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Alle zehn Sekunden stirbt ein Kind unter 5 Jahren an den Folgen von Hunger

 

Viele Sätze in den Massenmedien sind seit Monaten gleich: „Die Corona-Pandemie hat die Welt fest im Griff“, sie zwingt uns die „größte Katastrophe der Gegenwart“ auf, vor einem „Öffnungsrausch“ wird gewarnt und ähnlich martialisch wird vor dem Hintergrund des allgemein empfundenen Politikversagens und von Abgeordneten-Bereicherungsskandalen monothematisch Stimmung gemacht. Klar, die massiven Inzidenzwert-getriebenen Grundrechtseinschränkungen müssen schon mit starken Botschaften versehen werden, wie z. B. „kontrollierte Sicherheit“ oder „Vorsicht mit Perspektive“. Anderes gesundheits- und gesellschaftspolitisch Relevantes kommt so gut wie nicht mehr vor. Das will ich in meinem heutigen Editorial mal ändern, uns andere „Katastrophen“ vor Augen führen.


 

Mindestens ebenso dramatisch, für mich erschreckender und zugleich beschämender, ist z. B. der weltweit existierende Hunger. Dieses Thema hat extrem epidemische Züge. Es ist mindestens ebenso traurig und schon seit Jahrzehnten evident. Und wenn man sich derzeit mit Szenarien von künftigen Pandemiestrukturen beschäftigt, um Lebenszeit zu retten, was ohne Zweifel auch wichtig ist, so würde vermutlich mit einer zielgerichteten Bekämpfung von Hunger, Armut und einer damit verbundenen Verringerung sozialer Ungleichheit vor allem in den Ländern des globalen Südens nicht nur viel mehr Lebenszeit gewonnen, man würde auch den zunehmenden Fluchtbewegungen in der Welt an die Wurzel gehen. Das scheint nur derzeit niemanden so richtig zu interessieren. Hunger in der Welt grassiert mindestens ebenso wie Corona und schon länger. Weltweit hungern aktuell 690 Millionen Menschen, zwei Milliarden leiden an Mangelernährung, Tendenz steigend, so die regelmäßigen Daten der Food and Agriculture Organization oft the United Nations (FAO) und von PLAN International. Das Ziel der UN, den Hunger in der Welt bis zum Jahr 2030 zu besiegen, rückt in weite Ferne.


Lesen Sie hier das vollständige Editorial.

Sie sehen, es gibt auch anderes als Corona, Erschreckendes und Beschämendes. Und so weit weg von uns ist das nicht, es holt uns auf anderen Wegen ein, das geht die Welt genauso an, es müsste wirklich nicht sein. Auch hier sehe ich ein weltpolitisches Versagen.
Bei einem meiner letzten Restaurantbesuche habe ich für mein Abendessen gerundet 30 Euro ausgegeben. Nach einer Kalkulation des Welthungertages könnte ich damit fast 100 Menschen im Jemen auf eine Tagesration einladen. Das habe ich gemacht. Versuchen Sie es mal unter welthungertag.de. Es macht irgendwie demütig in diesen grundrechtsbeschränkten Zeiten.
 

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich und bleiben Sie gesund

Ihr Rolf Stuppardt 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Weiße Anleihen für den Strukturwandel im Gesundheitswesen

Die Entwicklung der Finanzierung des Gesundheitswesens wird schwierig. Neben dem allgemeinen defizitären Trend der Krankenkassen kommen mit Blick auf mehr und mehr individualisierte Versorgungsoptionen herausfordernde medizinisch-technische Neuerungen auf uns zu. Warum der Bund Anleihen als Finanzierungsinstrument für eine verlässliche Finanzierung des bevorstehenden Strukturwandels nutzen sollte, diskutieren Prof. Dr. Tim Rödinger, Lisa Schirmer, Jürgen Graalmann und Harm van Maanen von den Brückenköpfen in Berlin.
 

Nutzer, Nutzung, Nutzen – wie Ökosysteme wahren Wert schaffen

Der Begriff „Ökosysteme“ entwickelt sich zum inflationär gebrauchten Schlagwort auch im Gesundheitswesen. Ulrike Deetjen und Stefan Biesdorf hinterfragen am Beispiel der Praxis den Stellenwert bezogen auf Nutzer, Nutzung und Nutzen und zeigen auch auf, was benötigt wird, um wirklichen Nutzen zu generieren.
 

Neue Player – neue Chancen? Neue Organisationsmodelle und die Logik der größeren Einheiten in der ambulanten Versorgung

In der ambulanten Versorgung dominieren immer noch die Einzelpraxen. Mit den MVZs und anderen neuen Organisationsmodellen ist der – besseren Versorgung geschuldet – einiges in Bewegung gekommen. Ursula Hahn und Lutz Hager diskutieren die Entwicklung aus der Perspektive größerer Einheiten.
 

Sektorenübergreifende und interprofessionelle Versorgung – Verantwortungsanachronismus vs. Versorgungsanforderungen

Die Logik des medizinischen Versorgungssystems, seiner Leistungen und Bewertungen ist maßgeblich geprägt von einem Nebeneinander der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Dies kann insbesondere unter den heutigen technisch-organisatorischen Unterstützungsbedingungen nicht im Interesse einer modernen Gesundheitsversorgungsperspektive vor allem für komplex und chronisch Erkrankte sein. Thomas Schlegel diskutiert Defizite des Status Quo und unterbreitet Vorschläge für eine Umorientierung auf sektorenübergreifende und interprofessionelle Prozess- und Ergebnisbewertung.
 

MVZ – Zukunftsmodell oder Opfer von Private Equity?

Seit über 15 Jahren gibt es Medizinische Versorgungzentren. Sie stehen im ambulanten Bereich als institutionelle Leistungserbringer der Tradition der personellen Leistungserbringer gegenüber. Das macht sie zur Projektionsfläche für viele Hoffnungen, aber auch für Befürchtungen. Vor dem Hintergrund einer gewachsenen Trägervielfalt haben BMG und KZBV Gutachten in Auftrag gegeben. Was von den Gutachten zu halten ist und wie wir uns die Zukunft der ambulanten Versorgung vorstellen können, erörtert Robert Paquet.



Die vollständigen Beiträge lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Welt der Krankenversicherung. Alle Informationen zur Zeitschrift und zum Abonnement finden Sie hier.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Die Grafik des Monats


Chronischer Hunger – aktuelle Zahlen

  • Mit 381 Millionen Menschen lebt der größte Anteil der chronisch hungernden Weltbevölkerung in Asien.

  • Am schnellsten steigt die Zahl der Hungernden in Afrika: Aktuell leiden dort 250 Millionen Menschen unter chronischem Hunger.

  • In Lateinamerika und der Karibik sind 48 Millionen betroffen.

  • Mehr als 190 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind aufgrund lang andauernder Unterernährung schlecht entwickelt. Sie sind etwa zu klein für ihr Alter oder zu leicht für ihre Größe.

  • 2 Milliarden Menschen haben keinen regelmäßigen Zugang zu sicherer, nahrhafter und ausreichender Nahrung.

  • 3 Milliarden Menschen auf der Welt können sich keine gesunde Ernährung leisten.

  • Gleichzeitig sind 13 Prozent der Erwachsenen weltweit übergewichtig.

 

 

 
   
 
   
 

 
   
 
 

Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft

Perspektiven der Unabhängigen Patientenberatung


 
 
 
 
 
 
 
 
 

Veranstaltungen, Pflege, Management, Politik & Wirtschaft

DRG-FORUM | DIGITAL am 18./19. März 2021

 
 
   
 
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