungskräften der ambulanten Betreuungs- und Pflegeangebote nimmt erheblich zu. Auch die Ansprüche an die Qualität der Pflege steigen.

Hier weiterlesen.

 
   
 
   
 


Korian Stiftung verleiht erstmals Award für Vielfalt und Respekt in der Pflege
 

Im Rahmen des Deutschen Pflegetags wurde am 14.10.21 erstmals der Korian Stiftung Award für Vielfalt und Respekt in der Pflege verliehen. Die Korian Stiftung ermutigt mit dem Preis Einrichtungen und Unternehmen, die diversitätssensibel aufgestellt sind oder sich auf den Weg dorthin gemacht haben. Unternehmen und Institutionen sollen mit dem Preis einen Anreiz bekommen, diesen Schritt zu gehen.
Dabei geht es um diversitätssensible Kompetenz auf unterschiedlichen Ebenen, innerhalb der Personalstruktur sowie im Umgang mit Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen.




Der erste Preisträger ist das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg.
Die Einrichtung wurde besonders wegen der Bewertungskriterien Kreativität, Nachhaltigkeit und innovativer Wissenstransfer ausgezeichnet. Die Umsetzung zeigt sich laut Jury im vielfältigen Engagement im Alltag der Einrichtung: Es gibt internationale kulinarische Abendveranstaltungen, lesbisch-schwule Kinoreihen, Fernsehnachmittage mit Dokumentationen zu den Kulturen der Welt und sogar eine kleine queere Filmsammlung in der Einrichtung. Einrichtungsleiter Ralf Schäfer betont: „In Anbetracht dessen, dass homo- und transfeindliche Übergriffe längst noch nicht der Vergangenheit angehören, verbinden wir diese Auszeichnung mit der Hoffnung, weiteren Einrichtungen Mut zu machen, Diversität sichtbar zu machen und zu leben.“

Die Korian Stiftung für Pflege und würdevolles Altern wurde 2020 gegründet und möchte die Entwicklung der Altenpflege und des Gesundheitswesens fördern. Der Fokus liegt dabei auf den Pflegekräften, für die Angebote entwickelt werden, die ihre körperliche und mentale Gesundheit stärken. Davon profitieren auch die Pflegebedürftigen. Dieser ganzheitliche Ansatz hat Würde, Anerkennung und Respekt für alle Seiten zum Ziel.

Hier finden Sie mehr zum Stiftungsaward.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 



Gemeinsam über die Zukunft Europas diskutieren –
Mitmach-Aktion auf dem deutschen Seniorentag




Das Zusammenwachsen Europas ist Teil der Geschichte der älteren Generation. Doch wie geht es mit dem Friedensprojekt weiter? Im Rahmen des 13. Deutschen Seniorentags findet am 25. November 2021 ein Mitmach-Angebot zur Gestaltung der Europäischen Union statt. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich persönlich mit Zukunftsfragen rund um die Europäische Union zu befassen. Welche Visionen und Wünsche verbinden die Bürgerinnen und Bürger mit der Europäischen Union? Was haben wir als Europäer durch die EU gewonnen? Welche Erfahrungen haben diejenigen gemacht, die die EU aufgebaut haben?

Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Gedanken, Erfahrungen und Wünsche rund um die Europäische Union zu teilen. Es ist eine Gelegenheit, gemeinsam Ideen für ein funktionierendes und zukunftsfähiges Europa zu äußern und schriftlich festzuhalten. Das Mitmach-Angebot wird von der Geschäftsstelle Internationale Altenpolitik der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) organisiert. Die Aktion ist Teil der „Konferenz zur Zukunft Europas“, eine gemeinsame Initiative des Europäischen Parlaments, des Rates und der Europäischen Kommission.

Wann: 25. November 2021

Uhrzeit: 12:30 bis 14 Uhr

Wo: Hannover, historisches Kongress- und Veranstaltungszentrum HCC, Leibniz Saal

Weitere Informationen finden Sie HIER.

 
   
 
   
 


... Christel Wasiek

Sie haben vor 13 Jahren die Stiftung Seniorenhilfe weltweit gegründet und sind seit 50 Jahren in der Seniorenarbeit in Lateinamerika tätig. Was war der Auslöser für die Gründung der Stiftung?
Es gibt mehr als einen Auslöser für die Gründung meiner Stiftung. Mein Interesse am weltweiten demografischen Wandel und den Auswirkungen auf die Seniorenbevölkerung in den Ländern des globalen Südens hat sich vielmehr seit meinem Entwicklungsdienst in Uruguay kontinuierlich entwickelt.

   

Ich habe viele Jahre gemeinnützige Organisationen in Lateinamerika – zum Beispiel in Brasilien, Chile, Perú, Kuba, Mexiko oder Panamá - bei der konzeptionellen Entwicklung und dem Aufbau von Seniorenarbeit beraten und die Veränderungen hin zu einer an den Bedürfnissen und Rechten von Seniorinnen und Senioren orientierten Arbeit fachlich begleitet. Obwohl die Seniorenbevölkerung in Lateinamerika mehrheitlich in Armut lebt, gibt es in den Ländern kaum sozialpolitische Lösungen und für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit sind alte Menschen auch nicht prioritär.
Die Gründung meiner Stiftung Seniorenhilfe weltweit wollte und will daher durch die Förderung von Projekten dazu beitragen, dass alte Menschen in Lateinamerika in Würde leben können. Gleichzeitig will sie in unserer Gesellschaft wirken und für die Folgen des weltweiten demografischen Wandels sensibilisieren, zum Beispiel durch Fotoausstellungen wie: Lateinamerika – Gesichter des Lebens (Porträts alter Menschen). Daneben appelliert sie an die Verantwortlichen der Entwicklungszusammenarbeit, die Folgen des demografischen Wandels aktiv in ihre Projektpolicy einzubeziehen. Die Stiftung Seniorenhilfe weltweit kann die bestehenden Probleme nicht lösen, nimmt aber eine anregende Funktion wahr.



