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06.10.2017

Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft

GBA beschließt Verfahren für ärztliche Zweitmeinung vor Operationen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 21. September 2017 die Verfahrensregeln beschlossen, nach denen gesetzlich krankenversicherte Patienten zukünftig vor bestimmten geplanten Eingriffen eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung einholen können. Geregelt wurde im Zuge dessen auch, über welche besonderen Qualifikationen zweitmeinungsgebende Ärztinnen und Ärzte verfügen müssen und welche genauen Aufgaben sie haben. Der G-BA legte am Donnerstag in Berlin zudem die ersten Eingriffe fest, für die das strukturierte Zweitmeinungsverfahren angewendet werden kann. Hierbei handelt es sich um Eingriffe an den Gaumen- und/oder Rachenmandeln (Tonsillektomie, Tonsillotomie) und Gebärmutterentfernungen (Hysterektomien). Die Richtlinie zum Zweitmeinungsverfahren tritt nach Zustimmung durch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) und die Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Der G-BA sollte nach dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) konkretisieren, für welche Eingriffe der Anspruch auf eine Zweitmeinung besteht und indikationsspezifische Anforderungen festlegen.

Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung

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