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03.07.2017

Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft

GKV: Finanzreserven steigen auf mehr als 16,7 Milliarden

Im ersten Quartal des laufenden Jahres haben die Krankenkassen einen Überschuss von 612 Millionen Euro erzielt. Die Finanzreserven steigen damit auf 16,7 Milliarden. Dies geht aus den vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlichten Finanzergebnissen hervor. Demnach standen den Einnahmen in Höhe von rund 58,2 Milliarden Euro im 1. Quartal 2017 Ausgaben von rund 57,6 Milliarden Euro gegenüber. Die Einnahmen der Krankenkassen seien um 4,2 Prozent und die Ausgaben insgesamt um 3,9 Prozent gestiegen. Im 1. Quartal 2016 hatten die Krankenkassen einen Überschuss von 406 Millionen Euro ausgewiesen. Im Gesamtjahr 2016 gab es auf Basis der jetzt vorliegenden endgültigen Finanzergebnisse ein Plus von 1,62 Milliarden Euro. Auf die einzelnen Kassenarten betrachtet, ergibt sich ein sehr unterschiedliches Bild. So verzeichnen die Ortskrankenkassen mit 361 Millionen Euro den größten Überschuss, die Ersatzkassen von 155 und die Betriebskrankenkassen von 27 Millionen Euro. Lediglich die landwirtschaftliche Krankenversicherung verzeichnet ein Minus von 6 Millionen Euro, die Knappschaft einen Überschuss von 58 Millionen und die Innungskrankenkassen von 17 Millionen Euro. Bei einem Anstieg der beitragspflichtigen Einnahmen profitierte die GKV insgesamt von der günstigen konjunkturellen Lage.

Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung

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