Logo   Newsletter WdK Oktober 2019
 
 
 
   
 

 
   
 
   
 


 

Zeit und Geduld sind gefragt beim Arztbesuch

In unserer Lebenswirklichkeit hat sich enorm viel geändert. Online-Banking und Online-Einkauf zu jeder Tageszeit ermöglicht nahezu völlige Flexibilität in unserem Tun und Lassen. Dass ich dieses Editorial auch entspannt auf einem Segelschiff schreiben könnte, ermöglichen Internet und digitale Netzwerke. Rat und Tat sind rund um die Uhr abrufbar. Braucht man aber einen Arzt, ist alles anders.

Dazu eine kurze Geschichte: Als ich gestern die Planung für heute machte – u. a. dieses Editorial zu schreiben – hat sich wiederholt die Weisheit des Dalai Lama bestätigt, wonach es zwei Tage im Leben eines Menschen gibt, an denen man nichts ändern kann, und das sind gestern und morgen.
Gestern konnte ich noch nicht absehen, dass mich heute eine akute, sehr störende Augenentzündung plagte, die besser abgeklärt werden sollte. Heute, das war der Tag vor einem Feiertag, dem sich ein Brückentag anschließen würde. Klar wurde mir das erst angesichts eines bei Praxisöffnung bereits völlig überfüllten Wartezimmers bei meinem Augenarzt. Gesteuert wurde die geplante und akute Nachfrage der Patientinnen und Patienten von zwei Praxisdamen am Empfang und einer – so nahm ich es wahr – Patientenkarteipflegerin als Hilfskraft im Hintergrund. Etwa 45 Minuten Wartezeit wurde mir prognostiziert. Wenn ich wolle, könne ich auch schnell noch was anderes erledigen. Ich überschlug rasch: 45 Minuten bei 18 Wartenden macht nicht mal drei Minuten Behandlungskontakt pro Person. Mit meinem Tablet begab ich mich ins benachbarte Café, ein paar Mails checken und mal nachzusehen, was es mit den Wartezeiten in Arztpraxen auf sich hat. Und siehe da: Etwa 60 Prozent der gesetzlich Versicherten warten in den Arztpraxen mindestens 30 Minuten auf die eigentliche Konsultation, ob bestellt oder nicht bestellt, im Durchschnitt natürlich. Fast 20 Prozent warten bis 60 Minuten und fast 10 Prozent sogar bis zu zwei Stunden, so die Ergebnisse aus einer Umfrage von 2017, neuere Zahlen habe ich in den 45 Minuten nicht gefunden. Übrigens geben nur rund zwei Prozent der Befragten an, keine Wartezeit beim Arzt zu haben, wohingegen dies etwa 15 Prozent der PKV-Versicherten bestätigten. Nach den mir angebotenen 45 Minuten Verteilzeit ging es in der Augenarztpraxis wie in einem Bienenschlag zu. Erst nach insgesamt zwei Stunden sah mich der Arzt. In drei Minuten waren Diagnose und Therapie klar. Zwei Stunden für drei Minuten, das ist eigentlich nur etwas für richtige Fans von irgendetwas. Ich hatte nicht den Eindruck, dass irgendeiner der Anwesenden einen solchen Habitus ausstrahlte. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass 15 Prozent der Wartenden überflüssigerweise die Arztpraxis aufgesucht haben, wie es vom GKV-Spitzenverband mal geheißen hat. Die ganze Diskussion um Arzttermine und die damit verbundenen Regelungen wie Terminservicestellen und die Instrumente des TSVG sind im Grunde Kosmetika, wenn sich in den Prozessen insbesondere der Facharztpraxen nichts ändert. Viel Zeit und viel Geduld sind nach wie vor erforderlich und Pläne von gestern können so am nächsten Morgen schnell über den Haufen geworfen werden.

In diesem Sinne grüße ich Sie ganz herzlich

Ihr Rolf Stuppardt

 
   
 
   
 


 


Von fairer Kassenwahl zu fairem Kassenwettbewerb – Das eine geht nicht ohne das andere
Zentrale Inhalte des „Faire-Kassenwahl-Gesetzes“ sind entfallen, so musste es zum „Faire-Kassenwettbewerb-Gesetz“ umgetauft werden. Herausgeber Rolf Stuppardt meint aber, dass das eine nicht ohne das andere wirklich funktionieren kann und nimmt in seinem Editorial eine Kurzbewertung vor.

Generalangriff auf die Selbstverwaltung – das verbindende Ordnungsprinzip Spahn’scher Fließbandgesetzgebung
Rolle und Funktion der Selbstverwaltung haben sich im Laufe der Reformen stark verändert. Die Aufgaben und Anforderungen allerdings auch. Bei 16 Gesetzen in 16 Monaten hat der amtierende Gesundheitsminister Jens Spahn u. a. auch die Absicht, deutlich in das in der deutschen Sozialordnungspolitik stark verankerte Selbstverwaltungsprinzip einzugreifen. Das stößt auf Einwand und Kritik. Spahn selbst wünscht sich mehr Debatten in der Sache. Prof. Dr. h. c. Herbert Rebscher nimmt ihn dabei beim Wort und versucht mit seinem Einwurf eine reformhistorische und ordnungspolitische Verortung vorzunehmen, aber auch zu sagen, welche Eckpunkte für eine lösungsorientierte Politik konsequenterweise aufzugreifen wären.

