Logo   Newsletter April 2021
 
 
 
   
 

 


Liebe Leserinnen und Leser,

im aktuellen Newsletter erwarten Sie diesmal unter anderem wieder spannende Beiträge zum Thema Wohnformen, Innovationen und Politik, ein interessantes Interview mit Katharina Kleemann von De BeleefTV sowie Neues aus dem Kuratorium Deutsche Altershilfe.


Von den jungen Leuten beim Smartphone helfen lassen, in Erziehungsfragen von Älteren und Erfahrenen beraten werden oder beim Nachbarn etwas leihen oder tauschen. All das kann gut in Mehrgenerationenhäusern stattfinden. Ministerin Giffey gibt den Startschuss für das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus.

Samtige Sitze, der Duft von Popcorn und ein bisschen Glamour: Ein Kinobesuch ist immer etwas Besonderes. Die zertifizierte Kulturgeragogin Angelika Speigl besucht mit ihrem Wanderkino Alten- und Pflegeinrichtungen.

Gutes Leben im Alter, dazu zählen passende Wohnkonzepte, Infrastruktur, effiziente Hilfsangebote und vieles mehr. Diese Merkmale sollen im Bundesland Berlin bald keine wage Vorgabe sein, sondern in einem Gesetz verankert werden.

Katharina Kleemann arbeitet seit über zwei Jahren bei De BeleefTV. Wie sie dort gelandet ist und was es mit dem De BeleefTV auf sich hat, erfahren Sie in unserer Rubrik „3 Fragen an“.

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat das Strategiepapier „Strukturreform Pflege und Teilhabe II – Pflegepolitik als Gesellschaftspolitik“ veröffentlicht. Das Papier stellt die Bedingungen guten Lebens für auf Pflege angewiesene Menschen in den Mittelpunkt und betont die Bedeutung der Kommunen.

Wir wünschen Ihnen anregende Lektüre und ein frohes Osterfest.

Ihre Annette Xandry
und das Team des medhochzwei Verlages

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 



Leseprobe ProAlter 1/2021
 

Endlichkeit, Lebensende und Sterben – für viele Menschen ein Tabuthema, für uns ein sehr wichtiges. Die neue Leseprobe der Zeitschrift ProAlter gewährt einen guten Einblick in die Ausgabe 1/2021, reist einige Beiträge an und bringt den vollständigen Leitartikel: Viel Freude beim Reinstöbern und Weiterempfehlen.

Weitere Informationen und Aboangebote für die ProAlter Fachzeitschrift finden Sie HIER.


 

 
   
 
   
 


Giffey gibt Startschuss für das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus

Von der jüngeren Generation lernen, wie ein Smartphone funktioniert, sich in Erziehungsfragen von Älteren und Erfahrenen beraten lassen, die Nachbarschaft aktiv mitgestalten und eine Tauschbörse für gebrauchte Gegenstände ins Leben rufen. All diese Aktivitäten haben eins gemeinsam: sie finden oft in Mehrgenerationenhäusern statt. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat den Startschuss für das „Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander (2021–2028)“ gegeben. Damit wird die Laufzeit für die etwa 530 Begegnungszentren um weitere acht Jahre sichergestellt.



Giffey sieht in den Mehrgenerationenhäusern ein Herzstück für unsere Gesellschaft: „Sie stärken den Zusammenhalt vor Ort und haben mit ihren vielen ehrenamtlich Aktiven gerade während der Pandemie gezeigt, dass soziale Nähe trotz räumlicher Distanz möglich ist.“ Ziel der Förderung durch den Bund sei es, die Demokratie, den sozialen Zusammenhalt und digitale Kompetenzen zu fördern. Verschiedene Generationen lernen im Austausch voneinander. Außerdem sind die Türen der Mehrgenerationenhäuser nicht nur für Menschen jeden Alters, sondern auch für Menschen jeder Herkunft offen und tragen so zur Integration in die Nachbarschaft bei. „Gleichwertige und bessere Lebensverhältnisse fangen im Konkreten mit der Begegnung von Menschen an. Die Mehrgenerationenhäuser sind großartige Orte dafür“, so Giffey.

Hier weiterlesen.

