VdPB startet Meldeplattform für Fachkräfte

24.03.2020, Sven C. Preusker
Pflege, Coronavirus, Politik & Wirtschaft

In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) stellt die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) ab sofort eine Meldeplattform für Freiwillige zur Verfügung. Dort können sich Pflegefachpersonen und -hilfskräfte, Medizinische Fachangestellte, Medizinisch-technische Radiologie- sowie Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentinnen und -assistenten registrieren, die aktuell nicht in ihren Berufen tätig sind oder Kapazitäten frei haben und nicht zu einer Risikogruppe gehören.

Unter www.pflegepool-bayern.de könnten Fachkräfte unkompliziert ihre Daten hinterlassen, wenn sie einsatzbereit seien, hieß es in einer Meldung. Die Daten würden ausschließlich zum Zweck der Bekämpfung der Corona-Pandemie gespeichert und auf konkrete Anforderung weitergegeben. Im Bedarfsfall würden sich die örtlichen Stellen direkt mit den Fachkräften in Verbindung setzen und den Einsatzort vermitteln. Das StMGP wies ausdrücklich darauf hin, dass im Falle des Einsatzes der aktuelle Arbeitsvertrag bestehen bleibe und die Freiwilligen zu diesem Zweck (auf der Basis geltenden Rechts oder einer in Kürze zur Verabschiedung vorgesehenen gesetzlichen Regelung) unter Lohnersatz bzw. Lohnfortzahlung freigestellt würden. Der Einsatz soll ausschließlich während der Corona-Pandemie andauern.

„Derzeit ist nicht sicher absehbar, wie sich die Pandemie weiterentwickeln wird. Es ist wichtig, dass wir auf große Herausforderungen vorbereitet sind. Deshalb bitte ich alle Pflegefachkräfte, alle Pflegehilfskräfte sowie Medizinisch-technische Assistenten (MTRA, MTLA) und Medizinische Fachangestellte (MFA), die aktuell nicht in diesem Beruf arbeiten und keiner Risikogruppe angehören, um Unterstützung“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am 23.03. VdPB-Präsident Georg Sigl-Lehner unterstrich den Appell der Ministerin und ergänzte: „Jetzt gilt es, alle Kräfte zu bündeln und alle Ressourcen zu mobilisieren, um den Kollaps der Gesundheits- und pflegerischen Versorgung abzuwenden. Wir hoffen, dass wir mit der Bereitstellung der Plattform die Kapazitäten schnell und unbürokratisch dort erweitern können, wo sie gebraucht werden.“

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