Ergebnisse einer Versichertenbefragung zur Stomaversorgung
Die Qualität der Stomaversorgung war ins Gerede gekommen. Im Rahmen einer Versichertenbefragung hat die BIG direkt gesund 2019 wichtige Aspekte zur Stomaversorgung erhoben, deren Ergebnisse, Konsequenzen und Vorgehensweise unsere Autoren Detlef Klaus, Dr. Sandra Schenk und Kirstin Bratz zur Diskussion stellen

Adipositas – Krankheit oder Lebensstil?
Weltweit – nicht nur in Deutschland – nimmt die gesundheits- und gesellschaftspolitische Brisanz von Adipositas zu. Zahlreiche Gesundheitsstörungen sind darauf zurückzuführen. Die Gesundheitsrisiken des Übergewichts wurden in der Vergangenheit eher unterschätzt und dementsprechend lässt auch die therapeutische Steuerung zu Wünschen übrig. Dr. Cornelia Fietz, Prof. Dr. Dr. Reinhard Rychlik und Birgit Blumenschein arbeiten das Thema aus gesundheitsökonomischer Perspektive auf und diskutieren Epidemiologie, Ursachen, Kosten und therapeutische Optionen.

Altersrückstellungen in der Krankenversicherung – warum das Risikomanagement der Kapitalanlage noch stärker in den Fokus rückt
Durch die Erhöhung der maximal zulässigen Aktienquote am Deckungskapital für Altersrückstellungen für gesetzliche Krankenversicherungen ist auch dem Risikomanagement eine höhere Bedeutung zugekommen. Was das unter den gegebenen Rahmenbedingungen für die Krankenversicherungen bedeutet, diskutieren Christian Roth und Christoph A. Horst.

Gastbeitrag: Das Feigenblatt – Einbindung von Patienten- und Berufsvertretungen im neuen MDK-Reformgesetz
In seinem Gastbeitrag kommentiert Klaus-Dieter Neander, in der Mediatoren- und Pflegepraxis zu Hause, die Einbindung von Patienten- und Berufsvertretungen im MDK-Reformgesetz als Chance im Unterschied zu den Gepflogenheiten beim G-BA.

 

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Die besondere Veranstaltung in Kooperation mit WELT DER KRANKENVERSICHERUNG und medhochzwei
 

Jubiläumsveranstaltung: 20 Jahre Berliner Gespräche im Gesundheitswesen




Die Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen feiern in diesem Jahr den 20-jährigen Geburtstag. Angesichts der aktuellen Reformaktivitäten im Gesundheitswesen und deren möglicher Wirkungen ist dies Anlass, ein ganz besonderes Programm mit hochrangigen Referenten anzubieten. Wir kooperieren mit der Veranstaltung und möchten diese auch Ihnen ganz besonders empfehlen.
Inhaltlich werden wir uns in diesem Jahr mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz, dem TSVG, mit den Veränderungen und Perspektiven der ambulanten Versorgung, ihr Verhältnis zum stationären Bereich und den Planungen für eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit beschäftigen. Aus den vielfältigen Änderungen, die das TSVG insbesondere in der ambulanten und der sektorenübergreifenden
Versorgung mit sich bringen wird, wollen wir uns insbesondere diesen Themen widmen:

  • Änderungen des TSVG in der ambulanten Versorgung

  • Neuausrichtung der Bedarfsplanung und Reform des Gemeinsamen Bundesausschusses

  • Gemeinsamer oder geteilter Versorgungsauftrag von Krankenhäusern und Kassenärztlichen Vereinigungen?

  • Privatisierung des Sicherstellungsauftrages durch investorengesteuerte MVZ?


Namhafte Referenten stehen uns für die Diskussionen zur Verfügung:

  • MinDir Joachim Becker, Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Leiter der Abteilung Krankenversicherung, Bonn

  • Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof, ehemaliger Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts

  • Prof. Dr. Winfried Kluth, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

  • Prof. Dr. Jonas Schreyögg, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, Hamburg

  • Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Berlin

  • Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Berlin

  • Prof. Dr. Ulrich Wenner, Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht, Kassel

  • Dr. Kaweh Schayan-Araghi, Geschäftsführer der Artemis Augenkliniken und MVZ, Dillenburg

  • Walter Plassmann, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH), Hamburg



Das Programm ist online erreichbar, hier können Sie sich über Details informieren
und sich gerne auch online anmelden: http://www.gesundheitsgespraeche-berlin.de

 
   
 
 

Heilberufe, Politik & Wirtschaft
Medizin-Nobelpreis geht in die USA und nach UK

 
 
 
 
 
 

Krankenversicherung, Heilberufe
Qualität der Arbeit von Krankenkassen verbessern

 
 
 

Management, Politik & Wirtschaft
Kliniken sollen 250 Millionen zusätzlich erhalten

 
 
   
 

Aktuelles aus dem Verlag, Krankenversicherung
3. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung: Gesundheit und Pflege im Spiegel der Reformen – alles auf einem guten Weg?



