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Höchste Zeit, sich mit Ökologie, Klima und Umwelt nachhaltig zu beschäftigen

Auch das ist eine Frage der Gesundheit nicht erst seit der Corona-Krise, die es aber wohl besonders sichtbar gemacht hat: Die Dimension der ökologischen Krise. Seit Ende August – seit dem sog. „Erdüberlastungstag“ – leben die Menschen beim Ressourcenverbrauch über ihre Verhältnisse. Das ist eigentlich seit Jahren bekannt. Das restliche Jahr leben wir mal wieder zulasten künftiger Generationen.


Ob Wasser, Wälder, Böden, saubere Luft, rein rechnerisch lässt sich unser Verbrauch dieser Ressourcen bis Ende des Jahres nicht mehr regenerieren. Fast 50 Jahre ist es nun her, dass dies noch nicht der Fall war. Ressourcenverbrauch, Umweltverschmutzung und die Belastung der Atmosphäre stiegen seitdem ständig an. In diesem Jahr hat nun die Corona-Krise dafür gesorgt, dass sich dieser Raubbau im Vergleich zum letzten Jahr um einen Monat verringert. Das 1,6-fache dessen, was unser Planet eigentlich hergibt, wird wie selbstverständlich verbraucht. Dabei liegen wir in Deutschland fast doppelt so hoch. Das wird nicht länger gut gehen.

Beeindruckt hat mich kürzlich ein Interview mit dem bekannten Wissenschaftsjournalisten Dirk Steffens, der Moderator der ZDF-Sendereihe Terra X. Die Dimension der Klimakrise z. B. sei so gewaltig, dass man das Problem gar nicht mehr richtig vermittelt bekomme. Die Corona-Krise sei wahrscheinlich klein im Vergleich zu Krisen wie Klimawandel und all den anderen Ökoproblemen, vor allem aber auch dem völlig unterbelichteten aber enorm kritischen Artensterben. Wir befinden uns in einer nahezu unaufhaltsamen Ökokrise. Jedes Jahr sterben laut der NASA- und WHO-Zahlen bis zu neun Millionen Menschen an den Folgen der Umweltverschmutzung, so Steffens. Niemand würde dagegen so entschlossen vorgehen wie z. B. gegen das Coronavirus. Von Rettungspaketen und Krisenmaßnahmen keine Spur. Vom Klimawandel zu reden sei im Übrigen zu euphemistisch, es sei dringend notwendig von einer Klimakrise zu sprechen. Seine Aussage, dass man „mit richtigen Zahlen verdammt gut lügen kann“, weist auf das Problem hin, dass ich in meinem Editorial der September-Ausgabe von WDK aufgegriffen habe: Die zentrale Bedeutung von Kommunikation und Informationstransfer.

So werden z. B. leichte Klimaschwankungen im Verlauf aus dem langfristigen Trend mathematisch korrekt herausgenommen, um das globale Problem mithilfe dieses Zahlenausschnitts zu leugnen. Auch gibt es zehntausende Studien weltweit aus allen politischen Systemen, die belegen, dass die Klimakrise hausgemacht ist. Es gibt aber auch ein paar Dutzend, die diesen Zusammenhang nicht belegen können. Wenn in der öffentlichen Kommunikation diese besonders herausgestellt werden, ist das unseriös, weil das Verhältnis der Studien eher bei 10.000 pro Klimakrise zu 1 liege, die diesen Zusammenhang nicht belegen. Dabei ist die Klimakrise nur ein Mosaikstein der Ökokrise. Auch die Corona-Pandemie ist ein Kind dieser globalen Ökokrise. Die Pandemien haben in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen, weil sie eine Folge der Umweltzerstörung sind. Es ist also höchste Zeit, sich mit dieser Ökokrise lösungsorientiert und nachhaltig zu beschäftigen. So wie teilweise im Kampf gegen die Corona-Pandemie muss die Staatengemeinschaft, nicht nur Deutschland, dieses Thema konsequenter aufgreifen. Jede Wachstumsorientierung muss stringent an der ökologischen Nachhaltigkeit realpolitisch gemessen werden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen sonnigen September

