Der Demenz Support "Herzenswunsch" erfüllt Seniorenträume
 
 
 

Editorial


 

Liebe Leserinnen und Leser,

mit der ersten Ausgabe des Newsletters und der ersten Ausgabe von ProAlter des Jahres 2024 melde ich mich heute bei Ihnen. Weihnachtszeit, Jahreswechsel und selbst Karneval liegen schon wieder hinter uns und die allerersten Frühlingsboten zeigen sich: Die Tage werden langsam länger, das Vogelgezwitscher wird wieder lauter und hier und da sieht man erste Blüten an den Sträuchern. Genießen Sie also die ersten Frühlingsgefühle und die Lektüre vom Newsletter und der ersten Ausgabe von ProAlter!

Herzliche Grüße
Kristina Mann


Foto: Dr. Kristina Mann

 

 
 
 

 
 
 

Nachrichten


 

Prävention
Rolle der Genossenschaftsidee im Sozialraum   

 

„Ende 2016 wurde Deutschlands erste UNESCO-Nominierung in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen: die „Idee und Praxis der Organisation von gemeinsamen Interessen in Genossenschaften (…). Die Genossenschaftsidee ist ein überkonfessionelles Modell der Selbsthilfe, Selbstverwaltung sowie Selbstverantwortung. Ihr grundlegender Rahmen beruht auf Werten wie Solidarität, Ehrlichkeit und Verantwortung. [...]

Prävention, Versorgung
„Virtual Volunteering“ in der Altenpflege

Digital und ortsunabhängig – Freiwilligenarbeit und sozialer Austausch in Altenpflegeeinrichtungen soll einfach und attraktiv werden. Das ist das Ziel von ViVerA: Freiwillige für die Altenpflege begeistern und mit ihnen deutschlandweit ein breit gefächertes Angebot an virtuellen Veranstaltungen etablieren. [...]

 

Demenz
Herzenswunsch 2024: Demenz Support macht Seniorenträume wahr

Besuch im Thermalbad, Restaurantbesuch oder doch lieber in den Zirkus oder in den Zoo? Hört sich nach alltäglichen Wünschen und Beschäftigungen an? Aber nicht für jedermann… Besonders für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen stellen alltägliche Ausflüge und Hobbies meist große Hürden da. Die Demenz Support Stuttgart setzt sich mit der Aktion „Herzenswunsch“ dafür ein, dass genau diese Herzenswünsche erfüllt werden. [...]

 

 
 
 

3 Fragen an ...


… Markus Wettstein und Tobias Müller


[Markus Wettstein | Wissenschaftlicher Mitarbeiter
an der Humboldt-Universität zu Berlin]

Sie stellen im Rahmen eines Podcasts „Science Update“ aktuelle Forschung zu Altersstereotypen, Einstellungen zum eigenen Älterwerden und zum gefühlten Alter vor. Dabei richten Sie sich gerade auch Nicht-Wissenschaftler:innen, also interessierte „Laien“ oder Personen aus der Praxis. Wie kam es zu diesem Projekt?

Markus Wettstein: Ich selbst beschäftige mich schon länger in meiner Forschung mit Altersbildern und ihren Konsequenzen, ein sehr faszinierendes und hochrelevantes Thema, wie ich finde. Als ich die Ausschreibung von Open Humboldt Freiräume gesehen habe, die Projekte zu Wissenschaftskommunikation fördert, kam mir sofort die Idee, aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Altersbildern allgemeinverständlich aufzubereiten. Da habe ich Tobias Müller angesprochen, der viel Erfahrung mit Wissenschaftskommunikation und mit der Gestaltung von Podcasts hat. Und schönerweise wurde unser vorgeschlagenes Projekt dann ausgewählt und gefördert.
Tobias Müller: Als Gerontologe habe ich im Jahr 2020 gemeinsam mit Florian Wernicke den Podcast „knowlAGE“ ins Leben gerufen, wir befassen uns mit Themen rund um den Kontext Alter(n) und Gesellschaft. Neben ausführlicheren Expert:innengesprächen bieten wir mit dem „Science Update“ nun auch kurze „knackige“ Beiträge an, die konkrete Untersuchungen verständlich darstellen. Das ist für uns aus einer wissenschaftskommunikativen Motivation heraus natürlich sehr reizvoll. Tanja Meyenborg, eine Gerontologie-Studentin, die diese kurzen Beiträge einspricht, war auch sofort Feuer und Flamme für die Idee.

 

Warum sollten die Öffentlichkeit und jeder einzelne mehr über Altersstereotype und Einstellungen zum eigenen Älterwerden wissen?

Tobias Müller: Die klassischen wissenschaftlichen Zeitschriften-Artikel werden ja häufig nur von Forscher:innen gelesen. Aber wir sind der Meinung, dass beispielsweise Altersstereotype uns alle angehen. Da wir alle älter werden, werden wir irgendwann Zielscheibe unserer eigenen Stereotype.

