Logo   Newsletter WdK September 2021
 
 
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Was wählen aus dem Blickwinkel von Gesundheit?

Nach der Fokussierung der letzten 20 Monaten hatte ich die Erwartung, dass das Thema Gesundheit als auch eine stringente Strategie zum Umgang mit der Pandemie einen besonderen Platz in den Wahlprogrammen der Parteien erhält. Das ist aber weitgehend nicht der Fall. In einer Situation, die alles andere als geeint erscheint, in der „geimpft oder nicht geimpft“ zum Ausweis politischer und sozialer Wertschätzung und Handlungsfähigkeit geriert, in der Hamburg, Sachsen, Berlin oder Bayern Unterschiedliches für wichtig hält und die unmittelbaren Nachbarn Dänemark und Schweden dagegen völlig anders ausgerichtet sind, scheint dies unangemessen und sicher nicht alternativlos. Corona hat uns das Thema Gesundheit als ein für Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur Zentrales vor Augen geführt.

 

Was haben in dieser Gemengelage die Parteien für eine Vorstellung von künftiger gesundheitlicher Versorgung? Hier einige Kernideen:
Der große Koalitionspartner CDU/CSU will die „Gesundheits- und Pflegewirtschaft als herausragenden Wirtschaftsfaktor in Deutschland“ stärken und die flächendeckende Regelversorgung in den Krankenhausplanungen deutlich stärker berücksichtigen als bisher. Immerhin sollen Länder und Kommunen darin unterstützt werden, quartierbezogene und sektorenübergreifende Versorgungskonzepte umzusetzen.

Hier gehen die Grünen ein deutliches Stück weiter und wollen ambulante und stationäre Leistungen durch gemeinwohlorientierte regionale Gesundheitszentren konsequent integrieren bei mehr dezentraler Kompetenz und Eigenständigkeit. Dafür soll auch ein neues Struktur-Finanzierungssystem greifen.

Der ambulante und stationäre Sektor soll nach den Vorstellungen der SPD durch eine Überwindung der Sektorengrenzen neu geordnet werden. Auch sie will die Kommunen bei der Planung und Umsetzung integrierter Versorgungszentren unterstützen.
Die FDP will mehr Investitionen in bestimmte Versorgungstypen von Krankenhäusern, wobei eine Strukturreform Fehlanreize ausschließen soll. Auch hier sollen integrierte Gesundheitszentren die regionale Grundversorgung sichern, wobei man sich generell eine bessere Verzahnung und Vernetzung der Versorgungsbereiche vorstellt.
Die AfD möchte eine Zusammenlegung der Pflege- und gesetzlichen Krankenversicherung, Krankenhäuser in strukturschwachen Gebieten mit Individualbudgets ausstatten und die ambulante Versorgung durch Ausbau von Kooperationseinrichtungen auch unter Trägerschaft der Kommunen verbessern.

Die Linke schließlich will weitere Privatisierung im stationären Sektor durch einen Fonds zur Rekommunalisierung verhindern, um Krankenhäuser in gemeinwohlorientierte Trägerschaften zu überführen. Im ambulanten Sektor sollen regionale Versorgungszentren mit medizinischem und anderen Berufsgruppen entstehen.

Nach meiner Ansicht benötigen wir eine stringente Reformstrategie, die die regionale, vernetzte und klar patientenzentrierte gesundheitliche und medizinische Versorgung stärker dezentral und differenzierend gestalterischen Raum gibt bei konsequenter Anwendung von Transparenz, Qualität und Ergebnisorientierung.

In diesem Sinne wünsche ich uns heilsame gesellschaftliche Integrität
Ihr Rolf Stuppardt

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Gesundheit weiter unter ferner liefen?
Die Bundestagswahl steht an, und zwar in einer Zeit, die gekennzeichnet war durch politisch tief einschneidende, globale Maßnahmen zur Verhinderung eines Kollapses im Gesundheitswesen. Herausgeber Rolf Stuppardt fragt sich, was das für eine Bedeutung in den Wahlprogrammen und für die Zukunft hat und ob der strategische Stellenwert von Gesundheit sich nun verändert.

Diabetesbetreuung durch Diabetologen in Deutschland – GKV versus PKV – eine kritische Bestandsaufnahme
Die Diabetologie ist durch einen stetigen Wandel und durch einen revolutionierenden Trend zur Technisierung und Digitalisierung geprägt. Seitens der GKV und PKV wird die Therapie des Diabetes mellitus allerdings unterschiedlich wahrgenommen, unterstützt und honoriert. Was es im Einzelnen damit auf sich hat und welche Konsequenzen das für die Versorgung von Menschen mit Diabetes konkret nach sich zieht, erläutert Dr. med. Christoph Neumann.

