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Es wird teurer und transparenter

Es musste ja so kommen: Nach einem Defizit von mindestens 1,7 Mrd., der gesundheitspolitischen Aufforderung, Finanzreserven abzubauen, und wegen der gestiegenen Kosten durch Ausweitung leistungspolitischer Entscheidungen des Gesetzgebers zum Zeitpunkt vermeintlich und tatsächlich rosiger Zeiten und nicht zuletzt auch wegen der Verschiebung gesellschaftspolitisch relevanter Ausgaben auf die Versichertenhaushalte, mussten viele – insbesondere auch große Krankenkassen – ihre Zusatzbeiträge z. T. spürbar anheben.


Für viele Versicherte wird das neue Jahr also teurer und die steuer- und abgabepolitischen Verbesserungen werden dadurch aufgezehrt. Hinzu kommt ein Lockdown-bedingter Einnahmerückgang, der erwarten lässt, dass es auch im nächsten Jahr noch einmal teurer wird. Dabei sei an dieser Stelle noch einmal betont: Die Erhebung des Zusatzbeitrages war von Anfang an kein relevanter Maßstab für mehr Effizienz und besseren Qualitätswettbewerb zwischen Krankenkassen – und ist es heute schon gar nicht –, wie die Erfinder noch vor geraumer Zeit mutmaßten. Nachdem das Gesundheitsministerium sich veranlasst sah, den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für die GKV um 0,2 Prozentpunkte anzuheben, folgten langjährig zusatzbeitragsstabile Krankenkassen auf dem Fuße. Allein um die 25 Millionen Versicherte sind bereits durch die großen Krankenkassen wie TK, Barmer und AOK Plus massiv betroffen. Teilweise wurde der Zusatzbeitrag – wie z. B. bei der AOK Plus sogar verdoppelt. Gründe liegen nicht nur in der Corona-Pandemie, sondern auch in der Reformpolitik der Bundesregierung. Zurecht wurde moniert, dass die Kosten der Pandemie einseitig den Versicherten gesetzlicher Krankenkassen aufgebürdet würden. Die immensen Kosten, die sich aufgrund von zusätzlichen Intensivbetten und der Infrastruktur für die Impfungen ergeben, sorgten für enorme Geldeinbußen. Die Einsparungen, die sich durch Nachfragereduzierungen wegen der Corona-Krise z. B. im Reha-Bereich oder bei planbaren Operationen ergeben, sind eher temporär und neutral zu sehen, da wird es Nachholeffekte geben.

Es wird aber auch – hoffentlich – transparenter. Mit der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) sind die Grundlagen dafür gelegt, das Leistungsgeschehen in unserem nach wie vor stark sektoralisierten Versorgungssystem durchlässiger zu gestalten. Zu jeder Zeit, an jedem Ort über die Gesundheits-, Behandlungs- und Krankheitsinformationen zu verfügen, ist ein Durchbruch für mehr Transparenz und bessere Versorgungssteuerung. Doch es wird noch dauern, bis daraus mehr Effektivität und Effizienz – vielleicht – erwächst. Wie ich persönlich im Dezember noch erleben durfte, können an einer (gewöhnlichen) Indikationsstellung sieben z. T. parallele Behandlungsstationen beteiligt sein – vom Notarzt (das allein wäre wegen des Hin und Hers zwischen der Hotline 112 und der von den kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen 116 117 einer gesonderten kritischen Betrachtung wert) über Hausarzt, Facharzt, privater Institute und Labore, Krankenhaus und Nachsorge. Wer hier nicht über seinen eigenen Care-Manager verfügt oder aufgrund von Systemkenntnissen seinen eigenen Fall managen kann, der erlebt Redundanzen, enorme Wartezeiten und viel Unabgestimmtes. Es ist daher in der kommenden Legislaturperiode dringend notwendig, Rahmenbedingungen für die Integrierte Versorgung als Regelversorgung zu schaffen.

