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Alles dreht sich nur um eine Krankheit. Ist das richtig?

 

Ostern 2021. Ich bin zum ersten Mal in meinem reich an Jahren gefüllten Leben allein. Für unsere Familie war es immer DAS Fest der Begegnung gewesen, schon zu meinen Großeltern-Zeiten. Noch im letzten Jahr haben wir uns in unserer ländlichen Abgeschiedenheit getroffen, bei merklich besseren Temperaturen als heuer. So schreibe ich stattdessen – ebenfalls zum ersten Mal – an Ostern dieses Editorial. Mein Scheibenthermometer an der Bürotür zum Garten zeigt knappe 5 Grad und das Wetter lädt nicht gerade zum Eiertanz der Massen ein. Muss ja auch nicht sein, wenn’s denn der Wahrheitsfindung dient, um ein geflügeltes Wort meiner Studentenzeiten hier locker zu platzieren. Und da wird es kompliziert.

 

 

Ich habe mich nämlich mal wieder rund ums Frühstück, bei dem ich mich selbst als mein angenehmer Gast empfand, durch einen Wust an veröffentlichten „Wahrheiten“ gekämpft, beseelt von einem einfachen Bürgerwunsch: Ich will in und um die gegenwärtige Krise zwecks deren Bewältigung eine sinnvolle Strategie für Gesundheit, Soziales, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen, interdisziplinär abgeleitet, durch Evaluationen abgesichert, legislativ bestimmt bei mehr Debatte und mehr Güterabwägung.
 

Diesen Wunsch hegte ich von Anfang an. Aber das fehlte auch von Anfang an und leider bis heute. Ein Wunsch, denke ich, der für eine moderne demokratische Gesellschaft nicht unverfroren ist, der im Übrigen für das Gesundheitswesen und seine Willensbildung im Grunde schon länger Standard ist oder sein sollte. Auch hätte ich gerne strategisch fundiertere Daten. So ist die Fallsterblichkeit, die im Übrigen massiv variiert, sicherlich eine wichtige Losgröße. Sie liegt heute Morgen weltweit bei 2,64 Prozent, gemessen an der Zahl der beendeten Corona-Fälle. In der Türkei liegt sie bei 1,07, in Deutschland bei 2,97 und in Mexiko gar bei 10,27 Prozent. Bedeutsam finde ich aber auch die Infektionssterblichkeit, die grundsätzlich besser definiert ist als die Fallsterblichkeit. Aufgrund der Tatsache, dass mit SARS-CoV-2 Infizierte in nicht unerheblichem Umfang symptomarm oder systemfrei reagieren, ist davon auszugehen, dass das Virus bereits global viel verbreiteter ist, als es die offiziellen Zahlen verständlicherweise hergeben können. Wie hoch ist der Anteil der Todesfälle an der Zahl aller Infizierten? Da hatte die Gangelt-Studie ja mal den Wert von 0,37 Prozent ausgewiesen. Ioannidis et al. hatten sich kürzlich auf weltweit durchschnittlich 0,15 Prozent festgelegt. Ich habe das nicht nachvollziehen können, aber es wird mir dazu zu wenig diskutiert und zu wenig systematisch gemessen. Stattdessen tut sich vor dem Hintergrund zwangsläufig beschränkten Wissens eine öffentliche Kommunikation auf, deren monothematische Gleichschaltung von Wahrheiten in meiner Wahrnehmung ebenfalls einmalig ist. Dem respektablen Ziel, unser Gesundheitswesen im Falle einer Pandemie nicht an die Wand fahren zu lassen, der Triage im Falle des Kollapses intensivmedizinischer Versorgung zu entgehen und Leben zu retten, hat sich alles sonstige gesellschaftliche Leben unterzuordnen. Ein solches Ziel ist ehrenwert und das teile ich, wenn ich denn ein nachvollziehbares Einsehen gewinnen könnte, in das, was dafür mit welchen sonstigen Folgen getan wird.


Lesen Sie hier das vollständige Editorial.
 

In diesem Sinne, kommen Sie gut durch den launischen April

 

Ihr Rolf Stuppardt 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 



Zukunft Gesundheit – was fehlt, was sollte sein?

Es liegt nahe, in diesen Krisenzeiten das Thema „Zukunft Gesundheit“ grundsätzlich anzugehen. Herausgeber Rolf Stuppardt hat die Zeit im Lockdown genutzt, um Fragen zu stellen und zum Teil auch zu beantworten: Was fehlt? Was sollte sein? Wer hat eigentlich ein massives Interesse an stabiler Gesundheit? Wie soll die „Zukunft Gesundheit“ aussehen? Wo bedarf es intelligenter Anreize?
 