 
   
 
   
 


Angelika Seigl macht Kino für Menschen in Pflegeinrichtungen möglich



Samtige Sitze, knuspriges Popcorn und ein bisschen Glamour, der von der Leinwand auf die Zuschauerinnen und Zuschauer überspringt. Ein Kinobesuch ist immer etwas Besonderes und sollte auch alten Menschen in Pflegeinrichtungen nicht verwehrt werden.

Die zertifizierte Kulturgeragogin Angelika Speigl macht genau das für Menschen in hohem Alter möglich. Sie besucht mit ihrem Wanderkino Alten- und Pflegeinrichtungen. Wie sieht so ein Wanderkino aus? Es ist ein kleiner Kinokasten mit integriertem Laptop als Leinwand. Die Bewohner können sich auch ganz individuell einen Film oder eine Filmsequenz wünschen, die Seigl dann abspielt. Besonders für Menschen mit Demenz bietet dieser Kinobesuch eine Möglichkeit, in Erinnerungen aus der Jugend zu schwelgen oder bei einem Soundtrack mitzusummen, den sie im Gedächtnis behalten haben. Auch Fotos von bekannten Filmdiven und Schauspielern schaffen die Atmosphäre eines Kinobesuchs. Auch für immobile oder bettlägerige Menschen ist das Wanderkino machbar, denn es kann über dem Bett aufgebaut werden.

Angelika Seigl hält am 29. April einen Vortrag über Zoom, in welchem sie im Gespräch mit den Teilnehmenden zeigt, was ein mobiles Kino ausmacht. Dabei geht sie auf die Filmauswahl, die passende Umgebung und die Begleitung des Kinopublikums ein.

Datum: 29. April 2021
Uhrzeit: 14 bis 15 Uhr
Teilnahmegebühr: kostenlos
Anmeldefrist: 16. April 2021

Hier geht es zur Anmeldung.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 



Gutes Leben im Alter auch gesetzlich verankern – Land Berlin wird Vorreiter



Gutes Leben im Alter, dazu zählen passende Wohnkonzepte, Infrastruktur, effiziente Hilfsangebote und vieles mehr. Diese Merkmale sollen im Bundesland Berlin bald keine wage Vorgabe sein, sondern in einem Gesetz verankert werden. Das Gesetz „Gutes Leben im Alter“ wurde vom Landesseniorenrat Berlin initiiert. Nun wird es von der Senatsverwaltung sowie Expertinnen und Experten begleitet. Die Leitung der Steuerungsgruppe übernehmen Prof. Dr. habil. Thomas Klie, Professur für Rechts- und Verwaltungswissenschaften, Gerontologie; Leitung Forschungsinstitute in Freiburg und Berlin und Rudolf Herweck, ehemaliger Abteilungsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Im Februar 2021 hat die Gruppe ihre Arbeit begonnen, im Herbst diesen Jahres soll ein ausgearbeitetes Konzept vorliegen. Das Gesetz soll einen intelligenten Mix aus informellen, zivilgesellschaftlichen, staatlichen und Angeboten des Marktes für alte Menschen garantieren. Dabei wird der Fokus vor allem auf Prävention liegen, sowohl zur sozialen Teilhabe als auch zur Erhaltung der Gesundheit.
 

 
   
 
   
 


... Katharina Kleemann von De BeleefTV.
 

Frau Kleemann, wie sieht ein De BeleefTV aus, welche Funktionen und Programme hat er und wie wird er benutzt? Müssen die Einrichtungen den De BeleefTV kaufen oder ist auch das Mieten des TV möglich?

De BeleefTV ist ein digitaler Aktivitätstisch für stationäre Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe. Der große Touchscreen ist mobil in der gesamten Einrichtung und wird dort zumeist vom Sozialen Dienst für Betreuungs- und Aktivierungsangebote genutzt.
 

Alle können eingebunden werden: vom niedrigen Pflegebedarf bis hin zu einem hohen Pflegebedarf oder starken demenziellen Veränderungen. De BeleefTV wird auch für die Biografiearbeit eingesetzt – so können Pflegekräfte die BewohnerInnen besser kennenlernen.