Dazu haben wir seit Mitte letzten Jahres in WELT DER KRANKENVERSICHERUNG eine offene und umfassende Diskussion geführt und mit unserem 4. Heidelberger Gesundheitsforum am 25. Februar 2021 wollen wir dies mit namhaften Akteuren in einer Hybridveranstaltung aufgreifen. Näheres finden Sie unter www.heidelberger-forum-gesundheitsversorgung.de. Seien Sie doch auch dabei! Als einer der Moderatoren würde ich mich freuen, Sie vor Ort oder an den Monitoren begrüßen zu können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein besseres und vor allem gesundes Jahr 2021
Ihr Rolf Stuppardt 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 




Auf ein Neues, ein Besseres im Kleinen wie im Großen!
Kein Blick zurück im Zorn, aber ein klarerer Blick nach vorn, das wünscht Herausgeber Rolf Stuppardt uns allen am Anfang des neuen Jahres. Niemals zuvor wurde in solcher Massivität deutlich, wie eng Gesundheit, soziales Miteinander, Gesellschaft und Wirtschaft ganz praktisch zusammenhängen. Es bedarf einer Neuausrichtung in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, um die Latenz pandemischer Ereignisse gering zu halten, argumentiert Stuppardt in seinem Editorial.

Grundprinzipien der Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor dem Corona-Aus?
Von maßgeblich Verantwortlichen des Gesundheitssystems, von Verbänden, Gewerkschaften, Bundesländern und nicht zuletzt auch von Krankenkassen sind die Finanzlastenverteilungen im aktuellen Versorgungsverbesserungsgesetz z. T. scharf kritisiert worden. Der frühere AOK-Bayern-Chef Dr. Helmut Platzer diskutiert die juristischen, historischen und politischen Implikationen mit einem klaren Bekenntnis zur Stabilität eines gegliederten Selbstverwaltungssystems.

Digital gestütztes Entzündungsmanagement mit „Monument“
In Zeiten des Social Distancing können viele Versorgungsmaßnahmen nicht in der bisher gewohnten Weise stattfinden. Nun gilt es, neue Austausch- und Beratungsformate zu entwickeln. Dr. Monika Sinha, Christoph Droß und PD Dr. med. Thomas Häupl zeigen Chancen und Nutzenpotenziale für eine nahtlose Versorgung bei Rheumatoider Arthritis mit dem digital gestützten Entzündungsmanagement „Monument“ auf.

Neue Wege führen nach Rom – über den Aufbruch in der ambulanten Versorgung
In der von uns angestoßenen Diskussion über Integrierte Versorgung hat es zahlreiche Rückmeldungen gegeben. In der ambulanten Versorgung haben sich Leistungserbringer eines neuen Kooperationstyps herausgebildet. Dr. Lutz Hager nimmt Stellung dazu in seinem Standpunkt.

Demenz: Mit Klängen und Radiosendungen in Beziehung treten
Mit demenziell veränderten Menschen in Beziehung zu treten, den gemeinsamen Alltag zu Hause oder in Pflegeheimen für alle zufriedenstellend zu gestalten, ist nicht selten eine enorme Herausforderung. Die Hörfunkautorin Christine Schön hat einen Weg aus der gefühlten Beziehungslosigkeit gefunden. Sie produziert „Hörzeit – Radio wie früher“ für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen und stellt fest: Menschen mit Demenz haben uns viel zu sagen.

Neu: PORTRAIT und PROFIL
Es sind nicht die Leistungen und Produkte an sich, die im Gesundheitswesen etwas bewegen. Vielmehr sind es die Menschen, die mit Engagement, Innovationskraft und Verantwortung Versorgung und Fortschritt sicherstellen. Mit der neuen Rubrik PORTRAIT und PROFIL stellen wir in regelmäßigen Abständen solche Persönlichkeiten aus den Partnerwelten der Branche vor. Den Anfang machen Peter Kaetsch, Vorstandsvorsitzender der BIG, und Christian Grapow, Geschäftsführer der Abbott GmbH.