Mehr Prävention für die Richtigen – ein Gebot dieser Krisenzeiten
Auffällig in diesen Krisenzeiten ist offenbar die Notwendigkeit der stärkeren Orientierung auf Prävention. Prof. Dr. Volker Nürnberg und Larissa Freudenberg schauen u. a. auf die Belastungsentwicklungen und die systemischen Voraussetzungen für Prävention und Gesundheitsförderung. Sie kommen zu dem Schluss, es müsse mehr Prävention für die richtigen Zielgruppen und mehr Zusammenarbeit der Sozialversicherungsträger verankert werden.

Gesunde Marktwirtschaft – Das Leben, die Ökonomie und das soziale Nervengeflecht
Nicht nur angesichts der Erfahrungen mit der aktuellen Corona-Pandemie plädiert Dr. med. Elis Huber für ein menschliches und soziales Konzept einer gesunden Marktwirtschaft, die Nutzen, Qualität, Ergebnisse und ein vernetztes Miteinander in einer Gemeinwohlökonomie zum Maßstab haben. Corona setze ein Zeichen für notwendige Transformation.

Ökonomisierung des Gesundheitswesens durch die EU
In der gesundheitlichen und medizinischen Versorgung können nicht die gleichen Maßstäbe angelegt werden wie in der sog. freien Marktwirtschaft. Dennoch durchdringt das Thema „Ökonomisierung“ weltweit Gesundheitswesen und Medizin. Dr. Martin Coen thematisiert in diesem Zusammenhang die Rolle der EU und die Stellung von Deutschland.

Die vollständigen Beiträge lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Welt der Krankenversicherung. Alle Informationen zur Zeitschrift und zum Abonnement finden Sie hier.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Die Grafik des Monats – Erreichbares Klimaziel?


(Quelle: statista)

Alle demokratischen Parteien behaupten, sie würden im Falle einer Regierungsbeteiligung alles dafür tun, dass das 1,5-Grad-Ziel eingehalten wird. Laut einer Analyse der Parteiprogramme durch das Konzeptwerk Neue Ökonomie kann keine der Parteien das Versprechen halten.
Wie die Statista-Grafik zeigt, stünde für eine 67-prozentige Chance, das Klimaziel zu erfüllen ein CO2-Budget von rund 1,2 Gigatonnen zur Verfügung – bei einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent sogar 2,9 Gigatonnen. Die Bundestagsparteien machen in ihren Programmen keine explizite Angabe für ein angestrebtes Klimabudget, deshalb nutzt das Konzeptwerk Neue Ökonomie internationale Daten des Weltklimarats und Daten des Sachverständigenrats der Bundesregierung als Vergleichswerte, um die Maßnahmen der Parteien mit einem CO2-Budget zu beziffern. Das Ergebnis: Die Vorstellungen der Bundestagsparteien liegen deutlich über den 1,5-Grad-Beträgen.
 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Veranstaltungen
3. Dialog-Offensive Diabetes Digital am 16.09.2021:
Fortschritte in der Diabetesversorgung verankern



Die Fortschritte in der Anwendung moderner digitaler Tools bieten enorme Chancen in der Prävention und Behandlung für alle Menschen mit insulinpflichtigem Diabetes. Die damit verbundenen Möglichkeiten konkretisieren nicht nur zentrale Ziele der Nationalen Diabetesstrategie, sie verbessern auch im Sinne der wissenschaftlich anerkannten Zielstellungen die Integration der Versorgungssteuerung zwischen Patienten, Haus- und Fachärzten sowie in der Pflege. Sie schaffen mehr Zielgenauigkeit, Adhärenz und Therapiezufriedenheit. Sie unterstützen letztlich auch die präventionspolitischen Ziele.

Diese Perspektiven wollen wir in unserer 3. Dialog-Offensive Diabetes Digital am 16.9.2021 von 11 Uhr bis 12:30 Uhr vor dem Hintergrund der Erfahrungen von Experten aber auch mit Ihnen als Zuhörer und Zuschauer per Live-Schaltung in einer Videokonferenz erörtern. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Gesprächspartner unserer 3. Dialog-Offensive Diabetes Digital sind:
 

  • Dr. med. Christoph Neumann, Vorstand im Berufsverband niedergelassener Diabetologen, Diabeteszentrum Neumann+Zschau München
  • Friedhelm Petry, Internist und Diabetologe DDG in Wetzlar, Mitglied der AG Digitalisierung DDG
  • Dr. Christian Korbanka, Unternehmensbereichsleiter Gesundheitspartner und Versorgung, IKK Classic
  • Andreas Utz, Fachbereichsleiter DMP, AOK Berlin
  • Vincent Jeltsch, Patient mit Diabetes und Studierender der Informatik
  • Andreas Karch, Freier Diabetes Experte
  • Dr. med. Philipp Hoffmann, Medical Director Abbott GmbH


Was kennzeichnet den Status-Quo in der Diabetes-Versorgung? Was kann insbesondere mit Blick auf den insulinpflichtigen Diabetes verbessert werden?
Was sind die Erfahrungen und Perspektiven in der Anwendung moderner digitaler Tools in der Versorgung von Menschen mit Diabetes?
Wie profitieren Menschen mit Diabetes, Haus- und Fachärzte aber auch Krankenkassen von einer konsequenteren Anwendung der digitalen Tools u.a. vor dem Hintergrund der Diskussion um Telemedizin und Telemonitoring?
Bedarf es dazu erweiterter Regularien und wie kann in dieser Hinsicht die nationale Diabetesstrategie konkretisiert werden?

