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Die Zeit ist reif für stringente Kunden- und Patientenorientierung im Gesundheitswesen


Unser Land scheint auch angesichts der Zwänge durch die Maßnahmen, die die Coronakrise bedingt, in Sachen Digitalisierung, sowohl was die Diagnostik als auch die Therapiesteuerung und die Adhärenz der Patientinnen und Patienten anbelangt, mächtige Sprünge gemacht zu haben. Das Potenzial für eine patientenorientierte Versorgung ist greifbar. Nie hat es zuvor eine Zeit gegeben, die so reif war für das wirksame Abrücken von einer stark sektorenorientierten und organisations- wie institutionenfixierten gesundheitlichen Versorgung.

 

Schon sehr lange bin ich der Auffassung, dass eine vernetzte und transparente Durchlässigkeit in Prävention, Behandlung, Pflege und palliativmedizinischer Versorgung, orientiert am Bedarf der Patientinnen und Patienten, strikt im Vordergrund stehen muss.
Seit Ende der 70er Jahre bin ich bis heute in diesem Gesundheitswesen aktiv, durchgehend in unterschiedlichen Funktionen und Aufgaben involviert. Relativ früh schon haben mich folgende Aspekte bewegt, angetrieben und handlungsleitend bestimmt: Transparenz, Ergebnisqualität, Vernetzung, Patientenorientierung und mit Blick auf die Gesundheit und Krankheit verbundene, steuernde Versorgungssegmente: die integrative Bedeutung von Prävention, Kuration, Rehabilitation, Pflege und palliativmedizinischer Versorgung, die sehr ungleichgewichtig nebeneinanderstehen.

Was bislang im großen Maßstab fehlte, ist die Integrations-, Kooperations- und Vernetzungsstringenz dort, wo Gesundheit sich konstituiert, gefördert, verändert, erhalten und Krankheit ziel- und bedarfsgerecht, wirksam und innovativ bekämpft wird: In den Regionen, Städten und Gemeinden, den Betrieben, sozialen Einrichtungen und Familien.  
Es sind im Laufe der Zeit viele Ideen, zahlreiche Reformen mit Blick auf Kosten, Organisation, Finanzierung, Versorgung, Qualität und Innovationen auf den Weg gebracht worden. Kosten, Finanzierung und Organisation waren dabei häufig übergewichtig. Die Finanzierungslogik des Systems steht Innovation und Versorgung ein deutliches Stück im Wege. Die Strukturen und Prozesse haben sich stark verändert, die Bürokratie hat eher zugenommen und auffällig ist das Beharrungsvermögen der Player, die Philosophie der Organisationszentriertheit. Und was ebenso auffällig ist: Der Trend von Rahmenvorgaben zu zentralen, bundeseinheitlichen operativen Vorgaben.  

Wenn ich sage, dass die Zeit reif ist, hat das auch etwas damit zu tun, dass wir mit unseren auch technischen Optionen inzwischen nach vorne geblickt an einen Punkt gelangt sind, wo wir uns eine derartig fokussierte gesundheitliche Versorgung absehbar nicht mehr leisten können und sollten. In meinen Anfangsjahren war das oberflächlich gesehen kaum ein Problem, gegebenenfalls wurden eben Beiträge erhöht. Zudem fehlte es auch an Analyse-, Transparenz- und technischen Steuerungsinstrumenten.   

Mit vielen anderen quer durch alle Bereiche unseres Gesundheitswesens hatte ich häufig Gelegenheit, diese Erfahrungen auszutauschen. Seit etwa Mitte letzten Jahres angesichts der Coronakrise ist dies auch intensiver öffentlich mit dem Ziel geschehen, wie es uns gelingen könnte, eine anders geartete Regelhaftigkeit mit sinnvollen Anreizen auf den Weg zu bringen. Daraus ist die Idee eines Buchprojektes erwachsen, in dem wir praxisorientierte Vorschläge, deren Reflektion und mögliche Ergänzungen und Spezifizierungen zur breiten Diskussion und für weitere gesundheitspolitische Entscheidungen vorlegen wollten. Das haben wir nun – Helmut Hildebrandt und ich als Herausgeber mit zahlreichen Autorinnen und Autoren – realisiert und es hat mir viel Freude gemacht. Ende des Monats wird das Buch "Zukunft Gesundheit" im medhochzwei Verlag erscheinen und am 01.09. öffentlich vorgestellt (Hier zur kostenfreien Anmeldung). Wir sind schon sehr gespannt und wenn Sie möchten, können Sie schon einmal einen konkreten Blick aufs Inhaltsverzeichnis und auf die Autorinnen und Autoren werfen, unsere Geleit- und Vorworte lesen und unter den jeweiligen Buttons hier herunterladen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer, der sich gebietsweise offenbar schwertut,

Ihr Rolf Stuppardt

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Katastrophen, Krisen, Wissen und Gesundheit
Immer noch Corona, dazu noch die Sturzregen- und Flutkatastrophen. Wissen wir zu wenig, um dies alles auch mit Blick auf Gesundheit zu verhindern oder erträglicher ausfallen zu lassen? Herausgeber Rolf Stuppardt reflektiert Zusammenhängendes und meint, unser Wissen ist besser als unser Tun und Lassen.  

