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Editorial
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Liebe Leserinnen und Leser,
Demokratie im Krisenmodus? Die jüngsten Wahlen in den USA im November und auch das fast gleichzeitige „Ampel-Aus“ zeigen eindrucksvoll, wie wichtig demokratischer Zusammenhalt und politischer Konsens sind. Eine stabile und zukunftsfähige Demokratie erfordert Dialog und Kooperation, denn genau da liegt die Stärke unserer Demokratie – im Miteinander!
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Foto: Dr. Kristina Mann
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Und dazu möchte ich Sie einladen, liebe Leserinnen und Leser, mit der aktuellen Ausgabe von ProAlter zum Thema „Demokratisierung und Alter(n)“ nicht nur auf das zu schauen, was uns trennt, sondern auf das, was uns verbindet. So zeigt die Schwerpunktsetzung durch die Kombination von konkreten Handlungsansätzen in verschiedenen Settings und fundierten Analysen das Potenzial der Demokratisierung des Alters und des Alterns.
Damit wünsche ich Ihnen eine spannende Lektüre mit dem letzten Newsletter des Jahres 2024 und der aktuellen Ausgabe von ProAlter, sowie eine schöne und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit. Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!
Herzlichst
Kristina Mann
Politik & Wirtschaft
Demokratisierung und Alter(n): ProAlter Heft 4/2024 ist erschienen
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Lebensverläufe und Lebensstile werden zunehmend vielfältiger, und das Alter(n) zeigt sich heute heterogener als je zuvor. Die Vielfalt an Erfahrungen und Lebensrealitäten spiegelt sich jedoch nicht immer in einer gerechten Chancenverteilung wider. Zugleich prägt ein Gefühl des Dauerkrisenmodus unsere Zeit. [...]
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Demenz, Wissenschaft & Forschung
Einsamkeit und Alzheimerrisiko
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Zeit für sich zu haben ist oft wohltuend. Dauerhafte Einsamkeit hingegen kann auf die Psyche schlagen und das Risiko für Alzheimer erhöhen. Studien zeigen, dass Menschen, die ungewollt allein sind, ein bis zu doppelt so hohes Erkrankungsrisiko haben. [...]
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Pflege, Versorgung
Ausländische Pflege(fach)kräfte: Unverzichtbar für Deutschland
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„Das Beschäftigungswachstum in der Pflege wird inzwischen ausschließlich von ausländischen Beschäftigten getragen“ – so die Meldung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) Mitte Oktober 2024. [...]
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Demenz, Pflege, Veranstaltungen, Versorgung
„Demenz: Hinsehen. Helfen. Handeln" – 12. Kongress der DAlzG
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© DAlzG / Thomas Langer
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Rund 700 Besuchende nahmen am 12. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) vom 10.–12.10. in Fürth teil. „Wir brauchen im Versorgungssystem einen Perspektivwechsel! Im Mittelpunkt muss die betroffene Person und ihre Familie stehen. Wir brauchen eine Haltung, die Ressourcen wahrnimmt, stärkt und unterstützt!“ – So eröffnete Monika Kaus, Vorstandsvorsitzende der DAlzG, den Kongress. [...]
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3 Fragen an ...
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… Julia-Christin Gaum
Projektleitung von QplusAlter Modellprojekt „Älter werden im Quartier“

© Q8 Sozialraumorientierung
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Liebe Frau Gaum, Sie kennen sich beim Thema Einsamkeit im Alter bestens aus. Was hat Einsamkeit für eine Bedeutung in Bezug auf ältere und alte Menschen und auch gesellschaftlich?
Wie Menschen ihren Alltag gestalten und ob sie gewollt allein sind oder sich einsam fühlen, ist sehr individuell. Wenn Menschen sich im Alter einsam fühlen, wirkt sich das oft auch negativ auf ihre körperliche und psychische Gesundheit aus.
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Wenn Menschen dann noch Partnerschaften oder Freundschaften verlieren und oft auch finanzielle Sorgen hinzukommen, verstärkt es das Gefühl des Alleingelassenseins. Es ist daher es sehr wichtig, den Menschen offen zu begegnen, so dass sie sich trauen, über ihren Alltag und ihre Lebenssituation zu sprechen.
Wie kann man einsame bzw. und isoliert lebende ältere Menschen erreichen und sie unterstützen?
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es nicht darum geht, das Thema Einsamkeit isoliert anzugehen, sondern gerade im Gegenteil: Ein „einsamkeitsunspezifischer“ Ansatz ist wirkungsvoll. Dafür sind folgende Aspekte entscheidend: Wir nehmen den Menschen gegenüber eine offene, erkundende Haltung ein und orientieren uns an ihrer Lebensenergie, ihren Vorstellungen eines gelingenden Alltags, wir sondieren gemeinsam, welche Ressourcen bei ihnen, im persönlichen Umfeld und im Sozialraum vorhanden sind. Kurz gesagt. Wir schauen gemeinsam mit den älteren Menschen auf ihre Lebenswelt, um herauszufinden, wie sie gut leben können und wie erste Schritte dafür aussehen könnten, seien sie auch noch so klein.
Sie haben in der aktuellen Ausgabe von ProAlter über den sozialraumorientierten Ansatz im Modellprojekt QplusAlter berichtet. Worum geht es?
Im QplusAlter Modellprojekt „Älter werden im Quartier“ in Hamburg beraten und begleiten Lots*innen ältere Menschen und ihre Zugehörigen und entwickeln gemeinsam mit ihnen ein individuelles Unterstützungssetting. Die sozialraumorientierte Arbeitsweise der Lots*innen geht aus vom Willen der älteren Menschen, d. h. ihre Vorstellungen und Interessen vom guten Leben sind handlungsleitend. Das Ziel: Menschen sollen bis ins hohe Alter möglichst selbstständig und selbstbestimmt nach ihren Vorstellungen im Quartier leben können. Mit der neuen Funktion der Lots*in gelingt es, Zugangsbarrieren ins Hilfesystem zu überwinden, die Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit älterer Menschen und ihrer Angehörigen und Zugehörigen zu unterstützen und sie zu befähigen, die persönlichen Ressourcen des Menschen, technische Hilfen und digitale Medien, Ressourcen des sozialen Umfelds, sozialräumliche Ressourcen sowie die professionellen Dienstleistungen sinnvoll miteinander zu kombinieren. Der Ansatz entlastet damit den einzelnen Menschen und das ihn umgebende Hilfesystem.
Den vollständigen Artikel zum Modellprojekt QplusAlter von Julia-Christin Gaum finden Sie in der aktuellen Ausgabe von ProAlter (Heft 4/2024).