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BKK Linde und CGM stellen erste echte digitale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vor

08.10.2018, Rolf Stuppardt
Krankenversicherung

© Peshkova/Shutterstock

BKK Linde und die CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) bringen erstmalig eine echte digitale Anwendung auf Basis einer elektronischen Patientenakte für gesetzlich Krankenversicherte in Deutschland an den Start: die digitale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU). Die Pilotphase startet im Raum Aschaffenburg und Darmstadt. „Mit der eAU zeigen wir, dass vernetzte Kommunikation mehr bedeutet als das manuelle Einpflegen oder Faxen von Gesundheitsdaten der Patienten in Gesundheitsakten. Ziel ist es, unseren Versicherten so schnell wie möglich die Vorteile der Digitalisierung zu Gute kommen zu lassen", so Peter Raab, Vorstand der BKK Linde. Anders als bei anderen Anbietern erhält der Patient auf Wunsch die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung direkt aus dem Arztinformationssystem in seine elektronische Patientenakte. Der Patient entscheidet anschließend, ob der Arzt künftig den Krankenschein per Knopfdruck direkt der Krankenkasse sendet, oder er es selbst zu einem späteren Zeitpunkt macht. Damit bewegen sich beide in einem geschlossenen und hochsicheren System. Das Projekt umfasst den Raum Aschaffenburg und Darmstadt mit über 20.000 gesetzlich Krankenversicherten der BKK Linde. Die Anbindung des Arbeitgebers ist die zweite Stufe des Projekts. Der Versicherte erhält auf Wunsch die Option, die eAU direkt dem Arbeitgeber elektronisch zur Verfügung zu stellen. Genauso wie bei der papierhaften Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung würde die versendete eAU keine medizinischen Daten erhalten. Ein Trägerunternehmen der BKK Linde begleitet das Projekt als Arbeitgeber. Gespräche mit weiteren Arbeitgebern laufen.