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13.10.2017

Krankenversicherung, Digital Health, Politik & Wirtschaft, Heilberufe

AOK startet Gesundheitsnetzwerk

In zwei Pilotregionen startet die AOK-Gemeinschaft ihr Gesundheitsnetzwerk zum Datenaustausch zwischen Patienten, niedergelassenen Ärzten und Kliniken. Kern ist eine digitale Akte, mit der sich medizinische Informationen und Dokumente jederzeit bereitstellen und abrufen lassen. "Unser Ziel ist ein bundesweites Angebot für die AOK-Versicherten, das regional verschieden ausgestaltet wird", so der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, am 10. Oktober bei der Präsentation des Gesundheitsnetzwerks. Den Auftakt macht Mecklenburg-Vorpommern. Der nächste Schritt erfolgt zum Jahreswechsel gemeinsam mit der drittgrößten privaten Klinikgruppe Sana Kliniken AG und dem größten kommunalen Krankenhauskonzern Vivantes als Pilotphase mit neun Kliniken und dreizehn MVZs von Vivantes sowie dem Sana-Klinikum Lichtenberg. Pro Jahr werden etwa 114.000 AOK-Versicherte versorgt, die dann die digitale Akte nutzen können. In dem Zusammenhang wurde auch Kritik an der gematik laut, deren Stand und Strategie nicht mehr zeitgemäß sei. Das AOK-Gesundheitsnetzwerk setze nicht auf zentrale Lösungen, sei als offene Plattform konzipiert und könne perspektivisch allen Akteuren im Gesundheitswesen – auch anderen Krankenkassen – in regional unterschiedlicher Ausgestaltung zur Verfügung stehen.

Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung

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