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Corona-Evaluation – und was jetzt?

Wir verlangen im Gesundheitswesen zur begründeten Ausgabe von solidarisch aufgebrachten Versichertengeldern zu Recht Substanz, Wirksamkeit, Evidenz und wir wollen und können immer mehr evaluieren, dank strukturierter Daten. Corona ist neu gewesen, geradezu „über uns hereingebrochen“. Pandemiepläne lagen in der Schublade, veraltet, da lagen sie offenbar gut. Es ist nur recht und billig, wenn einschneidende Maßnahmen, die zudem auch z. T. im Blindflug getroffen werden mussten, mit erheblichen gesundheitlichen und ökonomischen Ausmaßen, sauber evaluiert und diskutiert werden, um schlauer zu werden.


Offenbar lässt uns das Thema wohl auch nicht los, wie bei jedem Virus, der nach und nach endemisch wird. Nun hat der dafür benannte Sachverständigenrat zu Corona seinen gutachterlichen Bericht vorgelegt und ihn selbst von vorneherein mit einigen Fragezeichen versehen. Die Aussagekraft des Berichtes sei beschränkt. Nach Einschätzung der Experten haben die bisher eingeleiteten Schritte aber durchaus eine Wirkung entfaltet, auch wenn die einzelnen Maßnahmen in dem Evaluationsbericht unterschiedlich bewertet werden. So wurden teilweise die Zugangsbeschränkungen positiv bewertet. Auch Masken tragen könne ein wirksames Instrument sein, doch hätten schlechtsitzende Masken keinen Effekt. Liegt ja eigentlich auf der Hand, von den hygienischen Bedingungen mal abgesehen. Ich sehe heute noch eine Reihe von Menschen als Dauermaskenträger, die ihre Maske am Kinn tragen, wohl um sie flugs über Mund und Nase ziehen zu können.

Zum Impfen sagen die Gutachter gar nichts, weil das Aufgabe der STIKO ist. Auch den Effekt von Schulschließungen beurteilen die Experten als nicht eindeutig, weil dabei mehrere Maßnahmen zusammenträfen. Deren genaue Wirksamkeit sei "trotz biologischer Plausibilität und zahlreicher Studien weiterhin offen", heißt es. Alles in allem stellen die beteiligten Wissenschaftler fest, dass der Hauptgrund für die vielen offenen Fragen die schlechte Datenlage sei. Mein Gott, da hält uns seit 2 Jahren ein alles überlagerndes Monothema in Schach und an der schlechten Datenlage hat sich nichts geändert. Und Gesundheitspolitiker Dahmen von den Grünen schießt wohl mit der Stellungnahme zur begrenzten Aussagekraft den Vogel ab: "Die Abwesenheit von Evidenz zur Wirksamkeit ist keine Evidenz für die Abwesenheit von Wirksamkeit", stellte er fest. Wer hätte das gedacht?

Der Bericht hat ein Datenchaos offengelegt, das vor dem Hintergrund der Bedeutung des Themas für alle und alles schlichtweg unzumutbar ist. So kann sich jeder für seine künftigen Absichten etwas rauspicken, was letztlich nicht zusammengeht. Wir werden weiterhin über die Verhältnismäßigkeit und/oder die Stringenz der Maßnahmen sprechen, je nach dem, wie es genehm ist. „Schrecklich“ würde meine Mutter sagen. Dabei liegt immer schon, über dieses Monothema mit seinen heftigen sozialökonomischen und gesundheitlichen Auswirkungen hinaus, vieles an, was strukturell und prozessual auf die Füße gestellt werden muss bei zum Teil selbst gemachten Ressourcenkrisen, seien es Menschen, die im System fehlen, seien es Finanzen, die ebenfalls fehlen. Gefällt Ihnen, was da läuft? Mir nicht. Aber meckern nutzt ja auch nichts. Zum Glück gibt es auf Ebene der tatkräftig Verantwortlichen im System auch Lichtblicke. Wenden wir uns denen verstärkt zu.

Entspannen Sie sich und wer sie noch genießen darf: Schöne Ferien!
Ihr Rolf Stuppardt

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

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Birgit Fischer und Holger Friedrich finden, dass gerade jetzt die Zeit reif ist für neue Versorgungsformen und diskutieren fünf gute Gründe.

