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AOK-WidO: Sinn in der Arbeit hat hohen Einfluss auf die Gesundheit

09.09.2018, Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung
Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft

Wer seine Arbeit als sinnstiftend erlebt, fehlt seltener am Arbeitsplatz, hat deutlich weniger arbeitsbedingte gesundheitliche Beschwerden und hält sich im Krankheitsfall häufiger an ärztlich verordnete Krankschreibungen. Das geht aus dem aktuellen Fehlzeitenreport des Wissenschaftlichen Instituts der AOK hervor, einer Repräsentativbefragung von über 2.000 Erwerbstätigen.

Wie die Grafik von Statista zeigt, führt ein mangelhafte Sinnerleben im Job zu deutlich mehr arbeitsbedingten Beschwerden als bei gutem Sinnerleben: Wer seine Arbeit nicht als sinnvoll wahrnimmt, leidet deutlich häufiger an Erschöpfung (56,5 Prozent), Rücken- und Gelenkbeschwerden (54,1 Prozent) oder Lustlosigkeit und dem Gefühl, ausgebrannt zu sein (43,8 Prozent). Durchschnittlich 12,1 Tage haben die Befragten im vergangenen Jahr krankheitsbedingt am Arbeitsplatz gefehlt. Passen Anspruch und Sinnerleben in der Arbeit gut zueinander liegen nur 9,4 krankheitsbedingte Fehltage vor. Unterscheiden sich jedoch Wunsch und Wirklichkeit stark, liegen die Fehltage mit 19,6 doppelt so hoch.

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