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Drama-Kommunikation macht krank

Die Vorweihnachtszeit und der Jahresendspurt gehen gemeinhin mit vielen gemütlichen Kleinfeierlichkeiten und guter Laune einher.
Doch in diesem Jahr ist alles anders. Eine weltweite Pandemie mit strapazierenden und noch nicht gänzlich bekannten Auswirkungen hat das lokale und globale Leben drastisch verändert. Was lehrt uns dieses exklusive Jahr 2020? Das mag für uns alle im Einzelnen unterschiedlich sein.

So komme ich z. B. mit meinen großzügigen Wohn- und Arbeitsbedingungen am Waldrand auf dem Lande mit allen möglichen technischen Anbindungen gut zurecht. Das mag für den Städter anders sein. Aber auch mir fehlen die analogen Begegnungen, der authentische, nichtvirtuelle Austausch. Verwackelte Video- und WhatsApp-Kommunikationen können das nicht ersetzen, aber gut, dass es sie gibt. Überhaupt ist der Durchbruch der digitalen Möglichkeiten nicht nur für diese Corona-Zeiten eher ein Segen, auch in der gesundheitlichen Versorgung. Das ist z. B. eine der Erkenntnisse und Lehren aus diesem Jahr: Wir können gut und nützlich in Echtzeit kommunizieren. Doch das ist nicht alles. So erfahren wir auch, wie nützlich und verbindend Solidarität ist. Dass Verantwortung sich nicht nur auf jeden Einzelnen bezieht, sondern auch auf die Mitmenschen. Dass nachhaltige Politikgestaltung nicht nur die Gegenwart akuter Herausforderungen in begrenzten Legislaturperioden im Blick haben muss, sondern alles dafür tun muss, um künftigen Generationen ein sicheres und gesundes Leben auf diesem Planeten zu ermöglichen. Dass Klimawandel kein Hirngespinst ist und Vorsorge und Prävention elementare wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen sind, die national wie international konsistente, verbindliche Rahmenbedingungen benötigen.

Es lehrt aber auch, dass die „Infodemie“ der Massenkommunikation mit ihrem Ängste schürenden und dramatischen Habitus selbst auch krank machen kann. Sei es, dass notwendige Behandlungen verschoben werden oder psychische Erkrankungen zunehmen. Die martialischen Vergleiche, dass die Corona-Todeszahlen einem täglichen Flugzeugabsturz gleichkämen (Söder), dass die Zahl der Toten in den USA dem Auslöschen ganzer Großstädte entsprechen würden (BILD Zeitung) oder die triviale Philosophie des Herrn Söder dieser Tage, dass Todesfälle nicht nur eine statistische Größe seien, sondern hinter jeder Zahl trauernde Familien und ein Mensch stecken, wobei letzterer das Weihnachtsfest gern erlebt hätte. Ja, das gilt für jeden Todesfall, nicht nur jetzt, sondern immer. Die Beschäftigung mit dem Tod ist sicher wichtig, weil er zum Leben gehört und sie kommt in unserer Gesellschaft durchaus zu kurz. Aber so? Die Drama-Kommunikation ist ungesund. Und warum nicht auch die Freude über Geburten, Produkte der Liebe und Nähe menschlichen Lebens kommunizieren? Es ist mir alles zu unausgewogen.   

Verabschieden wir daher dieses Jahr der Zumutungen still und leise im kleineren Kreise. Gut, dass es geht, das Jahr der Einschränkungen und geschürten Ängste, und auf ein Neues mit weniger Drama-Kommunikation, stabiler Solidarität und nachhaltiger präventiver Ausrichtung.

Wir rüsten uns mit WELT DER KRANKENVERSICHERUNG für das zehnte Jahr unseres Erscheinens. Eine schöne, bereichernde Zeit, in der wir viele Zukunftsthemen behandeln konnten. Apropos Zukunftsthemen: Nehmen Sie teil an unserem 4. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung am 25. Februar, ganz im Zeichen einer breiten integrierten Versorgung – auch das eine Lehre aus dieser Pandemie. Näheres erfahren Sie hier.