Die vollständigen Beiträge lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Welt der Krankenversicherung.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Die Grafik des Monats

Welche Süßigkeiten die Deutschen am meisten konsumieren, zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten der Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA). Knapp ein Drittel der rund 23.000 Befragten verzehrt mindestens wöchentlich Tafelschokolade.
 



Während der Corona-Pandemie konsumieren rund ein Fünftel der Befragten einer aktuellen Umfrage zufolge mehr Süßigkeiten als vor der Krise. Allerdings geben auch beinahe ebenso viele an, weniger bzw. bewusster Süßigkeiten zu konsumieren. Unter dem Strich könnte der Verzehr von Süßigkeiten daher im Vergleich zu vor der Krise gleichgeblieben sein. Dennoch: Die Menschen in den Industriestaaten werden immer dicker und zwar auch deswegen, weil sie das Falsche zu sich nehmen.

Quelle

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 
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Gerade erschienen:
Daily Lama Familienplaner

DIN A3, mit immerwährendem Kalendarium, 5 Spalten, Stickerbogen & Poster

 
 
 



Gerade erschienen:
Heimer/Ratz/
Steinröhder
Pandemie-Management für Pflegeeinrichtungen

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Heinemann/
Matusiewicz (Hrsg.)
Rethink Healthcare

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Jorzig/Matusiewicz (Hrsg.)
Digitale Gesundheits-anwendungen (DiGA)

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Obermann/Müller/Zilch/
Winter/Glazinski (Eds.)
The German Health Care System

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Engehausen/Scholz (Hrsg.)
Innovationsfonds – Transfer in die Regelversorgung

 
 
   
 




Gabriele Regina Overwiening ist die erste Frau an der Spitze der ABDA



Mit dem Jahreswechsel übernimmt die im Dezember mit großer Mehrheit gewählte Gabriela Regina Overwiening (59) das Amt der ersten Präsidentin der ABDA und folgt damit auf Friedemann Schmitt, der nicht mehr kandidierte. Overwiening leitet eine Apotheke in Reken im Münsterland und ist Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Zum Vizepräsidenten wurde Mathias Arnold (56) aus Halle gewählt, der dieses Amt bereits seit 2013 bekleidet.


Dr. Hans-Georg Feldmeier ist neuer Vorsitzender des BPI



Im Rahmen der ersten digitalen Hauptversammlung des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) wurde Dr. Hans-Georg Feldmeier zum Vorsitzenden des Verbandes gewählt. Er folgt auf Dr. Martin Zentgraf, der bereits im letzten August sein Amt niedergelegt hatte. Feldmeier ist Chef der Dermapharm SE. Der ehemalige langjährige Vorsitzende des Verbandes, Dr. Bernd Wegener wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.


Dr. Christina Zimmer ist neue stv. Geschäftsführerin des BVMed



Zum Jahreswechsel gibt es einige Veränderungen in der Geschäftsstelle des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed). Dr. Christina Zimmer, Leiterin Regulatory Affairs ist neue stellvertretende Geschäftsführerin und folgt auf Rainer Hill, der in den Vorruhestand gewechselt ist. Die 39-jährige Chemikerin und Apothekerin hat in medizinischen Wissenschaften promoviert und zuletzt in der Medizinprodukte-Überwachung in Liechtenstein gearbeitet.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Live-Seminar: PPP-RL – Praxisorientierter Überblick und Nachweisführung

14. Januar 2021,
10:30–14:30 Uhr,
Online-Seminar

nachträglich on demand verfügbar

Weitere Informationen

 
 
 



Live-Seminar: PEPP-System 2021 – Richtig kodieren in der Psychiatrie und Psychosomatik

21. Januar 2021,
15:00–17:00 Uhr,
Online-Seminar

nachträglich on demand verfügbar

Weitere Informationen

 
 
 



4. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung
Gesundheit und Pflege nachhaltig neu gestalten

25. Februar 2021,
10:00–15:30 Uhr,
Hybridveranstaltung

Weitere Informationen

 
 
   
 



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