Evaluation von DiGA – Anforderungen, praktische Umsetzung und Ausblick
Das Digitale-Versorgungs-Gesetz hat mit der Möglichkeit, Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung in der gesundheitlichen Versorgung einzusetzen, einen neuen Zugangsweg für Leistungen ins Versorgungssystem geschaffen. Welche Anforderungen an die praktische Umsetzung insbesondere mit Blick auf die Evaluationen und Evidenz dieser Anwendungen damit verbunden sind, diskutieren Hans-Holger Bleß, Dr. Britta Koch und David Seidler im Licht der ersten Anwendungserfahrungen.

Vergesst Digitalisierung, schafft Sinn! Wie man sein Geschäftsmodell erfolgreich transformiert
Mit dem Ausblick darauf, was um uns herum passiert und was sich jenseits des uns bekannten und etablierten Gesundheitssystems mit Blick auf die Endverbrauchersouveränität entwickelt und über den Tellerrand des Gesundheitsmarkts betrachtet abzeichnet, darüber verfasst Ilka Dekan eine anfassbare Vision der Transformationen in eine Zukunft, die von agilen Organisationen geprägt ist. Diese denken Gesundheit neu, entwickeln sich aus dem Status Quo weiter und schaffen zugleich echte Disruption. Sie schließt mit Empfehlungen, die Essentials Ihrer eigenen Erfahrungen sind.

Das Zusatzbeitragsbeben – Entwicklung der Zusatzbeiträge und Versichertenentwicklung in 2021
Die finanziellen Herausforderungen der Krankenkassen wachsen reform- und krisenbedingt deutlich. Das stützt die Preisaffinität des Marktes möglicherweise zu Lasten von Investition, Innovation und Versorgungsgestaltung. Zusatzbeiträge geraten wieder mehr in den Fokus. Maximilian Schwarz diskutiert die Zusatzbeitragsentwicklung und sieht die nahe Zukunft ungewiss und wieder heterogener.

Die „regionale Ebene“ im Gesundheitswesen – ein Konzept, das erst noch auf seine Ernsthaftigkeit hin geprüft werden muss
Gesundheit findet in den Regionen statt und konstituiert sich auch dort. „Regionalität“ gewinnt auch aus einem gesundheitspolitischen Betrachtungszusammenhang zunehmende Bedeutung und findet vermehrt seinen Platz in programmatischen Bekundungen. Doch was heißt das eigentlich, bezogen auf praktische Prozesse in Gebietskörperschaften, die auf den Nutzen von Bürgerinnen und Bürger abzielen wollen und die ja zuweilen auch mal krank sind. Christine Becker hat professionelle Erfahrungen sammeln können, reflektiert und diskutiert den Status-Quo ante.  

Förderung von digitaler Gesundheitskompetenz: Online-Schulungen für Senioren
Gemeinsam mit dem Verein „Wege aus der Einsamkeit e.V. (WadE)“ lädt die Krankenkasse BKK·VBU einmal im Monat ältere Menschen zu Online-Schulungen ein. Hier werden praxisnah und allgemeinverständlich digitale Gesundheitsanwendungen vorgestellt und ihre Nutzung Schritt für Schritt erläutert. Dagmar Kirche und Wiebke Kottenkamp stellen das Projekt vor.

Online-Hautarztpraxis dermanostic: Teledermatologie als fester Bestandteil der dermatologischen Versorgung
Unter unserer Rubrik Neu+Nützlich stellt Dr. Alice Martin die dermanostic-App vor, die als Bestandteil der Teledermatologie Hauterkrankte zuverlässig versorgt.


Die vollständigen Beiträge lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Welt der Krankenversicherung. Alle Informationen zur Zeitschrift und zum Abonnement finden Sie hier.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Die Grafik des Monats – Was ist los in einer Minute im Internet?


(Grafik: Statista Hamburg)

Eine Minute ist so gut wie nichts – Nicht so im Internet. Laut der von Lori Lewis gesammelten Daten, die bei All Access veröffentlicht worden sind, werden bei Instagram rund 695.000 neue Stories geteilt, mit diversen Messengern verschicken Nutzer etwa 69 Mio. Nachrichten und per E-Commerce werden 1,6 Mio. US-Dollar Umsatz generiert. Gleichzeitig fliegen rund 197,6 Mio. E-Mails durch das World Wide Web, wie die Statista-Grafik zeigt. 2019 nutzten 3,9 Mrd. Menschen das Internet, 2021 waren es 4,14 Mrd., Tendenz weiter ansteigend. Eine enorme Kommunikationsdichte für eine bessere Welt?