Das kann ganz konkrete Auswirkungen für die weitere Pflege haben: Eine dankbare Tochter z. B., die durch unsere Applikation mit Babylachen und -fotos entdeckt hat, wie glücklich ihre von Demenz betroffene Mutter ist, wenn Sie sich um ein Baby kümmern kann. Die daraufhin gekaufte Babypuppe wurde gehegt und gepflegt. Oder eine frühere Mathelehrerin, die unfassbar glücklich ist, die Rechenaufgaben immer als erste zu lösen, noch vor ihren Pflegekräften.

ErgotherapeutInnen nutzen De BeleefTV auch zur Mobilisierung und dem Training der Feinmotorik. Die Sandbilder, bei denen verschiedene Motive freigewischt werden, zeigen oft, wie mobil der Arm noch ist, wenn Neugierde aufkommt. Was sich wohl hinter dem Sand versteckt? Wenn dann zum Beispiel der Frosch erkannt wird, weil dieser früher im eigenen Gartenteich schwamm, ist die Freude umso größer.


Wie ist man auf die Idee für den De BeleefTV gekommen?

De BeleefTV ist mit dem Gedanken entstanden, das neue Medium Tablet für Menschen mit Demenz greifbar zu machen und sie dadurch an der Digitalisierung teilhaben zu lassen. Das wir damit Erfolg haben, spürt man spätestens, wenn die Pflegekraft mit Tränen in den Augen vor einem sitzt, weil eine Bewohnerin seit vier Monaten im Haus lebt und nie an etwas teilgenommen hat und sich nun aber spontan mit um den Aktivitätstisch gesetzt hat und mit der Hand auf den Bildschirm tippt, um Sterne herbei zu zaubern.

Hier weiterlesen.

Katharina Kleemann arbeitet seit über zwei Jahren bei De BeleefTV. Nach ihrem Studium der Niederlande-Deutschland Studien in Münster hat sie De BeleefTV während eines Praktikums in Den Haag kennengelernt. Kleemanns Großmutter war an Demenz erkrankt und die Besuche im Pflegeheim waren als Kind für Kleemann sehr bedrückend. Deswegen hat die Idee, mit De BeleefTV Freude in Pflegeheime zu bringen für sie auch eine persönliche Bedeutung.

www.debeleeftv.de

 
   
 
   
 



KDA veröffentlicht Strategiepapier zu Pflege und Teilhabe



Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat im Rahmen seiner Diskursreihe „radikal (neu) denken“ einen Text zum pflegepolitischen Reformdiskurs  veröffentlicht – „Strukturreform Pflege und Teilhabe II – Pflegepolitik als Gesellschaftspolitik“.

Das Strategiepapier stellt die Bedingungen guten Lebens für auf Pflege angewiesene Menschen in den Mittelpunkt und betont die Bedeutung der Kommunen: „Pflege geschieht vor Ort!“ so das Autorenteam aus Prof. Dr. habil. Thomas Klie, Staatssekretär Michael Ranft und Diplom-Volkswirtin Nadine-Michèle Szepan. Die Autorin und die Autoren legen ein umfassendes und differenziertes Strategiepapier zum aktuellen pflegepolitischen Reformdiskurs vor. Das Papier entfaltet – rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf – in neun Reformbausteinen den Weg zu gleichwertigen Lebensbedingungen für auf Pflege angewiesene Menschen in Deutschland.

Man wolle mit dieser Publikation aus dem Kreis seiner Kuratorinnen und Kuratoren einen erneuten Beitrag zur Pflegereformdebatte leisten, so das KDA. Der Text knüpfe an die Forderungen des KDA an, Pflegepolitik gesellschaftspolitisch radikal neu zu denken. „Das KDA wird den Ansatz des ‚radikalen Denkens‘ weiterführen. Wir sind davon überzeugt, dass nur so die Diskussionen zu einer echten Reform führen können“ betonte der Vorstandsvorsitzende des KDA, Helmut Kneppe.

Das Strategiepapier wurde im Rahmen des KDA-Dialogs „Pflegereform als Gesellschaftsreform?!“ erarbeitet. Es knüpft sowohl an den entsprechenden Text von Frank Schulz-Nieswandt aus dem Februar 2020 an als auch an die Veröffentlichung „Strukturreform Pflege und Teilhabe“ von Rolf Hoberg, Prof. Dr. Thomas Klie und Gerd KünzeI aus dem Jahr 2013.

