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Die gegenseitige Abhängigkeit von Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft

Während ich dieses Editorial in meinem Homeoffice mit Zugang zu Wald und Garten abfasse, lockt die Frühlingssonne uns nach draußen. Verführung pur – vor allem auch in den Städten. Dieser Verführung sollten wir gemäß der therapeutischen Parole „Wir bleiben zu Hause“ aber möglichst nicht erliegen und wenn doch, dann bitte mit dem notwendigen Ab- und Anstand zwischen uns Menschen, die ja bekanntlich Sozialwesen sind. Digitale Nähe ist jetzt die Antwort auf „Social Distancing“. Das schafft virtuelle Räume, um die analoge Vollbremsung ein wenig zu kompensieren.


Jedes Bundesland hat inzwischen Verordnungen erlassen, wie wir uns in dieser Corona-Krise zu verhalten haben, was geht und was nicht geht und wie teuer das alles ist, wenn wir uns nicht daranhalten. In NRW zum Beispiel sind das 17 Paragrafen, die automatisch am 19. April 2020 außer Kraft treten. Dann ist Ostern vorbei, ohne Kirchgang, ohne Ausflüge, mit vielen Video-Chats wahrscheinlich und vielen Päckchen und Paketen, die schokoladene Osterhasen mit der gelben Post transportieren. Normalerweise wären die vor dem gemeinsamen Restaurant- oder Café-Besuch ganz analog und herzlich ausgetauscht worden. Wir hätten der lokalen Dienstleistungswirtschaft Umsätze verschafft und den Anbietern von kleinen und großen Feriendomizilen auch. Ein erstes wichtiges Saisongeschäft in diesem Jahr fällt komplett flach.

Panik und Angst haben sich ausgebreitet vor dem Virus, der offenbar streuwütig uns alle in die Schranken verweist. Panik und Angst bauen sich aber auch auf vor der Rezession, vor dem Verlust der Existenz, vor dem Verlust der Arbeitsplätze. Und warum? Weil wir, die wir global prosperierend unterwegs waren und uns gut auskennen in Wachstum, Wettbewerb, Ausbeutung und Preis sowie Kosteneffizienz, jetzt aber ausgerechnet über den unsichtbaren Virus namens SARS-Cov-2 (noch) zu wenig wissen und in dieser Situation vieles annehmen und uns danach richten (müssen?), was (schlimmstenfalls?) sein könnte. Das „Schlimmstenfalls“ gilt es zu verhindern, um die medizinisch-technische Infrastruktur und die begrenzten Pflegekräfte mit Kompetenz vor allem in der intensivmedizinischen Versorgung nicht kollabieren zu lassen. Das „Könnte sein“ und „wir wissen es nicht“ nebst vagen Anhaltspunkten, was das Virus wirklich macht, verstört uns. Wir sollen besonnen sein. Klar, aber das fällt sicher denjenigen leichter, die nicht jeden Tag BILD + Co lesen oder die Brennpunkte im Fernsehen verfolgen. Die tägliche Melange zwischen Information und Sensation und der Präsentation von absoluten Zahlen mit den schrecklichen Bildern von Särgen, die in kein Verhältnis gesetzt werden, ist eher dazu geeignet, Ängste, statt Besonnenheit zu befördern. Das wird zusätzlich krank machen. Auffällig ist das Defizit von „Lichtblicken“, wie auch Mut machende Einordnungen z. B. in das übrige oder vergleichbare Krankheits- und Mortalitätsgeschehen. Wir wissen eben noch nicht, ob es wirklich zu Übersterblichkeiten kommt. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dahinter eine subtile politische Pädagogik zur Verhinderung von „Sorgenfreiheit“ steckt, weil ansonsten die Disziplin der „mündigen“ Bevölkerung vielleicht leiden könnte. Deren verfassungsrechtliche Zusicherungen sind massiv eingeschränkt. Das muss immer sehr triftige Gründe haben und verhältnismäßig sein. Die Bevölkerung ist dennoch zu sehr großen Teilen diszipliniert, weil sie sich zurecht Sorgen macht.

Lesen Sie hier das gesamte Editorial.

