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Medienkompetenz beginnt nicht erst mit dem ersten Smartphone
Kinder wachsen heute ganz selbstverständlich mit Smartphones, Tablets, Sprachassistenten und KI auf. Sie wischen, klicken, sprechen mit Alexa und finden im Internet Antworten auf fast jede Frage. Doch digitale Medien nutzen zu können, bedeutet noch lange nicht, sie auch zu verstehen.
Wie funktioniert eigentlich das Internet? Kann Alexa wirklich denken? Woher weiß ich, ob etwas im Internet stimmt? Was passiert mit meinen Daten? Und warum tut es manchmal gut, das Tablet einfach wegzulegen?
Genau hier setzt das Curriculum „Robotti, wir haben ein Problem!“ an. Begleitend zum gleichnamigen Kinderbuch vermittelt es Kindern im Vorschulalter sowie in der 1. und 2. Klasse spielerisch die Grundlagen eines bewussten, kritischen und selbstbestimmten Umgangs mit der digitalen Welt.
Die digitale Welt verstehen – bevor sie selbstverständlich wird
In altersgerechten Unterrichtseinheiten entdecken die Kinder gemeinsam, was hinter der digitalen Welt steckt. Sie beschäftigen sich mit digitaler und analoger Kommunikation, dem Internet und digitalen Aktivitäten, hinterfragen Informationen aus dem Netz und erfahren, welche Auswirkungen Mediennutzung auf uns Menschen haben kann.
Dabei geht es nicht darum, digitale Medien als „gut“ oder „schlecht“ darzustellen. Die Kinder lernen vielmehr, Chancen und Risiken zu erkennen, Zusammenhänge zu verstehen und eigene Erfahrungen einzuordnen.
Auch grundlegende Fragen finden ihren Platz: Woher kommt eigentlich der Strom für unsere Geräte? Was unterscheidet ein digitales Erlebnis von einer Begegnung mit einem echten Menschen? Welche Erinnerungen wollen wir digital festhalten – und was sollten wir dabei beachten?
Lernen, basteln, ausprobieren und gemeinsam entdecken
Medienkompetenz wird bei „Robotti“ nicht abstrakt vermittelt. Die Kinder sprechen miteinander, experimentieren, spielen, basteln und lösen gemeinsam Aufgaben.
Ein besonderer Begleiter wächst dabei von Einheit zu Einheit mit: der eigene Robotti. Gemeinsam gestalten die Kinder ihren Roboter und ergänzen ihn im Verlauf des Curriculums immer weiter. So werden neue Erkenntnisse nicht nur besprochen, sondern sichtbar und begreifbar gemacht.
Das Curriculum verbindet damit Medienbildung mit kreativem, analogem und gemeinschaftlichem Lernen – ohne dass dafür umfangreiche technische Ausstattung erforderlich ist.
Direkt einsetzbar in Vorschule und Grundschule
Das Curriculum richtet sich an pädagogische Fachkräfte sowie Lehrerinnen und Lehrer, die Medienkompetenz frühzeitig und systematisch fördern möchten. Die ausgearbeiteten Einheiten, Materialien und praxisnahen Ideen erleichtern die Vorbereitung und ermöglichen einen unkomplizierten Einsatz im pädagogischen Alltag.
Denn Kinder brauchen nicht erst Medienkompetenz, wenn sie ihr erstes eigenes Smartphone bekommen. Sie brauchen sie dann, wenn die digitale Welt beginnt, Teil ihrer Lebenswelt zu werden.
„Robotti, wir haben ein Problem!“ – gemeinsam die digitale Welt entdecken, verstehen und hinterfragen.
Die Autorinnen:
Sarah Hofmann ist Psychologin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Mutter von drei Töchtern. Sie studierte in Göttingen und absolvierte anschließend die Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (Schwerpunkt Verhaltenstherapie) am Zentrum für Psychologische Psychotherapie in Heidelberg. Nach der Ausbildung arbeitete sie als Psychotherapeutin an der Universität Frankfurt. Seit 2024 ist sie in eigener Praxis in Offenbach am Main tätig und schreibt Kinderbücher mit Bezug auf ihre psychotherapeutische Arbeit.
Miriam Prätsch ist Psychologin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Mutter von zwei Töchtern. Sie studierte in Heidelberg und schloss danach direkt ihre Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie am Zentrum für Psychologische Psychotherapie in Heidelberg an. Hier arbeitet sie seit 2018 als Leitende Psychologin. Sie ist des Weiteren als Therapeutin an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und seit 2020 als Kinderbuchautorin und Dozentin tätig.
Die Illustratorin:
Jasmin Hirtl studierte Bildende Kunst, Anglistik und Literaturwissenschaft in Landau und Mannheim. Bereits während ihres Studiums illustrierte sie vielfältige naturwissenschaftliche Lehr- und Lernmaterialien für die Universität Landau und entdeckte dabei ihre Leidenschaft für die spielerisch-leichte Vermittlung komplexer Inhalte für Kinder und Jugendliche. Heute arbeitet sie als freiberufliche Illustratorin und schafft mit viel Liebe zum Detail visuelle Welten, die informieren und neugierig machen.