P4 PSYCH

Das Fachmedium für die Psych-Branche

Ob aktuelle Entwicklungen, fundierte Analysen oder Best Practices – P4 PSYCH liefert relevantes Fachwissen für alle, die in Psychiatrie, Psychosomatik und angrenzenden Fachgebiete tätig sind. Von Versorgung und Digitalisierung über Recht und Politik bis hin zu Managementfragen: Hier finden Sie praxisnahe Inhalte, verständlich aufbereitet und direkt nutzbar. Mehr...

P4 steht für die vier Bereiche: PSYCHIATRIE | PSYCHOSOMATIK | KINDER- UND JUGENDLICHENPSYCHIATRIE | FORENSISCHE PSYCHIATRIE

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05.03.2026
Redaktion
Portrait: Jannis Preus

Die berufliche Laufbahn von Jannis Preus ist geprägt durch die Verbindung von Managementaufgaben und der Weiterentwicklung psychiatrischer und psychotherapeutischer Versorgungsformen. Seit 2021 ist er Geschäftsführer der Asklepios Psychiatrie Niedersachsen GmbH. In dieser Funktion verantwortet er die Steuerung und Weiterentwicklung des Asklepios Fachklinikums Göttingen sowie des Asklepios Fachklinikums Tiefenbrunn mit mehreren Außenstandorten der psychiatrischen Versorgung. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle der Umsetzung eines gemeinsamen medizinischen Auftrages, wirtschaftlicher Verantwortung und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen.

02.03.2026
Stefan Günther
Einsparungen im Gesundheitswesen Hand in Hand mit Bürokratieabbau – keine Unmöglichkeit

Derzeit wird viel über Einsparmaßnahmen im Gesundheitswesen diskutiert. Die Krankenhäuser fordern eine auskömmliche Finanzierung und eine faire Beteiligung an den Reformprozessen. Die Krankenkassen fordern hingegen vor allem Einsparungen bei den Krankenhäusern, da die Kosten in den letzten Jahren nachweislich explodiert sind. Aber woher kommt die Kostenexplosion? Wundern sollten sich weder der Gesetzgeber noch die Krankenkassen: Sie haben in den vergangenen Jahren mit der Auslagerung des Pflegebudgets aus dem DRG-System und immer neuen Personaluntergrenzen und Personalbemessungsinstrumenten, samt zugehöriger Nachweispflichten und Kontrollen, dazu beigetragen, dass immer mehr Personal eingestellt wurde. Dies nicht nur in der direkten Patientenversorgung, sondern auch im patientenfernen Umfeld zur Dokumentation, bei den Kostenträgern zur Verhandlung und Überwachung, bei den Medizinischen Diensten zur Kontrolle und bei Wirtschaftsprüfungsunternehmen zur Testierung. Was auf der einen Seite positive Effekte haben mag – die Patientenversorgung zu stärken – ist auf der anderen Seite aber auch entsprechend teuer. Die Krankenhäuser haben geliefert, was von anderen bestellt wurde – und stehen dann doch dafür in der Kritik.

26.02.2026
Dr. Anne Kathrin Tauscher, Denise Wellhöfer
Qualitätssicherung in der Psychiatrie: Evaluation belegt Handlungsbedarf bei der Personalausstattung

Die Richtlinie zur Personalausstattung in Psychiatrie und Psychosomatik (PPP-RL) gilt für rund 700 Krankenhäuser an über 1.200 Krankenhausstandorten, die jährlich mehr als eine Million Patientinnen und Patienten behandeln. Sie setzt an einem zentralen Qualitätsfaktor an: das für die Behandlung erforderliche therapeutische Personal sicher zu stellen. Eine Evaluation ist dabei von großer Bedeutung. Der erste Evaluationsbericht vom IGES Institut bestätigt eindrücklich die schon vorliegenden Ergebnisse der Quartalsberichte: Etwa die Hälfte der Fachabteilungen für Psychiatrie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie erfüllt die Mindestvorgaben der PPP-RL nicht, obwohl diese im Rahmen der Einführungsphase seit 2022 nur zu 90 Prozent erfüllt sein müssen.

23.02.2026
Julia Dietzel
20 Jahre Bezirkskliniken Mittelfranken – Wie aus einem Regiebetrieb ein starkes Kommunalunternehmen wurde

Die Bezirkskliniken Mittelfranken feierten im Jahr 2025 das 20-jährige Jubiläum einer regionalen Gesundheitsstruktur, die sich in diesen zwei Jahrzehnten neu erfunden hat. Mit Standorten u. a. in Ansbach, Erlangen und Engelthal, gehört der Klinikverbund heute zu den größten psychiatrischen und neurologischen Gesundheitsanbietern in der Region. Rund 3.300 Mitarbeitende, über 55.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr, ein weit verzweigtes Netz aus Kliniken, Institutsambulanzen, Tageskliniken und Soziotherapeutischen Wohnheimen – und ein sichtbarer Wille, Versorgung nicht nur zu erhalten, sondern aktiv weiterzuentwickeln. Dabei begann alles mit einer politischen Entscheidung, die damals durchaus Wagemut erforderte.

19.02.2026
Laura Gahr, Stefan Günther
Psychiatrie-Personalnachweis

Der ursprüngliche Plan sah vor, dass das PEPP-Abrechnungssystem für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen auch die Aufgabe der Personalbemessung übernehmen und die bewährte Psychiatrie-Personalverordnung (Psych-PV) ersetzen sollte. Die Entwicklung verlief schließlich anders als zunächst geplant: Seit 2020 gilt anstelle der Psych-PV die Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik-Richtlinie (PPP-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses, die verbindliche personelle Mindestvorgaben für Einrichtungen der stationären psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung definiert. Nicht selten bleibt in der Debatte über die PPP-RL unbeachtet, dass bereits 2016 ein Nachweis eingeführt wurde, der die Krankenhäuser verpflichtet, den therapeutischen Personaleinsatz jährlich – differenziert nach Berufsgruppen – sowie die tatsächlichen Kosten offenzulegen: der Psychiatrie-Personalnachweis (PPN).

16.02.2026
Dr. Katja Kirchner, Christina Hayek
Von der Herausforderung zur Ressource: Internationale Medizinerinnen und Mediziner als Schlüssel zur Versorgungssicherheit

Internationale Medizinerinnen und Mediziner sind längst zu tragenden Säulen der psychiatrischen Versorgung in Deutschland avanciert. Angesichts eines sich über die vergangenen zehn Jahre verschärfenden Fachkräftemangels und der kontinuierlich steigenden Prävalenz psychischer Erkrankungen kommt ihrer Integration eine strategische Schlüsselrolle zu. Der vorliegende Beitrag beleuchtet aktuelle Beschäftigungszahlen, fasst den Stand der Forschung zur Migration medizinischer Fachkräfte zusammen, stellt beispielhafte Praxisansätze vor und diskutiert kulturelle Kompetenz als zukunftsweisenden Managementansatz zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen Versorgung.

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