Logo   Newsletter Juli 2021
 
 
 
   
 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

in diesem Newsletter können Sie in ganz unterschiedlichen Spektren des Alterns stöbern. Wir stellen Ihnen einen Film über ein dänisches Pflegeheim vor, den Sie unbedingt im September im Kino genießen sollten. Außerdem geht es um ein Projekt, das sich mit sexualisierter Gewalt in Pflegeheimen befasst. Sie lernen den Studiengang Gerontologie kennen, der auch für junge Menschen das Altern in den Mittelpunkt stellt und können das Gespräch zwischen Dr. Dipl. Psych. Alexandra Wuttke-Linnemann und mir über Kommunikation mit Menschen mit Demenz lesen.

Kuchen und Sekt sind in Dagmarsminde nichts Außergewöhnliches. In dem kleinen dänischen Pflegeheim gibt es immer einen Grund zum Anstoßen, ob einen Hochzeitstag oder den Geburtstag der Königin. Der Dokumentarfilm „Mitgefühl“ von Regisseurin Louise Detlefsen dokumentiert das Leben in Dagmarsminde, wo Gründerin May Bjerre Eiby einen ganz besonderen Umgang mit Menschen mit Demenz entworfen hat. Lesen Sie, warum der Film im September ein Muss ist und sich mit den wichtigen Fragen des Lebens beschäftigt.

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat sich gemeinsam mit der Hochschule der Polizei einem wichtigen Projekt angenommen. Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wollen sie Licht ins Dunkle der sexualisierten Gewalt in Pflegeeinrichtungen bringen. Ziel ist es, Arbeitsmaterial zu erstellen, was dann zur Prävention eingesetzt wird.

Auch Dr. Dipl. Psych. Alexandra Wuttke-Linnemann, Leiterin des Zentrum für psychische Gesundheit im Alter (ZpGA) in Mainz, ist Expertin im Umgang mit Menschen mit Demenz. Sie liefert Tipps für eine Kommunikation auf Augenhöhe und gibt im Interview einen Vorgeschmack auf das kostenlose Online-Seminar am 29. Juli im medhochzwei Verlag, das Teil der kostenfreien Reihe „Mit Demenz umgehen – Grundlagen, Kommunikation, Hören, Selbstfürsorge“ ist.

Ihre Sarah Rondot
und das Team des medhochzwei Verlages

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 



Death is where the WiFi is. Die Digitalisierung verändert unsere Vorstellung und unseren Umgang mit dem Tod radikal
 

Digitale Erinnerungsarbeit, QR-Grabsteine und Online-Friedhöfe? Digitales Erleben des eigenen Todes in Virtueller Realität (VR) sowie digitale Nachlassverwaltung und digitale Bestattungskultur? Klingt nach Science-Fiction? Ist es aber nicht!

Der Autor Tom Lilge ist Mitgründer und CoHead der interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsplattform gamelab.berlin an der Humboldt-Universität zu Berlin und nimmt den Leser anhand von eindrucksvollen Beispielen mit auf die Reise in eine gar nicht mehr allzu weit entfernte Zukunft:

„Für die ‚digital natives‘ und die häufig nomadisch, also ohne festen Arbeitsplatz arbeitenden Digitalexperten, gilt das geflügelte Wort ‚Home is where the WiFi is‘, also in etwa: Zuhause bedeutet, Zugang zum Internet zu haben. In diesem Sinne könnte eine Variation bald lauten: ‚Death is where the WiFi is‘. Denn der Umgang mit dem eigenen und dem fremden Tod, Trauerarbeit und generell Erinnerungskultur verändern sich mit und durch die Möglichkeiten digitaler Prozesse – allen voran einem leistungsfähigen Internet (...)“.

Hier geht's zur Print-Ausgabe.