 
   
 
   
 

 

Folge 25:
Kunst und Demenz – Teil 2

 

Menschen mit Demenz können sich auf vielfältige Weise künstlerisch ausdrücken – tanzend, dichtend, musizierend, theaterspielend, malend.
In dieser Folge geht es um die Wirkung und Bedeutsamkeit von Kunst bei Menschen mit Demenz. Oliver Schultz und Beate Spitzmüller erzählen von ihrer künstlerischen Arbeit mit den Betroffenen und machen Mut, sich auch zu Hause an den Pinsel zu wagen.


Im Anschluss berichtet der Kunsttherapeut und Gerontologe Michael Ganß von einer Studie zur Wirkung von Kunsttherapie auf Menschen im mittleren und fortgeschrittenen Alter.

Jetzt in den aktuellen Podcast reinhören.

 
   
 
   
 

 
   
 
 
 
 
 


Gerade erschienen:

Marschall
Lino, Maja und die Löwenherzen
Ein Kinderbuch über Herzfehler

 
 
 


Gerade erschienen:

LEONHART
Taschen-Jahrbuch
Gesundheitswesen 2021

 
 
   
 

 
   
 
 
Trailer: Alles anders – Wie leben mit Demenz
Demenz stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Nicht nur die Betroffenen selbst, sondern...
Mehr erfahren »
 
 
 
Interview mit Regina Stolz vom Paul-Lechler-Krankenhaus Tübingen zu innovativen Pflegeprojekten
Regina Stolz, M.A. Pflegewissenschaft, Stabsstelle Qualitätsentwicklung Pflege der Tropenklinik Paul...
Mehr erfahren »
 
 
   
 


„Hörzeit – Radio wie früher“, das Audiomagazin für Menschen mit Demenz

 

 

„Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Rahn schießt...“ Sie hören sicherlich in Ihrem inneren Ohr, wie es weitergeht. Der Torjubel des Reporters Herbert Zimmermann ist in Deutschlands kollektives Gedächtnis eingegangen, die Reportage des Weltmeisterschaftsendspiels von 1954 aus dem Berner Wankdorfstadion ist eine gemeinsame akustische Erinnerung ganzer Generationen.


„Hörzeit – Radio wie früher“, das Audiomagazin für Menschen mit Demenz, greift diese Reportage in der Ausgabe „Der Ball ist rund!“ auf. Menschen mit Demenz werden vor allem durch emotionale Reize erreicht, und was ist emotionaler als Fußball? Menschen, die sich niemals vorher gesehen haben, liegen sich in den Armen, wenn das entscheidende Tor fällt. Männer weinen nicht? Das gilt nicht, wenn ihr Verein ab- oder aufsteigt.  
Deshalb gibt es kaum ein Thema, das geeigneter ist, um mit Menschen mit Demenz ins Gespräch zu kommen. Gemeinsames Mitfiebern vor dem Radio oder dem Fernseher, spannende Tore, seltsame Schiedsrichterentscheidungen – das sind Erinnerungen, die bleiben.

 
   
 
   
 


Wie ältere Menschen die Corona-Pandemie bewältigen
 

 

Man dürfe die 17 millionenstarke Gruppe der "Älteren" nicht in einen Topf werfen, sagt Prof. Dr. Hans-Werner Wahl von der Universität Heidelberg. Er hat März von bis August 2020 eine Studie in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin durchgeführt, die untersuchte, wie alte Menschen Krisen bewältigen.


Hier geht´s zum vollständigen Artikel!

 
   
 
   
 

 
   
 
 


Kostenlose Buchvorstellung und Podiumsdiskussion zu
"Innovationsfonds – Transfer in die Regelversorgung"

 

Ab sofort
>>on demand<<
verfügbar!

 

Weitere Informationen

 
 
 
 
 
 


 

4. Heidelberger Forum
Gesundheitsversorgung

 

Ab sofort
>>on demand<<
verfügbar!

 

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

Abmelden

  matomo