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Die Corona-Pandemie war nie nur eine virologische Herausforderung

Laut dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend sind noch 42 Prozent der Befragten mit dem Regierungshandeln einverstanden. Damit ist die Kritik so groß wie noch nie zuvor in den vergangenen elf Monaten. Der etwas locker klingende angelsächsische Begriff „Lockdown“ mit dem Charakter des Anglizismus des Jahres hat unsere schöne Muttersprache überlagert und er schlägt mittlerweile vielen aufs Gemüt.

Eigentlich ein Begriff aus dem Strafrecht, der das Absperren von Gefangenen meint. Ins Deutsche übersetzt sind wir momentan also „zugesperrt“. Nun schon über Wochen und Monate. Verständlich, dass auf Grundrechte verwiesen wird, auf Menschenwürde. Corona ist unter uns und wird es auch bleiben, wie Generationen von Viren und Bakterien auch. Die Pandemie verweist darauf, unser Leben und Wirtschaften zu überdenken und vieles mit Blick auf Naturausbeute, Wachstum, Ökologie und Gesunderhaltung anders zu machen als bisher. Was mich und viele von uns umtreibt, ist die eindimensionale Ausrichtung herrschender Politik. Keine Frage, dass es wichtig ist, die medizinische Versorgung und insbesondere die intensivmedizinische Versorgung nicht in den Kollaps zu treiben. Das ist klares gesellschaftliches Interesse. Doch dazu bedarf es eines mittelfristigen Strategiekonzeptes und vor allem bedarf es der strikten und kontinuierlichen Anwendung bereits vor längerer Zeit beschlossener Schutz- und Pandemiekonzepte. Das ist nicht geschehen und geschieht weiterhin nicht. Kein Wunder, dass sich der derzeitige Interventionsmodus mit der eindimensionalen Interessenausrichtung im Verwaltungsmodus ebenso eindimensionaler Ziele verläuft.

So empfinde und erleide ich wie viele andere auch das Schielen auf die täglichen Infektions- und Sterbezahlen. Die sind fest im Blick und mit (be-)herrschender Schlagzeilenkommunikation gleichgeschaltet, überall: Sind die Zahlen etwas niedriger, wird Hoffnung verbreitet, gehen sie wieder nach oben, wird weiter zugespitzt. Wir orientieren uns dabei an virologischen und epidemiologischen Hochrechnungen, deren Basis immer theoretische Annahmen vor dem Hintergrund nach wie vor geringen Wissens sind. Und wir vergessen die Orientierung auf andere handfeste Gesundheitsgefahren, auf sozialökonomische Gefährdungen, gesellschaftliche, wirtschaftliche und psychische Auswirkungen.

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In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Gesundheit und Wohlergehen
Ihr Rolf Stuppardt 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Weiße Anleihen für den Strukturwandel im Gesundheitswesen
Die Entwicklung der Finanzierung des Gesundheitswesens wird schwierig. Neben dem allgemeinen defizitären Trend der Krankenkassen kommen mit Blick auf mehr und mehr individualisierte Versorgungoptionen herausfordernde medizinisch-technische Neuerungen auf uns zu. Warum der Bund Anleihen als Finanzierungsinstrument für eine verlässliche Finanzierung des bevorstehenden Strukturwandels nutzen sollte, diskutieren Prof. Dr. Tim Rödinger, Lisa Schirmer, Jürgen Graalmann und Harm van Maanen von den Brückenköpfen in Berlin.

Nutzer, Nutzung, Nutzen – wie Ökosysteme wahren Wert schaffen
Der Begriff „Ökosysteme“ entwickelt sich zum inflationär gebrauchten Schlagwort auch im Gesundheitswesen. Ulrike Deetjen und Stefan Biesdorf hinterfragen am Beispiel der Praxis den Stellenwert bezogen auf Nutzer, Nutzung und Nutzen und zeigen auch auf, was benötigt wird, um wirklichen Nutzen zu generieren.

Neue Player – neue Chancen? Neue Organisationsmodelle und die Logik der größeren Einheiten in der ambulanten Versorgung
In der ambulanten Versorgung dominieren immer noch die Einzelpraxen. Mit den MVZs und anderen neuen Organisationsmodellen ist dank der besseren Versorgung einiges in Bewegung gekommen. Ursula Hahn und Lutz Hager diskutieren die Entwicklung aus der Perspektive größerer Einheiten.

Sektorenübergreifende und interprofessionelle Versorgung – Verantwortungsanachronismus vs. Versorgungsanforderungen
Die Logik des medizinischen Versorgungssystems, seiner Leistungen und Bewertungen ist maßgeblich geprägt von einem Nebeneinander der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Dies kann insbesondere unter den heutigen technisch-organisatorischen Unterstützungsbedingungen nicht im Interesse einer modernen Gesundheitsversorgungsperspektive vor allem für komplex und chronisch Erkrankte sein. Thomas Schlegel diskutiert Defizite des Status Quo und unterbreitet Vorschläge für eine Umorientierung auf sektorenübergreifende und interprofessionelle Prozess- und Ergebnisbewertung.