In diesem Sinne grüße ich Sie sehr herzlich, bleiben Sie gesund und bei guter Laune
Ihr Rolf Stuppardt 

 
   
 
   
 




Editorial: Kassen nicht im Regen stehen lassen
Es sieht ganz danach aus, dass die Krankenkassen und mit ihnen die Versicherten und Arbeitgeber die großen finanziellen Verlierer 2021 und 2022 sein werden, wenn sich nichts ändert. Und das ist nicht nur Corona-bedingt. Das ist ein ungutes politisches Mantra, weg mit den Verschiebebahnhöfen, meint Herausgeber Rolf Stuppardt in seinem Editorial.

Mit patientenindividueller Analyse die optimale Medikation finden
OptiMedis hat gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Wehling einen automatisierten Algorithmus, FORTA-EPI entwickelt, der die Arzneimittelversorgung auf regionaler und Praxisebene in Bezug auf Unter- und Überversorgung auswerten kann. Kurz vor der Testung in ersten Regionen steht nun ein weiteres Tool, MyFOR-TA zur Verfügung, das die Versorgung mit Arzneimitteln auch patientenindividuell auswerten kann und Ärzte so in ihren Entscheidungen unterstützt. Timo Schulte, Andree Rabenberg, Prof. Dr. Martin Wehling und Dr. h.c. Helmut Hildebrandt diskutieren das.

Versorgungsgestaltung durch Krankenkassen im Rahmen der „agilen“ Sozialgesetzgebung – Ein Rollenverständnis im Wandel
Welche Gestaltungspotentiale halten die Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) für Krankenkassen bereit? Welche weiteren Optionen bieten das DVG und die ihm folgenden Initiativen der Spahnschen „agilen Gesetzgebung“? Dies diskutieren Dr. Elmar Waldschmitt und Claudia Draemann und attestieren die Notwendigkeit eines neuen Rollenverständnisses.

Interview: Care- und Casemanagement für Hochbetagte
Termindichte, Zeitmangel, demografische Erfordernisse, mangelnde Integration therapiebegleitender Maßnahmen, Unter- und Fehlversorgungen gleichermaßen führten zu der Konzeption einer neuen Versorgungsform, die es alten Menschen ermöglicht, möglichst lange in ihrer Häuslichkeit verbleiben zu können. Dr. Monika Sinha hat die Netzwerkkoordinatorin Claudia Beckmann zum Stand des Projektes befragt.

Patienten im Fokus
Patientinnen und Patienten werden an jeder Stelle des Versorgungs- und Leistungspfades im Fokus stehen. Ihre Expertise wird Gewicht für Service- und Versorgungsqualität erlangen. Das wird durch digitale Strategien sichergestellt. Dr. Annette Mehler und Rolf Stuppardt beleuchten die Themenperspektive.

Integrierte Regelversorgung als Regelversorgung – eine Replik und ein weiterer Kommentar
Ein Autorenteam um Dr. h.c. Helmut Hildebrandt hatte in den Ausgaben 7/8 und 9 von WELT DER KRANKENVERSICHERUNG eine Status-Quo-Bestimmung und Vorschläge für eine regelhafte Integrierte Versorgung vorgelegt. Dies ist inzwischen breit diskutiert und kommentiert worden. Nun veröffentlichen die Autoren eine Replik darauf. Wir werden die Diskussion weiterführen.

Neu + Nützlich: Velibra®- Online-Programm für Angst- und Panikstörungen
Die Velibra-App gehört zu den ersten Digitalen Gesundheitsanwendungen, die unter den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen vom BfArM gelistet wurden. Wir stellen das Potential vor.