 
   
 
   
 


Kuchen und Sekt bis zum Schluss? –
Die Dokumentation „Mitgefühl“ zeigt ein Pflegeheim der besonderen Art




In Dagmarsminde gibt es immer einen Grund zum Anstoßen. Kuchen und Sekt zum Geburtstag der Königin, zum Hochzeitstag oder einem Abschied. Es wird gemeinsam gesungen, intensive Gespräche über die Vergangenheit und das Hier und Jetzt geführt sowie die Natur erlebt. Das Leben in Dagmarsminde klingt ein bisschen nach Feriendomizil, doch Dagmarsminde ist ein kleines dänisches Pflegeheim. Gründerin May Bjerre Eiby erschafft hier ein Umfeld einer ganz neuen, fast revolutionären Behandlungsmethode. Sie nennt sie „Umsorgung“. In Dagmarsminde leben Menschen mit demenzieller Veränderung. Sie haben vielleicht am Frühstückstisch vergessen wer sie sind oder ob ihr Ehepartner noch bei ihnen ist, doch das Team rund um Eiby konzentriert sich lieber auf das gemeinsame Erleben, als auf die Defizite der Bewohnerinnen und Bewohner.



Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Gespräche, Berührungen, die Freude der Gemeinschaft und das Naturerleben. Bevor neue Bewohnerinnen und Bewohner eintreffen, setzt sich das Team genau mit den Hintergründen der Ankömmlinge auseinander.

Hier weiterlesen.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 


Junge Menschen, die das Altern studieren –
der Studiengang Gerontologie im Aufschwung


Unsere Gesellschaft wird immer älter, das wirft Herausforderungen und Fragen auf. Die Lebenserwartung steigt beständig und das wird die Gesellschaft nachhaltig verändern. Auch als junger Mensch ist es interessant, sich mit diesem Wandel in der Bevölkerung auseinanderzusetzen. Im Studiengang „Gerontologie“ nähert man sich dem Thema interdisziplinär. Er beinhaltet medizinische, soziale, psychologische und kulturelle Aspekte. Unter anderem setzten sich die Studierenden mit den Fragen auseinander: Was kann die Lebensqualität von Menschen ab 45 Jahren verbessern? Wie können Menschen auch im Alter möglichst lange selbstbestimmt sein? Die Studierenden erforschen entlang wissenschaftlicher Grundlagen wie Menschen altern. Später können sie Schwerpunkte setzten und sich auf die Themengebiete Bewegung, Pflege oder einen soziologischen Schwerpunkt konzentrieren.



Mehrwöchige Praktika in Altenheimen, Forschungsinstituten oder Beratungsstellen lassen die Studierenden tiefere Einblicke gewinnen. Der Studiengang Gerontologie ist recht neu, etabliert sich aber immer mehr. An insgesamt fünf Fachhochschulen und drei Universitäten kann man sich für den Studiengang einschreiben. Ab dem Wintersemester 2021/2022 kann man Gerontologie auch an der Kolping Hochschule Gesundheit und Soziales in Köln berufs- oder ausbildungsbegleitend studieren.

 
   
 
   
 



Projekt zu sexueller Gewalt in Pflegeeinrichtungen gestartet



In Pflegeheimen können Bewohnerinnen und Bewohner sexueller Gewalt ausgesetzt sein. Doch es gibt keine belastbaren Zahlen in diesem Bereich. Die Dunkelziffer ist vermutlich hoch. Auch das Pflegepersonal kann zur Zielscheibe sexualisierter oder sexueller Übergriffe werden. In der Langzeitpflege ist die Prävention von solchen sexualisierten Übergriffen besonders wichtig.

Das ZQP, Zentrum für Qualität in der Pflege möchte Licht ins Dunkle bringen. Gemeinsam mit der Deutschen Hochschule der Polizei führen sie das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Projekt SeGEL „Sexuelle/Sexualisierte Gewalt in Einrichtungen der stationären Langzeitpflege in Deutschland“ – durch. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu dem Phänomen der sexuellen Gewalt gegenüber Bewohnerinnen und Bewohnern, aber auch Aspekte der Übergriffe gegen Pflegende zu gewinnen. Es soll Arbeitsmaterial entstehen, was zur Aus- und Fortbildung der Pflegenden genutzt wird. Das Arbeitsmaterial entsteht durch qualitative Interviews mit Beschäftigten in der Pflege, Experteninterviews, eine quantitative Umfrage von Leitungen stationärer Pflegeeinrichtungen und eine systematische Literaturrecherche sowie die Analyse von staatsanwaltschaftliche Verfahrensakten.

Weitere Informationen zum Thema "Pflege und Gewalt" finden Sie hier.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 


... Demenzexpertin Dr. Dipl. Psych. Alexandra Wuttke-Linnemann.

