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13.03.2018

Krankenversicherung

Aktuelle Auswertungen der BARMER: Frauen leiden häufiger an Schilddrüsen Unter- , Über- oder Fehlfunktionen

Auswertungen der ambulanten Diagnosedaten der BARMER für das Jahr 2016 zeigen, dass Frauen wesentlich häufiger an einer Schilddrüsen-Unterfunktion leiden: Sächsische Frauen erhalten zu rund 8,3 Prozent die Diagnosestellung Schilddrüsen-Unterfunktion (Hypothyreose), im Vergleich dazu liegt der Anteil bei Männern bei 2,4 Prozent. Aufgrund von starken Hormonschwankungen sind Frauen häufiger von Krankheiten der Schilddrüse betroffen. Bei einer Schilddrüsen-Unterfunktion können vermehrt Müdigkeit, Konzentrationsstörungen aber auch Gewichtszunahme auftreten. Frauen sind auch häufiger wegen einer Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) in ärztlicher Behandlung: Die Diagnoserate bei Frauen beträgt 3,1 Prozent, bei Männern 1,3 Prozent. Geschlechtsspezifische Unterschiede sind ebenfalls für die ärztliche Behandlung wegen einer Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) festzustellen: 10,7 Prozent der sächsischen Frauen werden deswegen ärztlich versorgt, 3,6 Prozent der Männer. Auch für die Entzündung der Schilddrüse gelten geschlechtsspezifischen Variationen. Dr. U. Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER, erläutert, dass eine Schilddrüsenfehlfunktion wegen der sich äußernden psychischen Beschwerden nicht so leicht zu diagnostizieren wäre. Daher sei als wichtigster Ansatzpunkt für eine klare Diagnostik die Blutuntersuchung zu nennen, bei welcher der TSH-Wert (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) bestimmt würde. Der TSH-Wert gäbe Aufschluss darüber, ob die Hormonproduktion der Schilddrüse ausreiche. Für die weitere Abklärung kämen auch verschiedene bildgebende Verfahren in Betracht, so Marschall.

Dr. Monika Sinha, Welt der Krankenversicherung

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