BPtK bietet Unterstützung in Sachen Gesundheitskompetenz

12.02.2020, medhochzwei
Psychotherapie

 

Jede Zweite Person verfügt nur über eine begrenzte Gesundheitskompetenz und hat Probleme damit, Informationen zu finden, zu verstehen und für die eigene Gesundheit zu nutzen. Darauf weist die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hin. „Dies trifft auch auf Menschen mit psychischen Erkrankungen zu“, erläuterte Dr. Dietrich Munz, Präsident der BPtK. „Um das zu ändern, bietet die BPtK zwei Webportale an, auf denen sich Patient*innen informieren können.“

„Gerade bei psychischen Erkrankungen ist es für viele schwierig, sich überhaupt helfen zu lassen“, so der BPtK-Präsident. „Unsere Webseite ‚Wege zur Psychotherapie‘ informiert deshalb gut verständlich über psychische Erkrankungen und wen die Patient*in um Rat fragen kann.“ Sie bietet Antworten auf Fragen „Bin ich psychisch krank?“, „Wer behandelt psychische Erkrankungen“ oder „Was kann ich im Notfall tun?“ Sie ist auch auf Englisch und Türkisch verfügbar. Das Portal ist unter www.wege-zur-psychotherapie.org zu finden.

Um Jugendliche im Umgang mit ihren häufig widerstreitenden Gefühlen zu stärken wurde von der BPtK die Seite „Gefühle fetzen“ konzipiert (www.gefuehle-fetzen.net). Jugendliche können dort erfahren, welche Gefühle andere Jugendliche bewegen, wie diese damit umgegangen sind und wann es sinnvoll sein kann, sich Hilfe zu holen und bei wem.

Die BPtK informiert auch Migrant*innen über psychische Erkrankungen. Viele Flüchtlinge haben in ihrem Heimatland und auf der Flucht Traumatisches erlebt. Ein großer Teil von ihnen leidet noch lange unter den schrecklichen Erlebnissen. Um auch ihnen zu helfen, hat die BPtK einen Ratgeber für Flüchtlingshelfer sowie einen Ratgeber für Flüchtlingseltern herausgegeben. Der Elternratgeber ist auch in Englisch, Arabisch, Persisch und Kurdisch verfügbar.

Die BPtK gehört der „Allianz für Gesundheitskompetenz“ an, die 2017 mit dem Ziel, die Bevölkerung in ihrer Gesundheitskompetenz zu stärkenwurde, gegründet . Partner der Allianz sind neben dem Bundesministerium für Gesundheit, der Gesundheitsministerkonferenz der Länder und der Patientenbeauftragten der Bundesregierung 14 Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung.

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