Frau Wuttke-Linnemann, Sie sind Dozentin bei den kostenlosen Online-Seminaren des medhochzwei Verlags „Mit Demenz umgehen – Grundlagen, Kommunikation, Hören & Selbstfürsorge“. Ihr Schwerpunkt in den Seminaren ist unter anderem die Kommunikation mit Menschen mit Demenz. Gibt es einen Ratschlag vorab, was bei der Kommunikation mit Menschen mit Demenz ein Leitfaden sein kann?

Die Kommunikation mit Menschen mit Demenz erfordert in der Tat einige Anpassungen, die vor allem das Umfeld leisten muss. Die wohl zentralste ist der Verzicht auf das Korrigieren. Wir beobachten in der Praxis häufig einen Kommunikationsstil zwischen pflegenden Angehörigen und Menschen mit Demenz, der auf einem Richtig-Falsch-Verständnis beruht. Das heißt, pflegende Angehörige tendieren aus Sorge um die Gesundheit des Menschen mit Demenz heraus dazu, diese auf ihre Fehler anzusprechen und zu korrigieren. Zum Beispiel: „Du hast vergessen, dass …“. Dies hat einen negativen Einfluss auf das weitere Gespräch. Es kommt häufig zu Eskalationen und Diskussionen. Menschen mit Demenz ziehen sich dadurch oft zurück, da sie sich ertappt fühlen und befürchten, mit ihren Defiziten weiter entdeckt zu werden. Als Gegenmodell zu dieser Art der Kommunikation möchten wir Alternativen im Seminar vorstellen. Das Motto lautet dabei: Validieren statt Korrigieren! Durch einen validierenden, das heißt wertschätzenden, Kommunikationsstil können solche Gesprächssituationen entschärft werden. Angehörige lernen dabei, statt auf Richtig-Falsch zu achten, auf die zugrundeliegenden Bedürfnisse und Emotionen des Menschen mit Demenz einzugehen.
 


 

In der Ankündigung der Seminare wird erwähnt, dass es Filmsequenzen zu Alltagsszenen im Umgang mit Menschen mit Demenz gibt. Wie kann ich mir diese vorstellen? Kann man solche Szenen wirklich spielen lassen?
Wir wollen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neben theoretischem Wissen vor allem praktische Einblicke ermöglichen. Gerade bei dem Thema Kommunikation ist es uns wichtig, die verschiedenen Gesprächstechniken zu gegenüberzustellen und an ganz alltäglichen Situationen zu verdeutlichen, wie unterschiedlich Gespräche verlaufen können, je nachdem ob man konfrontierend oder validierend kommuniziert. Wir möchten Ängste nehmen: Viele Betroffene fürchten eine Demenzdiagnose und vermeiden die entsprechende Diagnostik. Auch professionell Pflegende sind manchmal unsicher, wie man das Thema Demenz ansprechen kann. [...]

Hier weiterlesen.

Dr. Dipl. Psych. Alexandra Wuttke-Linnemann ist Leiterin des Zentrum für psychische Gesundheit im Alter (ZpGA) in Mainz. Sie ist im Juli Dozentin bei den kostenlosen Online-Seminaren für Angehörige und Pflegende „Mit Demenz umgehen – Grundlagen, Kommunikation, Hören, Selbstfürsorge“. Am 29. Juli spricht Wuttke-Linnemann im Seminar über Kommunikation mit Menschen mit Demenz. Hier gibt die Psychologin einen kleinen Einblick in den Umgang auf Augenhöhe.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 



Heute, am 1. Juli 2021 tritt das Gesetz zur Sicherung der Qualität der Gewinnung von Pflegekräften aus dem Ausland in Kraft.

Darin wird die Schaffung und Vergabe eines Gütesiegels für eine ethische, faire und transparente Anwerbung internationaler Pflegekräfte geregelt. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) wurde vom Bundesgesundheitsministerium mit der Erarbeitung und Herausgabe dieses Gütesiegels "Faire Anwerbung Pflege Deutschland" beauftragt.

"Die Erfahrungen, die wir gesammelt haben, zeigen, dass zwei Voraussetzungen ganz entscheidend zum Gelingen einer nachhaltigen Anwerbung beitragen können: die Regelung eines fairen Anwerbeverfahrens und die Schaffung einer Willkommenskultur in den Einrichtungen", sagte Helmut Kneppe, Vorsitzender des KDA.