[Thomas Müller | Podcaster & Professor für Soziale Gerontologie an der Kolping Hochschule Gesundheit und Soziales]

Markus Wettstein: Und die Forschung zeigt eindrucksvoll, dass negative Altersstereotype und negative Einstellungen zum eigenen Älterwerden schädliche individuelle Konsequenzen haben, etwa für die eigene Lebensqualität, Gesundheit und Lebenserwartung. Wir hoffen, dass wir einige Denkanstöße geben können und dass die eine oder andere Person ihre Altersstereotype und ihre Sicht auf ihr Älterwerden hinterfragt. Stereotype über ältere Menschen in unserer Gesellschaft sind ja leider durchaus negativ gefärbt, und die Vielfalt und Potentiale des höheren Alters werden in den Medien und im öffentlichen Diskurs selten hervorgehoben.

 

Was sind die konkreten Inhalte der Podcast-Folgen?

Markus Wettstein: Pro Folge stellen wir einen aktuellen empirischen Artikel vor. Dabei gehen wir auch darauf ein, was entsprechende Forschungsergebnisse für unseren Lebensalltag bedeuten und welche weiteren Forschungsfragen sich ergeben. In der ersten Folge geht es darum, welche Rolle Einstellungen zum eigenen Älterwerden und das gefühlte Alter für Gesundheit und Langlebigkeit spielen. In der zweiten Folge erörtern wir, wie Altersstereotype mit dem gefühlten Alter zusammenhängen.
Tobias Müller: In den weiteren Folgen wollen wir uns unter anderem damit befassen, welche Einflussfaktoren die Einstellungen zum eigenen Älterwerden prägen. Es wird auch darum gehen, ob und wie sich diese Einstellungen interventionsgestützt verändern lassen.

Die Podcast-Folgen sind abrufbar unter knowlage.de/science-update/ oder auf allen gängigen Podcast-Kanälen. Gefördert sind die Folgen durch die Open Humboldt Freiräume aus Mitteln der Berlin University Alliance im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.

 
 
 
 
 
 

Aus dem KDA

Pflege, Politik & Wirtschaft
Aus dem KDA: Pflegekrise gefährdet Stabilität der Demokratie

In Folge der steigenden Kosten für die Pflege geraten immer mehr pflegebedürftige Menschen in die Sozialhilfe. Helmut Kneppe, Vorsitzender des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), sieht nicht nur, dass Betroffene auf notwendige Pflege verzichten. Er fürchtet, dass ein Versagen der Sozialsysteme die Stabilität der Demokratie gefährdet. Im Gastbeitrag für epd sozial erklärt er, warum.

Den Gastbeitrag finden Sie in voller Länger in der kommenden Ausgabe von ProAlter Heft 1/2024 sowie HIER.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Veranstaltungen

 
 
 

PFLEGE PLUS
Fachmesse für den Pflegemarkt


14.–16. Mai 2024, Messe Stuttgart

Weitere Informationen

 
 
 
 
 
 

Für Sie gehört: Der Demenz-Podcast

Menschen sind vielfältig – auch darin, wie sie ihre geschlechtliche Identität leben. Queere Menschen waren besonders in der Zeit des 2. Weltkriegs und fast nahtlos bis in die 1960er Jahre Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt (und auch heute ist die Diskriminierung nicht vorbei). Das wirkt sich auf eine mögliche Pflege aus. Damit wir heute alte, queere Menschen besser verstehen, zeichnen wir im ersten Teil der Sendung mit vielen O-Tönen zunächst ein Bild der bleiernen Zeit, in der sie groß wurden.

Im zweiten Teil sprechen wir über die möglichen Auswirkungen auf die Pflege, auch bei einer Demenz. Vielen Dank besonders an Nora Eckert, Jürgen, Gisela und Chrissi für ihre Offenheit.

Jetzt in den aktuellen Podcast reinhören.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Link-Tipp

 

Interview mit den Herausgebern von FRIDA – ein Behandlungsmanual für dyadische Gruppentherapie

Christian Heerdt vom KDA interviewt Prof. Dr. Andreas Fellgiebel, Dr. Katharina Geschke, Dr. Armin Scheurich und Dr. Alexandra Wuttke, die Herausgeberinnen und Herausgeber von FRIDA – Frühintervention für Menschen mit demenzieller Entwicklung und deren Angehörige.

Solange wir Demenz nicht heilen können sollten wir versuchen, Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen das Leben so lebenswert wie möglich zu machen. Hierzu gehört auch, dass mit den nächsten Angehörigen (z. B. mit dem Lebenspartner) der Austausch auf Augenhöhe stattfinden kann. Das Manual FRIDA beschreibt das psychotherapeutische Konzept der dyadischen Frühintervention im Gruppensetting. Dazu werden interdisziplinäre Perspektiven aus Psychologie, Medizin, Sozialarbeit, Bewegungstherapie und Logopädie vereint.

HIER geht's zum Video.
Weitere Infomationen zum Buch finden Sie HIER.

 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 

Impressum

Redaktion: Dr. Kristina Mann  

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