Ihr Rolf Stuppardt

 
   
 
   
 


 

 

Kommunikation in der Krise ist der wichtigste Hebel
Jeder kennt es: Kriselt es in Wirtschaft, Gesellschaft oder privat, ist Kommunikation gefragt. Die ist entweder gut lösungsorientiert oder sie verschärft Aspekte des Krisenhaften. Die Multi-Channel-Kommunikation in der Corona-Pandemie gibt doch zu denken, meint Herausgeber Rolf Stuppardt und hat dazu seine Beobachtungen im Editorial zusammengefasst.  

Mehr Zeit, mehr Pflegende, mehr Anerkennung – Pflege zu Beginn der 2020er Jahre
Mit den drängenden Fragen des hoch prioritären und in der Praxis noch defizitären Themas der Pflege in Deutschland beschäftigt sich Staatssekretär Andreas Westerfellhaus in seiner Eigenschaft und Funktion als Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung. Der Mann weiß, wovon er spricht, kennt er doch nahezu alle Problemlagen aus der eigenen beruflichen Erfahrung. In seinem Beitrag beleuchtet er das Erreichte ebenso wie die Baustellen.

Integrierte Versorgung als nachhaltige Regelversorgung auf regionaler Ebene – Teil 2
Gegenstand des zweiten Teils unseres diesjährigen Themenschwerpunktes Integrierte Versorgung als nachhaltige Regelversorgung sind die Vorschläge für eine durchlässige Neuausrichtung des deutschen Gesundheitssystems. Ein Autorenteam von 19 branchenbekannten Persönlichkeiten stellt diese Vorschläge zur Diskussion. Herausgekommen ist ein mutiges und herausforderndes Gesamtkonzept einer Integrierten Versorgung als ein möglicher Beitrag für politische Willensbildungen in der nächsten Legislatur.

Nachgefragt: Bekommen Gesundheit und Prävention einen neuen Stellenwert?
Die Corona-Pandemie hat Gesundheit und die Versorgung in den Fokus von Gesellschaft und Politik gerückt. Selten wurde so breit und intensiv über erforderliche Schutz- und Hygienemaßnahmen informiert und diskutiert, weil ein neues, unbekanntes Virus seinen Weg um die Welt genommen hat. Es liegt auf der Hand, Gesundheit neu zu denken. Bekommen Gesundheit und Prävention einen neuen Stellenwert? Das wollten wir von einigen auf unterschiedlichen Ebenen Verantwortlichen des Gesundheitswesens wissen. Dr. Christa Maar, Andreas Storm, Dr. Ellis Huber, Uwe Schröder, Prof. Dr. Gerd Glaeske, Franz Knieps und Andreas Schöfbeck haben ihre Sichtweisen zusammengefasst.

Nudging als Wettbewerbsvorteil für Krankenversicherungen
Der Einsatz verhaltenswissenschaftlicher Instrumente kann nicht nur die Gesundheitsversorgung und Präventionsarbeit in Deutschland verbessern, sondern auch den jeweiligen Krankenversicherungen Wettbewerbsvorteile auf verschiedenen Ebenen ermöglichen. Diese Wege werden von Dr. Mathias Krisam beispielhaft veranschaulicht an drei für Versicherungen relevanten Themenkomplexen: Prävention und Gesundheitsförderung, Digitale Gesundheitskommunikation und Kommunikation mit Versicherten und Leistungserbringern.


