Nachrichten

16.05.2018

Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft, Management

Krankenhausgesellschaft fordert von Ländern höhere Investitionen in Kliniken

Angesichts von geschätzten 63,3 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen, die der Arbeitskreis Steuerschätzungen bis zum Jahr 2022 prognostizierte, fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) von den Bundesländern höhere Investitionen in die Kliniken. „Bevor jetzt die Einnahmen in neue Projekte fließen, müssen nun erst einmal die Verpflichtungen bedient werden, die es seit Jahren gibt. Hier gilt, dass die Länder endlich ihren Investitionsverpflichtungen im Krankenhausbereich gerecht werden“, sagte DKG-Präsident Gerald Gaß. Jährlich fehlten den Kliniken bundesweit rund drei Milliarden Euro für bauliche und technische Erneuerungen. „Ebenso wie gute Schulen und Verkehrsinfrastruktur erwartet die Bevölkerung Krankenhäuser auf dem moderns¬ten medizinischen und baulichen Standard. Dies liegt in der Verantwortung der Bundesländer“, betonte Gaß. Die DKG rechnet mit einer Finanzierungslücke von rund 3,7 Milliarden Euro jährlich. „Wer langfristig eine patientenorientierte Krankenhausbehandlung ermöglichen möchte, muss eine zeitgerechte apparative Ausstattung und bauliche Infrastruktur gewährleisten“, betonte Gaß. Er ist der Auffassung, dass die Länder mit den vorliegenden Zahlen zu den Steuereinnahmen 2022 keine Ausreden mehr hätten, ihren Verpflichtungen nun nicht mehr nachzukommen.

Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung

>zurück<