Junge Menschen wollen Gesundheit als Schulfach

08.12.2021, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft, Kinder & Familie

84 Prozent der jungen Erwachsenen wünschen sich, dass Gesundheit als eigenes Fach in der Schule unterrichtet werden soll. Doch es fehlt die altersgerechte Vermittlung von Gesundheitsthemen und Prävention. Dies zeigt die Studie "Zukunft Gesundheit 2021" der Vivida BKK und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“.  Die Mehrheit der jungen Erwachsenen fordert, dass die Grundlagen für ein gesundes Leben nicht nur privat, sondern auch in der Schule gelegt werden müssen. Vor fünf Jahren waren es mit 77 Prozent noch deutlich weniger, die sich das Unterrichtsfach "Gesundheit" wünschten. Seit Jahren wird in Deutschland über ein Unterrichtsfach Gesundheit diskutiert – ohne Ergebnis. "Bislang tauchen Gesundheitsthemen in den Lehrplänen nur sporadisch in bestimmten Klassenstufen auf, meist in Fächern wie Biologie oder Sport, es fehle eine konsequente, altersgerechte Beschäftigung mit dem Thema Gesundheit durch alle Jahrgangsstufen hindurch, so Dr. Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der Vivida BKK. Bislang informiert sich nicht einmal die Hälfte der Schüler und Schülerinnen vorbeugend über Gesundheitsthemen und Krankheiten, zeigt die Studie. Für 76 Prozent von ihnen werden Gesundheitsthemen heute erst relevant, wenn sie Beschwerden haben oder bereits erkrankt sind. Zudem nutzen junge Erwachsene vor allem Google: Drei Viertel recherchieren online nach Gesundheitsthemen – und stehen mit den Suchergebnissen oft allein da.

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