Nutzer, Nutzung, Nutzen – wie Ökosysteme wahren Wert schaffen

Der Begriff „Ökosysteme“ entwickelt sich zum inflationär gebrauchten Schlagwort auch im Gesundheitswesen. Ulrike Deetjen und Stefan Biesdorf von McKinsey hinterfragen am Beispiel der Praxis den Stellenwert bezogen auf Nutzer, Nutzung und Nutzen und zeigen auch auf, was benötigt wird, um wirklichen Nutzen zu generieren.
 

Besonderer Versorgungsvertrag Epilepsie – Perspektive der Vertragsbeteiligten

Drei unterschiedliche Partner haben mit ihren jeweiligen Stärken dafür gesorgt, dass für die Behandlung einer bestimmten Form der Epilepsie der Goldstandard in die gesetzliche Krankenversicherung Einzug gehalten hat. Die Vertragspartner, Achim Beißel von der BIG, Prof. Dr. Felix Rasenow vom Epilepsiezentrum Frankfurt und Dr. Lutz Herbath von Medtronic diskutieren ihre Perspektiven für diesen besonderen Versorgungsvertrag.
 

Versorgung von Menschen mit Diabetes im Pflegeheim

Jeder vierte Bewohner im Pflegeheim leidet an Diabetes mellitus. Das sind in Deutschland mehr als eine halbe Millionen Menschen. Die Versorgung und Behandlung pflegebedürftiger Diabetiker stellt die Einrichtungen vor besondere Herausforderungen. Dr. Annette Mehler und Rolf Stuppardt erörtern die Inhalte einer Videokonferenz, bei der es um die Erfahrungen bei der Nutzung moderner Technologie in der stationären Pflege und neue Wege im Zusammenspiel von Pflegeheim und behandelnder Schwerpunktpraxis geht.
 

GUT DRAUF – qualifizierte Gesundheitsförderung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Wie es gelingen kann, Kindern und Jugendlichen einen guten Rahmen für gesundes Aufwachsen zu bieten, wie man an ihren Interessen und Bedürfnissen orientiert gesundheitsbewusstes Verhalten fördern kann und wie dies alles gelingen kann, ohne dabei als Fachkraft die eigene Gesundheit aus dem Blick zu verlieren, dafür bietet die Aktion GUT DRAUF nachhaltige, erprobte und erfolgreiche Ideen und Ansätze, die heute aktueller und wichtiger sind, denn je. Darüber berichten Sandra Anders und Oliver Schmitz vor dem Hintergrund Ihrer Erfahrungen.
 

Was lernen wir aus der Digitalen Transformation in Deutschland?

Die Digitale Transformation in Deutschland läuft unterschiedlich, sie nimmt wohl aber keine Spitzenpositionen in der globalen Digitalen Transformation weltweit gesehen ein. Wo stehen wir und was können wir daraus lernen? Das zu eruieren ist die selbst gestellte Aufgabe einer großen Benchmarking-Studie. Darüber sprachen wir mit dem Studienverantwortlichen Robert Neurohr und sind zu dem Schluss gekommen, dass sich mitmachen lohnt.

 
   
 
   
 

Die vollständigen Beiträge lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Welt der Krankenversicherung. Alle Informationen zur Zeitschrift und zum Abonnement finden Sie hier.
 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Die Grafik des Monats

 

Treibhausgas-Emissionen sinken um 8,7 %, Klimaziele dennoch notleidend

 

739 Millionen Tonnen Treibhausgase hat Deutschland im vergangenen Jahr laut der vorläufigen Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) freigesetzt – das entspricht einem Rückgang von 8,7 Prozent. Damit wurde das Klimaziel der Bundesregierung sogar unterboten, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zeigte sich mit der Klimabilanz 2020 zufrieden. Neben Pandemieeffekten sieht sie auch strukturelle Veränderungen als Ursache für die positive Entwicklung.

Dazu UBA⁠-Präsident Dirk Messner: „Wir sehen, klimapolitische Instrumente beginnen zu wirken, insbesondere der Ausbau erneuerbarer Energien und die CO2-Bepreisung. Doch ohne die Corona-Lockdowns mit den Einschränkungen bei Produktion und Mobilität hätte Deutschland sein Klimaziel für 2020 verfehlt. Das bedeutet, dass die Emissionen wieder steigen werden, wenn die Wirtschaft anspringt."