Moderation: Dr. Annette Mehler und Rolf Stuppardt

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Gern können Sie sich HIER anmelden.

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung von Abbott und Welt der Krankenversicherung.

 
   
 
 

Politik & Wirtschaft, Krankenversicherung
GKV-Finanzen: Kassen mit 1,9 Milliarden Euro im Minus


 
 
 

Verorgungskonzepte, Krankenversicherung
G-BA entwickelt ein neues DMP zu Adipositas

 
 
   
 
Weitere Nachrichten finden Sie hier.
 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
 
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Gerade erschienen:
Hildebrandt/Stuppardt (Hrsg.)
Zukunft Gesundheit – regional, vernetzt, patientenorientiert

 
 
 



Gerade erschienen:

Langkafel/Matusiewicz (Hrsg.)
Digitale Gesundheitskompetenz

 
 
 



Gerade erschienen:
Thun/Heinemann/
Aulenkamp (Hrsg.)
Frauen in der digitalen Zukunft der Medizin und Gesundheits-
wirtschaft

 
 
 


Erschent in Kürze:
Feibel
NetzKrimi: Cybermobbing (Bd. 1)

 
 
 


Erscheint in Kürze:
Stiftung Münch (Hrsg.)
Die elektronische Patientenakte und das europäische Datenschutzrecht

 
 
 


September-Ausgabe erscheint in Kürze:
medhochzwei Verlag GmbH
Healthcare & Hospital Law

 
 
   
 


 

 
   
 
   
 
Dr. Frank Bockholdt ist neuer Richter am Bundessozialgericht


 

Mit Wirkung zum 1. September 2021 ist Dr. Frank Bockholdt zum Richter am Bundessozialgericht ernannt worden. Dr. Frank Bockholdt wurde 1975 in Nauen (Land Brandenburg, Landkreis Havelland) geboren und studierte nach seinem Abitur Rechtswissenschaften an der Universität Potsdam. Nach dem zweiten Staatsexamen 2005 trat Dr. Bockholdt in den Richterdienst des Landes Berlin ein; ab 2007 war er beim Sozialgericht Berlin tätig. Von 2012 bis 2014 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin und im Anschluss bis 2015 an das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg abgeordnet. Im Jahr 2016 ist Dr. Bockholdt zum weiteren aufsichtführenden Richter am Sozialgericht Berlin ernannt worden. Von 2020 bis zu seiner Ernennung zum Richter am Bundessozialgericht war Dr. Bockholdt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundessozialgericht abgeordnet.

 
   
 
   
 
 
   
 
   
 

 
   
 
 



3. Dialog-Offensive Diabetes Digital: Fortschritte in der Diabetesversorgung verankern

16. September 2021, online

Weitere Informationen

 
 
 



7. Fachsymposium "Innovationen durch Digitalisierung"


21. September 2021, Leipzig

Weitere Informationen

 
 
 



Gesundheitswirtschafts-
kongress 2021


21. und 22. September 2021, Hamburg

Weitere Informationen

 
 
 



E-Health Salon – Innovative Krankenversicherung nach Corona

23. September 2021, Berlin

Weitere Informationen

 
 
 



Fachsymposium »Cloud-Lösungen in der gesetzlichen Krankenversicherung«

30. September 2021, Leipzig

Weitere Informationen

 
 
 



Deutscher Pflegetag

13. und 14. Oktober 2021, Berlin und online

Weitere Informationen

 
 
 

 

Betriebliches Gesundheits-
Management 2021


26. und 27. Oktober 2021, Köln

Weitere Informationen

 
 
 


MCC-ZukunftsMarkt-Personal2021

24. und 25. November 2021, Hamburg

Weitere Informationen

 
 
 




20. Europäischer Gesundheitskongress


30. September und 01. Oktober 2021, München

Weitere Informationen

 
 
 
Shift Medical 2021


23. und 25. September 2021, virtuell

Weitere Informationen

 
 
 



Die drei besten Strategien für einen gesunden Schlaf und entspannte Kinder
 

15.09.2021
16:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Weitere Informationen

 
 
 
 
 
   
 

 
   
 
   
 



Welt der Krankenversicherung Newsletter
Herausgeber und Chefredakteur: Rolf Stuppardt
Redaktion: Dr. Annette Mehler, Dr. Monika Sinha


medhochzwei Verlag GmbH

Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg

 

Tel.: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 0

Fax: +49 (0) 62 21 / 9 14 96 - 20

E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de

 

Steueridentifikationsnummer

USt-IdNr.: DE267309671

Handelsregisternummer

HRB 707 763, Amtsgericht Mannheim

Ansprechpartner: Julia Rondot

Geschäftsführung: Julia Rondot

 
   
 
 
 

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