Anwerbende Pflege- und Gesundheitseinrichtungen und Unternehmen der privaten Personalvermittlung können sich ab 1. Juli 2021 um das Siegel bewerben.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Gütesiegel und zum Förderprogramm für Interessierte.

 
   
 
   
 

 

Folge 28:
Jungerkrankte – Demenz in jungen Lebensjahren



Mit Demenz verbinden wir meist Hochaltrigkeit. Doch es gibt auch jüngere Menschen, denen die Diagnose Demenz gestellt wird. Diese finden wenig Unterstützung, sind aber immensen Belastungen ausgesetzt – sie stehen oftmals mitten im Berufsleben, haben vielleicht Kredite abzuzahlen oder es leben noch minderjährige Kinder zu Hause. Wir stellen Ihnen zwei jungerkrankte Menschen vor und zeigen ein paar Möglichkeiten auf, wie und wo Sie Unterstützung finden können.

Jetzt in den aktuellen Podcast reinhören.

 
   
 
   
 

 
   
 
 


Erscheint demnächst:

Bettig et al.
Digitalisierung in der Pflege

 
 
 
 
 
 


Gerade erschienen:

Heinemann/Matusiewicz

Reth!ink Healthcare

 
 
   
 

 
   
 
 
Trailer: Alles anders – Wie leben mit Demenz
Demenz stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Nicht nur die Betroffenen selbst, sondern...
Mehr erfahren »
 
 
 
Stark durch Krisen mit dem Daily Lama – Digitale Buchvorstellung
Eine Veranstaltung zum Kennenlernen, Ausprobieren und Mitreden! Besonders Kindern macht die aktuell...
Mehr erfahren »
 
 
   
 



MENSCH GESUNDHEIT! Prof. Heinz Lohmann trifft Sabine Brase


Foto: Sabine Brase, Pflegedirektion Klinikum Oldenburg

Konzepte für die Pflege: Innovative Lösungen sind gefragt!
„Pflege-Vordenkerin“ Sabine Brase spricht im Web-TV-Talk mit Prof. Lohmann über Pflegequalität, Mitarbeiterbindung und -gewinnung sowie über innovative, qualitativ hochwertige und künftig berufsgruppenübergreifende Ausbildungsformen.

 
   
 
   
 


Alles anders – wie leben mit Demenz?
Orientierung und Hilfen für Partner, Familie und Freunde
 

 

Demenz stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch An- und Zugehörige werden im alltäglichen Leben immer wieder mit unbekannten, ungewohnten und ungeahnten Situationen konfrontiert. Wie kann ich mich als Angehörige/r auf die Zukunft vorbereiten, was muss ich wissen und wohin kann die Reise führen?


"Alles anders – wie leben mit Demenz?" widmet sich in sechs Kapiteln sämtlichen Fragen, die bei An- und Zugehörigen im Verlauf auftreten können – von den ersten drängenden Fragen zu Beginn über die richtige Kommunikation mit Menschen mit Demenz, die Rolle von Bewegung und Ernährung, die Bedeutung des Glaubens bis hin zur Selbstfürsorge für Angehörige und auch zur zentralen Frage danach, was passiert, wenn die Demenz ein fortgeschrittenes Stadium erreicht. Umfassende Informationen schnell und unkompliziert auf den Punkt gebracht. Demenzbotschafterin Sophie Rosentreter trifft ExpertInnen, Pflegende und Menschen mit Demenz in ihren Wirkstätten, begleitet sie im Alltag und gibt so einen Einblick in verschiedene Betreuungssituationen.

Der Film wendet sich an alle, die Menschen mit Demenz in ihrem Umfeld haben. Seien es Freunde, der Lebenspartner, die Lebenspartnerin oder Kinder. Auch für professionell Pflegende ist der Film hilfreich, da er wertvolle Hinweise gibt, wie man den Pflegealltag erleichtern, aber auch mit neuen Ideen bereichern kann.

 
   
 
   
 

 
   
 
 

 

ALTENPFLEGE 2021

Leitmesse der Pflegewirtschaft als virtuelles Event


6. bis 8. Juli 2021, online
 

Weitere Informationen

 
 
 
 
 
 



Live-Veranstaltungen zum Thema
"Mit Demenz umgehen"


Start der Reihe ab dem 22. Juli 2021, 15:30 Uhr

 

 

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

Abmelden

  matomo