MVZ – Zukunftsmodell oder Opfer von Private Equity?
Seit über 15 Jahren gibt es Medizinische Versorgungzentren. Sie stehen im ambulanten Bereich als institutionelle Leistungserbringer der Tradition der personellen Leistungserbringer gegenüber. Das macht sie zur Projektionsfläche für viele Hoffnungen, aber auch für Befürchtungen. Vor dem Hintergrund einer gewachsenen Trägervielfalt haben BMG und KZBV Gutachten in Auftrag gegeben. Was von den Gutachten zu halten ist und wie wir uns die Zukunft der ambulanten Versorgung vorstellen können erörtert Robert Paquet.


Die vollständigen Beiträge lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Welt der Krankenversicherung. Alle Informationen zur Zeitschrift und zum Abonnement finden Sie hier.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Die Grafik des Monats


Alle reden über Corona. Da kommen die wichtigsten Krankheiten zu kurz, zum Beispiel Krebs. Jeder vierte Todesfall geht laut Daten des Statistischen Bundesamtes auf Krebs zurück. Damit sind Tumorerkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Absolut starben von 2010 bis 2019 rund 2,3 Millionen Menschen an "bösartigen Neubildungen", wie die Krankheit in Behörden-Deutsch heißt. Damit ist die Zahl der Krebstoten gegenüber den beiden Vorjahrzehnten etwas gestiegen. Wer welchen Krebs bekommt ist auch eine Frage des Geschlechts, wie Zahlen des Zentrums für Krebsregisterdaten zeigen. In 29,5 Prozent der Fälle wurde bei Patientinnen Brustkrebs diagnostiziert, bei den Patienten ist die Prostata mit 22,7 Prozent am häufigsten betroffen. Lunge, Darm und Haut kommen bei beiden Geschlechtern relativ häufig vor. Hinzu kommt bei Frauen die Erkrankung der Gebärmutter, bei Männern die der Harnblase. Daher ist das prioritäre Gesundheitsziel der Europäischen Kommission, den Krebs zu bekämpfen, mindestens genauso wichtig wie die Bewältigung der aktuellen Corona-Pandemie.



Zudem geht jeder vierte Todesfall auf Krebs zurück. Die Zahl der Krebstoten ist gegenüber den beiden Vorjahrzehnten etwas gestiegen:

 
   
 
   
 

 
   
 
 
 
 
 
 
 
   
 
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Gerade erschienen:
Engehausen/Scholz (Hrsg.)
Innovationsfonds – Transfer in die Regelversorgung

 
 
 



Gerade erschienen:
Obermann/Müller/Zilch/
Winter/Glazinski (Eds.)
The German Health Care System

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Marschall
Lino, Maja und die Löwenherzen

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Heinemann/
Matusiewicz (Hrsg.)
Rethink Healthcare

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Jorzig/Matusiewicz (Hrsg.)
Digitale Gesundheits-anwendungen (DiGA)

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Langkafel/Matusiewicz (Hrsg.)
Digitale Gesundheitskompetenz

 
 
   
 

 
   
 
   
 

Dr. Patricia Ex wird neue Leiterin der Abteilung Versorgungsmanagement beim BKK Dachverband



Die seit 2017 als Geschäftsführerin des Bundesverbandes Manage Care e.V. (BMC) tätige Volkswirtin Dr. Patricia Ex übernimmt zum 01.04.21 die Leitung der Abteilung Versorgungsmanagement beim BKK Dachverband. Vor ihrer Zeit beim BMC war sie mehrere Jahre (Senior) Consultant in strategischen Beratungsfirmen und wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Gesundheitsministerin a. D. Zudem leitete sie das Hauptstadtbüro eines Facharztverbandes. Für ihre Studien zu Finanzierungsmechanismen von Innovationen im Gesundheitswesen bei Professor Reinhard Busse an der TU Berlin und während eines Forschungsaufenthalts an der University of California at Berkeley wurde sie 2018 promoviert.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
 



13. Fachtagung Psychiatrie
In Krisen (ge)wachsen?!

18.–19. Februar 2021, digital

Weitere Informationen

 
 
 



4. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung
Gesundheit und Pflege nachhaltig neu gestalten

25. Februar 2021,
10:00–15:30 Uhr,
digital

Weitere Informationen

 
 
 



Online Sminar
PPP-RL – Praxisorientierter Überblick und Nachweisführung


jederzeit on demand in der medhochzwei Online-Akademie

Weitere Informationen

 
 
   
 



medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

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Handelsregisternummer

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Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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