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Die Grafik des Monats
 


Statista hat bezogen auf internationale Agenturmeldungen die berichteten Kosten für verschiedene Covid-19-Impfstoffe pro Dosis grafisch dargestellt. Die sind neben der Effektivität und Art und Menge der Verfügbarkeit natürlich bedeutsam. Die Kosten der Impfstoffkandidaten unterscheiden sich offenbar deutlich.

 
   
 
   
 

 
   
 
 

Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft, Versorgungskonzepte
Krankenkassen verzeichnen 1,7 Milliarden Defizit

 
 
 

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Vdek: Pflegereform geht in die richtige Richtung kein Bild

 
 
 

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AOK: Vernetztes Gesundheitssystem für die Zukunft

 
 
 
 
 
   
 
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Prof. Andreas Meier-Hellmann über die aktuelle Situation mit an COVID-19 erkrankten Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhausgruppe Helios
Prof. Andreas Meier-Hellmann, Chief Medical Officer der Helios Kliniken, sprach im Interview am 25.1...
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Fellgiebel (Hrsg.)
(Schlecht) Hören bei Demenz

 

 
 
 



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Rethink Healthcare
 

 
 
 



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The German Health Care System

 
 
 



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Jorzig/Matusiewicz (Hrsg.)
Digitale Gesundheits-anwendungen (DiGA)

 
 
   
 
 
   
 
   
 




Ingo Morell zum neuen Präsidenten und Dr. Gundula Werner zur Vizepräsidentin der DKG gewählt



Die Mitgliederversammlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hat am 10. November 2020 den bisherigen Vizepräsidenten Ingo Morell (62), Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH mit Wirkung ab Januar zum neuen Präsidenten der Deutschen Krankenhausgesellschaft gewählt. Er tritt die Nachfolge von Dr. Gerald Gaß an, der als Nachfolger von Georg Baum Geschäftsführer wird. Dr. Gundula Werner (57), Geschäftsführerin des Klinikums Altenburger Land und Vorstandsvorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen, wurde zur Vizepräsidentin gewählt. Sie ist zugleich die erste Frau, die dieses Amt bekleidet. Als weiterer Vizepräsident wurde Thomas Lemke, Vorstandsvorsitzender der Sana-Kliniken, wiedergewählt.


Thomas Dittrich neuer Vorsitzenden des Deutschen Apothekerverbandes



Thomas Dittrich wurde Anfang Dezember für 4 Jahre zum neuen Vorsitzenden des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) gewählt. Der 57-jährige Apotheker aus Großröhrsdorf löst den seit zwölf Jahren amtierenden bisherigen DAV-Vorsitzenden Fritz Becker ab, der zur Wahl nicht mehr angetreten war. Dittrich ist seit 2015 Vorsitzender des Sächsischen Apothekerverbandes (SAV) und seit 2017 Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands des DAV. Der Deutsche Apothekerverband ist die wirtschaftliche Interessenvertretung von mehr als 90 Prozent der Inhaber der 19.000 öffentlichen Apotheken in Deutschland.


Hauptstadtkongress: Einhäupl folgt als neuer Kongresspräsident auf Fink



Nach 23 Jahren nun ein Wechsel beim Hauptstadtkongress: Der bisherige Kongresspräsident und frühere Bundestagsabgeordnete und Gesundheitssenator Ulf Fink übergibt den Stab an den langjährigen Chef der Berliner Charité und des Wissenschaftsrates Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, der zugleich auch diese Funktion beim Europäischen Gesundheitskongress München und beim Gesundheitskongress des Westens in Köln übernimmt.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Live-Seminar: DRG-System 2021 – Richtig kodieren in der Hämatologie/Onkologie

17. Dezember 2021, 15:00–16:30 Uhr
nachträglich on demand verfügbar

Online-Seminar

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Live-Seminar: PPP-RL – Praxisorientierter Überblick und Nachweisführung

14. Januar 2021, 10:30–14:30 Uhr
nachträglich on demand verfügbar

Online-Seminar

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4. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung
25. Februar 2021, Heidelberg

Online oder vor Ort

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