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16.06.2017

Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft

GKV: 600 Millionen Euro Überschuss im 1. Quartal ungleich verteilt

Mit einem Überschuss von 600 Millionen Euro schließt die GKV das  erste Quartal ab, rund 200 Millionen mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Mehr als die Hälfte des Überschusses gehen auf die Konten der Ortskrankenkassenb, die rund ein Drittel des Markanteils der GKV ausmachen.  Der Chef des AOK Bundesverbandes, Martin Litsch, führt dies auf gute Verträge und effiziente Versorgungssteuerung zurück. Das sieht der Geschäftsführer des IKK e.V. anders. Die Schieflage in der Finanzentwicklung zwischen den Kassenarten ließe sich eben nicht aus einer effizienten Versorgungssteuerung erklären. Er sieht einen dringenden Reformbedarf des Morbi-RSA, da die Schere zwischen den AOKn und den anderen Kassenarten immer weiter auseinandergehe. Der Überschuss bei den Innungskrankenkassen hat sich in etwa halbiert. Bei den Ersatzkassen, die rund 37 Prozent des Marktanteils ausmachen, verbucht man einen Überschuss von lediglich 155 Millionen Euro, der im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch bei 206 Millionen lag. Auch hier wird eine Fehlsteuerung des Morbi-RSA gesehen. Gesundken ist auch der Überschuss der Betriebskrankenkassen von 28 Millionen im Vorjahr auf jetzt 27 Millionen.

Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung

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