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06.04.2018

Krankenversicherung, Politik & Wirtschaft, Heilberufe

Aktuelle Daten zum Herzinfarkt: Keine Geschlechterunterschiede bei Sterblichkeit und Therapie

Berücksichtigt man Alter und Risikofaktoren, dann haben Frauen keine höhere Sterblichkeit nach einem Herzinfarkt als Männer. Auch bei der Akuttherapie gibt es keine Unterschiede. Das zeigt eine aktuelle Analyse, die auf der DGK-Jahrestagung in Mannheim präsentiert wurde. Unter der statistischen Berücksichtigung von Alter und Risikofaktoren besteht zwischen Frauen und Männern kein signifikanter Unterschied in der Krankenhaus-Sterblichkeit nach ST-Hebungsinfarkt (STEMI), und die Prozeduren bei der Akuttherapie sind bei beiden Geschlechtern gleich. Mittels Risiko-adjustierter Analyse des Datensatzes 2013 der externen Qualitätssicherung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) wurde untersucht, ob statistisch signifikante Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei der Krankenhaus-Mortalität bei STEMI mit perkutaner Koronarintervention (PCI) bestehen. In der aktuellen Analyse wurden Daten von 8.938 Frauen und 23.241 Männern untersucht. Die beiden Gruppen unterschieden sich statistisch signifikant in zahlreichen Variablen, einschließlich der Krankenhaus-Mortalität, die 10,8 Prozent bei Frauen und 7,1 Prozent bei Männern betrug. „Der Unterschied in der Sterblichkeit kann zu einem Großteil durch den Altersunterschied zwischen Frauen und Männern erklärt werden“, erklärt Dr. Kurt Bestehorn, Institut für Klinische Pharmakologie, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden, einer der Studienautoren. „Hinsichtlich der in den Kliniken durchgeführten Prozeduren ergaben sich keine Unterschiede zwischen beiden Geschlechtern.“

Rolf Stuppardt, Welt der Krankenversicherung

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