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Vorfahrt für den Fast Track als vereinfachter Zugang und Integration von Telemonitoring in die Versorgungspfade der Regelversorgung – dafür argumentieren Sabine Mertsch, Prof. Dr. Christoph Schöbel, Annette Hempen und Dr. Annette Mehler.

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Dieses Zitat von Victor Hugo wählt Dr. Helmut Platzer als Überschrift und wundert sich in seinem Standpunkt, dass die Debatte über die Finanzierungsprobleme, die lawinenartig auf uns zurollen, nicht auch ordnungspolitische Konsequenzen mit sich bringen.

Die VitaBuddy-App der BKK Pfalz
Andreas Lenz stellt die Erfahrungen mit der VitaBuddy-App vor. Fürsorge, Vorsorge und Innovationen ist die Trias, die sich die kleine BKK Pfalz auf die Fahnen geschrieben hat und bewirkt damit enormes.

In unserer Rubrik Neu+Nützlich stellen wir den BodyGuardian MINI von MySmartheart aus der Schweiz vor.



Die vollständigen Beiträge lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Welt der Krankenversicherung. Alle Informationen zur Zeitschrift und zum Abonnement finden Sie hier.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

Die Grafik des Monats – Bedeutung der Atomkraft



Das EU-Parlament hat auf Vorschlag der Kommission bestimmte Gas- und Atomkraftwerke im Rahmen der sog. Taxonomie als nachhaltig „geadelt“. Beide gelten aber gemeinhin nicht als nachhaltig. Die Folge könnte vielerorts ein Ausbau der Atomkraft sein, für deren Abfallentsorgung es keine zufriedenstellende Lösung gibt. Das ist sicher auch der unterschiedlichen Verwertung dieser nicht nachhaltigen und eher Umwelt und Gesundheit schädigenden Energiequellen in Europa geschuldet. Die Bundesregierung Deutschlands will jedoch trotz des Abstimmungsergebnisses an ihrer Position Kernenergie nicht als klimafreundlich zu betrachten festhalten, heißt es.

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 

 
   
 
   
 
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Augurzky/Krolop/
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Krankenhaus Rating Report 2022

 
 
 


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Fit für den Kindernotfall

 
 
 



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Günther/Krüger/Thewes (Hrsg.)
Budgetverhandlung und Finanzierung von Psych-Einrichtungen

 
 
   
 


 

 
   
 
   
 

Sebastian Zilch neuer Unterabteilungsleiter für Gematik, E-Health und Telematikinfrastruktur im BMG
  

Seit dem 13.6. ist Sebastian Zilch neuer Unterabteilungsleiter für Gematik, E-Health und Telematikinfrastruktur im Bundesministerium für Gesundheit (BMG, Abteilung 5 Digitales und Innovation). Zilch war zuletzt Geschäftsführer des Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg). Der 35-Jährige folgt damit auf Christian Klose, der das Ministerium in Richtung Industrie verlassen hatte. Klose ist seit Jahresbeginn bei IBM in Hamburg.


Melanie Wendling wird neue Geschäftsführerin des BVITG
 

Führungswechsel beim Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.: Melanie Wendling übernimmt die Geschäftsführung des Verbandes und tritt die Nachfolge von Sebastian Zilch an. Melanie Wendling war zuletzt als Abteilungsleiterin Gesundheit und Rehabilitation bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung tätig. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und Abschluss der RTL-Journalistenschule arbeitete sie als persönliche Referentin von Bundesministerin Ulla Schmidt und Bundesminister Philipp Rösler im Bundesministerium für Gesundheit. Im Anschluss wechselte sie zu Telekom Healthcare Solutions, wo sie die Politik und Verbandsvertretung verantwortete.

 
   
 
   
 

 
   
 
 



Budgetverhandlung und Finanzierung von Psych-Einrichtungen – Impulsvorträge und Diskussion

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Fachsymposium
"Innovationen durch Digitalisierung"


20. September 2022, Leipzig

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Gesundheits-
wirtschaftskongress 2022


20. und 21. September 2022, Hamburg

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Fachsymposium
"Cloud-Lösungen in der gesetzlichen Krankenversicherung"


29. September 2022, Leipzig

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Deutscher Pflegetag 2022

6. und 7. Oktober 2022,
Berlin

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Betriebliches Gesundheits-
Management2022


26. und 27. Oktober 2022, Bonn

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Herausgeber und Chefredakteur: Rolf Stuppardt
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