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Zur Epidemie Psychischer Erkrankungen – auch hier helfen bundesweite Rastermaßnahmen wenig


Ein auffälliger Befund in der Aufarbeitung der Coronapandemie ist der deutliche Anstieg psychischer Erkrankungen. So geht aus einer forsa-Umfrage der KKH hervor, dass die Coronakrise 77 Prozent der Schülerinnen und Schüler gestresst hat. Hier litt mit 83 Prozent besonders die Gruppe der Zehn- bis Zwölfjährigen. Hinzu kommen Zukunftsängste der Älteren. Immerhin 36 Prozent im Absolventenalter belastet die Sorge, durch die veränderten Lernbedingungen in der Krise den Anschluss in der Schule zu verlieren. Verbunden ist dies mit Befürchtungen schlechterer beruflicher Perspektiven, auch wegen möglicher langfristiger wirtschaftlicher Probleme.

 


Massiv angestiegen sind in den vergangenen Wochen und Monaten aber nicht nur die Nachfrage nach kinder- und jugendpsychiatrischer Versorgung. Nach mehr als einem Jahr Corona leiden immer mehr Menschen an Depressionen und Angststörungen. Ich behaupte hier steil, diese Angst ist in der Krise mächtig geschürt worden. Nur die mental Stärksten von uns haben sich nicht davon infizieren lassen. Die Katastrophendiktion in der öffentlichen Kommunikation, die Horrorszenarien der Modellierer und Politiker zur zweiten, dritten Welle mit mittlerweile widerlegten Aussagen haben mit den vielfältigen Warnungen vor einer Corona-Infektion und den Folgen massiv mit Angst infiziert (wobei mir hier völlig fern liegt, die Schwere der Corona-Erkrankung für eine Reihe von Menschen und die Zahl der Toten zu verharmlosen). Und Ängste können schnell pathologisch werden.

Dies ist im Übrigen genau der Aspekt, weswegen Schweden u. a. einen völlig anderen Weg der Krisenbewältigung gegangen ist. Der Chefepidemiologe Anders Tegnell hat breite Zwangs- und Lockdownmaßnahmen deshalb stets ausgeschlossen, weil man auf alle Auswirkungen ein Auge haben und auf die gesamte Volksgesundheit schauen müsse, etwa auf massive psychische Erkrankungen, auf die Selbstmordrate oder auch auf die Folgen, wenn kranke Menschen wegen eines Lockdowns nicht mehr zum Arzt gehen würden. Hätte Schweden nicht den Kardinalfehler begangen, die Hochbetagten-Altenheime nicht ausreichend zu schützen, woraus insgesamt die Hälfte der Toten resultiert, stünde Schweden ohne Lockdown, ohne Maskenpflicht, immer offenen Schulen und Kindergärten sowie ohne Auslastung der Krankenhäuser ziemlich vorbildlich in Europa da.

Die massive angstfreie Kommunikation zur Bevölkerung mit dem Vertrauen in überwiegende Vernunft hat sich ausgezahlt. Während in Deutschland etwa ein Viertel der Berufstätigen im Homeoffice arbeitet, sind es in Schweden auf freiwilliger Übereinkunft zwischen Wirtschaft und Beschäftigten 50 Prozent. In der Versorgung psychisch Kranker gibt es dort derzeit auch keine Auffälligkeiten in den Fallzahlenentwicklungen wie hier. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass Schweden neben Finnland das größte Angebot an Psychologen und Psychiatern in Europa haben.

. . . lesen Sie hier das vollständige Editorial.

Ich grüße Sie herzlich und bleiben Sie gesund


Ihr Rolf Stuppardt

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Vergessene Zukunft
Kinder und Jugendliche, die unsere Zukunft verkörpern, sind in der derzeitigen Krisenbewältigung sträflich hintangestellt worden. Das war ein großer Fehler und beginnt sich jetzt schon zu rächen. Andere gesundheitliche Probleme kommen damit auf sie zu. Das wäre vermeidbar gewesen, meint Rolf Stuppardt in seinem Editorial.

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Perspektiven der Krankenkassen – vom Payer zum Player?
Seit geraumer Zeit schon nehmen die Krankenkassen für sich selbst in Anspruch, auf dem Weg vom Payer zum Player zu sein. Zahlreiche Reformgesetze, aber auch die Digitalisierung und E-Health-Perspektiven verleihen einer zunehmenden Player-Rolle deutliche Schübe, meinen Roland Nagel und Prof. Dr. David Matusiewicz in unserem Interview.