Enorme Reformbewegungen wirken aktuell und darüber hinaus auf Strukturen, Prozesse und Ergebnisse in Gesundheit und Pflege. Was macht das mit PatientInnen, mit Leistungs- und Kostenverantwortlichen? Schnelligkeit ist gefragt, insbesondere was Entscheidungen, Digitalisierung und Zugänge anbelangt. Zugleich ist Nachhaltigkeit bezogen auf gute, kooperative und durchlässige Versorgung und Pflege im Interesse vor allem chronisch Kranker und Pflegebedürftiger mehr als nur wünschenswert. Und nicht zuletzt wird Qualität und Sicherheit gefordert und gefragt sein, was die Versorgungsergebnisse und deren Transparenz anbelangt.

Das 3. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung greift all das in der Absicht auf, im Austausch der unterschiedlich Beteiligten eine Zwischenbilanz „im Spiegel der Reformen“ zu ziehen und zu hinterfragen, ob die Weichen richtig gestellt sind. Maßgebliche Repräsentanten und Akteure aus dem Gesundheitswesen, der Politik und der Wissenschaft haben wir gebeten, ihre Erfahrungen, Erkenntnisse, Perspektiven und Optionen mit uns hoch über den Dächern Heidelbergs zu diskutieren.

Das Programm ist online:
www.heidelberger-forum-gesundheitsversorgung.de

 
   
 
   
 
Weitere Nachrichten finden Sie hier.
 
   
 
   
 

 
   
 
 
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Prof. Dr. Bernd Halbe, Fachanwalt für Medizinrecht und Honorarprofessor an der Universität Köln, spr...
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Gerade erschienen:
Gaymann/Rondot/
Steinhilber
Der Daily Lama

 
 
 



Gerade erschienen:
Lüdke
Bei Stella & Tom fliegen die Fetzen

 
 
 



Gerade erschienen:
Ilses weite Welt
Unsere schönsten Märchen (Fotokarten)

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Heger/Augurzky/
Kolodziej/Krolop/
Wuckel
Pflegeheim Rating Report 2020

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Heger/Augurzky/
Kolodziej/Krolop/
Wuckel
Pflegeheim Rating Report 2020 (Foliensatz)

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Frankenstein
DRG kodieren Schritt für Schritt

 
 
   
 

 
   
 
   
 




Neuer Vorstand des Aktionsbündnisses Patientensicherheit – APS – im Amt


Hedwig François-Kettner, Dr. Ruth Hecker

Anlässlich der APS-Mitgliederversammlung Ende September standen Vorstandswahlen auf dem Programm. Nachdem die langjährige Vorsitzende Hedwig François-Kettner nicht mehr angetreten war, wurde Dr. Ruth Hecker, die bisherige stellvertretende Vorsitzende, mit überwältigender Mehrheit zur neuen Vorsitzenden gewählt. Die Fachärztin für Anästhesie und langjährige Leiterin des Bereichs Qualitätsmanagement und klinisches Risikomanagement der Universitätsklinik Essen hat als stellvertretende Vorsitzende die Juristin Heike Morris an ihrer Seite, die bei der UPD beschäftigt und neu im Vorstand des APS ist. Neuer Generalsekretär ist der Berater und Gesundheitswissenschaftler Marcel Weigand.


Boris Augurzky übernimmt Vorstandsvorsitz der Stiftung Münch



Professor Boris Augurzky (47) ist ab dem 1. Oktober 2019 Vorstandsvorsitzender der Stiftung Münch. Der Gesundheitsökonom wechselt in dieses Amt aus der Position des wissenschaftlichen Geschäftsführers der Stiftung, die er seit deren Gründung im Jahr 2014 innehatte. Das Vorstandsteam wird unverändert von Eugen Münch als stellvertretendem Vorstandsvorsitzenden und Professor Bernd Griewing komplettiert. Kaufmännischer Geschäftsführer und Syndikus ist Dr. Johannes Gruber, die operative Geschäftsführung übernimmt Annette Kennel. Augurzky studierte Volkswirtschaftslehre und Mathematik und ist außerplanmäßiger Professor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen. Von 2001 bis 2003 arbeitete er als Berater bei The Boston Consulting Group. Im Anschluss wechselte er an das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, wo er den Bereich Gesundheit aufbaute und seitdem leitet.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Xpomet© Medicinale 2019
10.–12.10.2019, Berlin

Weitere Informationen

 
 
 



20. Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen
29.11.2019, Berlin


Weitere Informationen

 
 
 


3. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung
14.02.2020, Heidelberg

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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