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Grafik des Monats



Die Corona-Pandemie hat die Fachkräfteeinwanderung in Deutschland gebremst. Im ersten Halbjahr 2020 wurden lediglich rund 30.000 Arbeitsvisa an Nicht-EU-Ausländer erteilt. Bleibt die Zuwanderung im zweiten Halbjahr auf demselben Niveau, würde dies nicht zur Deckung des Bedarfs reichen, wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten der Bertelsmann Stiftung zeigt. Im Zeitraum von 2018 bis 2035 bräuchte Deutschland demnach pro Jahr 98.000 zugezogene Arbeitskräfte. In den folgenden Jahrzehnten erhöht sich der Bedarf auf bis zu 197.000 Personen pro Jahr. Für den gesamten Zeitraum von 2018 bis 2060 ergibt sich demnach ein durchschnittlicher jährlicher Bedarf von 146.000 Arbeitskräften.

Quelle: Statista 2020

 
   
 
   
 

 
   
 
 
 
 
 

Digital Health, Krankenversicherung
Datenschützer warnen vor elektronischer Patientenakte

 
 
   
 
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Gerade erschienen:
Greiner/Witte/Gensorowsky/Pauge
AMNOG-Report 2020
10 Jahre AMNOG – Rückblick und Ausblick

 
 
 



Gerade erschienen:

Reggentin/Dettbarn-Reggentin
Zahnpflege für Menschen mit Pflegebedarf oder Demenz

 
 
 



Gerade erschienen:
Schützendorf
Kommunikation mit Menschen mit Demenz

 
 
 
 
 
 



Gerade erschienen:
Gaymann/Klie
Demensch.
Postkartenkalender 2021

 
 
 



Gerade erschienen:
Feibel/Hilbring/Lembke/
Lüdke
Endlich offline 2021 –
mehr Zeit für Familie & Schule

 
 
   
 





 
Roland Engehausen, Prof. Dr. Jörg Loth (v. l.)

Veränderungen in der Führungsspitze der IKK Südwest
Roland Engehausen (50), einer der beiden gleichberechtigten Vorstände der IKK Südwest und formeller Vorstandsvorsitzender, wird die IKK zum 30. September verlassen, um sich – wie verlautbart wurde – neuen Führungsaufgaben in der bayerischen Krankenhauslandschaft zu stellen. Engehausen kam 2014 von der Siemens Betriebskrankenkasse (SBK) in die Vorstandsfunktion bei der IKK. Der Verwaltungsrat der IKK hat in seiner Sitzung am 3. September Prof. Dr. Jörg Loth (52), ebenfalls seit 2014 im Vorstand vertreten, zum neuen Vorstandsvorsitzenden und Daniel Schilling (49), Geschäftsführer und seit 2019 auch CDO bei der IKK, zum Vorstandsmitglied gewählt.  


 
Stefan Winter, Daniel Schilling (v. l.)

Stefan Winter zum Vorstand der Stiftung Gesundheit berufen
Das Kuratorium der Stiftung Gesundheit hat Stefan Winter (46) zum 06.08.2020 zum Vorstandsmitglied berufen. Er folgt damit auf Stefanie Woerns, die das Amt seit 2016 innehatte. Winter ist seit 22 Jahren für die Stiftung Gesundheit tätig: Als IT-Leiter und technischer Projektleiter verantwortet er seit 1998 die technische Konzeption und Weiterentwicklung der Services der Stiftung Gesundheit.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Fachsymposium Innovationen durch Digitalisierung
21. September 2020, Leipzig

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Digitale Transformation im Krankenhaus – Den Rückenwind der Corona-Pandemie für die Digitalisierung nutzen

21. September 2020, online

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Healthcare live! Impulse! – Transparenz erhöhen, Risiken minimieren
25. September 2020, online

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Finanzrisiken in und aus der Krise steuern – Was Krankenhausmanager jetzt wissen müssen!
29. September 2020, online

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Europäischer Gesundheitskongress – Mut zur Zukunft

26. und 27. Oktober 2020, München

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11. Partnerkongress
1. und 2. Dezember, Leipzig

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