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13.10.2017

Krankenversicherung, Case Management, Heilberufe

Welt-Rheumatag – Durch gemeinsames aktives Krankheitsmanagement zu mehr Lebensqualität mit weniger Medikamenten

Patienten mit schwerwiegenden rheumatisch-entzündlichen Erkrankungen litten unter starken Schmerzen, Gelenksteifigkeit und Schwellungen. Dank moderner Medikamente ist eine Vielzahl der Patienten heute weniger belastet durch krankheitsbedingte Schmerzen. In einer effektiven Therapie sehen sie eine große Chance in ihrem Leben, einen Neuanfang zu schaffen, so Prof. Dr. med. Lorenz, Leiter der Sektion Rheumatologie des Universitätsklinikums Heidelberg. Viele Patienten mit entzündlichem Rheuma haben jedoch den Wunsch, mit möglichst wenig Medikamenten auszukommen. Anlässlich des heutigen Welt-Rheumatages weisen die Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) e.V. darauf hin, dass für einen Teil der Patienten eine Reduktion der medikamentösen Therapie im Rahmen eines engmaschigen ärztlich begleiteten Monitorings in Frage kommen kann, um zu mehr Lebensqualität zu gelangen. Denn die antientzündlich wirkenden Schmerzmittel und Kortison, welche die Rheuma-Patienten einnehmen, können zu unerwünschten Nebenwirkungen, wie Magen-Darm-Beschwerden, Hautreizungen oder Kurzatmigkeit führen. Ferner haben auch die Wirkstoffe der Medikamente gegen das Fortschreiten der rheumatischen Entzündungen vielfältige Nebenwirkungen. Sofern Patienten eine Reduktion ihrer Medikamente wünschen, können sie im Arzt-Patienten-Gespräch klären, ob, wann und in welchem Umfang die Medikation abgesenkt werden kann und mit welchem Medikament begonnen werden soll. Dabei sei es sehr bedeutsam, Krankheitswerte und Symptome engmaschig zu überwachen und in begleitenden Arzt-Patienten-Gesprächen sich über konkrete Versorgungsziele zu verständigen, um somit gemeinsam das richtige Maß an Therapie zu finden.

Dr. Monika Sinha, Welt der Krankenversicherung

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