 
   
 
   
 

 
   
 
 

Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft

Drängen auf Reform der Unabhängigen Patientenberatung


 
 
 
 
 
 

Coronavirus, Heilberufe, Pflege, Politik & Wirtschaft

Italien beschließt Impfpflicht für Medizin-Beschäftigte

 
 
 
 
 
   
 
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Thomas Bodmer über Krankenkassen und sektorenübergreifende Versorgung
Thomas Bodmer, Mitglied des Vorstands der DAK Gesundheit, spricht im Interview mit Sven C. Preusker,...
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Gerade erschienen:
LEONHART
Taschen-Jahrbuch
Gesundheitswesen 2021

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Jorzig/Matusiewicz
(Hrsg.)
Digitale Gesundheits-anwendungen (DiGA)

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Heinemann/
Matusiewicz (Hrsg.)
Rethink Healthcare

 
 
 



Erscheint in Kürze:

medhochzwei & Sophie Rosentreter
Alles anders – wie leben mit Demenz? (DVD)

Orientierung und Hilfen für Partner, Familie und Freunde

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Sarah Rondot

Der Daily Lama –

Wie Sam sich auf die Bühne traute

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Sonja Marschall
Mateo und die Körperpolizei
Ein Kinderbuch über Allergien

 
 
   
 



 

 
   
 
   
 

Wechsel in der GVG-Geschäftsführung

Dr. Sven-Frederik Balders
 

In der traditionsreichen Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und Gestaltung (GVG) findet ein Wechsel in der Geschäftsführung statt. Am 31.03.21 schied Dr. Sven-Frederik Balders nach über fünfjähriger Tätigkeit aus der Geschäftsführung aus, um sich neuen beruflichen Herausforderungen als Gesellschafter bei Schmitt 3S Engineering zu stellen. Der Vorstand der GVG verabschiedet Herrn Dr. Balders und „dankt ihm insbesondere für sein erfolgreiches Wirken bei der umfassenden Organisationsreform der Gesellschaft, einschließlich des Umzuges der Geschäftsstelle von Köln nach Berlin. Unter seiner Geschäftsführung konnte die Wahrnehmung der GVG als einzigartige Konsensplattform für soziale Sicherheit sichtbar gesteigert werden.“

 

Führungswechsel bei spektrumK

Dr. Jochen Walker
 

Am 01.04.21 übernahm Dr. Jochen Walker den Führungsposten der spectrumK GmbH, zu der auch das InGef – Institut für angewandte Gesundheitsforschung und die SIDA Service GmbH gehören. Der langjährige Geschäftsführer Yves Rawiel tritt nach einer erfolgreichen Zeit an der Spitze von spectrumK neue berufliche Herausforderungen außerhalb der Unternehmensgruppe an. Unter seiner Führung entwickelte sich spectrumK zu dem prägenden Partner der GKV. Der Mediziner und Medizininformatiker Dr. Jochen Walker ist dem Unternehmen schon seit vielen Jahren verbunden. Vor seinem Wechsel an die Spitze des Unternehmens leitete er bereits als Geschäftsführer das InGef – Institut für angewandte Gesundheitsforschung. Gleichzeitig ist er Institutsleiter des InGef.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
 



2. Dialog-Offensive Diabetes Digital:

Zukunft Diabetesversorgung – digital, integrativ, präventiv

20. April 2021, 10:30 Uhr
Online-Konferenz


Weitere Informationen

 
 
 



Kostenlose Digitale Buchvorstellung und Podiumsdiskussion "Rethink Healthcare – Krise als Chance!".
Mit den Herausgebern Prof. Dr. Stefan Heinemann & Prof. Dr. David Matusiewicz

21. April 2021, 15 Uhr

Weitere Informationen

 
 
 



Fokustag "Krankenhaus-abrechnungsprüfung"

26. April 2021
Digitale Veranstaltung

Weitere Informationen

 
 
 



Fokustag
"Digitale Medizin"


3. Mai 2021
Digitale Veranstaltung

Weitere Informationen

 
 
 



Frühjahrstagung – Die Krankenversicherung im Wandel

10. Mai 2021
Digitale Veranstaltung

Weitere Informationen

 
 
 



Online-Seminare zum DRG- & PEPP-System 2021: So kodieren Sie richtig!

Jetzt 40 € Rabatt sichern!

Jederzeit on demand in der medhochzwei Online-Akademie

Weitere Informationen

 
 
   
 



Welt der Krankenversicherung Newsletter
Herausgeber und Chefredakteur: Rolf Stuppardt
Redaktion: Dr. Annette Mehler, Dr. Monika Sinha


medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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