Videos

Nachrichten

08.09.2017

Krankenversicherung, Heilberufe, Politik & Wirtschaft

Mehr Qualitätsanstrengungen, Vergleichbarkeit und Transparenz medizinischer Leistungen in Krankenhäusern von DGVS, DGAV und BARMER gefordert

Gemeinsam mit der BARMER setzen sich die Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) für mehr Qualitätsanstrengungen, Transparenz und Vergleichbarkeit von medizinischen Behandlungsverläufen in Krankenhäusern ein. Es gäbe mehrere Ansatzpunkte für mehr Qualität und Patientensicherheit in Krankenhäusern, so die Experten der DGVS und DGAV; wissenschaftlich belegte Qualitätsindikatoren sollten nicht nur im ambulanten Bereich sondern auch im stationären verbindlich gelten, wie z.B. Mindestmengen von Eingriffen, Durchführungszeiten z.B. bei Darmspiegelungen zur Vorsorge oder die Durchführung spezifischer diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen durch Spezialisten. Die von der Deutschen Krebsgesellschaft ins Leben gerufene Initiative zur Zertifizierung von interdisziplinären Organkrebszentren für die qualitätsgesicherte Behandlung von Tumorpatienten begrüßen die Experten: Hier profitieren Tumorpatienten mit ihrer komplexen Erkrankung durch die Zusammenarbeit von Spezialisten unterschiedlicher Fachbereiche: Vergleicht man z.B. die Überlebenszeiten bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs in Kliniken mit der meisten Erfahrung mit Kliniken mit den wenigsten Operationen auf diesem Gebiet , so halbiert sich die Überlebensrate für die Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs in den Kliniken mit der wenigsten Erfahrung. Wie wichtig es für die Patientensicherheit ist, Eingriffe in spezialisierten Zentren vornehmen zu lassen, zeigen auch die neuesten Ergebnisse des BARMER Krankenhausreports 2016 für die Adipositas-Operationen, so Prof. Dr. Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER.

Dr. Monika Sinha, Welt der Krankenversicherung

>zurück<