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05.02.2018

Aktuelles aus dem Verlag, Management, Pflege

Veröffentlichung der IEGUS-Studie zum unternehmerischen Wagnis in der Pflege

Marktwirtschaftlich geordnet agierende Unternehmen sind in ihrer Tätigkeit stets mit Risiken konfrontiert. In den Pflegestärkungsgesetzen I – III wird die wettbewerbliche Ordnung der Pflegeversicherung in Deutschland gestaltet und reguliert. Das neueste der drei Gesetze, Pflegestärkungsgesetz III, setzt explizit die Berücksichtigung eines „angemessenen Unternehmerrisikos“ für die Träger der stationären Einrichtungen und ambulanten Pflege fest. Wie genau diese Berücksichtigung in der Praxis aussieht, bleibt Verwaltern auf Landesebene und Kostenträgern im lokalen Verhandlungsgeschehen überlassen. Die Entwicklung eines akzeptierten und indikatorgestützten Verfahrens zur Beschreibung und Klassifikation von unternehmerischen Wagnissen ist daher von immenser Wichtigkeit. 

Aus diesem Grund haben das Institut für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IEGUS) und die contec Unternehmensberatung im Auftrag des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) eine Studie zu Quantifizierung und Rechtslage der Vergütung in der stationären Pflege durchgeführt. Unter dem Titel „Unternehmerisches Wagnis in der stationären Pflege“ werden die wesentlichen Risikofaktoren der Pflegebranche analysiert und bewertet sowie eine Kalkulationsmethodik vorgestellt, die eine erste Berechnung des unternehmerischen Wagnisses ermöglicht. Begleitet wurde die Studie von einem Expertenbeirat bestehend aus Vertretern der Wissenschaft, Unternehmensberatung und Pflege, die ihre Expertise miteingebracht haben.

Die Studie gibt den Akteuren nicht nur die nötigen Begriffserklärungen, sondern auch ein betriebswirtschaftliches Klassifikationsmodell an die Hand. Sie soll den Verhandlungspartnern dabei helfen, das Verfahren zu entbürokratisieren und zu vereinfachen.

medhochzwei

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