In diesem Sinne wünsche ich Frohe Ostern und dass wir alle gesund bleiben

Ihr Rolf Stuppardt

 
   
 
   
 




Verhältnismäßigkeit und Potential in der Krise
Wir alle machen in der derzeitigen Pandemie, die uns fast wie ein Erdbeben heimgesucht hat, völlig neue Erfahrungen, Alte andere als Junge und Familien andere als Alleinstehende. Was wird das mit uns machen? Dichte Momentaufnahmen einer Zeitenwende, ein Qualitätssprung für Nachhaltigkeit, Sozialbeziehungen und Kultur? Herausgeber Rolf Stuppardt versucht in seinem Editorial, aus der Zukunft zurückzublicken.

Das Virus, die Menschen und das Leben – Coronavirus und die alltägliche Gesundheitsversorgung
Die Welt ist im Ausnahmezustand. Das öffentliche und gesellschaftliche Leben wurde in kürzester Zeit so drastisch zurückgefahren wie niemals zuvor. In einigen Ländern spitzt sich die Lage zu, in anderen sind die Verläufe günstiger. Es ist die Zeit, in der wir uns in Ruhe mit den Fakten, Zusammenhängen und Perspektiven beschäftigen können. Dr. Ellis Huber hat dazu einen Beitrag verfasst, der die Fakten benennt und diese in einen größeren und vergleichenden Zusammenhang stellt.

Entlassmanagement Psychiatrie mit deprexis erfolgreich
Im Vorgriff auf das Digitale-Versorgungs-Gesetz (DVG) hatte die BIG direkt ein Pilotprojekt zum erweiterten Entlassmanagement Psychiatrie mit der interaktiven Software-Anwendung deprexis gestartet und dies mit den Partnern LWL-Klinik Dortmund und der Servier Deutschland GmbH evaluiert. In unserem Beitrag werden die Ergebnisse aus den drei Perspektiven von den Projektbeteiligten vorgestellt.

Die Krankenkasse als Investor – Förderung digitaler Innovationen nach dem DVG
Das Digitale Versorgungsgesetz (DVG) bietet den Krankenkassen ausdrücklich mehr Möglichkeiten zur Förderung digitaler Innovationen. Ein Vorhaben, dessen Stoßrichtung allseits begrüßt wird. Gleichwohl dürfte fraglich sein, ob der neue Regelungsrahmen tatsächlich ein taugliches Fundament für mehr Investitionen durch Krankenkassen schaffen kann. Das diskutieren unsere Autoren Dr. Benjamin Wübbelt und Mario Kreutzer, Juristen bei Bird & Bird LLP, Düsseldorf.

Das gesunde Glück – wie präventive Glücksstrategien unsere Gesundheit erhalten und verbessern können
Weg mit den Dogmen, weg mit den Zeigefingern, her mit dem Glückserleben, so die Zusammenfassung der Botschaften aus dem sogenannten Glückministerium in Mannheim. Das alles ist höchst individuell gesehen und keinesfalls will das Ministerium „Glücksgesetze“ für alle erlassen. Im Gegenteil, es ist das erste Ministerium ohne eine Gesetzesinitiative. Gina Schöler haben wir bei einer Veranstaltung des vdek kennengelernt, wo sie einen beachtlichen Vortrag hielt, der aus dem Rahmen fiel. Die Autorinnen Gina Schöler und Selina Hitzfeld fassen in ihrem Beitrag zusammen, was sie bewegt.

 
   
 
   
 

 
   
 
 

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Fritz Beske verstorben


Fritz Beske


Prof. Dr. med. Fritz Beske ist am 26. März 2020 im Alter von 97 Jahren verstorben. Der am 12. Dezember 1922 in Pommerschen Wollin geborene Arzt, Gesundheitspolitiker und Gesundheitssystemforscher hat zahlreiche Ehrungen erhalten. Er absolvierte als einer der ersten deutschen Ärzte in den USA das Studium zum Master of Public Health und wurde ein Pionier der Wissenschaft vom öffentlichen Gesundheitswesen in Deutschland. Beske war sowohl in der schleswig-holsteinischen Gesundheitspolitik, zuletzt als beamteter Staatssekretär, als auch bei der WHO aktiv. Bereits 1975 gründete er das Kieler Institut für Gesundheits-System-Forschung, dass er bis zu dessen Schließung 2013 leitete, da war Beske 90 Jahre alt und hatte 125 Bände in der institutseigenen Schriftenreihe herausgegeben. Ein wahrlich erfülltes, produktives Leben.

 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
 



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