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 
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Im Interview zum Buch „Digitale Gesundheitsanwendungen – Rechtliche Grundlagen, innovative Technolog...
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Das eJournal Healthcare u. Hospital Law beantwortet Rechtsfragen, die für die tägliche Praxis und di...
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Erscheint in Kürze:
Hildebrandt/Stuppardt (Hrsg.)
Zukunft Gesundheit – regional, vernetzt, patientenorientiert

 
 
 



Erscheint in Kürze:

Langkafel/Matusiewicz (Hrsg.)
Digitale Gesundheitskompetenz

 
 
 



Erscheint in Kürze:
Thun/Heinemann/
Aulenkamp (Hrsg.)
Frauen in der digitalen Zukunft der Medizin und Gesundheits-
wirtschaft

 
 
 
 
 
 



Gerade erschienen:

Gaymann/Klie
Demensch.
Postkartenkalender 2022

 
 
 



Gerade erschienen:

Bettig/Frommelt/
Maucher/Schmidt/
Thiele (Hrsg.)
Digitalisierung in der Pflege

 
 
   
 


 

 
   
 
   
 

Vorstand AOK BV: Dr. Carola Reimann wird Nachfolgerin von Martin Litsch



Dr. Carola Reimann ist vom Aufsichtsrat des AOK-Bundesverbandes zur Nachfolgerin des altersbedingt ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden Martin Litsch gewählt worden. Reimann war von 2017 bis 2021 Ministerin für Gesundheit, Soziales und Gleichstellung in Niedersachsen. Davor saß sie 17 Jahre für die SPD im Deutschen Bundestag. Von 2005 bis 2009 war die promovierte Biotechnologin gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion und von 2009 bis 2013 war sie Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages. Martin Litsch hatte das Amt des Vorstandsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes im Sommer 2015 zunächst kommissarisch und zu Jahresbeginn 2016 endgültig als Nachfolger von Jürgen Graalmann übernommen. Zuvor war er acht Jahre lang Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST beziehungsweise der AOK Westfalen-Lippe. Ende 2021 geht Litsch in den Ruhestand.


Sigrid König als Vorständin beim BKK LV Bayern bestätigt



Die Volljuristin Sigrid König wird den Landesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) in Bayern für eine weitere Amtszeit führen. Über die vorzeitige Vertragsverlängerung vom 1. Juli 2022 bis Anfang 2028 hat der Verwaltungsrat, das Gremium der Selbstverwaltung des BKK Landesverbandes Bayern im Juli 2021 entschieden. Seit 11 Jahren steht Sigrid König als Alleinvorständin dem BKK Landesverband Bayern vor, der aktuell 17 Mitgliedskassen mit 3,4 Millionen Versicherten zählt.


Stiftung Gesundheit: Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Müller legt sein Amt satzungsgemäß nieder

  

v. l. Dr. Peter Müller, Christoph Dippe

Dr. Peter Müller (60) Mitgründer der Stiftung Gesundheit, legt sein Amt als Vorsitzender des Vorstands nieder und wechselt in den Stiftungsrat. Müller war insgesamt 18 Jahre Vorstandsvorsitzender. Laut Satzung darf ein Vorsitzender nur eine neue Amtsperiode antreten, wenn er das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Sein Nachfolger wird Christoph Dippe zum 16. August. Dippe ist seit Mai 2021 bei der Stiftung und blickt auf über 20 Jahre Führungserfahrung im Handel und in der Beratung zurück.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 



Kostenlose, digitale Buchvorstellung und Diskussion: „Zukunft Gesundheit – regional, vernetzt, patientenorientiert“
herausgegeben von Dr. Helmut Hildebrandt und Rolf Stuppardt

1. September 2021, ab 14 Uhr, online

Weitere Informationen

 
 
 



Gesundheitskongress des Westens 2021

7. und 8. September 2021, Köln
 

Weitere Informationen

 
 
 



3. Dialog-Offensive Diabetes Digital: Fortschritte in der Diabetesversorgung verankern

16. September 2021, online

Weitere Informationen

 
 
 



7. Fachsymposium "Innovationen durch Digitalisierung"


21. September 2021, Leipzig

Weitere Informationen

 
 
 



Gesundheitswirtschafts-
kongress 2021


21. und 22. September 2021, Hamburg

Weitere Informationen

 
 
 




Kennen Sie schon den Daily Lama?
Jetzt Kennenlernen für mehr Entspannung, Konzentration und Resilienz!

 
 
 



E-Health Salon – Innovative Krankenversicherung nach Corona

23. September 2021, Berlin

Weitere Informationen

 
 
 



Gesundheitsplattform
Rhein-Neckar –
Konferenz der GPRN und MRN


30. September 2021, Mannheim und online

Weitere Informationen

 
 
 



Fachsymposium »Cloud-Lösungen in der gesetzlichen Krankenversicherung«

30. September 2021, Leipzig

Weitere Informationen

 
 
 



Deutscher Pflegetag

13. und 14. Oktober 2021, Berlin und online

Weitere Informationen

 
 
 
 
 
 

 

Betriebliches Gesundheits-
Management 2021


26. und 27. Oktober 2021, Köln

Weitere Informationen

 
 
   
 



Welt der Krankenversicherung Newsletter
Herausgeber und Chefredakteur: Rolf Stuppardt
Redaktion: Dr. Annette Mehler, Dr. Monika Sinha


medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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