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Neu + Nützlich: Hanako – Digitaler Begleiter im Bereich der Verhaltensprävention
Das Münchner Unternehmen Hanako hat eine Gesundheits-App entwickelt, die ihre Nutzer auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil begleitet. Wir stellen das Potenzial für Krankenversicherer vor.

Und natürlich wie immer: Medientipps, Wichtiges aus der Leistungs- & Vertragswelt, Recht & Gesetz, Europa & Internationales, Köpfe, Karrieren und Funktionen.


Die vollständigen Beiträge lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Welt der Krankenversicherung. Alle Informationen zur Zeitschrift und zum Abonnement finden Sie hier.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Die Grafik des Monats – Umwelt und Gesundheit



Diese „Umweltsünde“ wirkt sich mittelfristig und auf Umwegen deutlich auf unsere Gesundheit aus: Der meiste Plastikmüll gelangt zwar über asiatische Flüsse in die Weltmeere, das sollte jedoch unser Engagement und die politischen Erfordernisse für den Umweltschutz nicht schmälern. Wie die Grafik zeigt, gelangen auch durch einheimische Flüsse jedes Jahr zigtausende Kilogramm Kunststoffabfälle in Nord- und Ostsee auf Basis einer Schätzung der Organisation The Ocean Cleanup. Das meiste Plastik gelangt dabei über die Elbe in die Nordsee. Der größte Teil der Plastikabfälle in den Weltmeeren stammt vom Land. Der Müll gelangt dabei mit Abwässern in die Flüsse und wird weiter ins Meer gespült. Durch den Kunststoffmüll sterben zahlreiche Tiere, indem sie mit plastikgefüllten Mägen verhungern oder sich in herumtreibendem Müll verfangen. Mikroplastik kann zudem giftige Inhaltsstoffe abgeben, sich in der Nahrungskette anreichern, wieder an Land gelangen und dort bei uns weitere Schäden anrichten.

 
   
 
   
 

 
   
 
 

Digital Health, Heilberufe
SBK: Apps auf Rezept laufen langsam an

 
 
 
 
 
 

Krankenversicherung, Heilberufe, Digital Health
SBK fordert schnelleren Datenaustausch im Gesundheitswesen

 
 
 

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Erscheint in Kürze:

Langkafel/Matusiewicz (Hrsg.)
Digitale Gesundheitskompetenz

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Hildebrandt/Stuppardt (Hrsg.)
Zukunft Gesundheit – regional, vernetzt, patientenorientiert

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Thun/Heinemann/Aulenkamp (Hrsg.)
Frauen in der digitalen Zukunft der Medizin und Gesundheitswirtschaft

 
 
   
 


 

 
   
 
   
 

AOK Bundesverband: Jens Martin Hoyer als Vorstand bestätigt
 

Der Aufsichtsrat des AOK-Bundesverbandes hat Jens Martin Hoyer als Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes des AOK-Bundesverbandes bestätigt.
Hoyer, der seit Mai 2016 als Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden Martin Litsch amtiert, wurde vom Aufsichtsrat einstimmig für weitere sechs Jahre in den Vorstand gewählt. Der Vertrag des 53-Jährigen wurde damit schon vor dem eigentlichen Ablauf im Jahr 2022 um sechs weitere Jahre verlängert. Der studierte Volkswirt Hoyer ist im AOK-Bundesverband für die Bereiche Finanzen, Markt sowie Personal und Organisation zuständig.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Hauptstadtkongress 2021
Medizin und Gesundheit

15.–17. Juni 2021, Berlin

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Online-Seminar
PPP-RL – Praxisorientierter Überblick und Nachweisführung


jederzeit on demand in der medhochzwei Online-Akademie

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16. MCC-KassenGipfel 2021

15.–16. September 2021, Berlin

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Deutscher Pflegetag

13.–14. Oktober 2021, Berlin

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Betriebliches Gesundheits-
Management 2021


26./27. Oktober 2021, Köln

Weitere Informationen

 
 
   
 



Welt der Krankenversicherung Newsletter
Herausgeber und Chefredakteur: Rolf Stuppardt
Redaktion: Dr. Annette Mehler, Dr. Monika Sinha


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