PKV Unternehmen wollen im Leistungs- und Versorgungsmanagement gemeinsam agieren

14.07.2021, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Versorgung

Seit geraumer Zeit sind auch PKV-Unternehmen nicht mehr nur „Payer“ gegenüber ihren Versicherten. Sie mischen zunehmen im Leistungs- und Versorgungsmanagement mit. Nun haben sich Axa, Debeka, HUK-Coburg und die zur Versicherungskammer Bayern gehörenden Anbieter Bayerische Beamtenkrankenkasse und Union Kranken zu der Kooperation „Innovatives Versorgungsmanagement“ zusammengeschlossen. Gemeinsam handeln die fünf Unternehmen Verträge mit Pharmafirmen, Kliniken und Ärzten aus, um die Versorgung ihrer Versicherten zu verbessern und gleichzeitig kostengünstiger zu machen. So sollen zudem Kompetenz und Erfahrung gebündelt werden. Damit verfolgen sie Zukunftstrends: Zum einen nehmen sie damit eine aktivere Rolle in der Versorgung ihrer Versicherten ein und verschaffen sich Profil als Gesundheitspartner im Vertragsmarkt. Zum anderen machen Kooperationen in der PKV deswegen Sinn, um aufgrund ihrer heterogenen Nachfragemacht eben diese zu bündeln. Erste Verträge sind bereits abgeschlossen. So wurde mit dem Pharmaunternehmen Sandoz ein Rabattvertrag ausgehandelt. Mit der Medigreif Inselklinik in Heringsdorf, die auf Psychosomatik und Psychotherapie spezialisiert ist, steht ein weiterer Kooperationspartner zur Verfügung. Ein besonderes Anliegen sei nach eigenem Bekunden die Realisierung sektorenübergreifender Konzepte. Zuvor ist bereits mit LM+ ein von den PKV-Gesellschaften Anbietern Barmenia, Gothaer, Hallesche und Signal Iduna gegründetes Unternehmen tätig. Dies ist auf das Leistungsmanagement spezialisiert, wozu der gemeinsame Einkauf gehört, aber auch die Entwicklung von Versorgungskonzepten für Versicherte mit bestimmten Erkrankungen.

Anzeige
Anzeige