Sie haben unzählige Projekte in der Seniorenhilfe in Lateinamerika ins Leben gerufen, welches der Projekte hat sie am meisten begeistert?

Die Auswahl ist schwer, weil ich von unseren Projekten überzeugt bin und alle direkt oder indirekt konkrete Menschen im Blick haben. Ich möchte zwei Projekte vorstellen:

Im Dorf Huarraco, Region Puno am Titicacasee in Peru, hat eine Befragung der Senioreninnen und Senioren durch Freiwillige des Caritasverbandes gereicht, um einen Seniorenverein zu gründen, der sehr bald Hilfe für die armen und schlecht ernährten Senioreninnen und Senioren suchte.
[...]

Hier weiterlesen.


Christel Wasiek kam zum ersten Mal im Rahmen ihres Entwicklungsdienstes als Sozialarbeiterin in Uruguay in Berührung mit den Schwierigkeiten älterer Menschen in Lateinamerika. Sie wurde zur Mitgründerin eines Vereins in Uruguay, der dazu beitragen wollte, die Lebenssituation von älteren Menschen zu verbessern und ihnen die Möglichkeit zu geben, in Würde zu altern. 2008 gründete Wasiek dann die Stiftung Seniorenhilfe weltweit. Im Jahr 2021 ist ihr Buch „Seniorenhilfe weltweit – Erfahrungen in Lateinamerika“ erschienen.

Weitere Informationen finden Sie HIER.

 
   
 
   
 



Das KDA hat etwas gegen Einsamkeit


 

Schon vor der Corona-Pandemie wurden die Folgen der zunehmenden Einsamkeit insgesamt und insbesondere bei älteren Menschen thematisiert. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) hat 2019 gemeinsam mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) das Projekt „NRW – Hier hat alt werden Zukunft“ gestartet.
Dabei geht es darum, wohnortnah und niederschwellig Angebote zur Teilhabe und Kontaktmöglichkeiten zu schaffen. Dazu wurden NRW-weit in den Kommunen Anlaufstellen gesucht oder gegründet, die die Teilhabe und Integration älterer Menschen in ihrem Viertel fördern. So entstand ein dichtes Netz mit zahlreichen, ganz unterschiedlichen Angeboten, bei denen es vor allem darum geht, Seniorinnen und Senioren dabei zu unterstützen, Begegnungen, Unternehmungen und Veranstaltungen in ihrem Viertel selbst zu organisieren.


Eine wichtige Idee des Projektes ist auch das Weitersagen, das Empfehlen – und vor allem das Nachahmen. So wurden rund 100 Leuchtturm-Projekte ausgewählt, die stellvertretend für eine vielfältige und facettenreiche Angebotslandschaft stehen. Hier können sich Interessierte, die in ihrem Viertel teilhabefördernde Angeboten von und mit älteren Menschen gestalten möchten, informieren. Die Standorte dieser Leuchtturm-Projekte wurden in eine digitale NRW-Landkarte eingetragen. Diese Übersicht findet sich auf der Webseite des Projektes. Erfahrungsaustausch und Nachfragen sind sehr willkommen.


Hier weiterlesen.
Weitere Informationen zum KDA finden Sie HIER.

 
   
 
   
 

 

Folge 32:
Demenz und Migration



 

Um den Arbeitskräftemangel in der Nachkriegszeit auszugleichen, wurden sogenannte Gastarbeiter angeworben. Diese sind heute alt und einige haben eine Demenz entwickelt. In der Sendung versuchen wir ein Bild von dieser Generation zu zeichnen und sprechen über die Hürden, die sie im deutschen Versorgungssystem überwinden müssen. Was braucht es in der ambulanten und stationären Pflege, damit sich Menschen mit Migrationshintergrund willkommen fühlen? Wir stellen einige Ansätze vor.

Jetzt in den aktuellen Podcast reinhören.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
 
MENSCH GESUNDHEIT! Heinz Lohmann trifft Ilona Renken-Olthoff
Im Web-TV-Talk MENSCH GESUNDHEIT! trifft Professor Heinz Lohmann prominente Gäste. In dieser ersten ...
Mehr erfahren »
 
 
 
Trailer: Alles anders – Wie leben mit Demenz
Demenz stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Nicht nur die Betroffenen selbst, sondern...
Mehr erfahren »
 
 
   
 

 
   
 
 



Berliner Pflegekonferenz 2021: #Dialog.Vision.Pflege


08.–11. November 2021,
online
 

Weitere Informationen

 
 
 
 
 
 



Frauen in der Medizin – So gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie!

29. November 2021,
18:00 bis 20:00 Uhr,
online, live

 

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

Abmelden

 

Hier geht es zur Newsletter-Anmeldung

  matomo